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Russlands Wirtschaft verliert an Stabilität, Schleswig-Holstein kämpft mit dem Einbruch von Industrie und Bau, und an den Börsen steht ein ereignisreicher Handelstag bevor: Der Pressespiegel zeigt, wie Kriegskosten, Energieengpässe und schwache Konjunkturdaten die Wirtschaft auf unterschiedlichen Ebenen unter Druck setzen.
Russlands Wirtschaft unter Druck: Kriegskosten, Treibstoffmangel und sinkende Reserven
Die russische Wirtschaft gerät nach Darstellung der Frankfurter Rundschau zunehmend unter Druck. Der Ukraine-Krieg habe eine tiefe Krise ausgelöst, deren Folgen inzwischen auch breite Bevölkerungsschichten erreichen. Dazu zählen unter anderem Treibstoffmangel, Einschränkungen beim mobilen Internet und die wachsende Sorge vor Ausfällen digitaler Bezahlsysteme.
Russlands Präsident Wladimir Putin räumte den Treibstoffmangel laut der Frankfurter Rundschau bei einem Treffen mit Ölmanagern und führenden Regierungsvertretern selbst ein. Als Ursache werden ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien genannt. Dadurch sei die Raffinierungskapazität auf den niedrigsten Stand seit über 21 Jahren gefallen.
In mehr als 55 Regionen wurde dem Bericht zufolge Treibstoff rationiert. An Tankstellen bildeten sich Schlangen, während dem Land laut dem ukrainischen Portal Ekonomiczna Prawda täglich bis zu 45.000 Tonnen Benzin fehlen. Um die Versorgung zu sichern, kaufe Russland eigenes Rohöl als raffiniertes Benzin aus Indien zurück.
Die wirtschaftlichen Belastungen wirken sich auch auf die Stimmung in der Bevölkerung aus. Der Ökonom Wassili Astrow vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche sagte dem MDR, viele Russinnen und Russen gäben Putin nicht in erster Linie die Schuld für den Beginn des Krieges, sondern dafür, dass er nach viereinhalb Jahren nicht in der Lage sei, den Krieg zu gewinnen und zugelassen habe, dass viele russische Städte unter ukrainischen Beschuss gerieten.
„Nicht in der Lage ist, den Krieg zu gewinnen“
Astrow hält eine weitere Eskalation der russischen Angriffe für wahrscheinlicher. Die Treibstoffkrise sei erst das zweite Mal, dass viele Menschen die Auswirkungen des Krieges unmittelbar spürten. Zuvor habe dies vor allem durch Internetsperren, Einschränkungen des mobilen Internets, die Sperre von WhatsApp und Telegram sowie den staatlichen Kampf gegen VPN-Dienste stattgefunden.
Die Abschaltungen des mobilen Internets sollen nach Darstellung der Frankfurter Rundschau die Navigation ukrainischer Drohnen erschweren. Gleichzeitig führten sie dazu, dass immer mehr Russinnen und Russen Bargeld von ihren Konten abheben, weil sie befürchten, dass digitale Bezahlsysteme und Kartenterminals zeitweise ausfallen könnten.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Fehlende Benzinmenge täglich | bis zu 45.000 Tonnen |
| Betroffene Regionen mit Rationierung | mehr als 55 |
| Anstieg der Bargeldmenge außerhalb der Banken | 17,5 Prozent |
| Bargeldmenge außerhalb der Banken | über 19 Billionen Rubel (rund 214 Milliarden Euro) |
Nach Daten der russischen Zentralbank stieg die außerhalb der Banken gehaltene Bargeldmenge im Vergleich zum Vorjahr um 17,5 Prozent auf über 19 Billionen Rubel. In der Frankfurter Rundschau wird dieser Betrag mit rund 214 Milliarden Euro angegeben.
Auch die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibt schwach. Nach der jüngsten Prognose des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche soll das Wachstum 2026 nur 0,6 Prozent betragen. Zum Vergleich nennt der Bericht 4,9 Prozent für 2024 und ein Prozent für 2025.
Als Hauptursache führt Astrow die restriktive Geldpolitik der Moskauer Notenbank an. Diese würge die Wirtschaft ab, weil Kredite zu teuer seien. Die russische Zentralbank senkte den Leitzins zuletzt von 14,25 auf 14 Prozent.
| Jahr | Wachstum |
|---|---|
| 2024 | 4,9 Prozent |
| 2025 | ein Prozent |
| 2026 | 0,6 Prozent |
| 2027 | 1,3 Prozent |
Die wirtschaftliche Schwäche zeigt sich laut Frankfurter Rundschau auch an der Moskauer Börse. Der Leitindex IMOEX2 fiel am 20. Juli erstmals unter 1900 Punkte, nachdem er ein Jahr zuvor noch bei über 2800 Punkten gestanden hatte.
Zusätzlich geraten die Staatsfinanzen unter Druck. Die liquiden Reserven des russischen Staatsfonds sanken von 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu Kriegsbeginn auf 1,8 Prozent. Gleichzeitig gingen die Öl- und Gaseinnahmen im ersten Quartal um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück.
Trotz der Belastungen hält das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche Russland weiterhin für fähig, den Angriffskrieg gegen die Ukraine zu finanzieren. Für 2027 rechnet das Institut mit einem Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent.
Vom Krieg profitiere nach Einschätzung Astrows allerdings vor allem die Rüstungsindustrie. Sie sei die einzige Industriebranche innerhalb des verarbeitenden Gewerbes, die weiterhin Wachstum verzeichne. Ein Frieden wäre laut dem Experten wirtschaftlich vorteilhaft; dies zeige auch die Börse, deren Kurse immer dann gestiegen seien, wenn Hoffnung auf einen Waffenstillstand bestanden habe.
„Ein Frieden, eigentlich egal zu welchen Konditionen, wäre für die Wirtschaft gut“
Zusammenfassung: Die Frankfurter Rundschau beschreibt eine russische Wirtschaft, die 2026 nur um 0,6 Prozent wachsen soll und durch Treibstoffmangel, hohe Zinsen, sinkende Staatsreserven sowie rückläufige Öl- und Gaseinnahmen belastet wird. Gleichzeitig bleiben Kriegsfinanzierung und Wachstum der Rüstungsindustrie möglich.
Schleswig-Holstein: Industrie und Bau schrumpfen
In Schleswig-Holstein schrumpft die Wirtschaft nach einem Bericht von shz.de ausgerechnet in den Bereichen, in denen Investitionen und gut bezahlte Arbeitsplätze entstehen. Betroffen sind Industrie und Bau. Die Entwicklung wird als Alarmsignal für die Wirtschaft im Norden eingeordnet.
Der Bericht hebt hervor, dass der Rückgang nicht nur einzelne Unternehmen oder Branchen betrifft, sondern zentrale Bereiche der regionalen Wirtschaftsstruktur. Industrie und Bau gelten dabei als Felder, die gewöhnlich Investitionen anziehen und vergleichsweise gut bezahlte Arbeitsplätze bieten.
Konkrete Zahlen, Daten oder weitere Einzelangaben zur Entwicklung von Industrie und Bau werden im nutzbaren Inhalt von shz.de nicht genannt. Die Meldung beschränkt sich auf die Feststellung, dass beide Bereiche schrumpfen und dies für die Wirtschaft Schleswig-Holsteins ein Warnsignal darstellt.
- Die Industrie schrumpft.
- Der Bau schrumpft.
- Betroffen sind Bereiche mit Investitionen und gut bezahlten Arbeitsplätzen.
- shz.de bewertet die Entwicklung als Alarmsignal für die Wirtschaft im Norden.
Zusammenfassung: shz.de berichtet von einem Rückgang in Industrie und Bau in Schleswig-Holstein. Weil diese Bereiche für Investitionen und gut bezahlte Jobs stehen, wird die Entwicklung als Alarmsignal für die regionale Wirtschaft bezeichnet.
Börsen-Tag: Märkte vor einem ereignisreichen Handelstag
n-tv.de kündigt in seinem Börsen-Tag für Mittwoch, den 29. Juli 2026, einen ereignisreichen Handelstag an. Der Beitrag trägt den Titel „06:00 Heute geht es heiß her!“ und ist dem laufenden Börsen- und Wirtschaftsgeschehen gewidmet.
Der Inhalt verweist auf die Börsenberichterstattung von n-tv.de mit den Bereichen Aktien und Indizes, Dax, TecDax, MDax, SDax, Gex, HDax, EuroStoxx, Stoxx50, Dow Jones, Nasdaq und Nikkei. Außerdem werden Devisen, Rohstoffe, Zertifikate, Fonds, ETFs und Anleihen als Themenfelder des Börsen-Tags geführt.
Eine konkrete Kursentwicklung, ein bestimmter Indexstand oder eine einzelne Marktbewegung wird im nutzbaren Inhalt der Meldung nicht genannt. Daher lassen sich aus dieser Quelle keine weiteren Zahlen oder Werte zu den Börsen ableiten.
- Datum des Börsen-Tags: Mittwoch, 29. Juli 2026
- Beginn der Meldung: 06:00
- Beobachtete Märkte: unter anderem Dax, TecDax, MDax, SDax, EuroStoxx, Dow Jones, Nasdaq und Nikkei
- Weitere Themen: Devisen, Rohstoffe, Fonds, ETFs und Anleihen
Zusammenfassung: n-tv.de stellt für Mittwoch, den 29. Juli 2026, einen heißen Börsen-Tag in Aussicht und bündelt die Berichterstattung zu internationalen Aktienindizes, Devisen, Rohstoffen und Anlageprodukten. Konkrete Kurse oder Veränderungen werden im vorliegenden Inhalt nicht ausgewiesen.
Einschätzung der Redaktion
Die russische Wirtschaft zeigt deutliche strukturelle Verschleißerscheinungen, ohne bereits handlungsunfähig zu sein. Entscheidend ist, dass der Krieg zunehmend zivile Versorgung, Vertrauen in staatliche Systeme und finanzielle Stabilität belastet. Solange Rüstungsausgaben Wachstum künstlich stützen, kann Moskau den Druck abfedern; der Preis dafür sind jedoch geringere Zukunftsinvestitionen und wachsende Abhängigkeit von staatlicher Kriegsnachfrage. Eine unmittelbare wirtschaftliche Zahlungsunfähigkeit folgt daraus nicht, wohl aber eine schleichende Schwächung der gesellschaftlichen und politischen Belastbarkeit.
Kernaussage: Russland kann den Krieg offenbar weiter finanzieren, aber zunehmend zulasten von Wohlstand, Stabilität und langfristiger wirtschaftlicher Substanz.
Einschätzung der Redaktion
Der Rückgang von Industrie und Bau ist für Schleswig-Holstein besonders relevant, weil damit gerade jene Bereiche unter Druck geraten, die Produktivität, Investitionen und stabile Einkommen fördern. Ohne Gegenmaßnahmen droht eine Verstärkung regionaler Unterschiede und eine Abhängigkeit von weniger wertschöpfungsintensiven Wirtschaftsbereichen. Die fehlenden Detailzahlen begrenzen zwar die Bewertung des Ausmaßes, nicht aber die strategische Bedeutung des Signals.
Kernaussage: Die Entwicklung weist auf ein mögliches strukturelles Problem hin, nicht bloß auf eine kurzfristige Branchenschwäche.
Einschätzung der Redaktion
Die Ankündigung eines ereignisreichen Börsentags besitzt vor allem Orientierungswert. In einem von zahlreichen Märkten und Anlageklassen geprägten Umfeld ist weniger die Schlagzeile als die konkrete Datenlage entscheidend. Ohne ausgewiesene Kurse oder Marktbewegungen bleibt eine belastbare Bewertung der Handelsrichtung jedoch nicht möglich.
Kernaussage: Die Meldung signalisiert erhöhte Marktaufmerksamkeit, liefert aber keine ausreichende Grundlage für eine konkrete Einschätzung der Börsenentwicklung.
Quellen:
- „Nicht in der Lage, den Krieg zu gewinnen“: Ökonom sieht Russlands Wirtschaft unter Druck
- Wirtschaft im Norden: Industrie und Bau schrumpfen
- 06:00 Heute geht es heiß her!
- Wall Street I Apple knackt 5-Billionen-Marke – Nasdaq weiter bergab
- Arbeitgeberpräsident warnt vor einem verlorenen Jahrzehnt
- „Wirtschaft abgewürgt“: Ökonom rechnet mit Russland ab – und sieht düstere Prognose für 2026













