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    US-Schulden, Energiepreise und Industrie im Fokus: Deutsche Bank erzielt Vergleich

    KI-generiert
    08.09.2026 28 mal gelesen 1 Kommentare

    Die Märkte geraten von mehreren Seiten unter Druck: Rekordschulden und steigende US-Renditen treffen auf eine neue Gas- und Ölpreisrally, während Deutschlands Industrie schwächelt. Zugleich sorgt ein Millionenvergleich der Deutschen Bank für Schlagzeilen. Der Pressespiegel zeigt, wie eng geopolitische Risiken, Energieversorgung und die wirtschaftliche Entwicklung inzwischen miteinander verknüpft sind.

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    US-Schulden: Trump könnte auf stärkeren Druck gegenüber Gläubigern setzen

    Der Schuldenberg der USA ist laut n-tv.de inzwischen auf 40 Billionen Dollar angewachsen. Die Schuldenquote liegt demnach bei rund 126 Prozent der Wirtschaftsleistung und damit auf dem Niveau des Höhepunkts des Zweiten Weltkriegs.

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    Gleichzeitig seien die Renditen für 30-jährige US-Staatsanleihen auf den höchsten Stand seit fast 20 Jahren gestiegen. Das erhöht den Zinsdruck auf die Vereinigten Staaten, während freiwillige Käufer für die wachsenden Schulden schwieriger zu finden sein könnten.

    US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, die Intervention des Finanzministers Scott Bessent am Markt für langlaufende US-Staatsanleihen sei nur „eine Art der Intervention“. Die „ultimative Intervention“ sei laut Trump das Militär, sollte dessen Einsatz erforderlich sein.

    n-tv.de berichtet, dass in Finanzkreisen deshalb die Sorge vor „finanzieller Repression“ wächst. Denkbar seien demnach Maßnahmen, mit denen Banken oder andere Investoren durch Regulierung dazu gebracht werden, US-Staatsanleihen zu halten.

    „Die Idee, US-Staatsanleihen widerwilligen Investoren mit Zwang, Regulierung oder anderen Mitteln in die Depots zu drücken, wird immer ernsthafter verfolgt“, zitiert n-tv.de die britische „Financial Times“.

    Als größter ausländischer Halter von US-Staatsanleihen wird Japan mit fast 1,2 Billionen Dollar genannt. Das Land muss angesichts des historischen Verfalls seiner Währung US-Schuldscheine verkaufen, um Yen zu kaufen und den Wert der eigenen Währung zu stabilisieren. Nach Darstellung von n-tv.de drängte Bessent die japanische Notenbank zugleich, die Zinsen zu erhöhen, obwohl dies die Haushaltslage der hoch verschuldeten japanischen Regierung verschärfen könnte.

    Als mögliche weitere Instrumente werden Kapitalkontrollen sowie Vorgaben für Banken genannt, einen bestimmten Anteil ihres Kapitals in US-Staatsanleihen zu investieren. Auch eine Verknüpfung von militärischem Schutz und der Verlängerung von Kreditlinien wird als denkbar beschrieben.

    Im Mittelpunkt steht außerdem ein mögliches neues „Mar-a-Lago“-Abkommen. Danach könnten Gläubiger der USA entweder eine „Nutzungsgebühr“ für das Halten ihrer Geldreserven in US-Staatsanleihen zahlen oder ihre Bestände in hundertjährige Nullzins-Anleihen tauschen.

    Zusammenfassung: n-tv.de beschreibt steigende US-Renditen, 40 Billionen Dollar Schulden und mögliche politische sowie regulatorische Maßnahmen, um ausländisches Kapital weiterhin in US-Staatsanleihen zu lenken.

    Ölpreise könnten weiter steigen

    Experten rechnen mit weiter steigenden Ölpreisen. Das berichtet der Deutschlandfunk in seiner Wirtschaftsmeldung, ohne im vorliegenden Beitrag einen konkreten Preis oder eine genaue Prognose zu nennen.

    Die Meldung ordnet die Entwicklung in den Bereich der internationalen Wirtschaftsnachrichten ein. Weitere nutzbare Angaben zu den erwarteten Preisbewegungen, den Gründen oder dem zeitlichen Horizont enthält der vorliegende Text nicht.

    Zusammenfassung: Nach Darstellung des Deutschlandfunks gehen Experten von weiter steigenden Ölpreisen aus.

    Gaspreis bleibt hoch – Unsicherheit in der Straße von Hormus belastet den Markt

    Der Erdgas-Terminkontrakt TTF zur Lieferung in einem Monat notierte laut derStandard.de am Montag bei rund 73 Euro je Megawattstunde (MWh). Das waren gut fünf Prozent mehr als in der Vorwoche und 121 Prozent mehr als im Vorjahr.

    Als wesentlicher Belastungsfaktor gilt die unklare Lage im Iran und in der Straße von Hormus. Gleichzeitig sind die Gasspeicher im Vergleich zum Vorjahr nicht so gut gefüllt.

    AngabeWert
    TTF-Gaspreisrund 73 Euro je Megawattstunde (MWh)
    Veränderung gegenüber der Vorwochegut fünf Prozent
    Veränderung gegenüber dem Vorjahr121 Prozent

    Zusammenfassung: Der TTF-Gaspreis liegt laut derStandard.de bei rund 73 Euro je Megawattstunde (MWh) und damit deutlich über den Werten der Vorwoche und des Vorjahres. Die Unsicherheit in der Straße von Hormus und niedrigere Speicherstände verhindern eine Entspannung.

    Deutsche Gasversorgung: Preis steigt auf mehr als 74 Euro je Megawattstunde

    Der Gaspreis ist nach Darstellung von merkur.de auf ein Vierjahreshoch gestiegen, während die deutschen Gasspeicher nur gut zur Hälfte gefüllt sind. Der TTF-Gaspreis kletterte laut dem Bericht bis auf 74,43 Euro je Megawattstunde.

    Unter Berufung auf RP Online nennt merkur.de außerdem einen Anstieg um 6,2 Prozent auf 74,14 Euro. Damit habe der Preis den höchsten Stand seit Januar 2023 erreicht.

    Innerhalb von drei Wochen verteuerte sich Gas laut dem Bericht um über 40 Prozent. Seit Anfang August verzeichnete die „Tagesschau“ demnach ein Plus von mehr als 20 Prozent.

    AngabeWert
    TTF-Gaspreis laut t-online.de74,43 Euro je Megawattstunde
    TTF-Gaspreis laut RP Online74,14 Euro je Megawattstunde
    Anstieg gegenüber dem Vortaggut drei Prozent
    Anstieg laut RP Online6,2 Prozent
    Verteuerung innerhalb von drei Wochenüber 40 Prozent
    Anstieg seit Anfang Augustmehr als 20 Prozent

    Auslöser der Preisrally seien neue Angriffe der USA und des Iran, durch die Hoffnungen auf eine Wiederöffnung der Straße von Hormus zunichtegemacht worden seien. Der Transportweg ist für Flüssiggas aus dem Persischen Golf von zentraler Bedeutung und bleibt laut Bericht auf unbestimmte Zeit unsicher.

    Analysten von Morningstar warnen laut „Tagesschau“, ein kalter Winter könne die Gaspreise auf 90 bis 120 Euro je Megawattstunde treiben. Als Grund wird unter anderem genannt, dass Europa dann stärker mit Asien um das begrenzte LNG-Angebot konkurrieren müsste.

    Die deutschen Speicher liegen aktuell bei gut 50 Prozent, europaweit sind sie rund 65 Prozent gefüllt. Das sei der niedrigste Stand für diese Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen 2011 und liege gut zwölf Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau.

    Die gesetzliche Zielmarke von 80 Prozent zum 1. November gilt nach Einschätzung der Energiebranche als kaum noch erreichbar. Zwischen August und Oktober wären dafür 25 Milliarden Kubikmeter Einspeisung erforderlich, neun Milliarden Kubikmeter mehr als im Vorjahr. Die EU rechnet dagegen mit kaum 14 Milliarden Kubikmetern.

    Speicher- und EinspeiseangabeWert
    Deutsche Gasspeichergut 50 Prozent
    Europäische Gasspeicherrund 65 Prozent
    Gesetzliche Zielmarke zum 1. November80 Prozent
    Erforderliche Einspeisung von August bis Oktober25 Milliarden Kubikmeter
    Mehrbedarf gegenüber dem Vorjahrneun Milliarden Kubikmeter
    Erwartete Einspeisung der EUkaum 14 Milliarden Kubikmeter
    Deutscher LNG-Anteil aus den USA 2025rund 96 Prozent

    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche lehnt einen staatlichen Eingriff bislang ab. Das Wirtschaftsministerium gehe davon aus, dass der Markt die Speicher weiter befülle. Ein staatlicher Einkauf durch Trading Hub Europe wäre teuer: 2022 zahlte der Bund nach Angaben des Berichts neun Milliarden Euro für Gas.

    Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm fordert eine strukturelle Neuausrichtung mit diversifizierten Lieferverträgen und längerfristigen Kontrakten. Außenminister Johann Wadephul warb bei einer Algerien-Reise für neue Lieferpartnerschaften und bezeichnete Algerien als verlässlichen Partner.

    „Wir müssten wirklich etwas tun, um uns mittelfristig resilienter aufzustellen, sonst seien wir dauernd im Krisenmodus“, wird Veronika Grimm laut merkur.de von der „Tagesschau“ zitiert.

    Zusammenfassung: merkur.de berichtet von einem TTF-Gaspreis von 74,43 Euro je Megawattstunde, deutschen Speichern mit gut 50 Prozent Füllstand und einer kaum erreichbaren Zielmarke von 80 Prozent zum 1. November. Als zentrale Risiken gelten der Iran-Konflikt, die unsichere Straße von Hormus und die starke Abhängigkeit von US-LNG.

    Deutsche Industrieproduktion sinkt im Juli deutlich

    Die deutsche Industrieproduktion ist im Juli unerwartet deutlich zurückgegangen. Wie DIE ZEIT unter Berufung auf das Statistische Bundesamt berichtet, lag die Herstellung in den Unternehmen 2,2 Prozent unter dem Wert des Vormonats.

    Besonders stark fiel der Rückgang in der Autoindustrie aus. Nach einer mehrwöchigen Produktionspause sank die Herstellung von Kraftfahrzeugen und Kfz-Teilen um 9,2 Prozent.

    Das gesamte produzierende Gewerbe verzeichnete einen Rückgang um 1,1 Prozent. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich blieb dagegen ein Anstieg von 0,4 Prozent.

    BereichVeränderung
    Industrieproduktion im Juli gegenüber dem Vormonatminus 2,2 Prozent
    Produktion der Autoindustrieminus 9,2 Prozent
    Produzierendes Gewerbeminus 1,1 Prozent
    Produktion im Dreimonatsvergleichplus 0,4 Prozent
    Energieerzeugungplus 4,7 Prozent
    Baugewerbeplus 0,9 Prozent

    Positive Entwicklungen gab es bei Datenverarbeitungsgeräten sowie elektrischen und optischen Erzeugnissen. Dieser Bereich legte um 2,7 Prozent zu. Bei elektrischen Ausrüstungen betrug das Plus 1,6 Prozent, im Maschinenbau 1,1 Prozent.

    Rückgänge wurden neben der Autoindustrie auch bei pharmazeutischen und chemischen Erzeugnissen sowie bei Metallerzeugnissen und Gummi- und Kunststoffwaren verzeichnet. Die pharmazeutische Produktion sank um 5,7 Prozent, die chemische Produktion um 2,9 Prozent, Metallerzeugnisse gingen um 2,6 Prozent zurück und Gummi- und Kunststoffwaren um 1,2 Prozent.

    IndustriezweigVeränderung
    Datenverarbeitungsgeräte, elektrische und optische Erzeugnisseplus 2,7 Prozent
    Elektrische Ausrüstungenplus 1,6 Prozent
    Maschinenbauplus 1,1 Prozent
    Pharmazeutische Erzeugnisseminus 5,7 Prozent
    Chemische Erzeugnisseminus 2,9 Prozent
    Metallerzeugnisseminus 2,6 Prozent
    Gummi- und Kunststoffwarenminus 1,2 Prozent

    Das Bundeswirtschaftsministerium sieht zunehmende Folgen des Nahostkonflikts. Der Rückgang in energieintensiven Industrien deute darauf hin, dass die Auswirkungen des Konflikts inzwischen stärker sichtbar würden. Auto- und Maschinenbau stünden zudem wegen des verstärkten internationalen Wettbewerbs weiter unter Druck.

    Trotz des Rückgangs im Juli werden die Aussichten laut DIE ZEIT nicht ausschließlich negativ bewertet. Die Auftragsbücher seien so gut gefüllt wie seit Beginn der Statistik 2015 nicht mehr. Wirtschaftsforschungsinstitute hätten ihre Prognosen für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in diesem Jahr bis auf 1,4 Prozent angehoben.

    Zusammenfassung: Die Industrieproduktion sank im Juli um 2,2 Prozent, vor allem wegen des Einbruchs in der Autoindustrie um 9,2 Prozent. Ein Plus von 0,4 Prozent im Dreimonatsvergleich, volle Auftragsbücher seit 2015 und angehobene BIP-Prognosen bis auf 1,4 Prozent sprechen laut DIE ZEIT dennoch für Chancen auf eine Belebung.

    Deutsche Bank beendet 152-Millionen-Euro-Streit mit Vergleich

    Die Deutsche Bank hat sich mit einem ehemaligen Investmentbanker außergerichtlich auf die Beilegung einer 152-Millionen-Euro-Klage geeinigt. Das berichtet Die Rheinpfalz unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur.

    Die Parteien hätten „alle Forderungen und Vorwürfe“ vertraulich beigelegt, teilte ein Sprecher der Bank mit. Details der Einigung nannte die Deutsche Bank nicht; die Beilegung werde jedoch nur einen kleinen finanziellen Effekt im dritten Quartal 2026 haben.

    Das Landgericht Frankfurt sagte die für den 10.9. geplante Verhandlung ab. Der Kläger nahm die Klage zurück.

    AngabeWert
    Streitwert der Frankfurter Klage152 Millionen Euro
    Geplanter Verhandlungstermin10.9.
    Streitwert von vier weiteren Klagen in Londoninsgesamt mehr als 600 Millionen Pfund
    Umrechnung der Londoner Streitwerterund 700 Millionen Euro

    Der ehemalige Investmentbanker verlangte Schadenersatz wegen angeblicher Schäden für seine Karriere. Hintergrund waren frühere Geschäfte der Deutschen Bank mit der italienischen Banca Monte dei Paschi di Siena, gegen die in Italien ein Strafverfahren geführt worden war.

    Nach Darstellung des Landgerichts warf der Kläger der Bank vor, in früheren Jahren eine fragliche Bilanzierungsmethode verwendet und ihn später als „Sündenbock“ vorgeschoben zu haben. Die Deutsche Bank wies die Forderungen und Vorwürfe wiederholt zurück und erklärte, sie halte alle entsprechenden Klagen für unbegründet.

    Vier weitere Klagen ehemaliger Mitarbeiter sind in London anhängig. Mit einem sechsten Ex-Mitarbeiter hat sich das Geldhaus ebenfalls außergerichtlich geeinigt.

    Der Ursprung des Streits liegt in komplexen Derivategeschäften aus dem Jahr 2008. Die Deutsche Bank hatte diese Geschäfte mit der Banca Monte dei Paschi di Siena und einer Tochtergesellschaft abgeschlossen; später wurden sie neu klassifiziert.

    2019 wurden fünf ehemalige und ein damals aktiver Mitarbeiter der Deutschen Bank in Italien wegen Beihilfe zur Bilanzfälschung in Tateinheit mit Marktmanipulation zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. In einem Berufungsverfahren wurden 2022 alle Beklagten freigesprochen.

    Zusammenfassung: Die Deutsche Bank beendet laut Die Rheinpfalz einen 152-Millionen-Euro-Streit mit einem ehemaligen Investmentbanker durch einen vertraulichen Vergleich. Vier weitere Verfahren mit einem Streitwert von insgesamt mehr als 600 Millionen Pfund laufen in London weiter.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Entwicklung erhöht den wirtschaftlichen Druck auf Deutschland gleich mehrfach: Hohe Energiepreise belasten die Industrie unmittelbar, während geopolitische Risiken und geringe Speicherstände die Planungssicherheit verschlechtern. Der deutliche Einbruch der Autoindustrie zeigt zudem, dass strukturelle Wettbewerbsprobleme nicht allein durch eine kurzfristige Stabilisierung der Nachfrage gelöst werden können.

    Entscheidend ist deshalb, ob Deutschland seine Energieversorgung dauerhaft diversifiziert und zugleich industrielle Wertschöpfung wettbewerbsfähig hält. Die gefüllten Auftragsbücher bieten eine Chance, doch ohne verlässlichere Energiepreise und bessere Standortbedingungen dürfte der Aufschwung fragil bleiben.

    Kernaussage: Die aktuellen Belastungen sind nicht nur konjunkturell, sondern zunehmend strukturell. Energie- und Industriepolitik müssen deshalb zusammen gedacht werden.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Spannend ist vor allem, wie hier mehrere Krisen ineinandergreifen. Hohe Gaspreise wären für die Industrie schon allein problematisch, aber zusammen mit unsicheren Lieferwegen, schwachen Autozahlen und dem internationalen Konkurrenzdruck wird daraus ein ziemlich gefährlicher Mix. Die vollen Auftragsbücher klingen zwar erstmal beruhigend, bringen aber wenig, wenn Unternehmen wegen der Kosten nicht wirtschaftlich produzieren können oder ihre Investitionen lieber ins Ausland verlagern.

    Bei den US-Schulden finde ich besonders bedenklich, dass offenbar nicht mehr nur über normale Finanzpolitik gesprochen wird, sondern über Zwang und politischen Druck auf Anleger. Wenn Banken per Regulierung dazu gebracht werden sollen, Staatsanleihen zu kaufen, ist das schon ein Zeichen, dass das Vertrauen in den Markt nicht mehr selbstverständlich ist. Und die Idee, militärischen Schutz mit Kreditlinien oder finanziellen Interessen zu verknüpfen, klingt ehrlich gesagt eher nach Erpressung als nach stabiler Wirtschaftspolitik. Das kann kurzfristig vielleicht Käufer schaffen, langfristig dürfte es aber viele Länder erst recht dazu bringen, ihre Abhängigkeit vom Dollar zu verringern.

    Beim Gas wird wieder deutlich, wie teuer fehlende Vorbereitung werden kann. Gut 50 Prozent Speicherfüllstand und gleichzeitig eine Zielmarke von 80 Prozent in Reichweite des Winters sind jedenfalls keine besonders angenehme Ausgangslage. Dass die notwendige Einspeicherung kaum noch zu schaffen sein soll, hätte man vielleicht nicht erst bei Preisen von über 74 Euro je Megawattstunde erkennen müssen. Staatliche Einkäufe sind natürlich teuer und politisch schwer zu verkaufen, aber unklare Energieversorgung und mögliche Produktionsstopps kosten am Ende ebenfalls sehr viel, nur eben verteilt auf Unternehmen, Beschäftigte und Verbraucher.

    Die Abhängigkeit von LNG aus einzelnen Quellen bleibt dabei ein Problem. Diversifizierung heißt ja nicht nur, möglichst viele Lieferländer auf eine Liste zu schreiben, sondern auch langfristig bezahlbare Verträge, ausreichend Infrastruktur und einen realistischen Plan für den Verbrauch. Sonst reagiert man bei jeder Krise aufs Neue hektisch. Algerien als Partner kann ein Baustein sein, aber ein einzelnes neues Lieferland wird die grundsätzliche Unsicherheit nicht lösen.

    Der Rückgang der Industrieproduktion ist dann leider die logische Folge. Besonders die minus 9,2 Prozent bei Autos sind ein heftiger Schlag, auch wenn der Dreimonatsvergleich etwas besser aussieht. Positiv ist immerhin, dass Maschinenbau und elektrische Ausrüstungen noch zulegen und die Auftragsbücher nicht leer sind. Vielleicht steckt darin tatsächlich eine Chance, aber dafür müssten die Firmen auch den Mut haben, diese Aufträge abzuarbeiten. Mit dauerhaft hohen Energiepreisen und ständig neuen geopolitischen Risiken wird das schwierig.

    Der Vergleich der Deutschen Bank wirkt daneben fast wie ein Nebenschauplatz, obwohl 152 Millionen Euro natürlich keine Kleinigkeit sind. Dass die Bank von einem kleinen finanziellen Effekt spricht, dürfte Anleger beruhigen, aber die vertrauliche Einigung beantwortet naturgemäß nicht die Frage, was damals tatsächlich schiefgelaufen ist. Nach so vielen Verfahren in Frankfurt und London bleibt jedenfalls der Eindruck, dass die alten Derivategeschäfte die Bank noch lange beschäftigen werden. Immerhin ist ein Verfahren beendet, statt weitere Jahre Geld und Aufmerksamkeit zu verschlingen.

    Unterm Strich fehlt mir bei der ganzen Debatte ein längerfristiger Plan. Es kann nicht die Strategie sein, bei jedem Preissprung auf den Markt zu hoffen und bei jedem Engpass nachträglich Notmaßnahmen zu diskutieren. Energie, Industrie und Außenpolitik müssen wirklich zusammen gedacht werden, sonst bleibt Deutschland dauerhaft im Krisenmodus. Die Auftragsbücher sind ein Lichtblick, aber daraus wird nur dann Wachstum, wenn Produktion hier auch noch bezahlbar und verlässlich möglich ist.

    Anbieter im Vergleich (Vergleichstabelle)

    Autor Napoleon Hill
    Erscheinungsjahr 1937 / 2021 (aktuelle Ausgabe)
    Verlag Napoleon Hill
    Seitenanzahl 320
    Art des Buches Ratgeber
    Fokus Prinzipien, die den Weg zu Reichtum und Erfolg ebnen sollen
    Preis 35,00€
    Autor Robert G. Hagstrom
    Erscheinungsjahr 1994 / 2024 (aktuelle Ausgabe)
    Verlag Börsenbuchverlag
    Seitenanzahl 416
    Art des Buches Biografie und Investment-Ratgeber
    Fokus Warren Buffetts Leben, Investmentmethoden & Value Investing
    Preis 24,90€
    Autor Ludwig Erhard
    Erscheinungsjahr 1957 / 2020 (aktuelle Ausgabe)
    Verlag Econ Verlag
    Seitenanzahl 424
    Art des Buches Wirtschaftspolitisches Sachbuch
    Fokus Soziale Marktwirtschaft als Weg zu allgemeinem Wohlstand
    Preis 22,00€
    Autor Saifedean Ammous
    Erscheinungsjahr 2019
    Verlag Aprycot Media
    Seitenanzahl 368
    Art des Buches Sachbuch über Wirtschaft & Kryptowährungen
    Fokus Geldsysteme & Bitcoin als dezentrale Alternative
    Preis 24,00€
    Autor John J. Murphy
    Erscheinungsjahr 1999 / 2006 (aktuelle Ausgabe)
    Verlag FinanzBuch Verlag
    Seitenanzahl 512
    Art des Buches Fachbuch
    Fokus Technische Analyse von Finanzmärkten
    Preis 49,90€
      Denke nach und werde reichKI-generiert Warren Buffett: Sein Weg. Seine Methode. Seine Strategie.KI-generiert Wohlstand für AlleKI-generiert Der Bitcoin-Standard: Die dezentrale Alternative zum ZentralbankensystemKI-generiert Technische Analyse der Finanzmärkte: Grundlagen, Strategien, Methoden, AnwendungenKI-generiert
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    Autor Napoleon Hill Robert G. Hagstrom Ludwig Erhard Saifedean Ammous John J. Murphy
    Erscheinungsjahr 1937 / 2021 (aktuelle Ausgabe) 1994 / 2024 (aktuelle Ausgabe) 1957 / 2020 (aktuelle Ausgabe) 2019 1999 / 2006 (aktuelle Ausgabe)
    Verlag Napoleon Hill Börsenbuchverlag Econ Verlag Aprycot Media FinanzBuch Verlag
    Seitenanzahl 320 416 424 368 512
    Art des Buches Ratgeber Biografie und Investment-Ratgeber Wirtschaftspolitisches Sachbuch Sachbuch über Wirtschaft & Kryptowährungen Fachbuch
    Fokus Prinzipien, die den Weg zu Reichtum und Erfolg ebnen sollen Warren Buffetts Leben, Investmentmethoden & Value Investing Soziale Marktwirtschaft als Weg zu allgemeinem Wohlstand Geldsysteme & Bitcoin als dezentrale Alternative Technische Analyse von Finanzmärkten
    Preis 35,00€ 24,90€ 22,00€ 24,00€ 49,90€
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