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    US-Wirtschaft im Fokus: KI-Konflikt, Chinas Druckmittel und Niedrigwasser-Risiken

    KI-generiert
    17.08.2026 57 mal gelesen 2 Kommentare

    Von der US-Börse über chinesische KI- und Lebensmittelabhängigkeiten bis zum Niedrigwasser auf Rhein und Donau: Der Pressespiegel zeigt, wie eng Finanzmärkte, geopolitische Konflikte und fragile Lieferketten miteinander verknüpft sind. Im Fokus stehen die wirtschaftlichen Chancen und Risiken hinter den aktuellen Entwicklungen.

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    US-Börse: Aufschwung trotz stagnierendem Arbeitsmarkt

    Der US-Arbeitsmarkt stagniert, während die Wirtschaft zugleich boomt. Der Börsen-Tag von ntv.de beschäftigt sich mit der Frage, wie diese Entwicklung zusammenpasst und wie es weitergehen könnte.

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    Im Mittelpunkt steht ein Gespräch von Raimund Brichta mit Edgar Walk von Metzler Asset Management. Dabei geht es auch darum, auf welche Indizes Anleger jetzt setzen sollten.

    Zusammenfassung: Laut ntv.de treffen ein stagnierender US-Arbeitsmarkt und ein wirtschaftlicher Aufschwung aufeinander. Die Sendung ordnet die Entwicklung aus Sicht der Börse und der Anlagestrategie ein.

    Trump warnt vor chinesischer KI und verdient zugleich an ihrer Vermarktung

    Die von US-Präsident Donald Trump gestützte Kryptofirma World Liberty Financial verdient laut ntv.de an der Vermarktung chinesischer KI-Modelle. Das Unternehmen arbeitet mit dem Hongkonger Anbieter WorldClaw zusammen, dessen Plattform Modelle von Alibaba, Baidu, Z.ai und anderen chinesischen Entwicklern anbietet.

    Einer Recherche der Nachrichtenagentur Reuters zufolge stammt rund die Hälfte der KI-Modelle im Portfolio von WorldClaw von chinesischen Entwicklern. Kunden bezahlen die Nutzungsgebühr unter anderem mit einer von World Liberty herausgegebenen Kryptowährung.

    Die Zusammenarbeit und die Vermarktung chinesischer KI-Modelle sind nach Darstellung des Berichts nicht illegal. Experten sehen darin jedoch einen Interessenkonflikt, weil die US-Regierung chinesische KI zugleich als potenzielle Gefahr für die nationale Sicherheit einstuft.

    „Es erscheint heuchlerisch, diese chinesischen Tools über WorldClaw zu nutzen, um damit viel Geld zu verdienen“, sagte Sam Bresnick, Cybersicherheitsexperte der Georgetown University, laut ntv.de.

    Die finanziellen Einzelheiten der Kooperation sind zunächst unklar. Die beiden ältesten Trump-Söhne warben öffentlich für WorldClaw; außerdem war ein leitender Angestellter von World Liberty als Berater für den Hongkonger KI-Vermarkter tätig.

    World Liberty gibt den Stablecoin „USD1“ heraus, dessen Kurs an den US-Dollar gebunden ist. Einnahmen aus dem Verkauf der Cyberdevise werden unter anderem in US-Staatsanleihen angelegt, wobei Trump einen Anteil an den Erträgen dieser Geldanlagen erhält.

    Im vergangenen Jahr verdiente Trump mit diversen Kryptowährungsgeschäften 1,4 Milliarden Dollar. Seine geschäftlichen Aktivitäten sind in der Trump-Organisation gebündelt, die von seinen Söhnen Donald Jr. und Eric geleitet wird.

    Eine Sprecherin des Weißen Hauses wies den Vorwurf eines Interessenkonflikts zurück. World Liberty erklärte, WorldClaw sei unabhängig und verwies darauf, dass auch US-Konzerne KI-Modelle aus unterschiedlichen Staaten in ihren Portfolios hätten.

    „Dies ist ein gängiger und weithin anerkannter Ansatz“, sagte ein Sprecher von World Liberty laut ntv.de.

    Die Plattform WorldRouter wird den Angaben von WorldClaw zufolge von mehr als 10.000 Anwendern genutzt. Täglich würden darüber 50 Millionen KI-Anfragen abgewickelt. Zusätzlich entwickelt das Unternehmen KI-Agenten, die komplexe Aufgaben weitgehend selbstständig erledigen können.

    Cybersicherheitsexperten warnen vor möglichen Risiken chinesischer KI-Modelle. Dazu zählen eine mögliche Überwachung oder Zensur durch die Regierung in Peking sowie die Gefahr, dass Schadcode eingeschleust wird, um die Kontrolle über KI-Agenten zu übernehmen.

    WorldClaw betont, entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, räumt jedoch ein, dass Nutzereingaben möglicherweise an die KI-Entwickler weitergegeben werden. Chinesische KI-Modelle sind für US-Unternehmen und Bürger grundsätzlich nutzbar, einige Entwickler stehen jedoch wegen mutmaßlicher Verbindungen zum chinesischen Militär auf einer schwarzen Liste des US-Verteidigungsministeriums.

    Die USA und China liefern sich seit Jahren einen Wettlauf um die Führungsrolle bei der KI. Chinesische Modelle gelten der Quelle zufolge bei der Leistungsfähigkeit teilweise als ebenbürtig mit westlicher Konkurrenz, während ihre Nutzungskosten deutlich geringer sind.

    Zusammenfassung: World Liberty Financial steht wegen der Vermarktung chinesischer KI-Modelle in Verbindung mit WorldClaw unter dem Vorwurf eines Interessenkonflikts. Der Fall verdeutlicht den Gegensatz zwischen der sicherheitspolitischen Kritik Washingtons an chinesischer KI und geschäftlichen Interessen im Umfeld des US-Präsidenten.

    China nutzt seine Nachfrage nach Lebensmitteln als wirtschaftliches Druckmittel

    China ist auf Lebensmittel aus dem Ausland angewiesen, kann mit seiner gewaltigen Nachfrage jedoch zugleich Abhängigkeiten schaffen. Das berichtet T-Online und beschreibt Ernährungssicherheit als einen wichtigen Bestandteil der chinesischen Außenwirtschaftspolitik.

    Bei thailändischen Reisbauern zeigten sich im Frühjahr 2026 die Folgen der internationalen Versorgungslage. Der britische Sender BBC sprach mit der 48-jährigen Reisbäuerin Pratheuang Piamsomboon aus dem Bezirk Nong Chok in Bangkok über stark gestiegene Düngerpreise.

    „Die Härte ist unmöglich in Worte zu fassen“, sagte Pratheuang Piamsomboon laut T-Online.

    Der Krieg gegen den Iran brachte die Versorgung mit Düngemitteln durcheinander. Durch die weitgehend blockierte Straße von Hormus läuft normalerweise rund ein Drittel des weltweit auf dem Seeweg gehandelten Düngers; zugleich stoppte China im März die Ausfuhr mehrerer Düngersorten.

    China stellt die eigene Ernährungssicherheit an erste Stelle. Mit dem Wohlstand wuchs der Appetit der Bevölkerung, während andere Staaten auf den chinesischen Absatzmarkt oder auf wichtige Vorprodukte aus China angewiesen sind.

    Im Jahr 2001 waren rund zehn Prozent der chinesischen Bevölkerung unterernährt. Seit 2010 liegt dieser Anteil bei weniger als drei Prozent. Zwischen 2000 und 2025 stieg die chinesische Produktion von Schweine-, Geflügel- und Rindfleisch um fast 55 Prozent, die Produktion von Milchprodukten sogar um 342 Prozent.

    Der Konsum wuchs jedoch schneller als die heimische Produktion. China ist heute der größte Verbraucher von Fleisch und Fisch weltweit und konsumiert mehr als 30 Prozent der globalen Menge.

    BereichEntwicklung laut T-Online
    Fleischimporte 2000 bis 2025rund 669 Prozent gestiegen
    Milchproduktimporte 2000 bis 2025mehr als 1.750 Prozent gestiegen
    Sojabohnenimporte 2023fast 85 Prozent des Bedarfs
    Lebensmittelimporte 2023215 Milliarden US-Dollar

    China benötigt große Mengen Futtermittel, insbesondere Sojabohnen. Bei Reis, Weizen und Mais ist die Volksrepublik heute nahezu Selbstversorger, bei zahlreichen anderen Agrargütern sucht sie jedoch Lieferanten.

    China muss rund ein Fünftel der Weltbevölkerung ernähren, verfügt aber über weniger als zehn Prozent der weltweit verfügbaren landwirtschaftlichen Nutzfläche. Übernutzung hat Böden geschädigt, in wichtigen Agrarregionen fehlt Wasser und andernorts bedrohen Überschwemmungen die Ernten.

    Wissenschaftler gehen laut einem Bericht des US-Magazins „Foreign Affairs“ davon aus, dass Urbanisierung und Bodenschäden Chinas Produktionskapazität für Lebensmittel bis 2050 um bis zu 18 Prozent verringern könnten.

    Zusätzlich zu der heimischen Produktion lagert China große Vorräte. Nach Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums befinden sich in China etwa 44 Prozent der weltweiten Weizenreserven, 53 Prozent der Reisreserven und 59 Prozent der Maisreserven.

    Eine Unterbrechung des Welthandels würde China empfindlich treffen. Ein Krieg um Taiwan könnte Transportwege gefährden und westliche Sanktionen auslösen. Peking müsste dann verhindern, dass Versorgungsprobleme die Preise erhöhen und zivile Unruhen auslösen.

    China sichert deshalb zunehmend auch die Mittel für die eigene Agrarproduktion. 2025 stellte das Land rund ein Viertel der weltweiten Düngerproduktion und exportierte Dünger im Wert von mehr als 13 Milliarden US-Dollar.

    Als Käufer verfügt China über zusätzlichen Einfluss. 2025 importierte die Volksrepublik Agrarprodukte und Meeresfrüchte im Wert von mehr als 207 Milliarden US-Dollar. Für mindestens 32 Volkswirtschaften gehörte China zu den drei wichtigsten Absatzmärkten für Agrargüter.

    In Brasilien gingen 2005 weniger als acht Prozent der Agrarexporte nach China, 2025 waren es 33 Prozent. In Australien erhöhte sich der Anteil im selben Zeitraum von zehn auf 22 Prozent.

    Nach einer Analyse des Center for Strategic and International Studies verhängte China seit 2010 in 26 Fällen Zwangsmaßnahmen im Agrarhandel, allein fünfmal 2025. Australien zeigte jedoch, dass diese Strategie Grenzen hat: Nachdem Peking australischen Produkten im politischen Konflikt 2021 den Zugang zum chinesischen Markt versperrt hatte, zog Canberra gegen chinesische Maßnahmen bei Gerste und Wein vor die Welthandelsorganisation. 2023 und 2024 hob China die Beschränkungen wieder auf.

    Für die USA ist Chinas Agrarpolitik besonders heikel, weil die US-Landwirtschaft politisches Gewicht besitzt. 2025 setzte Peking als Reaktion auf Trumps „Liberation Day“-Zölle die Einfuhr von Sojabohnen aus den USA für mehrere Monate aus.

    Sojabohnenimporte Chinas im Juni 2026Menge
    Gesamt13,55 Millionen Tonnen
    Aus Brasilien12,08 Millionen Tonnen
    Aus den USA1,27 Millionen Tonnen

    China braucht Soja, aber nicht zwingend amerikanisches. Gleichzeitig entstehen durch die stärkere Abhängigkeit von Brasilien neue Risiken, etwa durch Dürren und Ernteausfälle.

    China investiert außerdem in Saatgut, Pflanzenzüchtung, gentechnisch veränderte Sorten und biotechnologische Forschung. 2017 kaufte der staatliche Konzern ChemChina für 43 Milliarden US-Dollar den Schweizer Saatgut- und Pflanzenschutzkonzern Syngenta.

    Neue biotechnologisch entwickelte Maissorten steigerten die Erträge laut T-Online um rund zehn Prozent. Gleichzeitig sanken Chinas Maisimporte von 23 Millionen Tonnen 2023 auf sechs Millionen Tonnen zwei Jahre später.

    Bei bestimmten Vitaminen und Aminosäuren für Tierfutter liegt Chinas Anteil an der Produktion bereits zwischen 80 und 100 Prozent. Damit entsteht für die USA eine Gegenabhängigkeit, weil Peking in einer Krise Lieferungen wichtiger Stoffe für die amerikanische Viehhaltung erschweren könnte.

    Zusammenfassung: China ist bei Lebensmitteln und landwirtschaftlichen Vorprodukten zugleich abhängig und einflussreich. Die Quelle sieht Ernährungssicherheit, Dünger, Futtermittel und Saatgut als strategische Ressourcen im wachsenden Wettbewerb zwischen China, den USA und anderen Staaten.

    Wirtschaftsupdate vom 17. August 2026

    tagesschau.de veröffentlichte ein „Update Wirtschaft vom 17.08.2026“. In dem vorliegenden Quellenmaterial wird als Themenhinweis die Tourismusbranche genannt.

    Weitere wirtschaftliche Angaben oder überprüfbare Zahlen enthält der übermittelte Inhalt nicht. Deshalb lassen sich daraus keine zusätzlichen Entwicklungen zur Tourismusbranche ableiten.

    Zusammenfassung: Das Wirtschaftsupdate von tagesschau.de ist für den Pressespiegel als Meldung vom 17.08.2026 erfasst. Der bereitgestellte Text enthält darüber hinaus keine nutzbaren Fakten.

    KI-Produktivität in Unternehmen bleibt häufig unsichtbar

    Viele Unternehmen setzen inzwischen Künstliche Intelligenz ein, sehen aber keine messbaren Erfolge. Das berichtet WELT unter der Überschrift „Das KI-Paradox der deutschen Wirtschaft“.

    Der Beitrag stellt heraus, dass KI die Wirtschaft effizienter machen soll, die erwarteten Produktivitätseffekte in vielen Firmen jedoch nicht eindeutig sichtbar werden. Als ein Grund wird beschrieben, dass Mitarbeiter den Produktivitätsschub teilweise für sich behalten.

    Der Artikel macht zugleich deutlich, dass die fehlenden messbaren Erfolge nicht nur an den Unternehmen liegen. Die vollständigen inhaltlichen Details des Beitrags sind im übermittelten Quellenmaterial nicht enthalten.

    Zusammenfassung: WELT beschreibt ein KI-Paradox: Trotz des Einsatzes Künstlicher Intelligenz bleiben Produktivitätsfortschritte in vielen Unternehmen unsichtbar. Mitarbeiter behalten den Produktivitätsschub demnach häufig für sich.

    Niedrigwasser auf Rhein und Donau belastet Lieferketten

    Anhaltendes Niedrigwasser auf Rhein und Donau belastet nach Angaben der VerkehrsRundschau die Wirtschaft. Ökonomen, Verbände und Unternehmen warnen vor Folgen für Lieferketten, Industrie und Wirtschaft und fordern mehr Klimaresilienz.

    Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm erwartet, dass die Transportprobleme Preise für wichtige Rohstoffe und Produkte erhöhen und die Industrieproduktion belasten könnten. Eine Entspannung bei den Pegelständen sei nicht in Sicht.

    „Bei ineffizienter Rationierung kann Niedrigwasser die Preise auch unnötig in die Höhe treiben“, sagte Veronika Grimm dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ laut VerkehrsRundschau.

    Betroffen seien unter anderem die Chemie- und die Energiewirtschaft. Der Transport von Öl zu Raffinerien werde durch die niedrigen Pegelstände erschwert. Wie stark Preise für einzelne Grundstoffe reagierten, hänge von den Lagerkapazitäten der Unternehmen ab.

    Grimm bezeichnete eine Lockerung des Sonntagsfahrverbots für Lkw als richtige Maßnahme, forderte aber zugleich eine langfristige Vorbereitung auf solche Situationen. Die Vertiefung einzelner Flussabschnitte könne geprüft werden, schaffe jedoch kein zusätzliches Wasser.

    „Vertiefungen an einzelnen Stellen der Fahrrinnen könnten angezeigt sein, aber eine Vertiefung schafft ja kein zusätzliches Wasser“, sagte Grimm laut VerkehrsRundschau.

    Als kurzfristige Ausweichmöglichkeit rückt die Schiene in den Fokus. Die Bahn-Tochter DB Cargo prüft und bereitet die Reaktivierung dauerhaft abgestellter Güterwagen vor.

    DB CargoAngabe
    Unmittelbar mobilisierbare Wagen900
    Davon sofort verfügbar300
    Ersatz laut DB-Cargo-Chef Bernhard Osburg900 Wagen könnten 200 Binnenschiffe ersetzen

    Die Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene wird grundsätzlich begrüßt. Verbände warnen jedoch vor Engpässen im ohnehin stark ausgelasteten Bahnnetz und möglichen Einschränkungen im Personenverkehr.

    „Mehr Güter auf die Schiene: ja. Weniger Züge für Fahrgäste: nein“, sagte Lukas Iffländer, Bundesvorsitzender von Pro Bahn, laut VerkehrsRundschau.

    Der Verband nichtbundeseigener Eisenbahn-Infrastrukturbetreiber verweist zusätzlich auf bestehende Gleisanschlüsse. Diese könnten nur genutzt werden, wenn die Strecken zuvor instand gehalten wurden.

    Besonders stark betroffen ist die Chemieindustrie entlang des Rheins. Der Rhein verbindet zahlreiche große Chemie-Standorte, in denen petrochemische Vorprodukte weiterverarbeitet werden.

    In Düsseldorf sank der Pegelstand am Sonntagmorgen, dem 16. August, erstmals in den Negativbereich auf minus 1 Zentimeter. Für den Verlauf der neuen Woche wurde ein leichter Anstieg auf 10 Zentimeter erwartet; dennoch sollte der Wasserstand auf sehr niedrigem Niveau bleiben.

    Nach Angaben der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz könnte der Rhein bei erwarteten Niederschlägen in der neuen Woche um einige Dezimeter steigen. Eine substanzielle Entspannung zeichne sich laut Sechs-Wochen-Vorhersagen jedoch nicht vor Anfang Oktober ab.

    Auch Bundesverkehrsminister Steffen Bilger erklärte am 12. August, die Wasserstände an Rhein und Donau blieben vorerst sehr niedrig. Fachleute betonen, dass die Flusssysteme sehr viel Regen benötigen, um deutlich anzusteigen.

    Die IKB Deutsche Industriebank erwartet bei anhaltender Trockenheit Belastungen für die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal. Besonders betroffen seien die Chemieindustrie, die Mineralölverarbeitung und Kokereien.

    Wirtschaftliche KennzahlAngabe
    Anteil der Chemieindustrie an der Beförderungsmenge per Binnenschiffgut 11 Prozent
    Rhein-Anteil an der Binnenschifffahrt80 Prozent
    Auswirkung eines Tages unter 78 cm am Pegel Kaubetwa 0,04 Prozentpunkte weniger monatliches Industriewachstum
    Auswirkung eines Tages Niedrigwasser im dritten Quartal auf das Wachstum der Chemieproduktionetwa 0,06 Prozentpunkte weniger
    Grenze für die Dauer der Dürre laut IKB-Berechnung52 Tage, bis in die erste Septemberwoche

    Die IKB weist darauf hin, dass Unternehmen seit den Niedrigwasserereignissen der vergangenen Jahre Anpassungen vorgenommen haben. Höhere Lagerbestände, eine diversifizierte Logistik und eine angepasste Schiffsflotte könnten den geschätzten Effekt reduzieren.

    Zusammenfassung: Das Niedrigwasser auf Rhein und Donau gefährdet Transporte, Lieferketten und Industrieproduktion. Besonders die Chemieindustrie steht unter Druck, während Bahn und Lkw als Ausweichmöglichkeiten an Kapazitätsgrenzen stoßen.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Entwicklungen zeigen, dass wirtschaftliche Risiken zunehmend aus widersprüchlichen Anreizen und strukturellen Abhängigkeiten entstehen. Besonders problematisch ist, wenn sicherheitspolitische Warnungen, wirtschaftliche Interessen und politische Macht unmittel­bar zusammenfallen. Das erschwert verlässliche Regulierung und kann Vertrauen in Institutionen und Märkte beschädigen.

    Für Unternehmen und Anleger gewinnen dadurch Resilienz, Transparenz und die Diversifizierung von Lieferketten an Bedeutung. Niedrigwasser und unsichtbare Produktivitätsgewinne machen zugleich deutlich, dass technologische Fortschritte oder günstige Marktbedingungen allein keine stabilen Wachstumseffekte garantieren.

    Infobox: Entscheidend ist weniger der kurzfristige Aufschwung als die Widerstandsfähigkeit gegenüber politischen, klimatischen und technologischen Störungen.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Zu den bereits genannten KI-Widersprüchen und der Abhängigkeit von China wurde ja schon genug gesagt. Was mir noch fehlt, ist der Blick auf das Niedrigwasser: Wenn Rhein und Donau als Verkehrswege ausfallen und die Bahn gleichzeitig kaum Reserven hat, merkt man erst, wie knapp unsere vermeintlich effizienten Lieferketten wirklich kalkuliert sind. Da helfen auch volle Lager nur für kurze Zeit.
    Beim KI-Thema frag ich mich auch, ob die Firmen den Gewinn wirklich offen zeigen oder einfach nur Stellen streichen und das dann als Produktivität verkaufen. Und bei der Bahn klingt es schon ziemlich sportlich, mit 900 Wagen gleich 200 Schiffe ersetzen zu wollen, wenn die Strecken eh schon voll sind.

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