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Europas Banken starten mit hohen Gewinnerwartungen in die Berichtssaison, während Deutschlands Wirtschaftsstandort unter Reformdruck steht und Russlands Börse dramatisch einbricht. Der Pressespiegel beleuchtet außerdem steigende Gesundheitsausgaben, aktuelle Wirtschaftsnachrichten der ARD und den wirtschaftlichen Blick auf den Wald.
Europas Banken starten mit Rückenwind in die Berichtssaison
Die europäischen Banken gehen nach Einschätzung von tagesschau.de mit positiven Vorgaben aus den USA in die neue Berichtssaison. Für das zweite Quartal 2026 erwarten Analysten im Durchschnitt ein Wachstum des Vorsteuergewinns von elf Prozent.
Den Auftakt macht am 22.07.2026 die italienische Großbank UniCredit. Danach folgen unter anderem Banco Santander, BBVA, BNP Paribas, Société Générale, die Deutsche Bank, Barclays Bank und UBS. Die US-Banken hatten in der Vorwoche bereits starke Quartalszahlen vorgelegt. Besonders das Handels- und Investmentgeschäft profitierte von den hohen Marktschwankungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg, wodurch die Provisionseinnahmen stiegen.
Als wichtigste Wachstumstreiber für Europas Banken gelten eine anziehende Kreditnachfrage, steigende Margen im Zinsgeschäft, niedrigere Kosten und ein derzeit nur moderates Kreditausfallrisiko. Zugleich bleibt offen, wie stark sich die globale Energiekrise auf die Bankbilanzen auswirken wird.
Die weiterhin hohen Zinsen könnten den Banken zugutekommen. Nach Darstellung von tagesschau.de halten die Notenbanken wegen der Energiekrise das Zinsniveau hoch, um Inflationstendenzen frühzeitig entgegenzuwirken. Die dadurch steile Zinskurve begünstigt höhere Margen im Zinsgeschäft.
Im Handelsgeschäft liegen europäische Institute weiterhin hinter den großen US-Konkurrenten. Während US-Banken Wachstumsraten von bis zu 30 Prozent erzielt haben, fallen die Schätzungen für Europa deutlich geringer aus. Lediglich der Schweizer UBS wird wegen ihres starken Aktiengeschäfts ein Plus von rund 20 Prozent zugetraut. Die Deutsche Bank zählt bei festverzinslichen Wertpapieren und im Devisenhandel zur Weltspitze, während US-Banken traditionell auch im Investmentbanking und bei Fusionen und Übernahmen führend sind.
Bei Anlegern sind Europas Banken wieder stärker gefragt. Der EuroStoxx-Banken-Index ist seit mehr als zwei Jahren deutlich gestiegen und steht laut tagesschau.de so hoch wie seit dem Vorkrisenjahr 2007/2008 nicht mehr. Die Institute wollen verlorene Marktanteile zurückgewinnen, insbesondere gegenüber der US-Konkurrenz. UniCredit-Chef Andrea Orcel verfolgt dieses Ziel auch mit der geplanten Übernahme der Commerzbank.
Am 21.07.2026 legte der DAX am Mittag rund 0,3 Prozent zu und nahm die Marke von 25.000 Punkten ins Visier. Am Vortag hatte der Index bei 24.846 Zählern geschlossen. Zusätzlich unterstützten bessere Konjunkturerwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung die Stimmung.
„Die befragten Finanzmarktanalysten sind trotz der neuerlichen Zuspitzung am Persischen Golf und gestiegener Ölpreise deutlich optimistischer“, schrieb VP-Bank-Chefvolkswirt Thomas Gitzel. Er ergänzte: „Und tatsächlich, die deutsche Wirtschaft zeigte zuletzt eine gewisse Resilienz.“
Zusammenfassung: Europas Banken erwarten für das zweite Quartal 2026 steigende Gewinne, bleiben im Handels- und Investmentgeschäft aber hinter den US-Banken zurück. Hohe Zinsen, steigende Kreditnachfrage und niedrigere Kosten stützen die Branche, während Energiekrise und Iran-Krieg Risiken darstellen.
Konzernchefs fordern Reformen und mehr Investitionen in Deutschland
Ein Jahr nach der Gründung der Initiative „Made for Germany“ haben Top-Manager laut SZ.de eine Bilanz gezogen. Sie sorgen sich insbesondere vor den Landtagswahlen im Herbst und warnen davor, dass extreme Parteien in Regierungen Investoren abschrecken könnten.
Die wirtschaftliche Lage des Standorts Deutschland wird im Beitrag als schwierig beschrieben. Hunderttausende Industriejobs verschwinden, bei Volkswagen könnten in den nächsten Jahren an die 100 000 Jobs wegfallen. Zugleich investieren Unternehmen ihr Geld nach Darstellung der Süddeutschen Zeitung eher in China oder den USA als in Deutschland.
Als Belastungen werden Bürokratie, Steuern und das Arbeitsrecht genannt. Die Konzernchefs verbinden ihre Forderungen nach Reformen mit dem Wunsch nach zusätzlichen Investitionen, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts zu stärken.
Die Initiative blickt besonders auf die politische Entwicklung in den Bundesländern. Die Sorge der Manager besteht darin, dass eine Regierungsbeteiligung extremer Parteien die Bereitschaft internationaler Investoren zu Engagements in Deutschland beeinträchtigen könnte.
Zusammenfassung: Die Initiative „Made for Germany“ fordert Reformen und Investitionen. Als zentrale Probleme nennt SZ.de den Verlust von Industriearbeitsplätzen, die Investitionszurückhaltung von Unternehmen sowie Bürokratie, Steuern und Arbeitsrecht.
Russischer Aktienmarkt verliert seit Jahresbeginn 30 Prozent
Die russische Börse durchlebt nach Darstellung der WELT eine ihrer dunkelsten Phasen. Seit Jahresbeginn hat der Leitindex 30 Prozent verloren, während zahlreiche Großkonzerne historische Tiefststände erreichen.
Betroffen sind laut WELT auch russische Vorzeigekonzerne. Der Abwärtstrend wird im Beitrag anhand von fünf Punkten erläutert, die ein Experte für die Entwicklung an den Märkten hervorhebt.
Die Entwicklung zeigt, dass der Rückgang nicht auf einzelne Unternehmen beschränkt ist. Vielmehr erfasst das Börsenbeben den russischen Leitmarkt und mehrere große Konzerne, darunter auch Gazprom, das im Themenumfeld des Beitrags genannt wird.
Zusammenfassung: Der russische Leitindex ist seit Jahresbeginn um 30 Prozent gefallen. Historische Tiefststände bei mehreren Großkonzernen prägen das Bild der russischen Börse.
Gesundheitsausgaben steigen 2024 auf 538,2 Milliarden Euro
Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind 2024 preisbereinigt um 3,9 Prozent gegenüber 2023 gestiegen. In jeweiligen Preisen nahmen sie um 7,6 Prozent auf 538,2 Milliarden Euro zu, wie das Hasepost unter Berufung auf das Statistische Bundesamt berichtet.
Die Preise für Waren und Dienstleistungen im Gesundheitswesen erhöhten sich 2024 um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit entwickelten sich die Gesundheitsausgaben deutlich dynamischer als in dem Jahr zuvor, in dem die preisbereinigten Ausgaben um 4,0 Prozent zurückgegangen waren.
Zwischen 2015 und 2019 lagen die preisbereinigten Veränderungsraten laut Statistischem Bundesamt zwischen +2,6 Prozent und +3,3 Prozent. Während der Corona-Pandemie stiegen die Ausgaben 2020 um 5,9 Prozent und 2021 um 7,1 Prozent. 2022 lag der Anstieg bei 3,4 Prozent.
Der Rückgang im Jahr 2023 war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes der erste Rückgang der preisbereinigten Gesundheitsausgaben seit 2004. Als Gründe werden deutlich reduzierte nominale Gesundheitsausgaben der öffentlichen Haushalte sowie starke Preissteigerungen infolge der Energiekrise genannt.
Die preisbereinigten Gesundheitsausgaben sind in den vergangenen Jahren fast immer stärker gestiegen als das Bruttoinlandsprodukt. Das Statistische Bundesamt führt dies unter anderem auf die alternde Gesellschaft und die dadurch wachsende, weitgehend konjunkturunabhängige Inanspruchnahme von Gesundheitswaren und -dienstleistungen zurück.
Besonders deutlich zeigte sich der Unterschied im ersten Corona-Jahr 2020: Während die preisbereinigten Gesundheitsausgaben um 5,9 Prozent stiegen, sank das BIP um 4,1 Prozent. 2023 wiederum fiel der Rückgang der preisbereinigten Gesundheitsausgaben um 3,1 Prozentpunkte stärker aus als der Rückgang des BIP.
| Jahr | Entwicklung der preisbereinigten Gesundheitsausgaben |
|---|---|
| 2015 bis 2019 | Veränderungsraten zwischen +2,6 Prozent und +3,3 Prozent |
| 2020 | +5,9 Prozent |
| 2021 | +7,1 Prozent |
| 2022 | +3,4 Prozent |
| 2023 | -4,0 Prozent |
| 2024 | +3,9 Prozent |
Zusammenfassung: 2024 stiegen die Gesundheitsausgaben preisbereinigt um 3,9 Prozent und nominal um 7,6 Prozent auf 538,2 Milliarden Euro. Der Anstieg folgt auf den Rückgang von 4,0 Prozent im Jahr 2023 und liegt im langfristigen Vergleich häufig über der Entwicklung des BIP.
Wirtschaftsbericht vom 21.07.2026 in der ARD Mediathek
Die ARD Mediathek weist auf die Ausgabe „Update Wirtschaft vom 21.07.2026“ hin. Das Video wurde am 21.07.2026 um 09:00 Uhr ausgestrahlt und ist mit Untertiteln versehen.
Weitere inhaltliche Angaben enthält der vorliegende Datensatz zur Sendung nicht. Die Meldung ergänzt damit den Pressespiegel um den Hinweis auf das aktuelle Wirtschaftsformat.
Zusammenfassung: Die ARD Mediathek führt „Update Wirtschaft vom 21.07.2026“ als Video der Sendung vom 21.07.2026 um 09:00 Uhr mit Untertitel.
Wald und Wirtschaft im regionalen Blick
Unter dem Titel „Wald und Wirtschaft? Aber natürlich!“ berichtet nnz-online über den Zusammenhang von Wald und Wirtschaft. Der vorliegende Inhalt enthält neben der Überschrift jedoch keine auswertbaren Angaben zum konkreten wirtschaftlichen Thema.
Da im Datensatz keine weiteren belastbaren Daten, Aussagen oder Fakten zum Artikelinhalt enthalten sind, lässt sich die Meldung nicht näher ausführen.
Zusammenfassung: nnz-online stellt den Zusammenhang von Wald und Wirtschaft in den Mittelpunkt, liefert im vorliegenden Datensatz aber keine weiteren nutzbaren Informationen.
Einschätzung der Redaktion
Die Nachrichten zeichnen ein widersprüchliches Wirtschaftsbild: Banken profitieren kurzfristig von Zinsen und Marktvolatilität, während Deutschlands Standortprobleme und der Einbruch des russischen Aktienmarkts strukturelle Risiken verdeutlichen. Der Anstieg der Gesundheitsausgaben bestätigt zugleich den wachsenden, konjunkturunabhängigen Finanzierungsdruck. Entscheidend wird sein, ob Reformen Investitionen und Produktivität stärken, statt lediglich einzelne Branchen vorübergehend zu entlasten.
Kernaussage: Kurzfristige Gewinner stehen langfristigen Standort-, Finanzierungs- und geopolitischen Risiken gegenüber.
Quellen:
- Europas Banken im Fokus
- Deutschland Wirtschaft: Konzernchefs fordern Reformen und Investitionen
- Putins Börsen-Beben – jetzt stürzen selbst Russlands Vorzeigekonzerne ab
- Update Wirtschaft - Update Wirtschaft vom 21.07.2026 - hier anschauen
- Gesundheitsausgaben steigen 2024 deutlich stärker als Wirtschaft
- Wald und Wirtschaft? Aber natürlich!













