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    Wirtschaftsrisiken, BYD-Expansion und Berliner Unternehmen im Fokus

    KI-generiert
    28.08.2026 33 mal gelesen 1 Kommentare

    Die Weltwirtschaft bleibt trotz einzelner Lichtblicke unter Druck, während Unternehmen ihre Strategien für Wachstum und den europäischen Markt neu ausrichten. Der Pressespiegel beleuchtet Fratzschers Risikowarnungen, Shells Rückzug bei PCK Schwedt, BYDs Expansionspläne und sechs Berliner Unternehmen im Finale des Wirtschaftspreises 2026.

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    Wirtschaft im Pressespiegel: Hohe globale Risiken, neue Industriepläne und Berliner Finalisten

    DIW-Chef Fratzscher warnt vor anhaltenden Risiken für die Weltwirtschaft

    Die jüngsten wirtschaftlichen Indikatoren seien zwar ermutigend, eine Trendwende lasse sich daraus jedoch noch nicht ableiten. Das sagte Marcel Fratzscher, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), der „Augsburger Allgemeinen“, wie die WirtschaftsWoche berichtet.

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    Fratzscher verwies darauf, dass sich positive Indikatoren in den vergangenen Jahren wiederholt als trügerisch erwiesen hätten. Die Risiken für die Weltwirtschaft seien weiterhin enorm. Als mögliche Belastungen nannte er den Krieg im Iran, die Schließung der Straße von Hormus und erneut aufflammende Handelskonflikte.

    Diese Entwicklungen könnten nach Einschätzung des Ökonomen die Inflation weiter erhöhen und Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung in Deutschland zunichtemachen. Zudem könnte die Europäische Zentralbank gezwungen sein, die Zinsen zu erhöhen, was private Investitionen bremsen würde.

    Selbst bei verbesserten Erholungschancen erwartet Fratzscher lediglich eine moderate wirtschaftliche Erholung. Diese dürfte sich außerdem erst mit Verzögerung am Arbeitsmarkt bemerkbar machen.

    „Die jüngsten wirtschaftlichen Indikatoren sind ermutigend, aber von einer Trendwende kann noch keine Rede sein“, sagte Marcel Fratzscher laut WirtschaftsWoche.

    Zusammenfassung: Die WirtschaftsWoche berichtet von einer vorsichtigen Einschätzung des DIW-Chefs. Geopolitische Konflikte, mögliche Inflationsimpulse und höhere Zinsen bleiben zentrale Risiken.

    Shell beendet Gespräche über Anteil an der Raffinerie PCK Schwedt

    Shell hat laut einem Bericht die Verhandlungen über den Verkauf seines Anteils an der Raffinerie PCK Schwedt an den polnischen Energiekonzern Unimot ergebnislos beendet. Die Gespräche über das Paket von 37,5 Prozent hatten 2023 begonnen und seien bereits vor Monaten abgeschlossen worden, berichtet derStandard.de unter Berufung auf Bloomberg.

    Die Raffinerie versorgt Berlin und Ostdeutschland mit Treibstoff. An PCK Schwedt bestehen außerdem Beteiligungen von Rosneft, deren Anteile unter deutscher Treuhandverwaltung stehen.

    Frühere Verkaufsversuche waren laut der Quelle am Vorkaufsrecht von Rosneft und weiteren Hürden gescheitert. Auch die Gespräche zwischen Shell und Unimot führten dem Bericht zufolge zu keiner Einigung.

    Zusammenfassung: DerStandard.de berichtet, dass Shells Gespräche mit Unimot über den 37,5-Prozent-Anteil an PCK Schwedt beendet wurden. Die Raffinerie bleibt für die Treibstoffversorgung Berlins und Ostdeutschlands von Bedeutung.

    BYD sucht zweiten europäischen Produktionsstandort

    Der chinesische Autohersteller BYD plant offenbar bereits ein zweites Werk in Europa, obwohl die erste europäische Fabrik im ungarischen Szeged noch nicht fertiggestellt ist. Die WirtschaftsWoche berichtet, dass BYD seine Fahrzeuge bislang per Schiff nach Europa liefert und inzwischen acht eigene Frachter zur Konzernflotte zählt.

    Teilweise können die Frachter bis zu 7000 Fahrzeuge laden. 2024 verschiffte BYD 50.912 Fahrzeuge nach Europa, 2025 waren es 187.657. Bis Ende des Jahrzehnts will der Konzern sein Exportgeschäft deutlich ausbauen; die Hälfte aller BYD-Autos soll bis dahin im Ausland verkauft werden.

    Eine Produktion in Europa würde die Belastung der Flotte verringern und zugleich die Strafzölle auf Elektroautos vermeiden, die aus China in die Europäische Union eingeführt werden. BYD hatte sein erstes europäisches Werk bereits 2023 angekündigt, den Zeitdruck aber inzwischen erhöht.

    Im ersten Halbjahr 2026 verkaufte BYD in China 1.016.255 Fahrzeuge. Das waren knapp 40 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Außerhalb Chinas setzte der Konzern im selben Zeitraum 792.256 Fahrzeuge ab, mehr als 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

    Das Werk in Szeged bleibt hinter dem Zeitplan

    Das Werk im ungarischen Szeged entsteht auf einem 300 Hektar großen Areal. Satellitenbilder zeigen laut WirtschaftsWoche sechs größere Fabrikhallen, wobei sich ein großer Teil des Geländes noch im Bau befindet.

    Die Eröffnung war ursprünglich für Ende 2025 vorgesehen. Im Juni erklärte BYD, das Werk solle stattdessen spätestens Ende 2026 eröffnet werden. Zu Beginn sollen in Ungarn rund 150.000 Fahrzeuge jährlich produziert werden, langfristig bis zu 300.000.

    Als erste Modelle sind der Dolphin Surf und der Atto vorgesehen. Mindestens zwei weitere Modelle sollen folgen. Eine eigene Batteriezellproduktion ist in Szeged vorerst nicht geplant; Zellen sollen aus China importiert und in Ungarn zu Batteriemodulen und -paketen montiert werden.

    BYD führte nach eigenen Angaben Gespräche mit mehr als 600 potenziellen europäischen Zulieferern. Wie viele dieser Gespräche zu einer Zusammenarbeit führten, teilte der Konzern nicht mit.

    AngabeWert
    Nach Europa verschiffte Fahrzeuge 202450.912
    Nach Europa verschiffte Fahrzeuge 2025187.657
    BYD-Verkäufe in China im ersten Halbjahr 20261.016.255 Fahrzeuge
    BYD-Verkäufe außerhalb Chinas im ersten Halbjahr 2026792.256 Fahrzeuge
    Fläche des Werksgeländes in Szeged300 Hektar
    Geplante Anfangskapazität in Ungarnrund 150.000 Fahrzeuge im Jahr
    Langfristig geplante Kapazität in Ungarnbis zu 300.000 Fahrzeuge

    Spanien als möglicher Standort für ein weiteres BYD-Werk

    Für die zweite europäische E-Auto-Fabrik sucht BYD laut WirtschaftsWoche einen Standort im Süden Europas. Eine BYD-Managerin habe Spanien als interessant bezeichnet. Anders als in Szeged soll dabei kein neues Werk auf der grünen Wiese entstehen, sondern eine bestehende Anlage übernommen werden.

    Die Autoexpertin Beatrix Keim hält eine Übernahme für schneller und vorteilhafter, weil Infrastruktur, Lieferketten, Arbeitskräfte und grundlegende Genehmigungen bereits vorhanden sein könnten. Zugleich sei die Produktion in Europa teurer als in China, was die Marge drücke.

    Ein früherer Plan für ein Werk in der Türkei liegt nach Angaben der WirtschaftsWoche vorerst auf Eis. Vorgesehen war eine Investition von rund einer Milliarde US-Dollar für eine Fabrik im westtürkischen Manisa bei Izmir. Dort sollten jährlich 150.000 Autos produziert werden.

    Im ersten Halbjahr 2026 sank der Absatz von BYD in der Türkei auf 6809 verkaufte Autos, ein Minus von 73,3 Prozent. Im August sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der EU-Beitritt habe für ihn nicht länger Priorität.

    In Deutschland lag der Marktanteil von BYD bisher bei zwei Prozent. Anfang 2025 war BYD bei 26 Händlern vertreten, Ende 2025 bei 150. Bis Ende dieses Jahres sollen es 350 sein.

    Beatrix Keim sieht neben dem Aufbau der Produktion eine weitere Herausforderung: Die Fahrzeuge müssten sich über zwei oder drei Jahre auf den europäischen Straßen beweisen. Service, Pannenstatistik und Restwerte seien für Kunden und Händler entscheidend.

    AngabeWert
    Geplante Investition für das Türkei-Werkrund eine Milliarde US-Dollar
    Geplante Jahresproduktion in Manisa150.000 Autos
    BYD-Absatz in der Türkei im ersten Halbjahr 20266809 verkaufte Autos
    Rückgang des Türkei-Absatzes73,3 Prozent
    Marktanteil von BYD in Deutschlandzwei Prozent
    BYD-Händler in Deutschland Anfang 202526
    BYD-Händler in Deutschland Ende 2025150
    Geplante BYD-Händler in Deutschland bis Ende dieses Jahres350
    Neuwagenmarkt in Deutschlandcirca drei Millionen Fahrzeuge im Jahr
    Gebrauchtwagenmarkt in Deutschlandbis zu sieben Millionen Fahrzeuge pro Jahr

    Zusammenfassung: BYD baut seine europäische Präsenz trotz Verzögerungen in Ungarn aus und sucht bereits einen weiteren Standort. Die WirtschaftsWoche nennt Spanien als möglichen Kandidaten und verweist zugleich auf hohe Produktionskosten, geringe Markenbekanntheit und offene Fragen bei Service und Restwerten.

    Sechs Unternehmen im Finale des Berlinpreises für Wirtschaft 2026

    Der Berlinpreis für Wirtschaft 2026 rückt sechs Berliner Unternehmen ins Rampenlicht. Nach Angaben des Tagesspiegel hat die Jury Firmen ausgewählt, die den Wirtschaftsstandort aktiv mitgestalten, Innovationen vorantreiben und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen.

    Die Preisverleihung findet am Montagabend im Tagesspiegel-Haus am Askanischen Platz in Kreuzberg statt. Erwartet werden rund 100 geladene Gäste, darunter Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey, IHK-Präsident Sebastian Stietzel und Made-in-Berlin-Vorstandschef Joachim Spitzley. Moderiert wird die Veranstaltung von IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner.

    Der Verein „Made in Berlin“ vergibt den Preis seit 2013. Unterstützt wird die Auszeichnung unter anderem von der Berliner Sparkasse, Cosy-Wasch, Bito AG, Kritis & Cyber, dem Verein Berliner Kaufleute und Industrieller, der Industrie- und Handelskammer Berlin und dem Tagesspiegel.

    In der Kategorie „Motor der Stadt“ treten AMBEG – Dr. J. Dichter GmbH, der Malerbetrieb Kluge und die Marienpark Berlin GmbH an. Für die Kategorie „Newcomer des Jahres“ wurden Evela Health, Shit2Power und TYPE Bike nominiert.

    Zusammenfassung: Der Tagesspiegel stellt sechs Finalisten des Berlinpreises für Wirtschaft 2026 vor. Die Unternehmen stehen für industrielle Tradition, Digitalisierung, Gesundheitsangebote, Kreislaufwirtschaft, Energieinnovationen und nachhaltige Mobilität.

    Die Finalisten in der Kategorie „Motor der Stadt“

    AMBEG – Dr. J. Dichter GmbH

    Das Schöneberger Unternehmen entwickelt und fertigt Präzisionsmaschinen für pharmazeutische Glasbehälter. Dazu gehören Ampullen, Impffläschchen und Spritzen. AMBEG setzt dabei auf Robotertechnik und KI-gestützte Kontrollsysteme.

    Die Exportquote liegt bei 70 bis 80 Prozent. Das Unternehmen liefert in die USA, nach China und nach Südamerika. Während der Corona-Pandemie verdoppelte AMBEG seine Belegschaft, um den hohen Bedarf an Impffläschchen zu decken.

    AMBEG produziert seit der Gründung 1926 in der Region Berlin-Brandenburg. Das Familienunternehmen in dritter Generation feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag.

    Infobox: AMBEG verbindet Maschinenbau, Robotik und KI-gestützte Kontrollsysteme. Der Betrieb ist seit 1926 in der Region Berlin-Brandenburg ansässig und exportiert einen großen Teil seiner Produktion.

    Malerbetrieb Kluge

    Der 1868 in Pankow gegründete Malerbetrieb Kluge verbindet traditionelles Handwerk mit digitaler Planung. Mit einer teilweise selbstentwickelten Software plant das Unternehmen seine Baustellen weit im Voraus, sodass die Mitarbeiter wissen, wo und wann sie eingesetzt werden.

    Dank der intensiven Planung können aktuell 46 Aufträge gleichzeitig bearbeitet werden. Kluge hat unter anderem Schlösser gestrichen, Regierungsgebäude renoviert und Schulen saniert.

    Auch beim Marketing setzt der Familienbetrieb in fünfter Generation auf digitale Technik. Dazu gehören professionelle Imagefilme und Experimente mit künstlicher Intelligenz.

    Infobox: Der Malerbetrieb Kluge besteht seit 1868 und bearbeitet aktuell 46 Aufträge gleichzeitig. Eine selbstentwickelte Software unterstützt die langfristige Baustellenplanung.

    Marienpark Berlin

    Der Marienpark siedelt Unternehmen auf dem Gelände eines ehemaligen Gaswerks in Mariendorf an. Für den Standort stehen 30 Hektar zur Verfügung, wobei zwei neue Rechenzentren bereits große Flächen beanspruchen.

    Im Fokus stehen Unternehmen aus den Bereichen innovative Technik, künstliche Intelligenz, Kreislaufwirtschaft und Sicherheit. Zur Sicherheitsbranche zählt auch die neue Boombranche Verteidigung.

    Der offizielle Name des Konzepts lautet Resilience Technology Campus. Gemeinsam mit dem benachbarten Start-up-Quartier ringberlin soll sich der Marienpark zu einem der Berliner „Zukunftsorte“ entwickeln.

    Infobox: Der Marienpark nutzt ein 30 Hektar großes ehemaliges Gaswerk-Gelände. Der Standort konzentriert sich auf Zukunftstechnologien, Kreislaufwirtschaft und Sicherheit.

    Die Finalisten in der Kategorie „Newcomer des Jahres“

    Evela Health

    Evela Health wurde 2024 gegründet und widmet sich der Gesundheitsversorgung von Frauen in den Wechseljahren. Das Unternehmen bietet digitalen Support und persönliche Beratung an.

    Nach Angaben des Tagesspiegel verursachen unbehandelte Wechseljahresbeschwerden allein in Deutschland geschätzte 9,4 Milliarden Euro wirtschaftlichen Schaden pro Jahr. Als Gründe werden Krankschreibungen und ein verringertes Arbeitspensum wegen Schmerzen genannt.

    Zum Kundenstamm von Evela Health gehören unter anderem HanseMerkur, Hewlett Packard Enterprise und das Universitätsklinikum München.

    Infobox: Evela Health wurde 2024 gegründet und kombiniert digitale Angebote mit persönlicher Beratung. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Gesundheitsversorgung von Frauen in den Wechseljahren.

    Shit2Power

    Das 2023 in Adlershof gegründete Unternehmen Shit2Power will Klärschlamm umweltfreundlicher zur Energiegewinnung nutzen. Der Schlamm soll direkt am Klärwerk in wasserstoffreiches Synthesegas umgewandelt werden.

    Aus dem Synthesegas können Strom und Wärme erzeugt werden. Nach dem Konzept von Shit2Power könnten Kläranlagen damit nicht nur sauberes Wasser, sondern auch nachhaltig erzeugte Energie liefern.

    Die Idee stößt laut Tagesspiegel auf großes Interesse. Die Gründer wurden bereits in die Liste der „100 wichtigsten Köpfe der Berliner Wissenschaft“ des Tagesspiegels aufgenommen.

    Infobox: Shit2Power wurde 2023 gegründet und setzt auf die Umwandlung von Klärschlamm in wasserstoffreiches Synthesegas. Daraus sollen Strom und Wärme erzeugt werden.

    TYPE Bike

    TYPE Bike versteht sich als erste nachhaltige Fahrradmanufaktur Berlins mit Schwerpunkt auf Kinder- und Jugendfahrrädern. Der gesamte Produktionsprozess findet in Berlin statt, viele Lieferanten kommen ebenfalls aus der Region.

    Die Montage erfolgt in Kooperation mit der gemeinnützigen Organisation Pinel. Dabei werden psychisch erkrankte Menschen bei der Wiedereingliederung in die Berufswelt unterstützt.

    Zum Angebot gehören außerdem limitierte Design-Kollaborationen und aufgearbeitete Gebrauchträder. Ein gemeinsam mit den Reinickendorfer Füchsen gestaltetes Kinderfahrrad wurde für den German Design Award 2027 nominiert.

    Infobox: TYPE Bike produziert Kinder- und Jugendfahrräder vollständig in Berlin. Das Unternehmen verbindet regionale Fertigung mit nachhaltigen Konzepten und sozialer Integration.

    Preisgeld und Sonderpreis

    Die Auszeichnung ist mit jeweils 2500 Euro dotiert. Unternehmen können sich selbst für den Berlinpreis bewerben oder vorgeschlagen werden.

    Zusätzlich vergibt die Jury einen Sonderpreis für gesellschaftliches Engagement. Dafür wurden keine Kandidaten nominiert; der Favorit wird am Abend der Preisverleihung aus dem gesamten Bewerberfeld vorgestellt.

    Zusammenfassung: Der Berlinpreis ist in den beiden Hauptkategorien mit jeweils 2500 Euro dotiert. Ein Sonderpreis für gesellschaftliches Engagement wird ohne vorherige Nominierung vergeben.

    Einschätzung der Redaktion

    Die wirtschaftliche Lage bleibt vor allem von Unsicherheit geprägt: Geopolitische Spannungen können Erholung, Inflation und Investitionen zugleich belasten. Unternehmen reagieren darauf mit mehr regionaler Produktion, diversifizierten Lieferketten und technologischer Spezialisierung. BYDs Expansion zeigt dabei Chancen für den europäischen Industriestandort, aber auch, dass Markterfolg nicht allein durch Produktionskapazitäten entsteht. Entscheidend werden Nachfrage, Kosten, Servicequalität und politische Stabilität sein. Die Berliner Finalisten verdeutlichen ergänzend, dass Innovation, Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Nutzen zunehmend zusammen gedacht werden.

    Kernaussage: Europas Wirtschaft muss Widerstandsfähigkeit aufbauen, ohne Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit aus dem Blick zu verlieren.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Bei den ganzen Meldungen weis man garnicht mehr wo man anfangen soll. Fratzschers Warnungen klingen jedenfalls plausiebel, ein paar gute Zahlen sind halt noch lange keine echte Trendwende. Wenn dann noch Krieg, Hormus und Handelsstreit gleichzeitig kommen, kann die Wirtschaft ja kaum entspannt planen. Wobei ich mich frage ob höhere Zinsen wirklich immer die Lösung gegen Inflation sind, für Firmen wird dann ja alles noch teurer und Investitionen werden verschoben.

    Das mit PCK Schwedt finde ich besonders heikel, weil Berlin und Ostdeutschland nicht einfach mal eben auf eine andere Raffinerie ausweichen können. Shell zieht sich zurück, Rosneft hängt irgendwie drin und am Ende weis keiner so richtig wer dort langfristig den Laden führen soll. Hauptsache die Tankstellen haben Sprit, aber die ganze Versorgungskette dahinter sieht man als normaler Kunde natürlich nicht.

    BYD ist schon ein erstaunliches Thema. Einerseits verkaufen sie ausserhalb von China deutlich mehr, andererseits brechen die Zahlen in China ein. Vielleicht wird Europa deshalb gerade so wichtig für die Firma. Acht eigene Frachter sind jedenfalls nicht wenig, wobei das auch zeigt wie abhängig der Autohandel von Schiffen und Weltpolitik ist. Wenn eine Route dicht ist, stehen die Autos dann vermutlich wochenlang irgendwo rum und werden nicht plötzlich durch Zauberei geliefert.

    Das Werk in Szeged ist aber schon ziemlich verspätet. Erst Ende 2025 geplant und jetzt spätestens Ende 2026, solche Zeitpläne kennt man ja auch von deutschen Großprojekten. Ein zweites Werk zu suchen obwohl das erste noch nicht richtig fertig ist, wirkt erstmal etwas übermütig, kann aber auch bedeuten das BYD langfristig wirklich ernst macht in Europa. Spanien mit einer bestehenden Fabrik wäre vieleicht schlauer als nochmal alles auf der grünen Wiese zu bauen. Genehmigungen und Zulieferer sind ja oft die sachen die am meisten Zeit fressen.

    Die Zahlen aus der Türkei sind dagegen ein ziemlicher Warnschuss. 73,3 Prozent weniger ist kein kleiner Kratzer, sondern schon fast ein Absturz. Ob das nur an Politik, Preisen oder fehlender Bekanntheit liegt, kann ich nicht beurteilen. In Deutschland sind zwei Prozent Marktanteil auch noch nicht gerade eine Eroberung, aber von 26 auf 150 Händler ist schon ein ordentliches Wachstum. 350 Händler bis Jahresende klingt allerdings sportlich, vorallem wenn Service und Ersatzteile noch nicht überall zuverlässig sind.

    Genau da liegt wahrscheinlich der Knackpunkt. Ein Auto kann auf dem Papier super billig und technisch toll sein, aber wenn nach drei Jahren keiner weis was es noch wert ist oder eine Reparatur ewig dauert, kaufen viele Leute doch lieber eine bekannte Marke. Die ersten BYD Fahrzeuge müssen sich also wirklich im Alltag beweisen, nicht nur in Werbevideos. Reichweite ist schön, aber Werkstatttermine, Batterieleistung im Winter und Ersatzteilpreise sind am Ende viel entscheidender.

    Die Berliner Finalisten finde ich als Gegenpol ganz interesant. AMBEG zeigt das Berlin nicht nur Startups und coole Apps kann, sondern auch komplizierte Maschinen die weltweit gebraucht werden. 100 Jahre Firmengeschichte und trotzdem Robotik und KI einzusetzen ist eigentlich die bessere Art von Innovation, nicht einfach nur irgendein Buzzword in eine Präsentation schreiben.

    Auch der Malerbetrieb Kluge ist ein gutes Beispiel. Viele denken bei Digitalisierung immer nur an Softwarefirmen, dabei kann eine gute Planung im Handwerk vermutlich sehr viel bringen. 46 Aufträge gleichzeitig hört sich fast schon zu viel an, da würde bei mir schon der Kalender qualmen. Aber wenn die Software wirklich hilft Mitarbeiter und Baustellen besser einzuteilen, ist das praktischer als manche große Digitalstrategie.

    Beim Marienpark bin ich etwas skeptisch bei den vielen englischen Bezeichnungen. Resilience Technology Campus klingt wichtig, aber am Ende müssen dort reale Firmen Arbeitsplätze schaffen und nicht nur schicke Broschüren entstehen. Ehemaliges Gaswerk, Rechenzentren, KI und jetzt auch Verteidigung, das ist schon eine wilde Mischung. Vielleicht passt es aber gerade deshalb nach Berlin.

    Evela Health ist ebenfalls ein Thema über das viel mehr geredet werden sollte. Wechseljahre wurden lange so behandelt als müssten Frauen da einfach durch und auf der Arbeit funktionieren. 9,4 Milliarden Euro Schaden klingt enorm, auch wenn solche Rechnungen immer etwas theoretisch sind. Trotzdem ist klar das Beschwerden und fehlende Beratung nicht nur ein privates Problem sind. Wenn digitale Hilfe und echte persönliche Beratung zusammen kommen, könnte das vielen helfen.

    Shit2Power hört sich vom Namen her erstmal nach einem Scherz an, die Idee ist aber garnicht schlecht. Aus Klärschlamm Energie machen und dabei vielleicht noch weniger Abfall haben, klingt nach Kreislaufwirtschaft wie sie sein sollte. Ich frage mich nur wie aufwendig die Anlagen sind und ob das auch in kleineren Klärwerken bezahlbar ist. Wasserstoff wird ja gern als Lösung für alles verkauft, aber die Umwandlung kostet bestimmt auch Energie und Geld.

    TYPE Bike finde ich besonders sympathisch, weil regionale Produktion bei Fahrrädern wenigstens nachvollziehbarer ist als bei Autos. Kinder wachsen schnell aus den Rädern raus, deshalb sind aufgearbeitete Gebrauchträder eine gute Sache. Und die Zusammenarbeit mit Pinel zeigt das Nachhaltigkeit nicht nur bedeutet weniger Material zu verbrauchen, sondern auch Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Der Name klingt zwar ein bisschen wie eine Tastaturmarke, aber das ist vermutlich so gewollt.

    Insgesamt sind das viele verschiedene Geschichten, die aber doch zusammen passen. Aussenpolitische Risiken, neue Fabriken, Lieferketten, Digitalisierung und Firmen die soziale Fragen mitdenken. Berlin wird die Weltwirtschaft sicher nicht alleine retten, aber solche mittelständischen und jungen Unternehmen sind wahrscheinlich genau das was ein Standort braucht. Nicht jede Firma muss gleich ein Einhorn werden. Manchmal reicht es schon wenn sie gute Produkte machen, Leute ausbilden und nicht alle zwei Jahre den Firmensitz verlegen.

    Beim Preisgeld von 2500 Euro wird vermutlich keiner zum Millionär, aber die Aufmerksamkeit kann wichtiger sein. Gerade kleinere Betriebe haben oft wenig Zeit für Öffentlichkeitsarbeit. Ein Preis bringt dann vielleicht neue Bewerber, Kunden oder einfach mal Anerkennung. Und der Sonderpreis ohne vorherige Nominierung ist spannend, hoffentlich wird da nicht nur die Firma mit der besten Bühne genommen sondern jemand der wirklich im Alltag was leistet.

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    Erscheinungsjahr 1937 / 2021 (aktuelle Ausgabe)
    Verlag Napoleon Hill
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    Art des Buches Ratgeber
    Fokus Prinzipien, die den Weg zu Reichtum und Erfolg ebnen sollen
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