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    Deutsche Wirtschaft schöpft Hoffnung: ZEW-Index steigt deutlich an

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    23.07.2026 31 mal gelesen 1 Kommentare

    Die deutsche Wirtschaft schöpft neue Hoffnung, während politische Risiken, Strukturwandel und internationaler Wettbewerbsdruck den Kurs bestimmen. Der Pressespiegel zeigt, wo Aufbruchsstimmung entsteht, welche Branchen unter Druck geraten und welche Unternehmen mit starken Zahlen, Sparprogrammen oder Milliardeninvestitionen für Schlagzeilen sorgen.

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    Deutsche Konjunktur: ZEW-Index signalisiert deutlich bessere Aussichten

    Die Erwartungen an die deutsche Wirtschaft haben sich laut FOCUS online deutlich aufgehellt. Wie das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte, legte der ZEW-Index um 15,8 Punkte auf plus 26,3 Zähler zu.

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    Besonders verbessert haben sich die Aussichten für den Maschinenbau und den privaten Konsum. ZEW-Präsident Achim Wambach erklärte, das Reformpaket scheine Wirkung zu zeigen. Vor allem exportorientierte Sektoren und die Binnennachfrage verzeichneten laut Wambach stabile Zuwächse.

    Gleichzeitig bleibt die Entwicklung des Iran-Konflikts und des Ölpreises ein zentraler Unsicherheitsfaktor für die Erholung Deutschlands. Auch die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage stieg, allerdings weniger stark: Der Lageindikator für Deutschland verbesserte sich gegenüber dem Vormonat um 3,4 Punkte auf minus 77,6 Punkte und blieb damit deutlich im negativen Bereich.

    Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP-Bank, bewertete die veröffentlichten Konjunkturdaten ebenfalls positiv. Er verwies darauf, dass im Mai die Einzelhandelsumsätze, die Auftragseingänge und die Industrieproduktion zulegen konnten, und erklärte laut FOCUS online: „Die deutsche Wirtschaft hat die Trendwende vollzogen.“ Die Lage sei deutlich besser als die Stimmung.

    Für den ZEW-Index werden monatlich Expertinnen und Experten aus Banken, Versicherungskonzernen und Finanzabteilungen von Großunternehmen zu ihren mittelfristigen Erwartungen hinsichtlich der Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung befragt. An der aktuellen Umfrage vom 13. bis zum 21. Juli beteiligten sich 185 Analystinnen und Analysten sowie institutionelle Anlegerinnen und Anleger.

    Zusammenfassung: Der ZEW-Index stieg um 15,8 Punkte auf plus 26,3 Zähler. Die aktuelle Lage verbesserte sich um 3,4 Punkte auf minus 77,6 Punkte, bleibt aber deutlich negativ; Iran-Konflikt und Ölpreis gelten als Unsicherheitsfaktoren.

    Wirtschaftsverbände warnen vor den Plänen der AfD

    Wirtschaftsverbände haben sich laut n-tv.de deutlich gegen die wirtschaftspolitischen Vorstellungen der AfD positioniert. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger und BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner sprachen der Partei Wirtschaftskompetenz ab und warnten vor den Folgen einer Umsetzung ihrer Pläne.

    Dulger erklärte, die AfD habe keine Lösungen für die Probleme Deutschlands. Für ihn könnten diese Lösungen nur über die Parteien der Mitte erfolgen. Er verwies auf Positionen im Parteiprogramm der AfD, die er mit „Anti-Euro“, „Anti-EU“ und „Pro-Russland“ beschrieb.

    Gönner sagte, die AfD sei keine Wirtschaftspartei. Alles, was sie bisher vorgelegt habe, zahle nicht auf Wirtschaftswachstum oder Investitionen ein, sondern könne neue Unsicherheiten für Investitionen schaffen. Aus Sicht des BDI seien handlungsfähige Regierungen auf Grundlage der demokratischen Grundordnung und des Rechtsstaats entscheidend.

    Mit Blick auf das AfD-Regierungsprogramm in Sachsen-Anhalt kritisierte Gönner insbesondere die geplante Aufhebung der Schulpflicht. Diese führe aus ihrer Sicht weder zu einheitlichen Bildungsstandards noch zu besseren Bildungschancen für Kinder.

    Auch in der Energiepolitik sieht Gönner keine tragfähigen Lösungen. Eine Rückkehr zum Alten führe ihrer Einschätzung nach nicht zu sinkenden Preisen, sondern zu Planungsunsicherheit und gefährde Wertschöpfung sowie industrielle Arbeitsplätze. Unternehmen benötigten planbare, bezahlbare und klimaneutrale Energie, schnelle Netze, Genehmigungen und Investitionssicherheit.

    Zur Diskussion über eine Brandmauer zur AfD erklärte Gönner, diese sei eine Aufgabe der Politik. Für Unternehmen sei entscheidend, dass sie die Demokratie unterstützten und von ihr profitierten. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte dagegen Gespräche mit allen Parteien gefordert, die dazu bereit seien. Bundeskanzler Friedrich Merz bekräftigte laut n-tv.de, die CDU werde nicht mit AfD und Linke zusammenarbeiten.

    Zusammenfassung: BDI und Arbeitgeberverbände sprechen der AfD Wirtschaftskompetenz ab. Sie warnen vor Unsicherheiten bei Investitionen, Energiepolitik und Standortbedingungen.

    Prognos-Studie: Technischer Fortschritt wird zur zentralen Wachstumsquelle

    Die deutsche Wirtschaft wird laut einer von Prognos für die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft erstellten Studie bis 2045 voraussichtlich nur verhalten wachsen. Die gesamtwirtschaftliche Leistung soll demnach im Schnitt um 0,9 Prozent pro Jahr zulegen.

    Als wichtigste Ursache nennt die Untersuchung die demografische Entwicklung: Wegen zu geringer Geburtenraten stehen künftig weniger Menschen für den Arbeitsmarkt zur Verfügung. Da die Fertigung bereits stark maschinell geprägt ist, werde der technische Fortschritt zunehmend zur einzigen Wachstumsquelle. Ohne technischen Fortschritt würde die deutsche Volkswirtschaft in den kommenden Dekaden schrumpfen.

    In der Prognose ist bereits berücksichtigt, dass digitale Lösungen, künstliche Intelligenz und weitere technologische Innovationen stärker eingesetzt werden. Außerdem wird angenommen, dass die Politik zentrale strukturelle Herausforderungen zumindest teilweise bewältigt. Dazu gehören laut Studie zusätzliche Arbeitsanreize für Frauen und Rentner, um den Rückgang der Beschäftigtenzahl zumindest zu verlangsamen.

    Die Studie fordert für Deutschland und Europa außerdem Fortschritte bei Zukunftstechnologien wie Halbleitern, Quantencomputing und Cybersicherheit. VBW-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt verlangte eine deutliche Verbesserung der Standortbedingungen und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Dazu gehörten vor allem niedrigere Kosten, insbesondere Arbeitskosten, sowie weniger Bürokratie.

    Die Wirtschaftsstruktur Deutschlands wird sich der Untersuchung zufolge erheblich verändern. Digitalisierung, Dekarbonisierung, demografischer und geopolitischer Wandel sowie eine veränderte internationale Arbeitsteilung gelten als zentrale Treiber des Strukturwandels.

    Besonders unter Druck stehen energieintensive Branchen wie Chemie, Metallerzeugung und Zementindustrie. Auch im Kraftfahrzeugbau und im Transportsektor erwartet die Studie durch die Elektromobilität tiefgreifende Veränderungen. Gleichzeitig entstehen Marktchancen bei grünen Technologien, klimafreundlichen Materialien und neuen Mobilitätsdiensten.

    Ein zusätzlicher Impuls könne aus höheren Ausgaben für die Landesverteidigung entstehen. Davon könnten neben der Wehrtechnik auch Elektronik, Luft- und Raumfahrt sowie IT-Sicherheit profitieren. Die gesamtwirtschaftlichen Impulse seien jedoch im Vergleich zu Investitionen in Infrastruktur, Bildung oder zivile Zukunftstechnologien begrenzt.

    Im Dienstleistungssektor sieht die Studie weiteres Potenzial für Produktivitätsgewinne. Digitale und KI-basierte Lösungen könnten Prozesse, Verwaltung und Kundenkontakte effizienter gestalten; dieses Potenzial werde bisher jedoch bei Weitem nicht ausgeschöpft.

    Durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft bis 20450,9 Prozent pro Jahr
    Anteil der Schwellenländer am globalen Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2045etwa die Hälfte

    Global werden sich die wirtschaftlichen Gewichte laut Studie weiter zugunsten der Schwellenländer verschieben. Indien und Indonesien sowie manche Länder Afrikas profitieren demnach von einer jüngeren Bevölkerung, der zunehmenden Erschließung ländlicher Regionen und wachsenden Infrastrukturinvestitionen.

    China bleibt der Untersuchung zufolge ein bedeutender Wachstumsmotor. Trotz einer nachlassenden Dynamik infolge der Alterung und struktureller Anpassungen soll China beim realen Bruttoinlandsprodukt noch in diesem Jahrzehnt an der Europäischen Union vorbeiziehen. Die USA könnten ihre wirtschaftliche Vormachtstellung gegenüber China knapp behaupten. Die EU bilde einen dritten Pol, könne mit der Dominanz der beiden Großmächte jedoch nicht mithalten.

    Zusammenfassung: Prognos erwartet bis 2045 ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,9 Prozent pro Jahr. Digitalisierung, KI und technologische Innovationen sollen den demografisch bedingten Rückgang der Erwerbstätigen ausgleichen.

    Tesla steigert Umsatz, verfehlt aber Gewinnerwartungen

    Tesla hat laut der Neuen Zürcher Zeitung im vergangenen Quartal den Umsatz deutlich gesteigert, die Erwartungen der Wall Street beim bereinigten Ergebnis pro Aktie jedoch klar verfehlt. Analysten hatten im Schnitt mit 51 US-Cent gerechnet, Tesla kam auf 33 Cent.

    Der Quartalsumsatz stieg im Jahresvergleich um 26 Prozent auf knapp 28,24 Milliarden Dollar. Ausschlaggebend war ein unerwartet starker Anstieg der Auslieferungen: Sie erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Viertel auf 480 126 Fahrzeuge. Zuvor hatte Tesla in zwei Geschäftsjahren in Folge Absatzrückgänge verzeichnet.

    Der Quartalsgewinn sank unter dem Strich um fünf Prozent auf gut 1,11 Milliarden Dollar. Die NZZ führt als möglichen Grund unter anderem Rabatte im wichtigen Heimatmarkt USA an. Zudem gingen die Erlöse aus dem Verkauf von CO2-Verschmutzungsrechten auf 146 Millionen Dollar zurück, nachdem sie drei Monate zuvor noch 380 Millionen Dollar betragen hatten.

    Die Tesla-Aktie fiel im nachbörslichen US-Handel zeitweise um mehr als zwei Prozent. Der Rückgang beim Ergebnis steht damit einem höheren Umsatz und gestiegenen Fahrzeugauslieferungen gegenüber.

    Zusammenfassung: Tesla erzielte knapp 28,24 Milliarden Dollar Umsatz und lieferte 480 126 Fahrzeuge aus. Der Quartalsgewinn sank um fünf Prozent auf gut 1,11 Milliarden Dollar; beim bereinigten Ergebnis pro Aktie wurden 33 Cent statt erwarteter 51 US-Cent erreicht.

    Alphabet übertrifft Erwartungen dank Werbung und Cloud-Geschäft

    Die Google-Mutter Alphabet hat laut der Neuen Zürcher Zeitung im vergangenen Quartal die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um 24 Prozent auf 119,8 Milliarden Dollar; Analysten hatten im Schnitt mit knapp 117 Milliarden Dollar gerechnet.

    Der Quartalsgewinn stieg vor allem durch Wertsteigerungen bei bilanzierten Investments auf 112,1 Milliarden Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es knapp 28,2 Milliarden Dollar. Alphabet hält unter anderem eine Beteiligung an Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX.

    Das Werbegeschäft rund um die Google-Suchmaschine legte im Jahresvergleich um fast 17 Prozent auf 63,27 Milliarden Dollar zu. Alphabet konnte damit Befürchtungen entgegenwirken, dass KI-basierte Angebote, die auf Anfragen direkt Antworten statt Links liefern, die führende Suchmaschine unter Druck setzen könnten.

    Auch das Cloud-Geschäft entwickelte sich dynamisch. Die Erlöse stiegen um rund 82 Prozent auf 24,77 Milliarden Dollar, während Analysten im Schnitt mit etwa 22,2 Milliarden Dollar gerechnet hatten.

    Alphabet investiert wie andere große Technologiekonzerne erhebliche Summen in die KI-Infrastruktur. Die Spanne für die Kapitalinvestitionen in diesem Jahr wurde von 75 bis 185 Milliarden Dollar auf 180 bis 190 Milliarden Dollar angehoben. Im vergangenen Quartal gab der Konzern knapp 45 Milliarden Dollar aus.

    Zusammenfassung: Alphabet steigerte den Umsatz um 24 Prozent auf 119,8 Milliarden Dollar. Besonders stark wuchsen das Cloud-Geschäft mit rund 82 Prozent und die Suchmaschinenwerbung mit fast 17 Prozent.

    Porsche-Aufsichtsrat unterstützt weiteres Sparpaket

    Bei Porsche deutet sich laut der Neuen Zürcher Zeitung ein weiterer Stellenabbau an. Der Aufsichtsrat der Porsche AG unterstützte den aktuellen Stand der Verhandlungen über ein sogenanntes Zukunftspaket.

    Das Management um Vorstandschef Michael Leiters und die Arbeitnehmervertreter hatten zuletzt intensiv über die Maßnahmen verhandelt. Der Vorstand stellte dem Aufsichtsrat den Stand der Gespräche vor; nun sollen die letzten Schritte abgeschlossen werden.

    Leiters hatte bereits im März angekündigt, Porsche deutlich zu verschlanken und bestehende Programme zu verschärfen. Das schließe auch einen Stellenabbau ein. Nach Berichten könnten mehrere Tausend Stellen betroffen sein, vor allem in Verwaltung und Entwicklung.

    Im Gegenzug könnte die Beschäftigungssicherung verlängert werden. Diese schließt bislang betriebsbedingte Kündigungen bis Mitte 2030 aus.

    Zusammenfassung: Der Porsche-Aufsichtsrat unterstützt das geplante Zukunftspaket. Mehrere Tausend Stellen, besonders in Verwaltung und Entwicklung, könnten zur Disposition stehen.

    Durchsuchungen bei der Deutschen Bank wegen möglicher Cum-Cum-Geschäfte

    Ermittler haben laut der Neuen Zürcher Zeitung erneut die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt durchsucht. Im Mittelpunkt stehen demnach fragwürdige Steuergeschäfte der Postbank aus den Jahren 2008 bis 2010, die inzwischen zum Deutsche-Bank-Konzern gehört.

    Medienberichten zufolge geht es um den Verdacht der Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Cum-Geschäften. Dabei wurden Aktien deutscher Unternehmen rund um den Dividendenstichtag zwischen Akteuren im In- und Ausland hin- und hergeschoben, um Steuervorteile für ausländische Inhaber deutscher Aktien zu erzeugen.

    Dem Fiskus entstand durch solche Geschäfte laut NZZ geschätzt ein Schaden von 28 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank äußerte sich auf Nachfrage zunächst nicht.

    Zusammenfassung: Ermittler durchsuchten die Deutsche-Bank-Zentrale im Zusammenhang mit möglichen Cum-Cum-Geschäften der Postbank aus den Jahren 2008 bis 2010. Der geschätzte Schaden für den Fiskus wird mit 28 Milliarden Euro angegeben.

    VAT meldet starken Auftragseingang und plant Übernahme

    Der Schweizer Vakuumventilhersteller VAT verzeichnet laut der Neuen Zürcher Zeitung eine hohe Nachfrage. Der Auftragseingang habe sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt und die Markterwartungen übertroffen.

    Die Entwicklung wird durch die Nachfrage nach Halbleitern angetrieben, die für den Ausbau von KI-Rechenzentren und KI-Anwendungen benötigt werden. Gleichzeitig sank das EBITDA im ersten Halbjahr 2026 um 10 Prozent auf rund 148 Millionen CHF.

    VAT begründete den Rückgang unter anderem mit höheren Personalkosten. Für den Produktionsausbau waren mehr als 700 Neueinstellungen erforderlich.

    Für das kommende Quartal erwartet VAT einen Umsatzanstieg von rund 30 Prozent auf 355 bis 385 Millionen Franken. Außerdem will das Unternehmen das japanische Technologieunternehmen Atonarp für 110 Millionen Franken übernehmen. Der Abschluss der Transaktion wird im dritten Quartal 2026 erwartet.

    Zusammenfassung: VAT verdoppelte den Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr. Das EBITDA sank um 10 Prozent auf rund 148 Millionen CHF; für das kommende Quartal werden 355 bis 385 Millionen Franken Umsatz erwartet.

    Novo Nordisk verklagt Eli Lilly wegen Werbung für Abnehm-Medikamente

    Novo Nordisk hat laut der Neuen Zürcher Zeitung vor einem US-Bundesgericht Klage gegen Eli Lilly eingereicht. Der dänische Arzneimittelhersteller wirft dem amerikanischen Konkurrenten irreführende Werbung und unlauteren Wettbewerb vor.

    Eli Lilly behaupte in Anzeigen, dass seine Medikamente zur Gewichtsreduktion besser wirkten als die Präparate von Novo Nordisk. Novo Nordisk hält diese Darstellung für irreführend, weil Lilly wissentlich veraltete klinische Studien verwende, in denen die höchsten Dosierungen der Lilly-Medikamente mit niedrigeren Dosierungen der Novo-Nordisk-Medikamente verglichen würden.

    Eli Lilly äußerte sich laut NZZ bislang nicht zu den Vorwürfen. Beide Unternehmen konkurrieren um die Vorherrschaft auf dem attraktiven US-Markt für Medikamente gegen Fettleibigkeit.

    Die USA gehören zu den wenigen Ländern, in denen Pharmaunternehmen verschreibungspflichtige Medikamente direkt bei Konsumenten bewerben dürfen. Die Unternehmen geben jährlich Milliarden von Dollar für Fernsehwerbung und andere Werbemaßnahmen aus.

    Zusammenfassung: Novo Nordisk wirft Eli Lilly irreführende Werbung vor und beanstandet den Vergleich unterschiedlich hoher Dosierungen in veralteten Studien. Eli Lilly hat sich bislang nicht geäußert.

    Julius Bär erzielt Rekordgewinn

    Die Privatbank Julius Bär hat laut der Neuen Zürcher Zeitung im ersten Halbjahr einen Gewinn von 673 Millionen Franken erzielt. Damit lag der Gewinn mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum.

    Die Steigerung wurde durch höhere Erträge und den Wegfall von Sondereffekten getragen. Im Vorjahr hatte Julius Bär Kreditverluste von 130 Millionen Franken abschreiben müssen.

    Im ersten Halbjahr sammelte die Bank Nettoneugeld von 5,7 Milliarden Franken ein. Auf das Jahr gerechnet entspricht dies einem Wachstum von 2,2 Prozent. Die verwalteten Vermögen stiegen seit Dezember um 5 Prozent auf 547 Milliarden Franken.

    Julius Bär profitierte unter anderem von steigenden Aktienmärkten und setzte zugleich seine Kosteneinsparungen fort. Die mittelfristigen Ziele bis 2028 wurden bestätigt; bis dahin soll das Neugeldwachstum bei 4 bis 5 Prozent liegen.

    Zusammenfassung: Julius Bär erzielte 673 Millionen Franken Gewinn, sammelte 5,7 Milliarden Franken Nettoneugeld ein und verwaltete 547 Milliarden Franken. Das Ziel für das Neugeldwachstum bis 2028 liegt bei 4 bis 5 Prozent.

    Weitere Wirtschaftsmeldungen

    • Warner-Übernahme: Ein US-Gericht setzte die Übernahme von Warner Brothers durch Paramount zunächst für zwei Wochen aus. Zwölf Gliedstaaten klagen gegen das Milliardengeschäft und argumentieren unter anderem mit möglichen Verstößen gegen das Kartellrecht.
    • Italo in Deutschland: Das italienische Bahnunternehmen Italo kann ab 2028 in das deutsche Bahnnetz eintreten. Geplant sind dreißig Hochgeschwindigkeitszüge mit Verbindungen im Stundentakt von München über Köln nach Dortmund sowie alle zwei Stunden von München über Berlin nach Hamburg.
    • EU und Google: Die EU verlangt im Rahmen des Digital Markets Act, dass Google Android teilweise für KI-Chatbots von Konkurrenten öffnet. Bei Suchanfragen liegt der Marktanteil Googles laut NZZ bei über 90 Prozent.
    • British Steel: Die britische Regierung verstaatlichte den Stahlproduzenten British Steel. Im Hauptwerk in Scunthorpe sind rund 3500 Menschen beschäftigt; ob eine Entschädigung fällig wird und in welcher Höhe, soll geprüft werden.
    • Delivery Hero: Uber übernimmt Delivery Hero für 41,50 Euro je Aktie. Damit wird das Unternehmen insgesamt mit knapp 13 Milliarden Euro bewertet. Uber verpflichtet sich, den Hauptsitz von Delivery Hero in Berlin beizubehalten und bis mindestens 2029 keine Änderungen an der Belegschaft in der Bundeshauptstadt vorzunehmen.
    • SpaceX: Die Aktie von SpaceX fiel um 1,7 Prozent auf 134 US-Dollar und damit unter den IPO-Preis von 135 Dollar. Zuvor hatte sie einen Rekordwert von 225.64 Dollar erreicht.

    Zusammenfassung: Die weiteren Meldungen reichen von kartellrechtlichen Auseinandersetzungen und staatlichen Eingriffen bis zu neuen Wettbewerbern im Bahnverkehr sowie Übernahmen und Kursbewegungen im Technologie- und Lieferdienstsektor.

    Einschätzung der Redaktion

    Die verbesserten Erwartungen sind ein ermutigendes Signal, markieren aber noch keine belastbare Trendwende. Entscheidend ist, ob aus der besseren Stimmung tatsächlich dauerhaft mehr Produktion, Investitionen und Konsum entstehen. Die weiterhin stark negative Lagebewertung und externe Risiken wie Energiepreise zeigen, dass der Aufschwung bislang vor allem eine Erwartung und noch keine gesicherte Erholung ist.

    Kernaussage: Die Perspektiven hellen sich auf, doch die wirtschaftliche Erholung bleibt fragil und abhängig von konkreten Reform- und Investitionserfolgen.

    Quellen:

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    Der ZEW anstieg klingt erstmal echt gut, aber ich bin da noch vorsichtig. Plus 26,3 bei den erwartungen ist ja vorallem eine stimmungs sache und kein beweis das die fabriken schon wieder brummen. Wenn die aktuelle lage bei minus 77,6 steht, dann ist das doch ein ziemlich grosser abstand zwischen hoffen und wirklichkeit. Ein bischen wie wenn man beim Wetterbericht Sonne sieht, aber aus dem Fenster regnets trotzdem.

    Interessant finde ich den Punkt mit dem technischen fortschritt. Ohne KI, automatiesierung und neue Technologien wird Deutschland wegen der alternden Bevölkerung wohl wirklich probleme bekommen. Aber Technik alleine wirds auch nicht richten, wenn Genehmigungen jahrelang dauern und Strom für Firmen unbezahlbar wird. Und bei KI wird oft so getan als müsste man nur ein paar Computer hinstellen und schon steigt das BIP automatisch, so einfach ist es glaube ich nicht.

    Bei Tesla sieht man ausserdem das Umsatz nicht gleich Gewinn ist. Mehr Autos verkauft, aber pro Auto oder insgesamt bleibt weniger hängen wegen Rabatten und sinkenden Zusatzgeschäften. Alphabet verdient sich dagegen mit Werbung und Cloud dumm und dämlich, wobei die Investitionen von bis zu 190 Milliarden Dollar auch mal wieder völlig grössenwahnsinnig klingen. Vielleicht ist das die neue Wirtschaft, erst Milliarden ausgeben und hoffen das die KI irgendwann auch wirklich geld verdient.

    Porsche und die möglichen mehreren tausend Stellen sind für den Standort natürlich ein schlechtes Zeichen. Sparen kann kurzfristig helfen, aber langfristig darf man sich nicht kaputt sparen, gerade bei Entwicklung und neuen Antrieben. Auch die Cum-Cum Geschichte bei der Deutschen Bank zeigt, dass manche Konzerne bei Steuern sehr kreativ werden, während normale Leute jeden Beleg aufheben müssen. 28 Milliarden schaden für den Fiskus ist jedenfalls keine kleine Lücke mehr, sondern schon fast ein eigenes Konjunkturprogramm.

    Die Warnungen der Wirtschaftsverbände zur AfD kann man politisch bewerten wie man will, aber Unternehmen brauchen nunmal verlässliche Regeln und keine dauernden Richtungswechsel. Gespräche mit allen Parteien sind eine Sache, regieren und konkrete Wirtschaftsprogramme liefern aber was anderes. Bei Energie gilt meiner Meinung nach: billig, sicher und klimaneutral gleichzeitig wäre schön, aber die Realität macht da leider nicht einfach mit.

    Unterm strich also bessere Aussichten, aber noch keine Trendwende zum anfassen. Wenn im Herbst wirklich mehr investiert wird und die Industrieaufträge weiter steigen, dann kann man vielleicht von Hoffnung sprechen. Bis dahin ist es eher ein vorsichtiger Lichtblick zwischen ziemlich vielen Baustellen, und Baustellen haben wir in Deutschland ja nun wirklich genug.

    Zusammenfassung des Artikels

    Die deutsche Wirtschaft schöpft dank besserer Konjunkturerwartungen Hoffnung, steht aber vor politischen Risiken, Demografie, Strukturwandel und internationalem Wettbewerbsdruck.

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