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    China wird zum härtesten Wettbewerber der deutschen Industrie

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    21.07.2026 30 mal gelesen 1 Kommentare

    China wird für die deutsche Industrie vom lukrativen Absatzmarkt zum dominanten Wettbewerber – mit Folgen für Autos, Maschinen, Batterien, Pharma und Chemie. Der Pressespiegel zeigt, wie Klimapolitik, geopolitische Spannungen, Russlands Finanzprobleme und politische Weichenstellungen die Wirtschaft zusätzlich unter Druck setzen.

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    China wird vom Absatzmarkt zum Wettbewerber der deutschen Industrie

    Die deutsche Industrie steht nach Darstellung von ntv.de vor einem „China-Schock 2.0“. China sei für deutsche Unternehmen längst nicht mehr nur ein wichtiger Absatzmarkt, sondern zunehmend einer der härtesten Wettbewerber in zentralen Branchen wie Automobilindustrie, Maschinenbau, Batterien, Pharma und Chemie.

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    Nach Chinas Beitritt zur Welthandelsorganisation im Jahr 2001 gelangten große Mengen günstiger Produkte auf die Weltmärkte. Während Industrieregionen in den USA früh unter dem Wettbewerbsdruck litten, profitierten deutsche Unternehmen zunächst vom Aufstieg Chinas: Chinesische Kunden kauften deutsche Autos und Maschinen, deutsche Konzerne errichteten Werke in China und Mittelständler lieferten Spezialtechnik. Inzwischen habe sich das Verhältnis jedoch verändert, schreibt ntv.de unter Berufung auf dpa.

    Die Handelsstatistik verdeutliche den Wandel. 2025 löste China die USA als wichtigsten deutschen Handelspartner ab. Gleichzeitig stiegen die Importe aus China um 8,8 Prozent auf 170,6 Milliarden Euro, während die deutschen Exporte nach Fernost um fast ein Zehntel zurückgingen. Das Handelsdefizit mit China erhöhte sich auf 89,3 Milliarden Euro.

    EntwicklungWert
    Importe aus China 2025170,6 Milliarden Euro
    Wachstum der Importe aus China8,8 Prozent
    Handelsdefizit mit China89,3 Milliarden Euro
    Anteil chinesischer Marken an den Neuzulassungen 2025rund 2,3 Prozent
    Anteil chinesischer Marken im ersten Halbjahr 20263,7 Prozent

    In der Automobilindustrie treffen deutsche Hersteller auf eine veränderte Nachfrage. Die Kaufzurückhaltung wohlhabender Chinesen wird mit der Immobilienkrise in Verbindung gebracht. Außerdem greifen chinesische Käufer bei Elektroautos häufiger zu heimischen Marken, während teils stark subventionierte chinesische Hersteller um Marktanteile kämpfen. In Deutschland sind chinesische Autos laut ntv.de zwar noch selten, ihr Anteil an den Neuzulassungen stieg jedoch von rund 2,3 Prozent im Jahr 2025 auf 3,7 Prozent im ersten Halbjahr 2026.

    Auch der Maschinenbau gerät unter Druck. China hat Deutschland als weltweit führenden Maschinenbauexporteur abgelöst. Chinesische Hersteller bieten nach Angaben des Berichts inzwischen auch technologisch anspruchsvolle Anlagen zu niedrigen Preisen an und werden dabei durch staatliche Subventionen unterstützt.

    Der Branchenverband VDMA fordert deshalb bessere Produktionsbedingungen in Deutschland, unter anderem durch Bürokratieabbau und Steuerentlastungen. Strategisch relevante Technologien sollten industriepolitisch unterstützt werden. Für einen faireren Wettbewerb schlägt der Verband außerdem eine stärkere Marktüberwachung bei Importen in die Europäische Union vor. Bei Verstößen gegen Anti-Dumping- und Anti-Subventionsregeln solle die EU Ausgleichszölle auf Waren erheben, die aus Drittstaaten nach Europa gelangen. Freihandelsabkommen könnten den Marktzugang deutscher und europäischer Unternehmen erleichtern.

    Bei Batterien zeigt sich laut ntv.de eine weitere strategische Abhängigkeit. Die Batterieproduktion in Deutschland erreichte 2025 mit 8,1 Milliarden Euro einen Rekordwert. Gleichzeitig sei die Abhängigkeit von China, insbesondere bei Lithium-Ionen-Batterien, nach Einschätzung des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie noch gestiegen.

    „Wenn diese unterbrochen werden oder einzelne Regionen ihre Exporte kurzfristig komplett einstellen, wird klar, wie verletzlich wir sind, insbesondere in kritischen Sektoren wie der Verteidigung oder bei Rechenzentren“, sagt ZVEI-Batterie-Experte Gunther Kellermann laut ntv.de.

    Der ZVEI fordert anstelle von Kaufprämien für Elektroautos niedrigere Strompreise für alle sowie einen besseren Schutz vor unfairer Konkurrenz. Andernfalls könne die industrielle Batterieproduktion auf dem europäischen Kontinent „unwiederbringlich“ verloren gehen.

    In der Pharmabranche ist China für Deutschland zugleich Absatzmarkt und Wettbewerber. Die Konkurrenz wachse nicht nur bei günstigen Nachahmerarzneien, sondern auch bei innovativen Medikamenten und Biotechnologie. Bei Wirkstoffen und Vorprodukten sei die Abhängigkeit groß: Geschätzt drei Viertel der europäischen Arzneimittel-Wertschöpfungskette hängen von Importen ab. In Deutschland komme es deshalb immer wieder zu Engpässen bei Schmerz- und Diabetesmitteln oder Antibiotika.

    Der Verband forschender Arzneimittelhersteller kritisiert, China baue seine Rolle als Pharma-Innovations- und Produktionsstandort systematisch aus. Der Pharmastandort Deutschland müsse wettbewerbsfähiger werden; Sparvorgaben der Politik bewirkten nach Verbandsauffassung jedoch das Gegenteil.

    Für die deutsche Chemieindustrie ist China laut ntv.de sowohl Konkurrenz als auch Wachstumsmarkt. Niedrige Preise chinesischer Anbieter belasten die deutsche Branche, zugleich verspricht der chinesische Markt Wachstum, während der europäische Chemiemarkt schwächer ist. BASF eröffnete in Zhanjiang einen neuen Verbundstandort für rund 8,7 Milliarden Euro – die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Konzerns. Der Standort habe BASF zufolge bereits fast zwei profitable Monate verzeichnet.

    Nach Aussage von BASF-Chef Markus Kamieth wird China in den kommenden fünf bis sechs Jahren drei Viertel des weltweiten Wachstums im Chemiemarkt ausmachen. Mit einem Anteil von 45 Prozent am weltweiten Chemieumsatz ist China laut Branchenverband VCI der mit Abstand größte Chemiemarkt. Deutschland exportierte 2025 Chemieprodukte im Wert von rund 6 Milliarden Euro nach China; die Importe lagen bei 5,8 Milliarden Euro.

    Der Wettbewerb reicht nach Einschätzung von ntv.de über die heutigen Industrien hinaus. Chinas neuer Fünfjahresplan priorisiert unter anderem Halbleiter, Robotik, Quantentechnologien, Kernfusion, Wasserstoff und Biotechnologie. Die Hightech-Agenda der Bundesregierung nennt viele dieser Bereiche ebenfalls. Der entscheidende Unterschied liege weniger bei den Zielen als bei der Umsetzung: China verbinde eine konsequente Industriepolitik mit einem großen Binnenmarkt und beschleunige dadurch den Aufbau industrieller Produktion.

    Infobox – wichtigste Erkenntnisse:

    • China war 2025 Deutschlands wichtigster Handelspartner.
    • Die Importe aus China erreichten 170,6 Milliarden Euro, das Handelsdefizit stieg auf 89,3 Milliarden Euro.
    • Chinesische Anbieter setzen deutsche Unternehmen in mehreren Schlüsselindustrien unter Druck.
    • Besonders bei Batterien, Wirkstoffen und Zukunftstechnologien bestehen strategische Abhängigkeiten.

    Ottmar Edenhofer: Klimaschutz und Wirtschaftswachstum sind kein Gegensatz

    Der Klimaökonom Ottmar Edenhofer widerspricht der Vorstellung, Klimaschutz schade grundsätzlich der Wirtschaft. In einem Gespräch mit der FAZ erklärt der Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, die zentralen Probleme der deutschen Wirtschaft hätten im Wesentlichen nichts mit den klimapolitischen Maßnahmen zu tun.

    Edenhofer verweist auf geringe Arbeitsproduktivität, niedrige Innovationskraft sowie Schwierigkeiten bei Risikokapital und beim Marktzutritt neuer Unternehmen. Diese strukturellen Probleme würden auch dann bestehen bleiben, wenn man alle klimapolitischen Maßnahmen für einen Moment außer Acht ließe.

    Eine Ursache für politische Widerstände sieht Edenhofer darin, dass Klimaschutz teilweise mit „Degrowth“, also der Forderung nach wirtschaftlicher Schrumpfung statt Wachstum, verbunden worden sei. Dadurch könne der Eindruck entstehen, Gesellschaft und Wirtschaft seien ein Nullsummenspiel, in dem wirtschaftliche Gewinne zwangsläufig auf Kosten anderer gingen.

    „Für mich steht Klimaschutz dem Wirtschaftswachstum nicht im Wege“, sagt Ottmar Edenhofer laut FAZ.

    Für die energieintensive Industrie gebe es nach seinen Angaben Möglichkeiten zur Unterstützung, ohne die Klimaziele aufzugeben. Edenhofer nennt dabei zwei Instrumente: Die EU habe im März beschlossen, dass die Mitgliedstaaten fünf Prozentpunkte ihres Klimaziels bis 2040 durch den Kauf von Klimagutschriften im außereuropäischen Ausland erfüllen können. Dies werde nach Berechnungen des Instituts den Anstieg des CO₂-Preises dämpfen.

    Als zweiten Ansatz nennt Edenhofer die Klimazölle des CO₂-Grenzausgleichssystems CBAM. Für eine Reihe wichtiger Güter seien diese Anfang des Jahres in Kraft getreten. Werden Waren aus Ländern importiert, in denen es keinen CO₂-Emissionshandel gibt, fällt beim Import ein Zoll an, der ungefähr dem europäischen CO₂-Preis entspricht.

    Das Instrument soll nach Edenhofers Darstellung zwei Funktionen erfüllen. Es schützt energieintensive Unternehmen in Europa, weil Wettbewerber auf dem europäischen Markt einen vergleichbaren CO₂-Preis zahlen müssen. Zugleich soll es andere Länder dazu bewegen, selbst einen Emissionshandel einzuführen. Brasilien und die Türkei verfolgten solche Pläne neuerdings, berichtet die FAZ.

    Edenhofer unterscheidet zwischen kurzfristigen politischen Präferenzen und einer langfristigen Wohlstandssicherung. Klimaschutz sei aus seiner Sicht eine langfristige Aufgabe. Kein Klimaschutz werde um ein Vielfaches teurer sein als Klimaschutz, erklärt der Ökonom. Die Politik müsse diese langfristige Perspektive auch dann beibehalten, wenn sich die kurzfristigen Prioritäten der Wähler veränderten.

    Technologischer Fortschritt allein reiche nicht aus. Elektroautos könnten sich langfristig auch ohne zusätzliche politische Maßnahmen durchsetzen, weil sie günstiger sein könnten als Verbrenner. Andere Technologien, etwa Methoden zur Entfernung von CO₂ aus der Atmosphäre, würden dagegen erst durch einen CO₂-Preis rentabel. Die Politik müsse dem technologischen Fortschritt deshalb eine Richtung geben.

    Auch die Europäische Union könne Klimaschutz mit wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit und Sicherheit verbinden. Durch den zweiten Emissionshandel für Gebäude und Verkehr könne die EU von 2028 an ihren Bedarf an fossilen Brennstoffen reduzieren. Dadurch würden weniger Mittel an Öl- und Gas produzierende Staaten fließen, die häufig autokratisch regiert würden. Gleichzeitig entstünden durch die Versteigerung von Emissionsrechten Staatseinnahmen, mit denen Verbraucher entlastet werden könnten.

    Die FAZ berichtet außerdem, Edenhofer sehe in konditionierten Finanzhilfen ein Instrument, um Länder im globalen Süden zu einer Verringerung ihrer Öl- und Gasimporte zu bewegen. Klimaschutz könne damit auch als zunächst einseitiger europäischer Schritt den Wohlstand und die Sicherheit Europas stärken.

    Infobox – wichtigste Erkenntnisse:

    • Die wirtschaftlichen Probleme Deutschlands führt Edenhofer nicht im Wesentlichen auf den Klimaschutz zurück.
    • Er setzt auf marktwirtschaftliche Instrumente wie Emissionshandel und Klimazölle.
    • Die EU kann laut Edenhofer Klimaschutz, Wohlstand und Sicherheit miteinander verbinden.
    • Technologischer Fortschritt benötigt in bestimmten Bereichen einen politischen Rahmen.

    Russlands Bargeld-Boom setzt die Staatsfinanzen zusätzlich unter Druck

    Ein stark gestiegener Bargeldumlauf könnte Russlands ohnehin angespannte Staatsfinanzen weiter belasten. Die Frankfurter Rundschau berichtet unter Berufung auf eine Analyse der BBC und Daten der russischen Zentralbank, dass seit Jahresbeginn 1,56 Billionen Rubel, etwa 17,37 Milliarden Euro, in Umlauf gebracht worden seien.

    Dies sei der größte Anstieg im entsprechenden Zeitraum außerhalb der Corona-Pandemie. Als Hintergrund nennt der Bericht wiederholte Einschränkungen des mobilen Internets. Wenn Kartenzahlungen wegen der Internetsperren nicht funktionierten, griffen die Menschen zunehmend auf Bargeld zurück.

    Die Abschottung vom globalen Internet wird laut Frankfurter Rundschau mit Sicherheitsinteressen im Ukraine-Krieg begründet. Das Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien bezeichnete Internetabschaltungen demnach als routinemäßiges Instrument der Kriegsführung. Medienberichten zufolge würden VPNs in Russland beliebter, während die Regierung offenbar auch diese Zugänge zu beschränken versuche.

    In Erfahrungsberichten werde von sogenannten „White Lists“ mit erlaubten Webseiten und von vollständigen Internetausfällen gesprochen. Die in Foren veröffentlichten Berichte seien allerdings nicht überprüfbar, schreibt die Frankfurter Rundschau.

    Der Trend zum Bargeld kann für Unternehmen kurzfristig hilfreich sein, entzieht dem Staat aber möglicherweise Steuereinnahmen. Viele Unternehmen würden bei Barzahlungen ihre Einnahmen in den Büchern niedriger ausweisen, um Steuererhöhungen zu umgehen. Der Kreml hatte im Januar angesichts gestiegener Kriegskosten die Mehrwertsteuer angehoben und die Grenze gesenkt, ab der kleine und mittlere Unternehmen diese zahlen müssen.

    Auch Löhne würden teilweise am Staat vorbei „unter der Hand“ ausgezahlt, zitiert die Frankfurter Rundschau Taras Skworzow, den Finanzchef der russischen Sberbank. Dadurch könnten sowohl die Steuerbasis als auch die staatlichen Einnahmen geschwächt werden.

    Die wirtschaftliche Lage Russlands wird im Bericht zusätzlich mit einer Analyse des Kiel Instituts für Weltwirtschaft eingeordnet. Die russische Kriegswirtschaft stoße nach vier Jahren anhaltender Kämpfe an ihre Grenzen. In den ersten Jahren habe sie sich robuster als erwartet gezeigt, inzwischen seien jedoch die Puffer erschöpft. Die Finanzreserven seien weitgehend aufgebraucht, das Wachstum sei zum Stillstand gekommen und die Abhängigkeit von China wachse.

    Steigende Ölpreise könnten laut Kiel Institut kurzfristig für eine Verbesserung sorgen. Gleichzeitig verschärften ein zunehmender Arbeitskräftemangel und Sanktionen, die den Zugang zu wichtigen Importen einschränkten, die Lage. Höhere staatliche Ausgaben könnten unter diesen Bedingungen eher Inflation als eine Steigerung der Militärproduktion bewirken.

    Die Rückkehr zum Bargeld könnte die angespannte Situation weiter verschärfen. Die Frankfurter Rundschau verweist dabei auf Rationierungen von Sprit und leere Supermarktregale als Folgen, mit denen die Bevölkerung das Ausmaß des Krieges zunehmend spüre.

    Infobox – wichtigste Erkenntnisse:

    • Seit Jahresbeginn wurden 1,56 Billionen Rubel, etwa 17,37 Milliarden Euro, in Umlauf gebracht.
    • Der Bargeldanstieg ist laut BBC der größte außerhalb der Corona-Pandemie.
    • Barzahlungen können Steuerhinterziehung und informelle Lohnzahlungen erleichtern.
    • Das Kiel Institut für Weltwirtschaft sieht Russlands finanzielle Puffer weitgehend erschöpft.

    US-Wirtschaft vor Folgen einer stärkeren Präsidentenmacht über Aufsichtsbehörden

    Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten könnte die Unabhängigkeit von Bundesaufsichtsbehörden grundlegend verändern. Nach Darstellung der Augsburger Allgemeinen erlaubt das Urteil dem Präsidenten, Mitglieder dieser Behörden aus beliebigen Gründen zu entlassen.

    Unternehmen bereiten sich dem Bericht zufolge auf die möglichen Folgen vor. Wenn Aufsichtsbehörden ihre Unabhängigkeit vom Weißen Haus verlieren, könnte sich die politische Einflussnahme auf wirtschaftliche Regulierung, Kontrolle und Marktaufsicht verstärken.

    Die Augsburger Allgemeine stellt die Frage, was die Entscheidung für die US-Wirtschaft bedeutet. Der zugrunde liegende Beitrag ist jedoch nur auszugsweise verfügbar, sodass keine weiteren belastbaren Angaben zu konkreten Branchen, Unternehmen oder wirtschaftlichen Auswirkungen aus der Quelle übernommen werden können.

    Infobox – wichtigste Erkenntnisse:

    • Der Oberste Gerichtshof erlaubt laut Augsburger Allgemeiner die Entlassung von Mitgliedern von Bundesaufsichtsbehörden aus beliebigen Gründen.
    • Die Unabhängigkeit dieser Behörden vom Weißen Haus könnte dadurch eingeschränkt werden.
    • Unternehmen bereiten sich auf mögliche wirtschaftliche Folgen der Entscheidung vor.

    Vorwärts warnt vor wirtschaftlichen Folgen der AfD-Pläne

    Die AfD stelle sich gern als Anwältin der „kleinen Leute“ dar, ihre wirtschaftspolitischen Vorschläge könnten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit kleinen und mittleren Einkommen jedoch erheblich belasten. Zu diesem Schluss kommt vorwärts.de in einer Analyse der Partei- und Steuerpläne.

    Als besonders weitreichendes Szenario nennt der Beitrag einen möglichen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union und dem Euro. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft würde ein EU-Austritt in nur wenigen Jahren 2,5 Millionen Arbeitsplätze kosten und fast 700 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung vernichten. Als Begründung wird angeführt, dass über die Hälfte aller deutschen Exporte in EU-Länder geht.

    Eine Rückkehr zur D-Mark würde deutsche Produkte auf dem internationalen Markt schlagartig verteuern. Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen könnten dadurch unter Druck geraten. Zusätzlich stelle der von der AfD geplante Einwanderungs-Stopp für Fachkräfte ein Risiko für Pflege, Bau und Logistik dar, weil diese Branchen bereits am Limit arbeiteten.

    Auch das Steuerkonzept der Partei wird kritisch bewertet. Die AfD plane eine Einheitssteuer beziehungsweise Flat Tax, bei der alle Einkommen mit maximal 25 Prozent besteuert werden sollen. Zum Vergleich nennt vorwärts.de die geltenden progressiven Steuersätze von 14 bis 45 Prozent.

    SteuerangabeWert
    Geplante maximale Besteuerung laut AfD-Konzept25 Prozent
    Genannte Steuersätze im progressiven System14 bis 45 Prozent
    Anteil der Steuergeschenke an die reichsten zehn Prozent laut DIWdrei Viertel

    Für Menschen mit geringem Einkommen seien großzügige Freibeträge vorgesehen. Nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung würden jedoch drei Viertel der Steuergeschenke an die reichsten zehn Prozent gehen. Menschen, die derzeit den Spitzensteuersatz von 45 Prozent zahlen, könnten von einer Begrenzung auf 25 Prozent besonders stark profitieren.

    Der Beitrag bezeichnet die geplante Abschaffung der Erbschaftsteuer und die kategorische Ablehnung einer Vermögensteuer als weitere Elemente einer Politik zugunsten wohlhabender Menschen. Gleichzeitig könnten die Steuergeschenke die Haushalte von Bund, Ländern und Kommunen schwächen. Vorwärts.de warnt, dass dadurch Investitionen in Straßen, Schulen und den Nahverkehr fehlen könnten.

    Eine seriöse Gegenfinanzierung lege die AfD laut dem Beitrag nicht vor. Die finanziellen Folgen würden am Ende vor allem diejenigen treffen, die auf öffentliche Infrastruktur angewiesen seien. Der Beitrag kommt zu dem Schluss, dass die wirtschaftspolitischen Versprechen der AfD insbesondere für viele ihrer eigenen Wählerinnen und Wähler nachteilig sein könnten.

    Infobox – wichtigste Erkenntnisse:

    • Ein EU-Austritt würde laut IW in nur wenigen Jahren 2,5 Millionen Arbeitsplätze und fast 700 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung kosten.
    • Die AfD plant laut vorwärts.de eine maximale Einkommensteuer von 25 Prozent.
    • Drei Viertel der Steuergeschenke würden laut DIW an die reichsten zehn Prozent gehen.
    • Die Abschaffung der Erbschaftsteuer und fehlende Gegenfinanzierung könnten öffentliche Investitionen gefährden.

    ARD Mediathek kündigt „Wirtschaft vor acht“ an

    Die ARD Mediathek beschreibt „Wirtschaft vor acht“ als Format über Ereignisse aus der Wirtschaftswelt und aktuelle Entwicklungen an der Frankfurter Börse. Das Team um Markus Gürne und Anja Kohl erklärt dabei Nachrichten, neue Trends und komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge.

    In der vorliegenden Vorschau ist kein Video verfügbar. Weitere inhaltliche Angaben zu einer konkreten Sendung oder einzelnen Wirtschaftsthemen enthält die Quelle nicht.

    Infobox – wichtigste Erkenntnisse:

    • „Wirtschaft vor acht“ behandelt Wirtschaftsnachrichten und Aktuelles von der Frankfurter Börse.
    • Markus Gürne und Anja Kohl gehören zum genannten Team.
    • Die vorliegende Vorschau enthält kein verfügbares Video.

    Einschätzung der Redaktion

    Chinas Aufstieg zum direkten Wettbewerber markiert für die deutsche Industrie einen strukturellen Wendepunkt. Entscheidend ist nicht allein der Preisdruck, sondern der Verlust technologischer und strategischer Vorsprünge in mehreren Schlüsselbranchen. Protektionismus kann kurzfristig schützen, ersetzt aber keine wettbewerbsfähigen Energiepreise, schnellere Genehmigungen, mehr Innovation und geringere Abhängigkeiten. Wer diese Voraussetzungen nicht schafft, riskiert, dass Wertschöpfung und industrielle Souveränität dauerhaft verloren gehen.

    Zusammenfassung: Deutschland braucht weniger Abwehrreflexe und deutlich mehr eigene Wettbewerbsfähigkeit.

    Quellen:

    Ihre Meinung zu diesem Artikel

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    Bei den ganzen Zahlen und China-Schocks fragt man sich echt warum Deutschland immer erst reagiert wenn der Zug schon halb weg ist, aber naja vielleicht retten uns ja noch weniger Bürokratie und billigere Energie obwohl das seit Jahren versprochen wird.

    Zusammenfassung des Artikels

    China wird für die deutsche Industrie zum dominanten Konkurrenten, während strukturelle Schwächen, geopolitische Abhängigkeiten und politische Entscheidungen den Anpassungsdruck erhöhen.

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