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    Varta insolvent, Russlands Wirtschaft unter Druck und neue EU-Strafen

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    24.07.2026 7 mal gelesen 0 Kommentare

    Varta in Eigenverwaltung, Russlands Wirtschaft zwischen Kriegsfinanzierung und Krisensignalen, neue Handelsbarrieren zwischen China und der EU sowie wachsende Finanznöte in Wolfratshausen: Der Pressespiegel zeigt, wie stark Unternehmen, Staaten und Kommunen unter wirtschaftlichem Druck stehen.

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    Varta stellt Insolvenzantrag in Eigenverwaltung

    Der schwäbische Batteriehersteller Varta hat laut Deutschlandfunk einen Antrag auf vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Damit steht das Unternehmen vor einem Verfahren, bei dem es seine Geschäfte unter eigener Leitung fortführen kann.

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    Die Meldung ordnet Varta dem Wirtschaftsressort zu und benennt den Insolvenzantrag als zentrale Nachricht. Weitere nutzbare Angaben zu den Gründen, zur finanziellen Lage oder zu möglichen Folgen für Beschäftigte und Gläubiger enthält der vorliegende Bericht nicht.

    „Der schwäbische Batteriehersteller Varta hat einen Antrag auf vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt.“

    Zusammenfassung: Varta hat einen Antrag auf vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt.

    Russlands Wirtschaft zwischen Stabilitätsbekundungen und wachsendem Druck

    Die Frankfurter Rundschau berichtet über die widersprüchliche Einschätzung der russischen Wirtschaft durch Präsident Wladimir Putin und externe Analysen. Putin erklärte demnach, „die Lage der Volkswirtschaft und ihren Schlüsselsektoren“ sei stabil. Dabei bezog er sich vor allem auf die russische Energiewirtschaft, die trotz „externer Versuche“ zur Destabilisierung weitestgehend robust sei.

    Als mögliche Ursachen für diese externen Belastungen nennt der Bericht ukrainische Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur sowie Sanktionen westlicher Staaten gegen Russland. Demgegenüber spricht das Kiel Institut für Weltwirtschaft in einer Analyse mit dem Titel „Endgame: Russlands Kriegswirtschaft stößt an ihre Grenzen“ bereits vom „Endgame“.

    Der seit mehr als vier Jahren andauernde Ukraine-Krieg wird als größter Kostenfaktor für die russische Wirtschaft beschrieben. Die Kampfhandlungen verschlingen demnach große Finanzressourcen. Putin verwies dennoch auf ein zaghaftes Wachstum: Das russische Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung habe im Mai ein Wachstum von 0,3 Prozent des BIPs ausgewiesen. In den ersten fünf Monaten sei das BIP insgesamt um 0,2 Prozent gewachsen.

    Das Kiel Institut kommt laut Bericht zu einer anderen Einschätzung. Im ersten Quartal 2026 soll die russische Wirtschaft um 0,3 Prozent gesunken sein, obwohl die Staatsausgaben im März um 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen seien.

    AngabeWert
    Wachstum im Mai laut russischem Ministerium0,3 Prozent des BIPs
    BIP-Wachstum in den ersten fünf Monaten laut Putin0,2 Prozent
    Entwicklung der russischen Wirtschaft im ersten Quartal 2026 laut Kiel Institut-0,3 Prozent
    Anstieg der Staatsausgaben im März im Vergleich zum Vorjahr44 Prozent

    Auch die Einnahmen aus der Energiewirtschaft seien laut Kiel Institut massiv eingebrochen. Verschärfte Sanktionen und ukrainische Angriffe hätten im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu einem Absturz von 45 Prozent geführt. Wegen anhaltender Drohnenattacken hätten einige Anlagen ihre exportbezogenen Raffineriekapazitäten um bis zu 40 Prozent drosseln müssen.

    Putin sprach dagegen von einem Anstieg der Staatseinnahmen aus Energieverkäufen. Die Brüsseler Denkfabrik Bruegel stellte laut Bericht fest, dass die Einnahmen aus dem Verkauf von russischem Öl und Gas im Zusammenhang mit höheren Weltmarktpreisen während des Iran-Kriegs zugelegt hätten. Im Jahresvergleich habe Russland jedoch weniger Geld aus Energieverkäufen eingenommen. Im ersten Halbjahr 2026 beliefen sich die Einnahmen demnach auf rund 3,66 Billionen Rubel (circa 41,2 Milliarden Euro).

    Die Mehreinnahmen durch den Iran-Krieg und die gestiegenen Ölpreise bewertet der Bericht als „vorübergehende Umkehr des langfristigen Abwärtstrends“. Sie führten dennoch zu einer Entlastung des russischen Staatshaushalts und finanzierten damit maßgeblich die Fortsetzung des Kriegs gegen die Ukraine.

    Bankkredite und Risiko einer Bankenkrise

    Ein weiterer Schwerpunkt des Berichts ist Putins Darstellung der Bankkredite. Der russische Präsident erklärte, die Zentralbank verteile immer mehr Kredite an Unternehmen und Organisationen. Das Kreditportfolio und damit auch die Geldmenge wüchsen.

    „Zum 1. Juli ist sie im Jahresvergleich um etwa 13 Prozent gestiegen. Diese Dynamik verspricht ein weiterhin stabiles Wachstum der Binnennachfrage.“

    Die Zentralbankchefin Elvira Nabiullina bestätigte Putins Darstellung im Transkript mit den Worten: „Ja, das ist richtig“. Ein Anfang Juli erschienener europäischer Geheimdienstbericht bewertete die stark gestiegenen Bankenkredite laut Reuters jedoch als Hinweis auf eine drohende Bankenkrise in Russland.

    Ein großer Teil der Kredite sei auf Drängen der russischen Regierung an Rüstungsfirmen und Immobilienkäufer geflossen. Die Autoren des Geheimdienstberichts schätzten, dass zehn Prozent der Kredite ausfallgefährdet seien. Russland-Experte Chris Weafer hielt eine Finanzkrise laut Handelsblatt dagegen für unwahrscheinlich, weil die staatliche Dominanz und die hohen Verteidigungsausgaben eine unmittelbare Finanzkrise verhinderten.

    Zusätzlich berichtet die Frankfurter Rundschau über mögliche Versorgungsengpässe bei Lebensmitteln, eine sinkende Zahl verfügbarer Arbeitskräfte durch Mobilisierungen sowie Rationierungen bei Benzin und Diesel. Immer mehr Russinnen und Russen griffen zudem auf Bargeld zurück, was die Staatseinnahmen weiter unter Druck setze.

    Zusammenfassung: Putin beschreibt die russische Wirtschaft als stabil und verweist auf Wachstum sowie steigende Kreditvolumen. Das Kiel Institut, Bruegel, Reuters und weitere im Bericht genannte Quellen schildern dagegen sinkende Wirtschafts- und Energieeinnahmen, hohe Kriegskosten, Produktionsprobleme und Risiken für das Bankensystem.

    China verhängt Exportkontrollen gegen 14 Unternehmen

    T-Online berichtet, dass China als Reaktion auf die neuen Russland-Sanktionen der Europäischen Union Exportkontrollen gegen 14 Unternehmen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern verhängt hat. Die Maßnahme erfolgte nach der 21. Sanktionsrunde der EU, in deren Rahmen auch 14 Unternehmen aus China und der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong auf die EU-Liste gelangt seien.

    Das chinesische Handelsministerium begründete den Schritt mit dem Schutz der nationalen Sicherheit und der nationalen Interessen. Chinesischen Exportunternehmen ist es demnach untersagt, sogenannte Dual-Use-Güter an die betroffenen EU-Firmen auszuführen. Dabei handelt es sich um Waren mit zivilem, aber auch militärischem Verwendungszweck.

    Darüber hinaus dürfen ausländische Personen oder Organisationen den betroffenen Unternehmen entsprechende Güter mit Ursprung in der Volksrepublik China nicht zur Verfügung stellen. Die Maßnahmen traten laut Bericht sofort in Kraft.

    • Betroffen ist der deutsche Rüstungsbauer Rheinmetall.
    • Auf der Liste steht außerdem die Antraco Chemie-Handelsgesellschaft mit Sitz in Duisburg.
    • Genannt wird auch Sindlhauser Materials aus Kempten im Allgäu.
    • Zusätzlich wurden Unternehmen aus Italien, Frankreich, Polen, den Niederlanden und weiteren Ländern erfasst.

    Zuvor hatten sich die EU-Mitgliedstaaten wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf ein neues Sanktionspaket verständigt. Nach Angaben aus einer EU-Mitteilung nahm der Rat der Mitgliedstaaten 51 „Einrichtungen“ in eine Liste für Exportbeschränkungen für Dual-Use-Güter und Technologie auf, weil sie Russlands Militär und Rüstungsindustrie unterstützt haben sollen.

    Einige dieser Einrichtungen haben laut der EU-Mitteilung ihren Sitz in Drittländern. Genannt werden China einschließlich Hongkong, Indien, Kasachstan und Kirgisistan.

    Zusammenfassung: China reagierte auf die 21. EU-Sanktionsrunde mit Exportkontrollen gegen 14 Unternehmen aus Deutschland und anderen europäischen Ländern. Betroffen sind unter anderem Rheinmetall, Antraco Chemie-Handelsgesellschaft und Sindlhauser Materials.

    EU verhängt 890 Millionen Euro Strafe gegen Google

    Die FAZ führt in ihrem Business-Liveticker eine EU-Strafe gegen Google in Höhe von 890 Millionen Euro auf. Die Meldung steht neben weiteren Unternehmens- und Wirtschaftsnachrichten im laufenden Überblick.

    Der vorliegende Inhalt nennt die Höhe der Strafe, enthält jedoch keine weiteren nutzbaren Angaben zum konkreten Verfahren, zum Vorwurf oder zur Reaktion von Google. Ebenfalls erwähnt werden im Liveticker unter anderem ein Insolvenzantrag von Varta, die Geschäftsentwicklung von Munich Re, Forderungen von Jens Weidmann zu Gesprächen über die Commerzbank sowie weitere Unternehmensmeldungen.

    Zusammenfassung: Die Europäische Union verhängte laut FAZ eine Strafe von 890 Millionen Euro gegen Google.

    Wolfratshausen sieht sinkenden finanziellen Spielraum

    Der Merkur berichtet über die angespannte Finanzlage der Stadt Wolfratshausen. Die Einnahmen sinken, die Ausgaben steigen, und der finanzielle Spielraum der Stadt wird demnach immer kleiner. Vize-Bürgermeister Günther Eibl glaubt mittelfristig nicht an eine Trendwende.

    In der jüngsten Stadtratssitzung präsentierten Rathauschef Klaus Heilinglechner und Stadtkämmerer Peter Schöfmann die Bilanz für 2025. Schöfmann hatte auf 100 Seiten sämtliche Ausgaben und Einnahmen aufgelistet. Bürgermeister Heilinglechner bezeichnete das Ergebnis als besser als erwartet und sprach von einem „differenzierten Bild“.

    Die Stadt habe 2025 trotz schwieriger Zeiten kräftig investiert. Gleichzeitig erklärte Heilinglechner, die Spielräume würden kleiner. Mit Blick auf das erste Halbjahr 2026 sagte er, die Situation verschärfe sich. Eine sorgfältige Prioritätensetzung in der Ausgabenpolitik sei deshalb notwendig.

    Knapp drei Millionen Euro konnten im vergangenen Jahr aus dem Verwaltungshaushalt dem Vermögenshaushalt zugeführt werden. Dieses Geld steht für Investitionen zur Verfügung. Schöfmann bewertete die Summe als Anlass zur Sorge, stellte aber zugleich fest, dass die Entwicklung nicht so schlimm wie befürchtet ausgefallen sei.

    KennzahlAngabe
    Umfang der Bilanz100 Seiten
    Zuführung zum VermögenshaushaltKnapp drei Millionen Euro
    Kreisumlage 2025Knapp 16,7 Millionen Euro
    Anstieg der Kreisumlage in diesem JahrVier Prozentpunkte
    Erwarteter Zeitraum ohne Trendwende laut Vize-BürgermeisterZehn bis 15 Jahre

    Besonders belastend sei, dass die Gewerbesteuereinnahmen im zweiten Jahr in Folge sanken. Schöfmann rechnet damit, dass sie auch in diesem Jahr weiter sinken. Gleichzeitig steige die Kreisumlage, die Städte und Gemeinden an den Landkreis überweisen müssen.

    Der Anteil Wolfratshausens an der Kreisumlage betrug 2025 knapp 16,7 Millionen Euro. Bürgermeister Heilinglechner erklärte, die Kreisumlage werde in diesem Jahr mutmaßlich um vier Prozentpunkte steigen. Eibl beschrieb die Folgen für die Stadt mit den Worten, dies „schnürt uns die Luft ab“.

    „Wunschkonzerte können wir streichen.“

    Eibl bezeichnete 2025 als „das letzte goldene Jahr“ und rechnet in den nächsten zehn bis 15 Jahren mit keiner Trendwende. Zugleich zeigte er sich erleichtert, dass die Ende 2024 befürchtete Verschuldung abgewendet werden konnte.

    Fritz Meixner, SPD-Fraktionschef im Stadtrat und Kreisrat, verteidigte die Ausgaben des Landkreises. Er verwies darauf, dass der Landkreis viel Geld in seine Schulen investiere, unter anderem in die Isar-Loisach-Realschule in Wolfratshausen.

    Der dritte Bürgermeister René Beysel plädierte angesichts der angespannten Haushaltslage für einen „Zehn-Jahres-Plan für Investitionen“. Anschließend müsse offen benannt werden, welche Ausgaben vertretbar seien und welche nicht. Heilinglechner prognostizierte, dass die Stadt für besondere Maßnahmen nicht viel Geld haben werde. Die Zeiten, in denen Wolfratshausen „aus dem Vollen schöpfen“ konnte, seien vorbei.

    Zusammenfassung: Wolfratshausen verfügt nach der Bilanz 2025 über weniger finanziellen Spielraum. Sinkende Gewerbesteuereinnahmen, eine Kreisumlage von knapp 16,7 Millionen Euro im Jahr 2025 und ein mutmaßlicher Anstieg der Kreisumlage um vier Prozentpunkte erhöhen den Druck auf den städtischen Haushalt.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Meldungen zeigen eine wachsende wirtschaftliche Verwundbarkeit auf Unternehmens-, Staats- und kommunaler Ebene. Besonders relevant ist, dass finanzielle Spielräume kleiner werden, während Investitions-, Verteidigungs- und Krisenkosten steigen. Kurzfristige Stabilität kann dadurch aufrechterhalten werden, ersetzt aber keine nachhaltige Konsolidierung. Für Unternehmen und öffentliche Haushalte dürfte die Fähigkeit zur Priorisierung künftig entscheidender sein als weiteres Ausgabenwachstum.

    Infobox: Steigender Kostendruck und sinkende Einnahmen verschärfen den Wettbewerb um finanzielle Spielräume.

    Quellen:

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    Zusammenfassung des Artikels

    Der Pressespiegel zeigt wachsenden wirtschaftlichen Druck: Varta beantragt Insolvenz, Russlands Kriegswirtschaft schwächelt, China verhängt Exportkontrollen und die EU bestraft Google.

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