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    Wirtschaft im Wandel: Arbeitszeit, Ölpreise, Paketbranche und Heizkosten im Fokus

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    25.07.2026 30 mal gelesen 1 Kommentare

    Zwischen wachsendem Kostendruck und politischen Weichenstellungen steht die deutsche Wirtschaft vor entscheidenden Fragen: Müssen Beschäftigte künftig länger arbeiten, wie sicher ist die Energieversorgung und wohin steuert die Mobilität? Der Pressespiegel zeigt die wichtigsten Konfliktlinien – von Paketboten und Heizungen bis zur angespannten Lage in Russlands Bankensystem.

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    Arbeitszeitdebatte in der Industrie: Mehr Arbeit ohne zusätzlichen Lohn?

    In der deutschen Industrie wird über längere Wochenarbeitszeiten ohne eine entsprechende Lohnerhöhung diskutiert. Mehrere Unternehmen fordern laut WEB.DE unter Berufung auf die „Wirtschaftswoche“ längere Arbeitszeiten, um ihre Standorte wettbewerbsfähiger zu machen.

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    Die IG Metall lehnt diese Forderung entschieden ab. Die Gewerkschaft spricht von einem Angriff auf tarifliche Standards und stellt sich damit gegen eine Ausweitung der Arbeitszeit ohne zusätzliches Entgelt.

    Infobox: Unternehmen werben für längere Wochenarbeitszeiten zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Die IG Metall weist den Vorstoß zurück und sieht tarifliche Standards gefährdet.

    Ölversorgung in Europa bleibt laut DIW-Ökonomin gesichert

    Nach dem sprunghaften Anstieg der Ölpreise infolge der Eskalation im Iran-Krieg sieht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung die Versorgung in Deutschland und Europa weiterhin als stabil an. DIW-Ökonomin Franziska Holz erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, die Versorgung mit Rohöl sowie Mineralölprodukten wie Benzin und Diesel sei weiterhin gesichert.

    Schwieriger sei die Lage bei der Versorgung mit Kerosin. Weil Deutschland und Europa Öl aus vielen verschiedenen Quellen bezögen, sei jedoch nicht mit einem großflächigen Lieferausfall zu rechnen, sagte Holz.

    Ein Rückgang des Ölpreises sei angesichts des fortgesetzten Konflikts im Persischen Golf und rund um die Straße von Hormus in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Importe von Rohöl, Benzin und Diesel aus dem Persischen Golf hätten in Europa bereits vor der Unterbrechung der Lieferungen nur eine untergeordnete Rolle gespielt.

    Dennoch wirkt sich der international vernetzte Ölmarkt auch auf Deutschland aus. Laut Holz sind auf dem Weltölmarkt insgesamt fast 20 Prozent weniger Mengen als vor dem Krieg verfügbar. Deshalb sei es wichtig, auch in Deutschland und Europa Benzin und Diesel zu sparen.

    AngabeWert
    Brent-Preis am Donnerstag100 Dollar je Barrel (159 Liter)
    Brent-Preis am Freitag100,33 Dollar je Barrel (159 Liter)
    Verfügbarkeit auf dem Weltölmarktfast 20 Prozent weniger Mengen als vor dem Krieg
    Preisanstieg seit der Verschärfung des Konfliktsmehr als 40 Prozent
    Jahreshoch des Brent-Preisesfast 130 Dollar
    Zwischenzeitlicher Rückgangrund 70 Dollar

    Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent war am Donnerstag auf 100 Dollar je Barrel gestiegen. Am Freitag lag der Wert mit 100,33 Dollar je Barrel für Öl aus der Nordsee weiterhin oberhalb dieser Marke.

    Die Lage hatte sich Anfang des Monats verschärft, nachdem iranische Streitkräfte Handelsschiffe in der Straße von Hormus beschossen hatten. Die USA reagierten nach Angaben der Quelle mit Angriffen, die zu diesem Zeitpunkt in der 13. Nacht in Folge andauerten.

    „Schwieriger ist die Lage bei der Versorgung mit Kerosin.“ – DIW-Ökonomin Franziska Holz

    Infobox: Die Versorgung mit Rohöl, Benzin und Diesel gilt in Deutschland und Europa weiterhin als gesichert. Der Ölpreis liegt jedoch über 100 Dollar je Barrel, während auf dem Weltölmarkt fast 20 Prozent weniger Mengen als vor dem Krieg verfügbar sind.

    Quelle: SZ.de, auf Grundlage eines dpa-Newskanals.

    DHL fordert Zwei-Mann-Zustellung für Pakete über 23 Kilo

    DHL fordert schärfere gesetzliche Vorgaben für die Paketbranche. Pakete, die schwerer als 23 Kilo sind, sollten nach Ansicht von Nikola Hagleitner, DHL-Vorständin für das deutsche Brief- und Paketgeschäft, nur noch von zwei Menschen zugestellt werden dürfen.

    Die Regelung soll nach dem Vorschlag gesetzlich festgeschrieben werden und für die gesamte Branche gelten. Hintergrund ist der Gesundheitsschutz der Zustellerinnen und Zusteller, insbesondere die Belastung des Rückens.

    Im Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland beziehe sich etwa jede dritte Krankmeldung auf Muskel- oder Skelettkrankheiten. Hagleitner verweist deshalb darauf, dass eine Zustellung durch nur eine Person bei schweren Sendungen gesundheitliche Risiken verursachen könne.

    Zu den schweren Sendungen zählen häufig Fitnessgeräte, Hundefutter oder Katzenstreu. Nach Angaben Hagleitners seien über 90 Prozent der schweren Pakete teilbar; Hundefutter oder Weinflaschen könnten beispielsweise auf zwei Sendungen verteilt werden.

    AngabeWert
    Von DHL vorgeschlagene Gewichtsgrenze23 Kilo
    Anteil der DHL-Pakete mit 23 bis 31,5 Kilo1,1 Prozent
    Bisher gültige Gewichtsgrenze31,5 Kilo
    Anteil teilbarer schwerer Paketeüber 90 Prozent

    DHL begründet den Vorstoß auch mit dem Wettbewerbsdruck. Wenn das Unternehmen von Firmenkunden eine Aufteilung auf zwei Pakete verlangen oder die Zwei-Mann-Zustellung die Pakete deutlich verteuern würde, könnten Kunden zur Konkurrenz wechseln.

    „Gesundheitsschutz funktioniert dauerhaft nur, wenn für die gesamte Branche dieselben Regeln gelten und diese auch strikt kontrolliert werden.“ – Nikola Hagleitner, DHL

    Der Paketbranchen-Verband BPEX, der unter anderem die Interessen von Hermes, GLS und DPD vertritt, lehnt eine Senkung der bislang gültigen 31,5-Kilo-Grenze ab. Der Verband argumentiert, 20 oder 23 Kilo seien willkürliche Grenzen, und plädiert stattdessen für den Einsatz einer professionellen Paketkarre.

    Eine verpflichtende Zweierbesetzung würde den Personalmangel in der Paketbranche verschärfen, warnt der BPEX. Zusätzliche Fahrzeuge und Extra-Touren könnten außerdem die CO2-Bilanz verschlechtern und zu längeren Transportzeiten führen.

    Verdi geht der DHL-Vorschlag dagegen nicht weit genug. Die Dienstleistungsgewerkschaft fordert eine 20-Kilo-Grenze ohne Ausnahmen. Eine frühere Regelung der Koalition aus SPD, Grünen und FDP hatte vorgesehen, dass ab 20 Kilo zwei Zusteller nötig sind, sofern kein geeignetes technisches Hilfsmittel eingesetzt werden kann. Eine dafür notwendige Verordnung wurde nach dem vorzeitigen Ende der Ampel-Koalition jedoch nicht erlassen.

    „Es wird Zeit, dass die Bundesregierung aktiv wird und einen Gesetzesentwurf auf den Weg bringt.“ – Verdi-Vize Andrea Kocsis

    Technische Hilfsmittel wie elektrische Sackkarren könnten nach Einschätzung von Hagleitner helfen, einen zweiten Zusteller aber nicht ersetzen. DHL habe an seinen Standorten auch Exoskelette getestet. Die Ergebnisse seien ernüchternd gewesen, da viele Beschäftigte die Geräte wegen der Wärmeentwicklung und des hohen Eigengewichts nicht nutzen wollten.

    Infobox: DHL will schwere Pakete ab 23 Kilo branchenweit durch zwei Personen zustellen lassen. Der BPEX warnt vor zusätzlichem Personalbedarf, mehr Fahrzeugen und einer schlechteren CO2-Bilanz, während Verdi eine 20-Kilo-Grenze ohne Ausnahmen fordert.

    Quelle: Die Rheinpfalz.

    Schwarz-Gruppe bestellt in Deutschland vorerst keine neuen Elektro-Dienstwagen

    Die Schwarz-Gruppe, der Konzern hinter Lidl und Kaufland, nimmt in Deutschland vorerst keine vollelektrischen Fahrzeuge mehr in Neubestellungen für Mitarbeiter auf. Das bestätigte ein Sprecher der Gruppe gegenüber WELT und damit auch einen Bericht der „Lebensmittel Zeitung“.

    Als Grund nennt das Unternehmen die Volatilität des Automobilmarktes und veränderte regulatorische Rahmenbedingungen. Anders als viele andere Konzerne least die Schwarz-Gruppe ihre Dienstwagen nicht, sondern kauft sie selbst und verkauft sie anschließend als Gebrauchtwagen weiter.

    „Aufgrund der hiesigen Volatilität auf dem Automobilmarkt und veränderter regulatorischer Rahmenbedingungen haben wir uns entschieden, vollelektrische Fahrzeuge bei Neubestellungen vorerst nicht mehr aufzunehmen.“ – Sprecher der Schwarz-Gruppe

    Entscheidend seien die geringen Restwerte gebrauchter Elektroautos auf dem deutschen Markt. Die Nachfrage nach gebrauchten E-Autos sei schwach, während der technische Fortschritt dazu führe, dass Fahrzeuge nach nur drei Jahren bei Reichweite, Ladedauer und Software veraltet wirken könnten.

    Die steuerliche Behandlung macht Elektroautos als Dienstwagen für Beschäftigte weiterhin attraktiv. Arbeitnehmer müssen als geldwerten Vorteil 0,25 Prozent des Listenpreises versteuern, bei einem Verbrenner sind es ein Prozent.

    AngabeWert
    Steuerlicher Anteil bei Batterieautos0,25 Prozent des Listenpreises
    Steuerlicher Anteil bei Verbrennernein Prozent
    Beispiel-Listenpreis60.000 Euro
    Monatlicher Betrag beim Verbrenner600 Euro
    Monatlicher Betrag beim Batterieauto150 Euro

    Die Schwarz-Gruppe betont, dass die Entscheidung nicht als Abkehr vom Klimaschutz verstanden werden solle. In anderen europäischen Ländern setze der Konzern weiterhin neue Stromer ein; in Deutschland gebe es für Mitarbeiter außerdem Alternativen wie Jobrad und Firmenticket.

    Das globale Net-Zero-Ziel bis 2050 stehe fest, und der Ausbau der Elektromobilität bleibe ein wichtiger Baustein. Die Entscheidung könne bei einer veränderten Marktlage revidiert werden.

    Die Gruppe betreibt außerdem ein Netzwerk von Ladestationen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2025 standen nach Angaben des Unternehmens 24.024 E-Ladepunkte an 6973 Standorten zur Verfügung. Dies entspricht einer Steigerung von rund 245 Prozent innerhalb der letzten fünf Jahre.

    AngabeWert
    E-Ladepunkte zum Ende des Geschäftsjahres 202524.024
    Standorte6973
    Steigerung innerhalb der letzten fünf Jahrerund 245 Prozent
    Net-Zero-Ziel2050

    Auch die Deutsche Bahn sieht die niedrigeren Restwerte von Elektrofahrzeugen im Verhältnis zu vergleichbaren Verbrennern als Herausforderung. Das Staatsunternehmen hält seine Mitarbeiter laut einer Sprecherin bislang jedoch nicht dazu an, die Beschaffung von Elektroautos zu überdenken.

    Infobox: Die Schwarz-Gruppe stoppt in Deutschland vorerst die Neubestellung vollelektrischer Dienstwagen, weil sie Fahrzeuge selbst kauft und die Restwerte gebrauchter E-Autos als zu niedrig einschätzt. Das Net-Zero-Ziel bis 2050 und der Ausbau der Ladeinfrastruktur bleiben nach Unternehmensangaben bestehen.

    Quelle: WELT.

    IW warnt vor dem Einbau neuer Gasheizungen

    Eine bisher unveröffentlichte Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft warnt vor dem Einbau neuer Gasheizungen. Nach Angaben von DIE ZEIT, die sich auf die Untersuchung beruft, könnten sich die jährlichen Heizkosten einer neu eingebauten Gasheizung bis 2040 beinahe verdoppeln.

    Eine Wärmepumpe könne das Kostenrisiko demnach deutlich reduzieren. Laut der Studie würden die Heizkosten über Jahre weitgehend stabil bleiben; in teilsanierten Altbauwohnungen könnten im Vergleich zu einer Gasheizung 1.000 Euro oder mehr pro Jahr eingespart werden.

    AngabeWert
    Mögliche Entwicklung der jährlichen Kosten einer neuen Gasheizung bis 2040beinahe Verdopplung
    Mögliche jährliche Einsparung durch eine Wärmepumpe in teilsanierten Altbauwohnungen1.000 Euro oder mehr
    Geplante Verringerung des Wärmepumpen-Zuschussesbis 2030 um mehrere Tausend Euro

    Vor diesem Hintergrund bewerten die IW-Forscher das neue Heizungsgesetz kritisch. Es erlaube wieder den Einbau von Gas- und Ölheizungen und schaffe dadurch neue Unsicherheit.

    „Haushalte könnten dadurch zu Investitionen verleitet werden, die zwar kurzfristig zulässig erscheinen, sich langfristig jedoch als unwirtschaftlich oder regulatorisch nicht tragfähig erweisen.“ – IW-Forscher

    Gleichzeitig soll der staatliche Zuschuss für Wärmepumpen bis 2030 schrittweise um mehrere Tausend Euro sinken. Die Bundesregierung begründet die Änderung unter anderem mit Sparzwängen.

    Wärmepumpen waren im vergangenen Jahr in Deutschland erstmals die am häufigsten eingebaute Heizungsart. Die Experten des IW rechnen damit, dass dieser Trend auch 2026 anhält.

    Infobox: Das IW sieht bei neuen Gasheizungen bis 2040 ein deutlich steigendes Kostenrisiko. Wärmepumpen versprechen laut Studie mehr Preisstabilität und könnten in teilsanierten Altbauwohnungen 1.000 Euro oder mehr pro Jahr sparen.

    Quelle: DIE ZEIT, unter Berufung auf eine IW-Studie und die Rheinische Post.

    Russlands Bürger horten mehr Bargeld und setzen Banken unter Druck

    In Russland heben immer mehr Kundinnen und Kunden Bargeld von ihren Konten ab. Nach Angaben der Frankfurter Rundschau ist die außerhalb der Banken gehaltene Bargeldmenge im Vergleich zum Vorjahr um 17,5 Prozent auf über 19 Billionen Rubel gestiegen.

    Die Summe entspricht laut Quelle rund 214 Milliarden Euro. Den Banken wird dadurch Geld entzogen, das sie unter anderem zur Finanzierung von Krediten benötigen.

    AngabeWert
    Anstieg der Bargeldmenge außerhalb der Banken im Vergleich zum Vorjahr17,5 Prozent
    Bargeldmenge außerhalb der Bankenüber 19 Billionen Rubel
    Umrechnung laut Quellerund 214 Milliarden Euro
    Zunahme der Bargeldmenge im März 2026300 Milliarden Rubel
    Umrechnung der Zunahme im März 2026rund 3,4 Milliarden Euro
    Zunahme der Bargeldmenge im Juni 2026500 Milliarden Rubel
    Umrechnung der Zunahme im Juni 2026rund 5,6 Milliarden Euro
    Durchschnittlicher Liquiditätsbedarf vor dem Anstieg4,1 Billionen Rubel
    Durchschnittlicher Liquiditätsbedarf danach4,7 Billionen Rubel
    Liquiditätsdefizit im russischen Bankensystem im Junirund zwei Billionen Rubel

    Der Bargeldboom fällt in eine Phase zunehmender wirtschaftlicher Verunsicherung. In einer aktuellen Gallup-Befragung gaben 60 Prozent der befragten Russinnen und Russen an, dass sich die wirtschaftliche Lage in ihrem Land verschlechtert habe. Nur 27 Prozent rechneten mit einer Verbesserung.

    Der Anteil von 60 Prozent ist laut Quelle der höchste Wert, den Gallup seit Beginn seiner Erhebungen in Russland vor 20 Jahren gemessen hat. Zusätzlich halten 58 Prozent der Befragten ihre Region für einen schlechten Ort, um Arbeit zu finden; 35 Prozent bewerten die Aussichten positiv.

    Als einen Grund für die Bargeldabhebungen nennt der Bericht wiederholte Abschaltungen des mobilen Internets. Diese erfolgen regional, um die Navigation ukrainischer Drohnen zu erschweren, nachdem die Ukraine ihre Drohnenangriffe auf russische Infrastruktur verstärkt hatte.

    In mehr als 55 Regionen kam es laut Quelle zu Benzinengpässen und Rationierungen. Viele Menschen befürchten, dass Kartenterminals und andere digitale Bezahlsysteme bei Ausfällen des mobilen Internets zeitweise nicht funktionieren könnten, und legen deshalb Bargeldreserven für alltägliche Zahlungen zurück.

    Die russische Zentralbank brachte die Entwicklung ebenfalls mit den Internetausfällen in Verbindung. Bereits im März 2026 stieg die Bargeldmenge innerhalb eines Monats um 300 Milliarden Rubel, im Juni kamen weitere 500 Milliarden Rubel hinzu.

    Parallel erhöhte sich der durchschnittliche Liquiditätsbedarf der Banken zu Marktbedingungen von 4,1 auf 4,7 Billionen Rubel. Das Liquiditätsdefizit im russischen Bankensystem erreichte im Juni rund zwei Billionen Rubel.

    Die Zentralbank sieht nach Angaben der Quelle bislang keinen Anlass für zusätzliche Stützungsmaßnahmen. Sie erklärte, den Banken das notwendige Liquiditätsvolumen zur Verfügung zu stellen und dabei die Bargeldnachfrage zu berücksichtigen. Große Institute erfüllten die regulatorischen Anforderungen weiterhin mit einem ausreichenden Puffer.

    Auch das Vertrauen in die Regierung ist laut Gallup gesunken. Es verringerte sich binnen eines Jahres um 14 Prozentpunkte auf 53 Prozent.

    Infobox: Die Bargeldmenge außerhalb russischer Banken stieg im Vergleich zum Vorjahr um 17,5 Prozent auf über 19 Billionen Rubel. Ausfälle des mobilen Internets, wirtschaftlicher Pessimismus und die angespannte Lage im Bankensystem verstärken den Trend.

    Quellen: Frankfurter Rundschau, dpa, Gallup, Reuters und Zentralbank Russland.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Debatte zeigt, dass Unternehmen steigenden Wettbewerbsdruck zunehmend über Kosten- und Produktivitätsfragen an Beschäftigte weitergeben wollen. Eine längere Arbeitszeit ohne Lohnausgleich wäre jedoch keine neutrale Anpassung, sondern eine reale Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Nachhaltig tragfähig ist der Ansatz nur, wenn Produktivitätsgewinne, faire Vergütung und Gesundheitsschutz gemeinsam berücksichtigt werden.

    Kernaussage: Wettbewerbsfähigkeit darf nicht einseitig durch unbezahlte Mehrarbeit gesichert werden.

    Einschätzung der Redaktion

    Eine akute Versorgungskrise zeichnet sich nicht ab, doch der anhaltend hohe Preis und die verringerte globale Verfügbarkeit machen die Verwundbarkeit Europas deutlich. Besonders Kerosin und die Abhängigkeit vom internationalen Markt bleiben sensible Punkte. Sparanreize und eine breitere Energieversorgung gewinnen damit unabhängig vom kurzfristigen Preisverlauf an Bedeutung.

    Kernaussage: Die Versorgung ist stabil, aber der Energiemarkt bleibt erheblich krisenanfällig.

    Einschätzung der Redaktion

    Der Vorstoß verbindet berechtigten Gesundheitsschutz mit einer klaren ordnungspolitischen Frage: Nur einheitliche Regeln verhindern, dass Unternehmen Sicherheitsstandards über den Preis umgehen. Die möglichen Folgen für Personalbedarf, Lieferzeiten und Emissionen sprechen für eine gestufte Lösung, bei der geeignete technische Hilfsmittel verbindlich berücksichtigt werden.

    Kernaussage: Schutzvorgaben sind notwendig, müssen aber praktikabel und branchenweit einheitlich umgesetzt werden.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Entscheidung ist vor allem ein Signal für die wirtschaftlichen Risiken der Elektromobilität im Fuhrparkmanagement, nicht zwingend eine strategische Abkehr vom Klimaschutz. Niedrige Restwerte und schneller technologischer Wandel können Unternehmen zu Zurückhaltung bewegen. Ohne verlässliche Rahmenbedingungen droht dadurch jedoch ein widersprüchlicher Markt: steuerlich geförderte Elektrofahrzeuge bleiben attraktiv, während ihr Wiederverkaufsrisiko Investitionen bremst.

    Kernaussage: Der Hochlauf der Elektromobilität braucht nicht nur Nachfrageanreize, sondern auch stabile Gebrauchtwagenmärkte und Planungssicherheit.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Warnung macht deutlich, dass eine heute zulässige Heizungsentscheidung langfristig erhebliche finanzielle Folgen haben kann. Unklare politische Vorgaben erhöhen das Risiko von Fehlinvestitionen und erschweren Eigentümern wie Mietern eine verlässliche Planung. Entscheidend sind deshalb konsistente Regeln und eine Förderung, die langfristige Kosten statt kurzfristiger Anschaffungspreise in den Mittelpunkt stellt.

    Kernaussage: Bei Heizungen wiegt politische Unsicherheit besonders schwer, weil Investitionen über Jahrzehnte wirken.

    Einschätzung der Redaktion

    Der starke Anstieg der Bargeldhaltung ist weniger ein normales Konsumphänomen als ein Warnsignal für schwindendes Vertrauen in wirtschaftliche und digitale Stabilität. Wenn Haushalte aus Angst vor Zahlungs- oder Versorgungsausfällen Liquidität aus dem Bankensystem abziehen, verschärft das den Druck auf Banken und kann die Kreditversorgung belasten. Die Entwicklung zeigt damit eine wachsende Verbindung zwischen Krieg, Infrastrukturstörungen und finanzieller Unsicherheit.

    Kernaussage: Der Bargeldboom ist ein sichtbarer Ausdruck zunehmender System- und Vertrauensrisiken.

    Quellen:

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    Den Punkt mit der Zwei-Mann-Zustellung finde ich richtig, aber eine starre Grenze allein wird es wohl nicht lösen. Wenn über 90 Prozent der schweren Sendungen teilbar sind, sollte man das auch konsequent machen und für den Rest vernünftige Hilfsmittel vorschreiben. Hauptsache, der Gesundheitsschutz landet nicht am Ende wieder beim einzelnen Zusteller.

    Zusammenfassung des Artikels

    Der Pressespiegel beleuchtet Konflikte um längere Arbeitszeiten, sichere und teure Ölversorgung sowie strengere Regeln für schwere Pakete und Elektro-Dienstwagen.

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