Inhaltsverzeichnis:
Russlands Wirtschaft wächst, doch Inflation, schwindende Reserven und steigende Militärausgaben verschärfen den Druck. Gleichzeitig kämpft Deutschland mit Fachkräftemangel, Zollrisiken und einer fragilen Konjunkturerholung – während Exporterfolge und neue Rüstungsaufträge Hoffnung geben.
Russlands Wirtschaft gerät trotz Wachstums unter Druck
Die russische Wirtschaft wächst weiterhin, doch Analysten beobachten laut der Frankfurter Rundschau zunehmend tiefere strukturelle Probleme. Genannt werden die Abhängigkeit von Milit ärausgaben, höhere Steuern und subventionierte Bankkredite.
Alex Kolyandr, Europa-Direktor der Eurasia Group, warnte im Gespräch mit CNBC, die erodierende Wirtschaftslage könne Präsident Wladimir Putin zu einer Eskalation des Ukraine-Kriegs verleiten. Die schwierige Entwicklung zeige sich bereits in der Inflation, der Verlangsamung der Zivilwirtschaft und höheren Zinssätzen.
Charles Lichfield vom GeoEconomics Center des Atlantic Council verwies auf die Inflation und das Haushaltsdefizit. Russland steuere auf eine Verdopplung des Defizits von 2025 zu, das bereits doppelt so hoch gewesen sei wie das Defizit im Jahr 2024.
Besonders stark belasteten die schwachen Energieeinnahmen den Staatshaushalt. Im ersten Halbjahr 2026 betrugen sie nur noch 64 Prozent des Vergleichswertes von vor zwei Jahren. Als Hauptgründe werden verschärfte westliche Sanktionen und ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien genannt. Die zuletzt auf vier Prozent gedrückte Inflation werde nach Einschätzung Lichfields voraussichtlich nicht auf diesem Niveau bleiben.
Auch das Kiel Institut für Weltwirtschaft bewertet die Lage kritisch. Der im Juni 2026 veröffentlichte Kiel-Report „Endgame: The State of the Russian Economy“ stellte fest, dass Moskaus fiskalische Reserven weitgehend aufgebraucht seien. Die liquiden Mittel des Nationalen Wohlfahrtsfonds fielen von 6,5 Prozent des BIP vor dem Krieg auf nur noch 1,8 Prozent im April 2026.
Andrei Klepach, ehemaliger stellvertretender Leiter des russischen Wirtschaftsministeriums, führt das Haushaltsdefizit und die Liquiditätsengpässe auf das ungebremste Wachstum der Militär¬ausgaben zurück. Die staatlichen Beschaffungen einschließlich der Rüstungsaufträge stiegen von Januar bis Juli im Jahresvergleich um fast 40 Prozent auf 8,44 Billionen Rubel und erreichten damit bereits 80 Prozent des Jahresplans.
Die Belastungen treffen nach Darstellung der Frankfurter Rundschau auch die Bevölkerung. Klepach schätzt, dass das Wachstum des real verfügbaren Einkommens 2026 lediglich 0,6 Prozent betragen könnte. Zugleich verstärke sich die Ungleichheit, weil die Renten den Löhnen hinterherhinkten und Steuererhöhungen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen belasteten.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Energieeinnahmen im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vergleichswert von vor zwei Jahren | 64 Prozent |
| Inflation | vier Prozent |
| Liquide Mittel des Nationalen Wohlfahrtsfonds im April 2026 | 1,8 Prozent des BIP |
| Liquide Mittel des Nationalen Wohlfahrtsfonds vor dem Krieg | 6,5 Prozent des BIP |
| Staatliche Beschaffungen von Januar bis Juli | 8,44 Billionen Rubel |
| Steigerung der staatlichen Beschaffungen | fast 40 Prozent |
| Anteil des Jahresplans | 80 Prozent |
| Erwartetes Wachstum des real verfügbaren Einkommens 2026 | 0,6 Prozent |
„Die erodierende Wirtschaftslage“ könne Präsident Putin zu einer Eskalation des Konflikts verleiten, warnte Alex Kolyandr laut Frankfurter Rundschau im Gespräch mit CNBC.
Zusammenfassung: Quelle: Frankfurter Rundschau. Russlands Wirtschaft wächst zwar noch, doch sinkende Energieeinnahmen, knapper werdende Reserven, hohe Militär¬ausgaben und Belastungen für private Haushalte verschärfen den wirtschaftlichen Druck.
Fachkräftemangel betrifft fast ein Viertel der Unternehmen
Nach einer Auswertung des Ifo-Instituts, über die n-tv.de berichtet, fehlen in Deutschland weiterhin vielen Unternehmen qualifizierte Arbeitskräfte. Im Juli gaben 23,2 Prozent der Unternehmen an, Fachkräfte zu vermissen. Im April waren es 21,1 Prozent, während der langfristige Durchschnitt bei 31,7 Prozent liegt.
Ifo-Forscherin Daria Schaller erklärte, die schwache Konjunktur halte den Fachkräftebedarf derzeit in Grenzen. Mit einer stärkeren wirtschaftlichen Erholung dürfte der Fachkräftemangel wieder deutlicher zunehmen. Für die Unternehmen sei entscheidend, ob die Qualifikationen der Bewerber zu den Anforderungen der offenen Stellen passten.
Im Dienstleistungssektor lag der Anteil der Unternehmen mit Fachkräftemangel im Juli nahezu unverändert bei 25,7 Prozent. In der Telekommunikation stieg er jedoch deutlich von 16,3 auf 31,1 Prozent und erreichte damit den höchsten Wert seit Oktober 2023.
Besonders stark war der Anstieg in der Rechts- und Steuerberatung sowie der Wirtschaftsprüfung. Dort erhöhte sich der Anteil der Unternehmen mit fehlenden Fachkräften von 52,4 Prozent auf 64,7 Prozent.
Im Handel blieb der Fachkräftemangel mit 16,2 Prozent auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. In der Industrie meldeten 18,7 Prozent der Unternehmen einen Mangel, was einem Anstieg von 4,5 Prozentpunkten im Vergleich zum April entspricht. Im Bauhauptgewerbe berichtete fast jedes dritte Unternehmen, konkret 32,6 Prozent, von fehlenden Fachkräften.
| Bereich | Anteil der Unternehmen mit Fachkräftemangel | Weitere Angabe |
|---|---|---|
| Alle Unternehmen im Juli | 23,2 Prozent | April: 21,1 Prozent; langfristiger Durchschnitt: 31,7 Prozent |
| Dienstleistungssektor | 25,7 Prozent | Nahezu unverändert |
| Telekommunikation | 31,1 Prozent | Vorher: 16,3 Prozent; höchster Wert seit Oktober 2023 |
| Rechts- und Steuerberatung sowie Wirtschaftsprüfung | 64,7 Prozent | Vorher: 52,4 Prozent |
| Handel | 16,2 Prozent | Vergleichsweise niedriges Niveau |
| Industrie | 18,7 Prozent | Anstieg um 4,5 Prozentpunkte gegenüber April |
| Bauhauptgewerbe | 32,6 Prozent | Fast jedes dritte Unternehmen |
Infobox: Quelle: n-tv.de unter Berufung auf das Ifo-Institut. Der Fachkräftemangel liegt im Durchschnitt unter dem langfristigen Mittel, verschärft sich aber insbesondere in der Telekommunikation, der Rechts- und Steuerberatung, der Wirtschaftsprüfung und im Bauhauptgewerbe.
Elektroindustrie steigert Exporte trotz Zollstreit
Die deutsche Elektroindustrie hat ihre Exporte im ersten Halbjahr trotz des Handelsstreits mit den USA deutlich erhöht. Wie SZ.de unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur und den Branchenverband ZVEI berichtet, stiegen die Ausfuhren von Januar bis Juni um 9,3 Prozent auf 138,5 Milliarden Euro.
Allein im Juni legten die Exporte um fast ein Fünftel, konkret 18,3 Prozent, auf 24,5 Milliarden Euro zu. Größtes Abnehmerland blieben im ersten Halbjahr die USA, obwohl die Lieferungen dorthin gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent auf 12,4 Milliarden Euro sanken.
ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann bezeichnete den Rückgang angesichts der kaum mehr ausrechenbaren US-Zoll- beziehungsweise Handelspolitik als moderat. Nach China, dem zweitwichtigsten Exportland, stiegen die Ausfuhren um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 11,4 Milliarden Euro.
Gute Geschäfte innerhalb der Europäischen Union, unter anderem mit den Niederlanden, Frankreich und Polen, stützten die Branche. Die Ränge drei bis neun der wichtigsten Exportziele wurden laut Gontermann vollständig von EU-Partnerländern besetzt, die das Exportwachstum im ersten Halbjahr letztlich getragen hätten.
Die Elektroindustrie zählt mit rund 873.000 Beschäftigten in Deutschland zu den größten Industriearbeitgebern. Zuletzt hatte die Branche von steigenden Aufträgen und einer besseren Stimmung berichtet.
Parallel wurden im ersten Halbjahr elektronische Güter im Wert von 143,8 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Das Plus bei den Importen betrug 7,7 Prozent und fiel damit geringer aus als bei den Exporten. Hauptlieferant war China mit Importen nach Deutschland im Wert von 42,8 Milliarden Euro.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Exporte der Elektrobranche im ersten Halbjahr | 138,5 Milliarden Euro |
| Wachstum der Exporte im ersten Halbjahr | 9,3 Prozent |
| Exporte im Juni | 24,5 Milliarden Euro |
| Wachstum der Juni-Exporte | 18,3 Prozent |
| Exporte in die USA | 12,4 Milliarden Euro |
| Veränderung der Exporte in die USA | -2,1 Prozent |
| Exporte nach China | 11,4 Milliarden Euro |
| Veränderung der Exporte nach China | 1,6 Prozent |
| Beschäftigte in der deutschen Elektroindustrie | rund 873.000 |
| Importe elektronischer Güter nach Deutschland | 143,8 Milliarden Euro |
| Wachstum der Importe | 7,7 Prozent |
| Importe aus China | 42,8 Milliarden Euro |
Zusammenfassung: Quelle: SZ.de, Bericht der Deutschen Presse-Agentur. Die Elektrobranche steigerte ihre Ausfuhren kräftig, wobei EU-Partnerländer das Wachstum stützten. Die USA blieben größtes Abnehmerland, während China wichtigster Lieferant der deutschen Elektroindustrie war.
Ökonom warnt vor zu frühem Aufschwungsoptimismus
Die deutsche Wirtschaft zeigt nach den jüngsten Daten positive Signale, doch Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, warnt laut T-Online vor einer vorschnellen Bewertung. Von einem Aufschwung könne erst gesprochen werden, wenn Produktion und Wertschöpfung kräftig und dauerhaft zunähmen. Die aktuellen Daten zeigten zunächst lediglich eine Stabilisierung.
Das Konjunkturbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung stieg im August zum vierten Mal in Folge um 7,9 Punkte auf 34,2 Zähler. Die deutsche Wirtschaft wuchs im Frühjahr das dritte Quartal in Folge, und im Juni exportierten Unternehmen so viele Waren wie noch nie in einem einzelnen Monat.
Die Volks- und Raiffeisenbanken verdoppelten daraufhin ihre Wachstumsprognose von 0,5 auf 1,0 Prozent. Hüther verwies jedoch darauf, dass die Wirtschaft in den vergangenen Jahren mehrfach Anlauf genommen und anschließend wieder nachgelassen habe.
Auch den Anstieg des ZEW-Barometers ordnete der Ökonom vorsichtig ein. Vor dem Iran-Krieg habe der Wert fast doppelt so hoch gelegen. Der aktuelle Anstieg führe somit aus einem Tief heraus und nicht auf ein neues Niveau. Erst eine dauerhafte Verbesserung der Stimmung in Unternehmen und im Einzelhandel könne mehr als eine Momentaufnahme belegen.
Gleichzeitig bewertet Hüther die Widerstandsfähigkeit der Unternehmen angesichts des Ukraine-Kriegs, des Krieges im Nahen Osten und der Blockade der Straße von Hormus als bemerkenswert. Der Ölpreis sei nach dem Beginn des Krieges im Nahen Osten zeitweise auf mehr als 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen, habe sich danach aber bei rund 80 Dollar eingependelt. China trete am Ölmarkt derzeit stabilisierend auf.
Auch beim Niedrigwasser und den niedrigen Pegelständen am Rhein sieht Hüther kein großes Risiko für die deutsche Wirtschaft. Unternehmen hätten aus früheren Sommern gelernt und Transporte auf andere Binnenschiffe und Lastwagen verlagert.
Als Folge der jahrelangen Stagnation seien viele Unternehmen aus dem Markt ausgeschieden. Im verarbeitenden Gewerbe und besonders in der Elektro- und Chemieindustrie seien Arbeitsplätze weggefallen. Die verbliebenen Unternehmen seien dadurch robuster aufgestellt.
Andere Ökonomen rechnen hingegen mit Rückschlägen. Oxford Economics erwartet, dass niedrige Pegelstände das Wachstum im dritten Quartal drücken und die Wirtschaft im Sommer schrumpfen könnte. Das Bundeswirtschaftsministerium warnte in seinem Monatsbericht vor Materialengpässen vor allem in der Mineralöl-, Chemie-, Bau- und Stahlindustrie.
Alexander Krüger, Chefvolkswirt der Bank Bethmann HAL, bezeichnete den Anstieg des ZEW-Index angesichts von Rekordhitze, Niedrigwasser und Ernteausfällen als überraschend. Steigende Transportkosten und längere Wege belasteten die Industrie, weshalb fraglich sei, ob der Stimmungsanstieg anhalten werde. ZEW-Präsident Achim Wambach nannte die niedrigen Pegelstände ein akutes zusätzliches Risiko für die Konjunktur.
Hüther fordert von der Bundesregierung trotz der positiven Konjunkturindikatoren weitere Strukturreformen. Das Potenzialwachstum liege bei etwa 0,5 Prozent, wobei die alternde Bevölkerung die relative Schwäche der deutschen Wirtschaft maßgeblich verursache.
Bei den Energiepreisen müsse die Politik nach Hüthers Einschätzung ehrlich kommunizieren. Steigende Preise auf den Weltmärkten bedeuteten einen Wohlstandsabfluss ins Ausland, den keine Regierung ausgleichen könne. Abfedern lasse sich lediglich die Lage der ärmsten Haushalte.
„Aufschwung ist ein starkes Wort“, sagte Michael Hüther laut T-Online. Die Daten zeigten lediglich eine Stabilisierung.
Als Fehler bezeichnete Hüther den Tankrabatt, der Ende Juni auslief und zu einem Anstieg der Preise pünktlich zum Ferienbeginn führte. Die Erholung komme zudem nur teilweise bei den Menschen an: Die Reallöhne könnten zwar wieder steigen, zugleich habe die Sicherheit des Arbeitsplatzes gelitten. Die Zahl der Arbeitslosen habe die Marke von drei Millionen überschritten.
Für die weitere Entwicklung sei Europa entscheidend. Die Exporte hätten die Stabilisierung im ersten Halbjahr getragen, seien aber vor allem in Richtung EU und Großbritannien gewachsen, während der Anteil der USA zurückgegangen sei. Hüther sieht im Ausbau des europäischen Binnenmarkts das eigentliche Konjunkturprogramm und fordert von der Bundesregierung mehr als Klagen über Bürokratie in Brüssel.
| Wirtschaftsdaten und Einschätzungen | Angabe |
|---|---|
| ZEW-Barometer im August | 34,2 Zähler |
| Anstieg des ZEW-Barometers | 7,9 Punkte |
| Wachstum der deutschen Wirtschaft im Frühjahr | das dritte Quartal in Folge |
| Wachstumsprognose der Volks- und Raiffeisenbanken | von 0,5 auf 1,0 Prozent |
| Ölpreis nach der Stabilisierung | rund 80 Dollar |
| Zeitweiser Ölpreis nach Beginn des Krieges im Nahen Osten | mehr als 100 US-Dollar pro Barrel |
| Potenzialwachstum | etwa 0,5 Prozent |
| Arbeitslosenzahl | über drei Millionen |
Infobox: Quelle: T-Online. Positive Konjunkturdaten sprechen nach Einschätzung Michael Hüthers für eine Stabilisierung, nicht bereits für einen nachhaltigen Aufschwung. Risiken sehen andere Ökonomen insbesondere bei Niedrigwasser, Materialengpässen und Transportkosten.
Wirtschaft vor acht: Sendung vom 20.08.2026
tagesschau.de weist auf die Ausgabe „Wirtschaft vor acht vom 20.08.2026“ hin. In den vorliegenden Quelldaten sind jedoch keine inhaltlichen Angaben zu einzelnen Beiträgen, Zahlen oder wirtschaftlichen Entwicklungen der Sendung enthalten.
Damit lässt sich aus dieser Meldung lediglich der Titel der Ausgabe und das Datum der Veröffentlichung feststellen. Weitere Fakten oder Aussagen werden in der Quelle nicht wiedergegeben.
Zusammenfassung: Quelle: tagesschau.de. Die Quelldaten enthalten nur den Sendungstitel „Wirtschaft vor acht vom 20.08.2026“, jedoch keine verwertbaren inhaltlichen Informationen.
Sachsen wirbt um Rüstungsaufträge
Die Sächsische Zeitung berichtet über Chancen für Sachsens Wirtschaft im Verteidigungsmarkt. Im Mittelpunkt steht ein Gespräch mit Markus Kurczyk, dem Chef des Mitteldeutschen Instituts für Sicherheitsindustrie.
Thematisiert wird die Frage, warum Milliarden an Rüstungsausgaben nicht automatisch in Ostdeutschland ankommen. Kurczyk spricht darüber, welche Möglichkeiten sich für Unternehmen in Sachsen ergeben und welche Firmen sich bewusst im Bereich Verteidigung engagieren wollen.
„Ich brauche Unternehmen, die ganz bewusst etwas für die Verteidigung tun wollen“, wird Markus Kurczyk in der Überschrift der Sächsischen Zeitung zitiert.
Der Beitrag stellt damit die regionale Beteiligung an den Rüstungsaufträgen in den Mittelpunkt. Zugleich geht es um die Voraussetzungen dafür, dass sächsische Unternehmen vom Verteidigungsmarkt profitieren können.
Infobox: Quelle: Sächsische Zeitung. Der Beitrag befasst sich mit den Chancen Sachsens im Verteidigungsmarkt und der Frage, wie Rüstungsaufträge stärker bei Unternehmen in Ostdeutschland ankommen können.
Einschätzung der Redaktion
Die wirtschaftliche Entwicklung zeigt ein widersprüchliches Bild: Russlands wachstumsgetriebene Kriegswirtschaft verliert an finanzieller Stabilität, während Deutschland zwar exportfähig bleibt, aber strukturell durch Fachkräftemangel, geringe Produktivitätsdynamik und geopolitische Risiken gebremst wird. Entscheidend ist daher nicht kurzfristiger Optimismus, sondern die Fähigkeit, industrielle Stärke, qualifizierte Arbeitskräfte und europäische Nachfrage dauerhaft zu sichern. Rüstungsaufträge können Regionen wirtschaftlich stärken, dürfen jedoch nicht zur einseitigen Abhängigkeit von staatlichen Ausgaben führen.
Zusammenfassung: Kurzfristige Wachstums- und Exportdaten verdecken strukturelle Risiken. Nachhaltige Stabilität erfordert Reformen, Diversifizierung und eine stärkere europäische Wirtschaftskoordinierung.
Quellen:
- Wirtschaftliche Probleme Russlands: Kann das den Ukraine-Krieg zu einem baldigen Ende bringen?
- In manchen Branchen desolat: Fachkräftemangel macht vielen Firmen zu schaffen
- Trotz Zollstreit - Elektrobranche steigert Exporte im ersten Halbjahr kräftig - Wirtschaft
- "Das war ein großer Fehler"
- Wirtschaft vor acht vom 20.08.2026
- Rüstungsaufträge für Sachsen: „Ich brauche Unternehmen, die ganz bewusst etwas für die Verteidigung tun wollen“



















