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    Bahngewinn, Hitzefolgen und Wirtschaftsauftrieb: Deutschlands Wirtschaft im Fokus

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    30.07.2026 70 mal gelesen 3 Kommentare

    Die Wirtschaft steht zwischen Erholung und neuen Belastungen: Während Bahn, Industrie und Eurozone wieder wachsen, verschärfen Hitze, Inflation und geopolitische Risiken den Druck. Zugleich sorgen KI, Elektroautos und Milliardeninvestitionen für Bewegung – an den Märkten zeigen Kursstürze und steigende Renditen jedoch, wie fragil die Zuversicht bleibt.

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    Deutsche Bahn erzielt Gewinn, bleibt aber unter Druck

    Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr 2026 erstmals seit Langem wieder einen Gewinn im Kerngeschäft erzielt. Gleichzeitig stiegen die Passagierzahlen: 960 Millionen Fahrgäste waren in den sechs Monaten mit der Bahn unterwegs – so viele wie seit der Corona-Pandemie nicht mehr.

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    Die Süddeutsche Zeitung bewertet die Entwicklung dennoch nicht als abgeschlossene Wende. Der Bericht verweist darauf, dass die Bahn trotz der hohen Nachfrage und des Gewinns weiterhin mit einer Krise sowie Pünktlichkeitsproblemen zu kämpfen hat. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob der neue Kurs der Bahn-Chefin Evelyn Palla, die seit Herbst 2025 im Amt ist, dauerhaft Wirkung zeigen kann.

    Im politischen Umfeld wird zudem Steffen Bilger als neuer Verkehrsminister genannt. Der CDU-Abgeordnete soll nach der Absage des ersten Kandidaten die Verantwortung für ein Ressort übernehmen, das eng mit den zahlreichen Baustellen und Problemen im Bahnverkehr verbunden ist.

    Zusammenfassung: Die Bahn meldet im ersten Halbjahr 2026 Gewinn und 960 Millionen Fahrgäste. Die Süddeutsche Zeitung sieht die Krise damit jedoch noch nicht als beendet an.

    Extreme Hitze belastet Gesundheit, Mobilität und Wirtschaft

    Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet über die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen der Hitze in Deutschland. In diesem Jahr stieg die Temperatur bereits auf 41,8 Grad Celsius in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt; im sächsischen Kubschütz sank die Temperatur in der darauffolgenden Nacht nicht unter 29,4 Grad.

    In der ersten Jahreshälfte wurden an mehr als 200 Messstationen in Deutschland Rekordwerte gemessen. Hohe Temperaturen verändern laut dem Bericht auch das Bewegungsverhalten. Studien aus Spanien stellten an ungewöhnlich heißen Tagen bis zu zehn Prozent weniger Bewegung fest, an besonders heißen Nachmittagen sogar bis zu 20 Prozent weniger.

    Eine Untersuchung für Deutschland zeigt, dass die Aktivität in Städten zunächst bis zur 30-Grad-Grenze zunimmt. Mit jedem weiteren Grad über diesem Schwellenwert sinkt die städtische Aktivität. Auch die Fortbewegung wird erschwert: Ende Juni platzte auf mehreren Autobahnen und Bundesstraßen der Asphalt, während in Leipzig der Tramverkehr wegen beschädigter Schienen und Weichen fast eine Woche vollständig eingestellt wurde.

    Der Fernverkehr war ebenfalls betroffen. Überdurchschnittlich viele ICEs und ICs erreichten ihre Ziele am letzten Juniwochenende verspätet; laut Daten der App Railwise entfiel fast ein Fünftel der Halte.

    Die Allianz Research schätzt, dass sich der wirtschaftliche Verlust durch extreme Hitze in Deutschland in den nächsten Jahren bis 2030 auf etwa 115 Milliarden Euro summieren könnte, wenn sich die extremsten Hitzewellen der vergangenen Jahre wiederholen. Als Ursachen nennt der Bericht einen sinkenden Konsum und geringere Investitionen der Unternehmen.

    Auch die Produktivität nimmt bei hohen Temperaturen ab. Prognos geht davon aus, dass sie ab Temperaturen von rund 25 Grad Celsius weiter sinkt. Besonders betroffen sei das verarbeitende Gewerbe, darunter die Automobilindustrie und der Maschinenbau. Für diese Bereiche werden die Verluste durch geringere Produktivität auf 124 Millionen Euro pro Hitzetag geschätzt, wobei ein Hitzetag eine Höchsttemperatur von mindestens 30 Grad Celsius aufweist.

    Für Deutschland lag die heißeste Hitzeperiode bis 2024 im Fünftagesschnitt bei 31 Grad. Bei einer Wiederholung würde das Modell der Allianz-Studie einen Verlust von etwa 1,59 US-Dollar, circa 1,39 Euro, pro Arbeitsstunde ausweisen.

    Folge der HitzeAngabe aus der Quelle
    Wirtschaftlicher Verlust bis 2030etwa 115 Milliarden Euro
    Produktivitätsverlust im verarbeitenden Gewerbe124 Millionen Euro pro Hitzetag
    Produktivitätsverlust je Arbeitsstundeetwa 1,59 US-Dollar, circa 1,39 Euro
    Zusätzliche Fehltage durch einen heißen Tagüber 76.500

    Die gesundheitlichen Auswirkungen zeigen sich auch bei den Krankmeldungen. Nach Angaben des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung steigt die Zahl der neuen Krankmeldungen an einem heißen Tag mit Temperaturen über 30 Grad Celsius um etwa 3,5 Prozent. Nach drei Tagen Hitze sind es im Schnitt fünf Prozent mehr, nach sieben Hitzetagen etwa 10,8 Prozent.

    Prognos kommt zu dem Ergebnis, dass ein zusätzlicher heißer Tag zu über 76.500 zusätzlichen Fehltagen führt. Als weiterer Faktor werden mehr Arbeitsunfälle an Hitzetagen genannt.

    Auch die Krankenhäuser müssen bei Hitze mehr Patienten mit Schwindel, Überhitzung oder Sonnenstich behandeln. Der bisherige Höhepunkt wurde 2015 erreicht: Knapp 18 heiße Tage führten zu 2322 Patienten, die wegen Hitzeschäden mindestens über Nacht im Krankenhaus bleiben mussten.

    Besonders gefährdet sind ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass bis Ende Juni dieses Jahres bereits fast 3000 Menschen im Alter von 85 Jahren oder älter hitzebedingt starben. Insgesamt geht das RKI davon aus, dass durch die Hitzewelle Ende Juni etwa 5100 Menschen gestorben sind; die Zahl der Hitzetoten im gesamten ersten Halbjahr 2026 wird auf 6830 geschätzt.

    Zusammenfassung: Die Hitze erreicht in Deutschland extreme Werte und beeinträchtigt Bewegung, Verkehr, Produktivität und Gesundheit. Die FAZ nennt unter anderem etwa 115 Milliarden Euro mögliche wirtschaftliche Verluste bis 2030 sowie 6830 geschätzte Hitzetote im ersten Halbjahr 2026.

    KI soll von Automatisierung zur Erweiterung menschlicher Fähigkeiten übergehen

    Das Handelsblatt befasst sich mit der Frage, wer in einer stark von Künstlicher Intelligenz geprägten Wirtschaft profitieren könnte. KI sorgt dem Gastkommentar zufolge bereits für einen Schub der Wirtschaftsaktivität, wobei es möglicherweise noch ein oder zwei Jahre dauern werde, bis sich verlässlich beurteilen lasse, ob sie eine ähnlich transformative Kraft wie der PC entfalten kann.

    Für 2027 wird ein Wachstum des US-BIP von drei Prozent erwartet. Diese Prognose liegt laut Handelsblatt deutlich über anderen Expertenprognosen und setzt voraus, dass KI ihre derzeitige Automatisierungsphase überwindet.

    In der Automatisierungsphase übernimmt KI menschliche Aufgaben. In einer anschließenden Phase der Erweiterung soll sie Arbeitskräfte leistungsfähiger machen und Produkte, Dienstleistungen sowie Branchen ermöglichen, die heute noch nicht vorstellbar sind.

    „Erst die Realisierung dieser beiden Phasen wird darüber entscheiden, ob KI jemals zu einer Allzwecktechnologie wird.“

    Der Gastkommentar vergleicht die mögliche Entwicklung mit der Elektrizität. Bevor Elektrizität wirtschaftlich nutzbar wurde, konnten sich nur wenige Menschen elektrische Straßenbahnen, Kinos oder elektrische Haushaltsgeräte vorstellen. Eine vergleichbare Entwicklung wird auch für KI als möglich beschrieben, was den Ausblick auf den Arbeitsmarkt optimistischer erscheinen lässt.

    Zusammenfassung: Das Handelsblatt sieht KI an einem Übergang von der Übernahme menschlicher Aufgaben zur Erweiterung menschlicher Leistungsfähigkeit. Für 2027 wird ein Wachstum des US-BIP von drei Prozent erwartet.

    EU eröffnet Bieterverfahren für KI-Gigafactories

    Die Europäische Union hat laut n-tv.de das Bieterverfahren für den Aufbau von bis zu sieben sogenannten AI-Gigafactories eröffnet. Die neuen Rechenzentren sollen die europäische KI-Infrastruktur ausbauen und den Zugang zu Hochleistungsrechnern verbessern.

    Für das Vorhaben werden bis zu zehn Milliarden Euro an öffentlichen Mitteln der EU und der teilnehmenden Mitgliedstaaten gebündelt. Dadurch sollen mindestens 20 Milliarden Euro an privaten Investitionen ausgelöst werden; das Gesamtvolumen des Programms soll damit über 30 Milliarden Euro erreichen.

    Ziel ist es, Europas Abhängigkeit von US-amerikanischen Hyperscalern wie Amazon, Microsoft und Google zu verringern. Aus Deutschland treten unter anderem die Deutsche Telekom, Schwarz Digits, Ionos gemeinsam mit Hochtief sowie Impossible Cloud aus Hamburg und Blue Swan aus Bayern an.

    Zusammenfassung: Die EU plant bis zu sieben KI-Gigafactories. Das Programm umfasst über 30 Milliarden Euro, davon bis zu zehn Milliarden Euro öffentliche Mittel und mindestens 20 Milliarden Euro private Investitionen.

    Inflation in Deutschland steigt im Juli auf 2,8 Prozent

    Nach Angaben von n-tv.de haben sich die Verbraucherpreise in Deutschland im Juli stärker erhöht. Sie lagen um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, nachdem die Inflation im Juni 2,3 Prozent betragen hatte.

    Die Angaben beruhen auf vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Damit nahm der Preisauftrieb innerhalb eines Monats zu.

    Zusammenfassung: Die Inflation stieg in Deutschland von 2,3 Prozent im Juni auf 2,8 Prozent im Juli.

    Stellantis steigert operatives Ergebnis, verfehlt aber Analystenerwartungen

    Die Opel-Mutter Stellantis hat ihr bereinigtes operatives Ergebnis im zweiten Quartal dank eines starken Nordamerika-Geschäfts mehr als verdreifacht. Das bereinigte operative Ergebnis stieg von 213 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 773 Millionen Euro.

    Analysten hatten allerdings mit rund einer Milliarde Euro gerechnet. Der Umsatz erhöhte sich um 13 Prozent auf 43,48 Milliarden Euro, die Umsatzrendite lag bei 1,8 Prozent.

    In Nordamerika legten die Erlöse um 32 Prozent zu, während sie auf dem europäischen Markt stagnierten. Das Unternehmen bestätigte seine Prognosen für das Gesamtjahr.

    Zusammenfassung: Stellantis steigerte das bereinigte operative Ergebnis auf 773 Millionen Euro und den Umsatz auf 43,48 Milliarden Euro. Die Ergebnisse blieben dennoch hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

    Adidas-Aktie verliert 18 Prozent

    Die Aktien von Adidas gaben laut n-tv.de um 18 Prozent nach. Auslöser waren Geschäftszahlen, die unter den Erwartungen lagen; der Kurs steuerte damit auf den größten prozentualen Kursverlust seit Beginn der Aufzeichnungen zu.

    Der Umsatz stieg um 14 Prozent. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 5,1 Prozent auf 574 Millionen Euro, blieb damit aber unter den Analystenschätzungen von 623 Millionen Euro.

    Als Grund für die Enttäuschung werden höhere Marketingausgaben während der Fußball-Weltmeisterschaft genannt. Zudem hob Adidas sein Gewinnziel für den Rest des Jahres nicht an.

    Zusammenfassung: Adidas erzielte ein operatives Ergebnis von 574 Millionen Euro, verfehlte jedoch die Analystenschätzung von 623 Millionen Euro. Die Aktie verlor 18 Prozent.

    ZF hält Airbag-Sparte vollständig im Konzern

    ZF Friedrichshafen beendet nach fast vier Jahren die Pläne für eine teilweise Trennung von der Airbag-Sparte ZF Lifetec. Der Vorstand entschied, dass das Geschäftsfeld bis auf Weiteres vollständig im Besitz von ZF bleiben soll.

    Eine Ausgliederung war im Herbst 2022 angekündigt worden. Zwar gab es mehrere Kaufinteressenten, für die von ZF bevorzugte Option eines Teilbörsengangs habe sich in den vergangenen zwei Jahren jedoch kein Zeitfenster geöffnet.

    ZF Friedrichshafen AG ist nicht börsennotiert. Kapp 94 Prozent gehören der Zeppelin-Stiftung, der Rest liegt bei der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung.

    Zusammenfassung: ZF gibt die Pläne für einen Teilbörsengang von ZF Lifetec auf. Die Airbag-Sparte bleibt bis auf Weiteres vollständig im Besitz von ZF.

    Elektroauto-Verkäufe erreichen im zweiten Quartal Rekordwert

    Der Absatz von Elektroautos und Plug-in-Hybriden erreichte im zweiten Quartal 2026 in 50 Ländern einen Rekordwert. Nach einer Analyse der Internationalen Energieagentur wurden weltweit 35 Prozent mehr Stromer und Plug-in-Hybride verkauft als in den ersten drei Monaten des Jahres.

    In Australien, Brasilien, Indien, Südkorea und Vietnam verdoppelten sich die Verkäufe zwischen März und Juni gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum ungefähr. Insgesamt verzeichneten im ersten Halbjahr mehr als 90 Länder steigende E-Auto-Zulassungen.

    Im gesamten ersten Halbjahr lagen die weltweiten E-Auto-Verkäufe knapp unter dem Vorjahresniveau. Ihr Anteil am globalen Neuwagenmarkt stieg leicht auf 24 Prozent, während der gesamte Pkw-Markt um rund fünf Prozent schrumpfte.

    Für das Gesamtjahr erwartet die IEA, dass Elektroautos 29 Prozent der weltweiten Pkw-Verkäufe ausmachen. Das ist ein Prozentpunkt mehr als bislang prognostiziert.

    Zusammenfassung: Die Verkäufe von Elektroautos und Plug-in-Hybriden stiegen im zweiten Quartal weltweit um 35 Prozent gegenüber dem ersten Quartal. Für das Gesamtjahr erwartet die IEA einen Anteil von 29 Prozent am weltweiten Pkw-Markt.

    Eurozone wächst im zweiten Quartal um 0,4 Prozent

    Die Wirtschaft der Eurozone ist im zweiten Quartal 2026 stärker als erwartet gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt des 21 Länder umfassenden Währungsraums stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent.

    Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet. Im ersten Quartal hatte das BIP stagniert.

    Chefvolkswirt Alexander Krüger von Bethmann HAL bezeichnete das Ergebnis angesichts der Belastungen durch den Iran-Krieg als gut. Zugleich verwies er auf die anhaltende Unsicherheit, solange der Iran-Krieg andauere. Eine Erhöhung des Einlagesatzes über 2,50 Prozent werde die EZB vorerst kaum erwägen.

    Zusammenfassung: Das BIP der Eurozone stieg im zweiten Quartal um 0,4 Prozent und übertraf damit die Erwartung von 0,2 Prozent. Der Ausblick bleibt wegen des Iran-Kriegs unsicher.

    Deutsche Wirtschaft wächst im Frühjahr um 0,2 Prozent

    Auch die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg gewachsen. Das BIP stieg von April bis Juni um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal; Ökonomen hatten ein Plus von 0,1 Prozent erwartet.

    Es war das dritte Plus in Folge. Im Schlussquartal 2025 betrug das Wachstum 0,3 Prozent, im ersten Quartal 2026 lag es bei 0,4 Prozent.

    Nach den vorläufigen Erkenntnissen entwickelten sich die Konsumausgaben verhalten, während die Investitionen zurückgingen. Die Exporte nahmen hingegen zu. Industrieaufträge, Produktion, Exporte, Baugenehmigungen und Einzelhandelsumsatz zogen zuletzt jeweils an.

    In der Industrie sind die Auftragsbücher laut Statistischem Bundesamt so gut gefüllt wie noch nie seit Beginn der Statistik 2015.

    Zusammenfassung: Das deutsche BIP legte im zweiten Quartal um 0,2 Prozent zu. Wachstumstreiber waren unter anderem steigende Exporte und eine hohe Zahl an Industrieaufträgen, während Konsum und Investitionen schwach blieben.

    Heidelberg Materials konkretisiert Gewinnprognose

    Heidelberg Materials gewann im zweiten Quartal dank anziehender Nachfrage an Fahrt. Der Umsatz stieg um sechs Prozent auf 6,04 Milliarden Euro und übertraf damit die Markterwartungen.

    Das Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs erhöhte sich um vier Prozent auf 1,09 Milliarden Euro. Die Analystenprognose hatte bei 1,06 Milliarden Euro gelegen.

    Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand nun einen Betriebsgewinn zwischen 3,40 und 3,65 Milliarden Euro. Das obere Ende der Spanne wurde geringfügig gesenkt.

    Das Wachstum wurde durch Zukäufe in Nordamerika und der Türkei beschleunigt. Das laufende Sparprogramm brachte nach Unternehmensangaben bislang Einsparungen von 440 Millionen Euro; bis Ende des Jahres soll das Ziel von 500 Millionen Euro übertroffen werden.

    Zusammenfassung: Heidelberg Materials erzielte 6,04 Milliarden Euro Umsatz und ein Ergebnis des laufenden Geschäftsbetriebs von 1,09 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr wird ein Betriebsgewinn zwischen 3,40 und 3,65 Milliarden Euro erwartet.

    US-Renditen steigen auf langem Laufzeitsegment

    Inflationssorgen trieben die Renditen an den Anleihemärkten weiter nach oben. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe stieg nach der Fed-Entscheidung auf 5,23 Prozent und damit auf ein 19-Jahres-Hoch.

    Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe kletterte um einen Basispunkt auf 3,17 Prozent. Die Rendite der 30-jährigen Bundesanleihe stieg um drei Basispunkte auf 3,664 Prozent.

    Zusammenfassung: Die 30-jährige US-Staatsanleihe erreichte mit 5,23 Prozent ein 19-Jahres-Hoch. In Deutschland stiegen die Renditen der zehn- und 30-jährigen Bundesanleihen auf 3,17 Prozent beziehungsweise 3,664 Prozent.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Meldungen zeichnen ein widersprüchliches, aber klares Gesamtbild: Wirtschaftliche Erholung und technologische Investitionen stehen einer wachsenden Belastung durch Hitze, Infrastrukturprobleme, Inflation und hohe Finanzierungskosten gegenüber. Besonders relevant ist, dass kurzfristige Verbesserungen – etwa bei Bahn, Industrie oder Konjunktur – strukturelle Risiken nicht beseitigen. Entscheidend wird daher sein, ob Unternehmen und Politik aus einzelnen Erfolgen dauerhaft belastbare Systeme und Investitionen entwickeln.

    Infobox: Die zentrale Herausforderung liegt weniger im kurzfristigen Wachstum als in der Widerstandsfähigkeit von Infrastruktur, Wirtschaft und Gesellschaft.

    Quellen:

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    Also die Bahn macht jetzt Gewinn und hat 960 millionen fahrgäste, klingt erstmal super aber wenn die Züge trotzdem dauernt zu spät kommen ist das halt nur die halbe gute Nachricht. Gewinn auf dem Papier bringt mir wenig wenn ich wieder irgendwo auf nem Gleis stehe und keiner weis warum es nicht weitergeht. Vielleicht sollte man die ganzen Baustellen mal gleichzeitig fertig machen, oder ist das bei der Bahn absicht damit die Bauarbeiter immer arbeit haben

    Was mich aber noch mehr beschäftigt ist die Hitze. 41,8 grad und nachts fast 30, das ist ja nicht mehr einfach nur Sommer sondern eher kostenloser Backofen für alle. Das mit den zusätzlichen Fehltagen und den Hitzetoten ist schon ziemlich heftig, wird aber gefühlt trotzdem behandelt wie “joa bisschen warm heute”. Städte müssten viel mehr Bäume und Schatten haben, und die Straßen sollten wohl auch nicht schon bei ein paar heißen Tagen wegschmelzen. Vielleicht ist das naiv, aber wir bauen ja auch Flughäfen die keiner braucht, da müsste man doch ein paar schattige Plätze hinkriegen.

    Bei der KI bin ich ehrlich gesagt noch nicht ganz überzeugt ob die wirklich alle Menschen leistungsfähiger macht oder erstmal nur mehr emails produziert die keiner lesen will. Das mit der Elektrizität als Vergleich klingt interessant, aber damals hat die Elektrizität vermutlich nicht ständig behauptet sie hätte etwas erledigt obwohl sie es garnicht gemacht hat. Trotzdem sind die geplanten KI-Gigafactories wichtig, sonst kaufen wir am Ende alles bei amerikanischen Konzernen und wundern uns danach über die Rechnung. 30 milliarden sind natürlich sehr viel Geld, hoffentlich kommt davon auch was bei normalen Firmen und nicht nur bei großen Rechenzentren mit riesigem Stromverbrauch an.

    Die Inflation von 2,8 Prozent merkt man wahrscheinlich mehr als manche Statistik sagt, weil Preise ja nicht wieder runtergehen nur weil die Inflation mal weniger hoch war. Das wird irgendwie immer verwechselt. Und bei Adidas sieht man, wie schnell die Börse beleidigt ist: Umsatz plus 14 Prozent, Gewinn auch höher, aber trotzdem minus 18 Prozent weil die erwartung noch höher war. Börse ist schon ein komisches spiel, da kann man eigentlich alles richtig machen und trotzdem wird man bestraft. Bei Stellantis ähnlich, mehr als verdreifacht und trotzdem nicht genug. Vielleicht sollte man einfach keine Prognosen mehr machen dann kann man sie auch nicht verfehlen, ist aber warscheinlich nicht so wie Wirtschaft funktioniert.

    Die Elektroauto zahlen finde ich dagegen überraschend positiv. 24 Prozent Marktanteil ist schon ordentlich, wobei Plug-in-Hybride ja irgendwie halb Elektro und halb nicht sind und deshalb die Zahl etwas schöner aussieht. Wenn der ganze Automarkt schrumpft und Stromer trotzdem zulegen, ändert sich da schon was. Die Frage bleibt halt ob die Autos irgendwann billiger werden und ob man auch außerhalb von Großstädten laden kann ohne eine halbe Weltreise zu machen.

    Insgesamt passt die Überschrift mit Erholung und Belastungen ziemlich gut. Ein bischen Wachstum hilft, aber gegen kaputte Infrastruktur, Hitze, teure Kredite und geopolitisches Chaos ist das noch kein Durchbruch. Deutschland scheint gerade überall kleine gute Nachrichten zu haben, aber gleichzeitig wird das Fundament bröckelig. Hoffe nur das die Politik nicht wieder erst reagiert wenn die nächste Autobahn sich bei 35 grad in wellen legt.
    Bei den bisherigen Diskussionen kommt mir der Aspekt der steigenden Finanzierungskosten noch etwas zu kurz: Wenn zehn- oder 30-jährige Anleihen deutlich teurer werden, wird das für Staat, Unternehmen und am Ende auch für Häuslebauer spürbar. Da kann ein kleines BIP-Plus schnell wieder verpuffen, wenn Investitionen wegen hoher Zinsen verschoben werden.
    Der Punkt mit ZF und der Airbag-Sparte ist irgendwie untergegangen, dabei find ich das garnicht so unwichtig. Fast vier Jahre lang wird eine Abspaltung geplant und am ende bleibt doch alles beim alten, weil sich für den Börsengang anscheinend kein gutes Zeitfenster gefunden hat. Das zeigt ja auch wie abhängig solche Entscheidungen von der Stimmung an den Märkten sind, selbst wenn das Geschäft selber garnicht schlecht laufen muss. Ein Airbag ist schließlich kein unnötiger Schnickschnack sondern sicherheitsrelevant, und ZF kann damit vielleicht besser langfristig planen als wenn irgendein Finanzinvestor nur schnell Rendite sehen will. Andererseits bindet so eine Sparte natürlich auch viel Kapital, was bei einem Konzern mit vielen Baustellen schon schwierig werden kann.

    Auch die Eigentümerstruktur bei ZF ist ziemlich besonders. Das fast alles der Zeppelin-Stiftung gehört wusste ich vorher nicht, ich dachte immer solche großen Autozulieferer sind automatisch normale Aktienkonzerne. Dadurch gelten vielleicht andere Prioritäten, also nicht nur der nächste Quartalsgewinn sondern auch Arbeitsplätze und eine gewisse dauerhafte Entwicklung. Ob das dann wirklich besser ist, kann ich nicht beurteilen, aber ein Börsengang ist ja auch kein Zaubertrick bei dem plötzlich mehr Geld da ist. Man verkauft dann halt Anteile und hat dafür neue Erwartungen und noch mehr Berichte an Investoren.

    Was ich bei den Zahlen von Heidelberg Materials interessant finde, ist das Sparprogramm. 440 Millionen Euro Einsparungen klingt erstmal riesig, aber sparen kann ja vieles heißen. Wenn dadurch Energie effizienter genutzt wird oder unnötige Verwaltung wegfällt, ok. Wenn aber vorallem Personal abgebaut oder Wartung verschoben wird, kommt die Rechnung später vielleicht wieder zurück. Gerade bei Baustoffen dürfte Energie ein sehr großer Kostenfaktor sein, deshalb wäre mal spannend zu wissen, wieviel davon echte Produktivitätssteigerung ist und wieviel nur durch Zukäufe in Nordamerika und der Türkei größer aussieht. Umsatzplus durch Übernahmen ist schließlich nicht ganz das gleiche wie organisches Wachstum, auch wenn es in der Bilanz natürlich trotzdem zählt.

    Das obere Ende der Gewinnspanne wurde leicht gesenkt, gleichzeitig läuft das Geschäft aber besser als erwartet. Daran sieht man wieder wie vorsichtig Firmen mit Prognosen sind und wie schnell Anleger aus einer kleinen Änderung gleich eine schlechte Nachricht machen. Vielleicht sollte man solche Spannen einfach weniger dramatisch bewerten, aber die Börse will wohl immer eine klare Zahl haben, am besten noch auf die zweite Nachkommastelle genau, obwohl die Welt sich nicht an Excel Tabellen hält.

    Bei den Anleiherenditen frage ich mich auch, warum darüber oft so wenig gesprochen wird im Vergleich zu Aktienkursen. 5,23 Prozent für 30 jährige US Anleihen ist schon ordentlich, und 3,664 Prozent für deutsche Langläufer klingt auch nicht gerade nach billigem Geld. Das betrifft doch am Ende nicht nur irgendwelche Fondsleute, sondern auch Baukredite, Firmenfinanzierungen und vielleicht Kommunen die neue Schulen oder Straßen bezahlen wollen. Wenn Investitionen sowieso schon schwach sind, machen höhere Zinsen die Sache nicht leichter. Ein Unternehmen kann dann einen neuen Ofen, eine Fabrik oder eine Bahnstrecke planen, aber die Finanzierung frisst einen größeren Teil vom erwarteten Gewinn weg. Dann wird lieber gewartet und genau dadurch bleibt die Infrastruktur alt.

    Beim deutschen Wachstum von 0,2 Prozent finde ich außerdem bemerkenswert, dass es trotz schwachem Konsum und rückläufigen Investitionen zustande kommt. Exporte und volle Industrieauftragsbücher helfen natürlich, aber das ist nicht unbedingt ein Zeichen für breite gute Laune. Wenn die Leute weniger kaufen und Firmen weniger investieren, kann ein kleines Plus schnell wieder verschwinden. Vielleicht sind die vollen Auftragsbücher eher ein Hoffnungsschimmer für später, aber Aufträge müssen erst produziert, bezahlt und ausgeliefert werden. Und wenn in der Zwischenzeit Hitze, Zinsen oder internationale Konflikte dazwischen kommen, kann sich das alles wieder verschieben.

    Die Eurozone ist mit 0,4 Prozent sogar stärker gewachsen als erwartet, was erstmal erfreulich ist. Gleichzeitig wird aber schon wieder der Iran-Krieg als Unsicherheitsfaktor genannt. Das klingt alles nach einer Wirtschaft die sich gerade so durchhangelt und bei jedem neuen Problem gucken muss ob sie noch genug Luft hat. Die EZB dürfte deshalb ziemlich zwischen den Stühlen sitzen. Inflation wieder höher, Wachstum aber nicht besonders kräftig, und wenn die Zinsen zu lange hoch bleiben wird es für Investitionen unangenehm. Eine einfache Lösung gibt es da wohl nicht, außer man schreibt in jede Prognose einfach „kommt drauf an“, was vermutlich auch nicht sehr hilfreich wäre.

    Und dann ist da noch das Thema das Unternehmen ihre Ziele bestätigen obwohl sie Erwartungen verfehlen. Stellantis hat das Ergebnis mehr als verdreifacht und Adidas steigert den Umsatz deutlich, trotzdem wird das eine als Enttäuschung und das andere mit einem massiven Kurssturz bestraft. Für normale Menschen wirkt das komplett verrückt. Ein Betrieb kann besser verdienen als letztes Jahr und trotzdem als Verlierer gelten, weil irgendwelche Analysten vorher noch mehr erwartet haben. Das belohnt vielleicht ehrgeizige Prognosen, aber es führt auch dazu, dass Firmen lieber zu niedrig stapeln oder ständig neue Ziele erfinden. Bei Adidas waren die höheren Marketingkosten wegen der Fußball-WM wohl vorhersehbar, trotzdem wird dann so getan als hätte niemand damit gerechnet.

    Unterm Strich passt die Infobox wirklich: Das Problem ist nicht nur ob Deutschland dieses Quartal 0,2 oder 0,3 Prozent wächst, sondern ob die Systeme bei Belastung funktionieren. Bei ZF geht es um strategische Geduld, bei Heidelberg um echte Investitionen hinter den Sparzahlen und bei den Anleihen um die Kosten von Zukunftsplänen. Viele Nachrichten sehen einzeln positiv aus, aber zusammen merkt man, dass überall die Puffer kleiner werden. Wenn dann noch die nächste Hitzewelle kommt und gleichzeitig die Finanzierung teurer wird, helfen gute Überschriften alleine auch nicht mehr.

    Zusammenfassung des Artikels

    Wirtschaftliche Erholung trifft auf Hitze, Inflation und geopolitische Risiken, während Bahn, KI und EU-Investitionen Chancen, aber auch anhaltende Unsicherheit zeigen.

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