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Zwischen hybriden Bedrohungen, milliardenschweren Investitionen und wachsendem Kostendruck zeigt dieser Pressespiegel, wie widersprüchlich die Lage der deutschen Wirtschaft ist: Während neue Projekte und Exporterfolge Hoffnung machen, bremsen Fachkräftemangel, Energiepreise und strukturelle Probleme die Erholung aus.
Hybrider Krieg erreicht deutsche Unternehmen
Sprengstoff-Alarm am Flughafen, Brandsätze vor Rüstungsfirmen und tägliche Cyberangriffe: Nach einem Bericht der SZ.de ist der hybride Krieg in deutschen Betrieben angekommen. Viele Unternehmen seien darauf nur unzureichend vorbereitet.
Der Artikel schildert den Fall einer Mitarbeiterin eines Sicherheitsunternehmens, das KI-Datensysteme für die Rüstungsindustrie und kritische Infrastruktur entwickelt. Keine zwei Wochen nach ihrer Einstellung erhielt sie einen Anruf von einem Mann mit russischem Akzent, der sie unter ihrem Geburtsnamen ansprach – obwohl sie diesen seit bestimmt schon 20 Jahren abgelegt hatte.
Die Firma zählt zu den Unternehmen, die sich mit Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit Rüstungsindustrie, kritischer Infrastruktur und hybrider Kriegsführung auseinandersetzen müssen. Zugleich verweist die SZ darauf, dass Lebensmittelversorgung, Transport und Energie im Verteidigungsfall weiter funktionieren müssten.
Als Beispiele für Unternehmen, die sich auf Krieg und Krisen vorbereiten, nennt der Artikel Lidl, Audi, EnBW und große Lkw-Hersteller. Im Mittelpunkt stehen dabei mögliche Angriffe auf Firmen sowie die Frage, wie Konzerne und Zulieferer ihre Abläufe gegen Sabotage, Spionage und Cyberangriffe absichern können.
„Die Tore stehen sperrangelweit offen“
Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Laut SZ.de gehören Cyberangriffe, Spionage und mögliche Sabotage inzwischen zu den Risiken für deutsche Unternehmen. Besonders betroffen sind Firmen aus der Rüstungsindustrie und Betreiber kritischer Infrastruktur.
35 Jahre Diez Fördertechnik in Sonneberg
Das Unternehmen Diez Fördertechnik in Sonneberg besteht seit 35 Jahren. Wie inSüdthüringen berichtet, gehörte Werner Diez in der Region zu den Pionieren der Marktwirtschaft.
Bei einem Firmenbesuch zeichnete Roswitha Hammerschmidt, Niederlassungsleiterin der Südthüringer Industrie- und Handelskammer, langjährige Mitarbeiter aus. Dreieinhalb Jahrzehnte ununterbrochene Unternehmergeschichte seien längst keine Selbstverständlichkeit mehr, wird Hammerschmidt in dem Bericht zitiert.
Sie würdigte die Unternehmergeneration um Werner Diez, die neben den Anfangsschwierigkeiten bis in die heutige Zeit alle möglichen Krisen bewältigt habe. Diez selbst betonte, dass Maschinen und Gebäude allein noch kein erfolgreiches Unternehmen ausmachten.
„Denn Maschinen und Gebäude allein machen noch kein erfolgreiches Unternehmen.“
Mit dem Firmenjubiläum verbindet der Bericht damit nicht nur eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte, sondern auch die Anerkennung für die Beschäftigten und die Unternehmerfamilie. Die langjährige Entwicklung wird als Beispiel für Beständigkeit und regionale Verwurzelung dargestellt.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Diez Fördertechnik besteht seit 35 Jahren. Im Mittelpunkt der Würdigung durch die IHK standen die langjährigen Mitarbeiter sowie die Bewältigung wirtschaftlicher Krisen.
Mecklenburg-Vorpommern zwischen Investitionshoffnung und Wirtschaftssorgen
Vor der Landtagswahl am 20. September blickt ZDFheute auf die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Milliardenschwere Aufträge für Werften und die Ansiedlung des größten Rechenzentrums Deutschlands sorgen demnach für Hoffnung, während das Rückgrat der Wirtschaft – kleine und mittelständische Betriebe – unter erheblichen Belastungen leidet.
In Dummerstorf bei Rostock soll im Auftrag der Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, das deutschlandweit größte Rechenzentrum entstehen. Die Ankündigung verspricht Aufträge für heimische Betriebe beim Bau, 120 feste Arbeitsplätze sowie die Möglichkeit, dass sich weitere Firmen ansiedeln.
Die Schwarz-Gruppe will Milliarden Euro in das Rechenzentrum investieren. Bis 2033 soll in Dummerstorf ein Datacenter mit 240 Megawatt Leistung entstehen.
| Bereich | Angabe |
|---|---|
| Geplantes Rechenzentrum | Bis 2033 |
| Leistung | 240 Megawatt |
| Feste Arbeitsplätze | 120 |
| Touristische Übernachtungen pro Jahr | Mehr als 33 Millionen |
| Bruttoumsatz Tourismus 2025 | Acht Milliarden Euro |
Eine zentrale Rolle spielt der Tourismus. Mit mehr als 33 Millionen Übernachtungen pro Jahr sichert die Branche zehntausende Arbeitsplätze in Hotels und Gastronomie. 2025 erzielte sie einen Bruttoumsatz von acht Milliarden Euro.
Gleichzeitig geraten kleinere Betriebe unter Druck. Felix Schubert vom Gutshaus Solzow an der Müritz reduzierte sein Personal von 16 auf drei Personen und stellte das Restaurant auf kalte Küche um, weil ein Koch schwer zu finden und zu halten sei.
„Wir reduzieren nicht, weil keine Nachfrage da ist, sondern weil Personalmangel, Lohnkosten, Bürokratie und Betriebskosten das alte Model des Hotelbetriebs unmöglich machen.“
In der Gastronomie gab es 2025 nach dem Baugewerbe die meisten Insolvenzen. Im Vergleich zu 2024 schlossen plus 6,3 Prozent ihre Gaststätten endgültig zu. Als Belastungen nennt ZDFheute außerdem die allgemeine Preissteigerung, den um 8,4 Prozent gestiegenen Mindestlohn sowie höhere Kosten für Energie, Lebensmittel und Wäscheservice.
Auch die mittelständische Wirtschaft leidet unter hohen Energiepreisen. 90 Prozent aller Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern sind klein und mittelständisch. Bei der Land-Bäckerei Hünemörder in Warnkenhagen bei Neukloster hätten sich die Preise für den großen Öl-Ofen verdoppelt, berichtet die Konditormeisterin Anja Hünemörder-Pritzner.
„Was soll ich machen, ich kann den Ofen nicht stillstehen lassen, ich muss in den sauren Apfel beißen.“
Als drängendste Probleme des Mittelstands führt ZDFheute hohe Energiepreise, Fachkräftemangel, steigende Personalkosten, Bürokratie und hohe Steuern auf.
- Hohe Energiepreise
- Fachkräftemangel
- Steigende Personalkosten
- Bürokratie
- Hohe Steuern
Hoffnung gibt es bei den Werften. Die Werft in Wismar hat mit dem Rüstungskonzern TKMS einen neuen Eigner, der milliardenschwere Verteidigungsaufträge in den Büchern hat. Bis zu 1.500 Schiffbauer sollen dort Arbeit finden.
Die Rostocker Neptun Werft schafft durch einen Milliarden-Großauftrag für Offshore-Konverterplattformen rund 500 neue Industriearbeitsplätze. Stefan Schad von der IG Metall Küste bezeichnet die Entwicklung nach fünf Insolvenzen als Perspektive für einen sicheren Arbeitgeber und als Segen für die Stadt Wismar.
Auch Wasserstoff gilt als Zukunftshoffnung. Die Firma H2Apex will 2027 eine 100-Megawatt-Anlage in Lubmin bauen und mit Windkraftstrom betreiben. Nach Angaben des Unternehmens ist die Nachfrage so groß, dass derzeit viel mehr Wasserstoff verkauft werden könne, als produziert werde.
„Tatsächlich merken wir eine enorme Nachfrage, im Moment ist es sogar so, dass wir viel mehr Wasserstoff verkaufen können, als wir überhaupt produzieren.“
Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Mecklenburg-Vorpommern verbindet neue Großprojekte mit erheblichen Problemen im Mittelstand. Chancen entstehen durch ein Rechenzentrum mit 240 Megawatt Leistung, Werftenaufträge, Wasserstoff und Tourismus; Belastungen bleiben vor allem Energiepreise, Personalmangel, Kosten und Bürokratie.
Deutsche Wirtschaft wächst, Erholung bleibt fragil
Die deutsche Wirtschaft nimmt nach Angaben von web.de wieder Fahrt auf. Mehrere Wirtschaftsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für das laufende Jahr deutlich angehoben, zugleich bleibt die Erholung wegen Energiepreisen, strukturellen Problemen und den Folgen des Iran-Kriegs anfällig.
Das Kiel Institut für Weltwirtschaft und das Leibniz-Institut aus Essen erwarten nun eine Zunahme der Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent. Das Münchener Ifo-Institut rechnet mit 1,4 Prozent Wachstum. Die Institute hoben ihre Erwartungen damit im Vergleich zu früheren Prognosen um 0,5 bis 0,6 Prozentpunkte an.
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung erwartet ein Wachstum von 1,2 Prozent in diesem Jahr. Gegenüber der Prognose aus dem Juni entspricht das einem Plus von 0,7 Prozentpunkten.
| Institut | Prognose |
|---|---|
| Kiel Institut für Weltwirtschaft | 1,3 Prozent |
| Leibniz-Institut aus Essen | 1,3 Prozent |
| Münchener Ifo-Institut | 1,4 Prozent |
| Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung | 1,2 Prozent |
Als wesentlichen Grund für die Korrektur nennt das RWI die Erholung im ersten Halbjahr, die insbesondere durch eine Zunahme der Exporte getragen worden sei. Die private Nachfrage blieb dagegen schwach.
In der Industrie zeigen sich laut web.de Lichtblicke. Die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie meldete im zweiten Quartal einen um 7,3 Prozent gestiegenen Branchenumsatz. Als Ursache werden unter anderem Sondereffekte wegen des Iran-Kriegs genannt: Kunden hätten ihre Lager aufgefüllt, während Lieferkettenprobleme die Konkurrenz in Asien stärker getroffen hätten.
Auch der Maschinenbau bestätigte den positiven Auslandstrend. Im Juli stieg der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresmonat preisbereinigt um zwei Prozent. Im Dreimonatsvergleich erhöhten sich die Aufträge wegen der stärkeren Nachfrage aus dem Ausland um acht Prozent.
Die Erholung bleibt jedoch begrenzt. Für das dritte Quartal erwarten die Konjunkturexperten lediglich ein Plus von 0,1 Prozent. Das lange Niedrigwasser im Rhein soll die Produktion schätzungsweise um 0,2 Prozent dämpfen.
Das IfW warnt zudem vor weiteren Rückschlägen durch die Folgen des Iran-Kriegs. Die Inflation bleibe auf absehbare Zeit erhöht und könne den privaten Konsum bremsen. Zugleich würden zusätzliche expansive Impulse der Finanzpolitik, die die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr anschieben, in den kommenden Jahren schwinden.
Bei den Aussichten für die Folgejahre unterscheiden sich die Institute. Das Ifo-Institut hob seine Prognose für 2027 um 0,4 Prozentpunkte auf 1,2 Prozent an und erwartet für 2028 ein Wachstum von 0,8 Prozent. Das Kiel Institut beließ seine Prognose für 2027 bei 1,0 Prozent und rechnet für 2028 nur noch mit 0,5 Prozent Wachstum.
| Institut | 2027 | 2028 |
|---|---|---|
| Ifo-Institut | 1,2 Prozent | 0,8 Prozent |
| Kiel Institut | 1,0 Prozent | 0,5 Prozent |
„Die Erholung ist zwar da, die strukturellen Probleme sind aber nicht verschwunden“
RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt nennt hohe Energiepreise, zu viel Bürokratie und eine schwache Wettbewerbsfähigkeit als Bremsen für Deutschland. Damit fällt die wirtschaftliche Erholung zwar stärker aus als zuvor erwartet, bleibt aber abhängig von Exporten, staatlichen Investitionen und der Entwicklung der Energie- und Sicherheitslage.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Für das laufende Jahr erwarten mehrere Institute zwischen 1,2 Prozent und 1,4 Prozent Wachstum. Exporte und Industrieaufträge stützen die Konjunktur, während private Nachfrage, Energiepreise, Inflation, Niedrigwasser und strukturelle Probleme die Erholung gefährden.
Manager Magazin: Wirtschaft in Sachsen-Anhalt im Fokus
Das Manager Magazin kündigt einen Beitrag zur wirtschaftlichen Lage Sachsen-Anhalts im Umfeld der Landtagswahl an. Als Herzstück der sachsen-anhaltischen Wirtschaft wird in der verfügbaren Quelle die Chemieindustrie bezeichnet, beispielhaft mit dem Chemiepark Leuna.
Der vollständige Artikel ist in den vorliegenden Inhalten nicht abrufbar. Deshalb lassen sich daraus keine weiteren Aussagen, Zahlen oder Bewertungen zur Wirtschaft Sachsen-Anhalts übernehmen.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Die Quelle stellt die Chemieindustrie und den Chemiepark Leuna als zentralen Bezugspunkt des Beitrags heraus. Weitere nutzbare Daten und Fakten sind in den vorliegenden Inhalten nicht enthalten.
„Wirtschaft vor acht“ vom 04.09.2026
Die Quelle tagesschau.de führt das Video „Wirtschaft vor acht vom 04.09.2026“. Im verfügbaren Inhalt sind jedoch keine auswertbaren Angaben zum Thema, zu Aussagen, Zahlen oder wirtschaftlichen Entwicklungen enthalten.
Die Meldung wird daher auf die in der Quelle erkennbare Sendungsbezeichnung und das Datum 04.09.2026 beschränkt.
Infobox – wichtigste Erkenntnisse: Verfügbar sind der Titel „Wirtschaft vor acht vom 04.09.2026“ und die Quelle tagesschau.de. Weitere nutzbare Inhalte liegen in der Quelle nicht vor.
Einschätzung der Redaktion
Die sicherheitspolitische Lage wird für Unternehmen zu einer unmittelbaren Managementaufgabe. Wer kritische Infrastruktur, sensible Daten oder industrielle Lieferketten betreibt, muss Schutzmaßnahmen, Notfallfähigkeit und Mitarbeitersensibilisierung als festen Bestandteil der Geschäftsstrategie behandeln.
Kernaussage: Wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und nationale Sicherheit sind zunehmend untrennbar miteinander verbunden.
Einschätzung der Redaktion
Das 35-jährige Bestehen zeigt, dass langfristige Stabilität vor allem durch anpassungsfähige Führung und engagierte Beschäftigte entsteht. Gerade in volatilen Märkten ist diese Kombination wertvoller als die bloße technische Ausstattung eines Betriebs.
Kernaussage: Nachhaltiger Unternehmenserfolg beruht auf Menschen, Anpassungsfähigkeit und regionaler Verankerung.
Einschätzung der Redaktion
Mecklenburg-Vorpommern steht beispielhaft für einen wirtschaftlichen Strukturkonflikt: Großprojekte können Wachstum und Beschäftigung fördern, lösen aber die alltäglichen Probleme kleiner Betriebe nicht automatisch. Ohne Entlastungen bei Energie, Personal und Bürokratie besteht die Gefahr, dass Investitionshoffnung und breite wirtschaftliche Stabilität auseinanderfallen.
Kernaussage: Großinvestitionen sind Chancen, ersetzen aber keine tragfähigen Rahmenbedingungen für den Mittelstand.
Einschätzung der Redaktion
Die verbesserten Wachstumserwartungen markieren eine Stabilisierung, noch keine robuste Trendwende. Die Abhängigkeit von Exporten und Sondereffekten bleibt ein Risiko, während hohe Energiepreise und strukturelle Schwächen die binnenwirtschaftliche Erholung begrenzen.
Kernaussage: Die Konjunktur gewinnt an Dynamik, ist aber weiterhin ungewöhnlich anfällig für externe Schocks.
Einschätzung der Redaktion
Die Chemieindustrie bleibt für Sachsen-Anhalt ein zentraler wirtschaftlicher Anker. Ihre Zukunft hängt jedoch entscheidend davon ab, ob Energieversorgung, Investitionsbedingungen und internationale Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft gesichert werden können.
Kernaussage: Die Stärke der Chemieindustrie ist zugleich eine wichtige Chance und ein strukturelles Abhängigkeitsrisiko.
Einschätzung der Redaktion
Aus der bloßen Sendungsankündigung lässt sich keine belastbare wirtschaftliche Bewertung ableiten. Eine seriöse Einschätzung setzt konkrete Inhalte, Daten oder Aussagen voraus.
Kernaussage: Ohne überprüfbare Sachinformationen ist keine fachliche Einordnung möglich.
Quellen:
- Wirtschaft vor acht vom 04.09.2026
- „Die Tore stehen sperrangelweit offen“
- Wirtschaft: Wenn die Familie Unternehmen lebt
- Neue Milliardenprojekte geben Hoffnung: Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern vor der Wahl
- Deutsche Wirtschaft nimmt wieder Fahrt auf
- (m+) AfD in Sachsen-Anhalt: So steht es um die Wirtschaft in dem Bundesland wirklich




















