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    Deutsche Wirtschaft unter Druck: Gastronomie, Industrie und Transporte betroffen

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    03.08.2026 52 mal gelesen 2 Kommentare

    Die deutsche Wirtschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen: Während Gastronomiebetriebe unter Kosten und Insolvenzen leiden, investieren Pharmakonzerne Milliarden und warnt die Industrie vor einem neuen China-Schock. Zugleich verschärfen niedrige Gasspeicher, Russlands Wirtschaftskrise und Niedrigwasser den Druck auf Unternehmen und Lieferketten.

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    Gastronomie zwischen Rekordinsolvenzen und Wachstum der Systemanbieter

    Die deutsche Gastronomie steckt laut n-tv.de in einem tiefgreifenden Strukturwandel. 2025 meldeten rund 2900 Gastronomiebetriebe Insolvenz an, knapp 30 Prozent mehr als 2024 und so viele wie seit 2011 nicht mehr. Zusätzlich schließen Restaurants, Kneipen und Cafés, ohne ein Insolvenzverfahren zu durchlaufen.

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    Die erhoffte Erholung nach der Corona-Pandemie blieb aus. Inflationsbereinigt liegt der Umsatz der Branche weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau; 2025 war das sechste Jahr mit einem Rückgang in Folge, das reale Minus betrug 2,2 Prozent. Die Gäste kehren zwar zurück, gehen aber nicht mehr so häufig essen oder geben pro Besuch weniger aus.

    Gleichzeitig haben sich Energie, Wareneinsatz und vor allem Personalkosten seit 2022 laut Dehoga um bis zu 40 Prozent verteuert. Ein gesunder Gastronomiebetrieb erzielt laut Creditreform unterm Strich einen Gewinn von drei bis sieben Prozent des Umsatzes. Die Rückkehr zum reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7,0 Prozent für Speisen brachte deshalb kaum Entlastung, weil viele Betriebe den Spielraum zur Abfederung der gestiegenen Kosten nutzten.

    Besonders unter Druck stehen klassische Restaurants, Landgasthöfe und Dorfkneipen ohne klares Profil. Geschäftsmodelle mit hohem Personalaufwand, niedrigen Margen und geringer Differenzierung geraten laut dem Bericht zunehmend ins Hintertreffen.

    Als Gewinner gilt dagegen die Systemgastronomie. Zu ihr zählen neben klassischen Fast-Food-Ketten wie McDonald's und Burger King auch Coffeeshops, Bäckereiketten, Bowl-Konzepte sowie Restaurantmarken wie L'Osteria. Standardisierte Abläufe, zentraler Einkauf, digitale Bestellsysteme und Franchise-Strukturen sollen die Anbieter effizienter machen.

    Nach Verbandsangaben entfallen bereits 53 Prozent des Außer-Haus-Marktes auf die Systemgastronomie. 2025 lag die Zahl ihrer Besuche 13 Prozent über dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019, während die Individualgastronomie laut Bundesverband für Systemgastronomie noch 28 Prozent darunter blieb.

    Auch die Auslastung unterscheidet sich deutlich: Ein klassisches Gasthaus mit 80 Plätzen bewirtet laut Gastronomie-Professor Michael Ottenbacher oft nur rund 100 Gäste am Tag, während ein vergleichbar großes Schnellrestaurant ein Vielfaches schaffen kann. Zudem benötigen standardisierte Konzepte weniger hochqualifiziertes Personal.

    Der Bundesverband der Systemgastronomie rechnet in den kommenden Jahren mit rund 30.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen, 600 neuen Standorten und Investitionen von etwa drei Milliarden Euro. Burger King betreibt bereits rund 760 Restaurants in Deutschland und will sein Filialnetz nach den Corona- und Inflationsjahren weiter ausbauen.

    „Die Menschen gehen weiterhin gern essen – allerdings nicht mehr so häufig“, sagt Gastronomie-Professor Michael Ottenbacher laut n-tv.de.

    Für klassische Restaurants sieht der Bericht dennoch Möglichkeiten. Entscheidend seien ein klares Profil, ein unverwechselbares Angebot, eine effiziente Personaleinsatzplanung und eine genaue Kostenkontrolle. Das klassische Wirtshaus werde demnach nicht verschwinden, müsse sich aber stärker an veränderte Erwartungen der Gäste anpassen.

    Zusammenfassung: Die Gastronomie verzeichnet steigende Insolvenzen, sinkende reale Umsätze und deutlich höhere Kosten. Während standardisierte Systemkonzepte wachsen, können individualisierte Betriebe mit klarem Profil weiterhin bestehen.

    Pharmadienstleister Vetter investiert eine halbe Milliarde Euro im Saarland

    Das Familienunternehmen Vetter will laut SZ.de eine halbe Milliarde Euro in Saarlouis investieren. Auf dem ehemaligen Gelände des Autoherstellers Ford soll ein Werk für Fertigspritzen entstehen, das bis zu 2000 Arbeitsplätze schaffen kann.

    Vetter ist auf die keimfreie Abfüllung injizierbarer Medikamente spezialisiert. 2025 setzte das Unternehmen mit 7300 Mitarbeitern knapp 1,3 Milliarden Euro um. Am Stammsitz in Ravensburg beschäftigt Vetter mittlerweile gut 7400 Mitarbeiter und gilt dort als größter Arbeitgeber.

    Der neue Standort soll von Ravensburg aus in etwa sechs Lkw-Stunden erreichbar sein. Als Grund für die Standortwahl nennt Gesellschafter und Beiratsvorsitzender Udo Vetter vor allem die Verfügbarkeit eines zusammenhängenden Geländes von mindestens 30 Hektar sowie den bereits vorhandenen Bebauungsplan.

    Die öffentliche Förderung beträgt bis zu 47 Millionen Euro, war laut Vetter jedoch nicht ausschlaggebend. Der Kauf des Geländes mache nur circa ein Zehntel der gesamten Investitionssumme aus. Entscheidend seien die Reinräume, Roboter und Maschinen sowie die doppelte Auslegung der Energie-, Wasser- und Luftversorgung.

    Der Aufbau einer solchen Produktion ist langfristig angelegt. Nach etwa anderthalb Jahren soll das Gebäude stehen, anschließend werden die Maschinen installiert. Danach beginnt die Validierung, für die hohe Auflagen der Zulassungsbehörden gelten. Vom Beginn der Planung bis zum Verkauf der ersten Spritzen vergehen laut Vetter im Schnitt sechs bis sieben Jahre; in Saarlouis sollen die ersten Medikamente 2031 hergestellt werden.

    Vetter arbeitet mit Patentinhabern zusammen, die den Wirkstoff liefern. Das Unternehmen entwickelt das Herstellungsrezept und füllt den Wirkstoff steril in Vials, Spritzen oder Karpulen für Pens ab. Aus einem Behälter mit fünf Kilo Wirkstoff können dabei rund 500 Liter abzufüllende Flüssigkeit und ein paar Hunderttausend Spritzen entstehen.

    Zum Portfolio gehören unter anderem Medikamente für die Krebstherapie, gegen Augenleiden und Wachstumshormone für Kinder. Abnehmspritzen tragen laut Vetter nur wenig zum Umsatz bei; das Unternehmen konzentriere sich auf hochinnovative Medikamente.

    Bei einer angenommenen Spritze mit einem Preis von 300 Euro liege der Anteil von Vetter bei drei, vier Euro. Viele Kunden sitzen in den USA, sodass für sie dort keine Zölle anfallen. Ein eigenes Werk in den USA wäre laut Vetter zu teuer gewesen, weil das gesamte Werk mit allen Wertschöpfungsschritten auf einmal hätte aufgebaut werden müssen.

    Die komplette Wertschöpfungskette in Saarlouis werde sicher nicht vor 2040 stehen. Wie groß der Standort letztlich wird, hängt laut Vetter von der Nachfrage der Kunden ab. Flüssige Medikamente gelten für das Unternehmen als Wachstumsmarkt, weil viele biotechnologisch hergestellte Eiweiße nicht als Tablette eingenommen werden können.

    Vetter hält in den nächsten zehn Jahren eine Verdoppelung des Umsatzes für möglich. Im vergangenen Jahr wurden knapp 1,3 Milliarden Euro umgesetzt. Das Unternehmen plane in Zehn-Jahres-Horizonten und wolle als Familienunternehmen so wachsen, wie es für die Organisation verträglich sei.

    „Ich glaube nicht, dass ein Pharmaunternehmen einen Staat erpressen kann“, sagt Udo Vetter laut SZ.de.

    Zur deutschen Pharmastrategie und den Lieferketten erklärt Vetter, eine vollständige Unabhängigkeit von Lieferungen aus Asien sei ein nicht erfüllbarer Traum. Deutschland könne nicht alle Produkte, die für die Gesundheit der Bevölkerung benötigt werden, selbst herstellen. Die Pharmaindustrie sei ein globales System des Austauschs von Kapazitäten, Technologien und Wissen.

    Zusammenfassung: Vetter investiert eine halbe Milliarde Euro in Saarlouis und plant die ersten Medikamente für 2031. Das Unternehmen setzt auf flüssige, häufig biotechnologisch hergestellte Medikamente und erwartet in den nächsten zehn Jahren eine Verdoppelung des Umsatzes.

    BDI warnt vor einem neuen China-Schock für die deutsche Industrie

    Der Bundesverband der Deutschen Industrie sieht laut Die Rheinpfalz wachsende Probleme im Verhältnis zu China. BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner spricht von einem „China-Schock 2.0“, der nicht nur einzelne Branchen, sondern die Industrie in der Breite treffe.

    Als Belastungen nennt der BDI Abhängigkeiten bei kritischen Rohstoffen, eine deutlich unterbewertete Währung, staatlich induzierte Überkapazitäten und einen schwachen Binnenmarkt in China. Hinzu komme, dass chinesische Unternehmen wegen Marktabschottung insbesondere in den USA den EU-Binnenmarkt mit Produkten fluteten.

    China sei zugleich Partner und Rivale. Der Anspruch des Landes, in Schlüsseltechnologien Weltmarktführer zu werden, verschärfe den Wettbewerb zusätzlich. Staatlich subventionierte chinesische Hersteller drängen laut Bericht mit billigen Preisen auf europäische Märkte.

    Europa verfüge jedoch über Handlungsmöglichkeiten. Rund 60 Prozent des Welthandels würden weiterhin nach Regeln der Welthandelsorganisation WTO abgewickelt. Viele Handelspartner wollten an einem regelbasierten Handel festhalten.

    Als wichtiges Signal bewertet der BDI, dass die Europäische Union Handelsabkommen abschließt, die über Jahre festgesteckt hatten. Anfang Mai trat das Mercosur-Handelsabkommen zwischen der EU und Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay vorläufig in Kraft. Der schrittweise Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen soll den Austausch von Waren und Dienstleistungen ankurbeln.

    Gönner fordert mehr Durchsetzungskraft gegenüber China, lehnt aber eine vollständige Abschottung Europas ab. Europa müsse die regelbasierte Ordnung an vielen Stellen hochhalten und gleichzeitig überlegen, wie es sich zur Wehr setzen könne. Dafür brauche es neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft.

    Der BDI hatte sich bereits Anfang 2019 in einem Grundsatzpapier für eine Neuausrichtung der deutschen China-Politik ausgesprochen. Die Marktwirtschaft müsse widerstandsfähiger werden. In der China-Strategie der Bundesregierung von 2023 wurde China als Partner, Wettbewerber und systemischer Rivale bezeichnet.

    Der erste China-Schock wird im Bericht mit Chinas Beitritt zur WTO im Jahr 2001 verbunden. Damals kamen billige Produkte aus China in großem Umfang auf die Weltmärkte. Gleichzeitig entwickelte sich der wirtschaftliche Aufstieg Chinas für die deutsche Industrie zunächst zu einem großen Boom, weil chinesische Kunden deutsche Autos und Maschinen kauften.

    Inzwischen haben deutsche Autobauer zunehmend Probleme auf dem chinesischen Markt. Gleichzeitig konkurrieren chinesische Hersteller in immer mehr Branchen mit europäischen Unternehmen.

    „Europa hat Optionen“, sagt BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner laut Die Rheinpfalz.

    Zusammenfassung: Der BDI sieht China als zunehmenden Wettbewerber und als Quelle wirtschaftlicher Abhängigkeiten. Europa soll auf regelbasierten Handel setzen, Handelsbeziehungen ausbauen und zugleich seine industrielle Widerstandsfähigkeit stärken.

    Bayerns Wirtschaftsminister fordert eine nationale Gasreserve

    In Bayern wird laut Frankenpost über den Aufbau einer umfassenden Notfallreserve für Erdgas diskutiert. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger fordert eine Reserve, die im Krisenfall über mehrere Wochen die Versorgung sicherstellen kann.

    Der Vorstoß fällt in eine Phase niedriger Speicherstände. Zu Ende Juli waren drei von fünf Erdgasspeichern in Bayern so gut wie leer; ihre Füllstände lagen bei weniger als 13 Prozent. Parallel steht eine Stilllegung von Speichern im Raum.

    Damit verbindet sich die energiepolitische Frage, wie die Versorgungssicherheit in einer Krise gewährleistet werden kann. Eine nationale Gasreserve würde nach dem Vorschlag darauf abzielen, kurzfristige Engpässe über mehrere Wochen abzufedern.

    Zusammenfassung: Niedrige bayerische Speicherstände und mögliche Stilllegungen haben die Debatte über eine nationale Gasreserve verschärft. Hubert Aiwanger fordert eine Notfallreserve für mehrere Wochen.

    Russlands Wirtschaft gerät durch Krieg, Treibstoffmangel und hohe Zinsen unter Druck

    Die russische Wirtschaft steht laut Frankfurter Rundschau unter zunehmendem Druck. Erstmals spüren demnach breite Bevölkerungsschichten die Folgen des Ukraine-Kriegs, unter anderem durch Treibstoffmangel.

    Ökonom Wassili Astrow vom Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche warnt, dass Moskau auf schwindende Zustimmung in der Bevölkerung mit einer Verschärfung der Angriffe reagieren könnte. Viele Russinnen und Russen gäben Präsident Wladimir Putin nicht grundsätzlich die Schuld am Kriegsbeginn, sondern kritisierten vor allem, dass er nach viereinhalb Jahren nicht in der Lage sei, den Krieg zu gewinnen und ukrainischen Beschuss russischer Städte zugelassen habe.

    Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Raffinerien haben laut Bericht die Raffinierungskapazität auf den niedrigsten Stand seit über 21 Jahren fallen lassen. In mehr als 55 Regionen wurde rationiert, an Tankstellen bildeten sich Schlangen. Russland fehlen laut dem ukrainischen Portal Ekonomiczna Prawda täglich bis zu 45.000 Tonnen Benzin.

    Zur Sicherung der Versorgung kauft Russland eigenes Rohöl als raffiniertes Benzin aus Indien zurück. Zusätzlich stellt der Staat immer wieder das mobile Internet ab, um die Navigation ukrainischer Drohnen zu erschweren. Viele Menschen heben deshalb Bargeld ab, weil sie Ausfälle digitaler Bezahlsysteme und von Kartenterminals befürchten.

    Laut Daten der russischen Zentralbank stieg die außerhalb der Banken gehaltene Bargeldmenge im Vergleich zum Vorjahr um 17,5 Prozent auf über 19 Billionen Rubel, rund 214 Milliarden Euro.

    Die jüngste Prognose des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche sieht die russische Wirtschaft 2026 in einer Konjunkturflaute. Das Wachstum soll bei 0,6 Prozent liegen, nach 4,9 Prozent im Jahr 2024 und einem Prozent im Jahr 2025.

    Als Hauptursache nennt Astrow die restriktive Geldpolitik der Moskauer Notenbank. Hohe Kreditzinsen würden die Wirtschaft abwürgen und Investitionen erschweren. Die russische Zentralbank senkte den Leitzins zuletzt von 14,25 auf 14 Prozent.

    Auch die Moskauer Börse steht unter Druck. Der Leitindex IMOEX2 fiel am 20. Juli erstmals unter 1900 Punkte; ein Jahr zuvor hatte er noch bei über 2800 Punkten gestanden.

    Die Staatsfinanzen werden ebenfalls belastet. Die liquiden Reserven des russischen Staatsfonds sanken von 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu Kriegsbeginn auf 1,8 Prozent. Die Öl- und Gaseinnahmen gingen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 45 Prozent zurück.

    Trotz der wirtschaftlichen Schwäche bleibt Russland laut dem Institut in der Lage, den Angriffskrieg gegen die Ukraine zu finanzieren. Für 2027 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent erwartet. Die Rüstungsindustrie ist laut Astrow die einzige Industriebranche innerhalb des verarbeitenden Gewerbes, die weiterhin Wachstum verzeichnet.

    Ein Frieden wäre nach Einschätzung des Experten wirtschaftlich vorteilhaft. Die Börsenkurse seien immer dann gestiegen, wenn Hoffnung auf einen Waffenstillstand bestanden habe.

    „Das heißt, ein Frieden, eigentlich egal zu welchen Konditionen, wäre für die Wirtschaft gut“, sagt Wassili Astrow laut Frankfurter Rundschau.

    Zusammenfassung: Russland kämpft mit Treibstoffmangel, sinkenden Energieeinnahmen, hohen Zinsen und einer schwachen Börse. Für 2026 wird nur ein Wachstum von 0,6 Prozent erwartet, während die Rüstungsindustrie als einzige wachsende Industriebranche genannt wird.

    Niedrigwasser belastet Gütertransport und Wirtschaft

    Das Niedrigwasser an deutschen Flüssen erreicht laut ZDFheute teils neue Tiefststände. Betroffen sind unter anderem Rhein, Elbe und Donau sowie viele weitere Wasserläufe.

    Am Rhein wurde in Köln ein Pegelstand von nur noch 67 Zentimetern erreicht. Niedrige Wasserstände erschweren den Gütertransport auf den Flüssen und wirken sich damit auf Unternehmen und Lieferketten aus.

    Die Lage wird von Experten als ernst eingeschätzt. Boote können bei sinkenden Pegeln weniger Ladung transportieren, wodurch mehr Fahrten erforderlich werden und der Transport über die Binnenschifffahrt schwieriger wird.

    Am Wochenende wurden vielerorts neue Tiefststände erreicht. Eine schnelle Entspannung der Situation war laut Bericht wegen der andauernden Trockenheit nicht absehbar.

    Zusammenfassung: Niedrige Pegelstände an Rhein, Elbe und Donau beeinträchtigen die Binnenschifffahrt. Am Rheinpegel in Köln wurden 67 Zentimeter gemessen, während Experten die Lage als ernst bewerten.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Entwicklungen zeigen eine zunehmende Polarisierung der Wirtschaft: Standardisierte, kapitalstarke und technologisch effizientere Geschäftsmodelle gewinnen, während margenschwache und wenig differenzierte Anbieter unter steigenden Kosten leiden. Gleichzeitig stärken langfristige Pharmainvestitionen die industrielle Basis, können aber strukturelle Abhängigkeiten und geopolitische Risiken nicht allein lösen.

    Besonders relevant ist die wachsende Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen und Lieferketten. China-Abhängigkeiten, niedrige Gasreserven, russische Belastungen und eingeschränkte Binnenschifffahrt verdeutlichen, dass Versorgungssicherheit zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor wird. Unternehmen und Politik müssen deshalb Resilienz, Diversifizierung und effizientere Prozesse stärker priorisieren.

    Kurzfazit: Wettbewerbsfähigkeit hängt künftig weniger von Größe allein als von Anpassungsfähigkeit, Versorgungssicherheit und klarer strategischer Positionierung ab.

    Quellen:

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    Also wenn man das alles liest, bekommt man schon langsam das Gefühl die deutsche Wirtschaft fährt auf mehreren platten Reifen gleichzeitig den berg runter. Bei der Gastronomie wundert mich die Entwicklung leider garnicht, ein Essen gehen ist inzwischen für viele echt ein kleines Luxusereignis geworden und dann soll der Wirt trotzdem noch faire Löhne, Miete, Energie, Einkauf und tausend andere Sachen bezahlen. Drei bis sieben Prozent Gewinn klingt da ja fast wie ein schlechter Witz, da reicht wahrscheinlich schon ein kaputter Kühlschrank und der ganze Jahresgewinn ist wieder weg.

    Das mit der Systemgastronomie ist natürlich nicht ganz überraschend. Wenn alles zentral eingekauft wird und die Abläufe immer gleich sind, kann man halt viel besser planen. Aber ich finde trotzdem schade, wenn überall nur noch die selben Burger, Bowls und Kaffee ketten stehen. Ein Dorfwirtshaus ist ja nicht blos ein Ort zum essen, sondern oft auch Treffpunkt für Vereine und ältere Leute. Wenn die weg sind, fehlt schon mehr als nur ein Speiseangebot. Anderseits müssen sich manche Betriebe vermutlich wirklich fragen ob die Karte mit hundert Gerichten und Öffnungszeiten an sieben Tagen noch zeitgemäß ist. Weniger Auswahl, dafür besser und ein klares Konzept könnte vielleicht helfen, aber ich bin da auch kein Gastronomieberater.

    Die Investition von Vetter im Saarland hört sich dagegen erstmal richtig gut an. Eine halbe Milliarde und bis zu 2000 Arbeitsplätze ist schon eine Ansage, gerade auf so einem ehemaligen Autowerksgelände. Interessant finde ich, dass es von der Planung bis zur ersten verkauften Spritze sechs oder sieben Jahre dauern kann. Da sieht man mal wie kompliziert Medikamente hergestellt werden, auch wenn es von außen vielleicht aussieht als würde man einfach Flüssigkeit in kleine Spritzen füllen. Das ganze mit Reinräumen, Prüfung und doppelter Versorgung ist bestimmt extrem aufwendig. Hoffentlich bleiben die versprochenen Arbeitsplätze dann auch wirklich in der Region und werden nicht irgendwann wegen irgendwelcher Kosten wieder verschoben.

    Bei China bin ich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten. Einerseits kann Europa nicht einfach alle Grenzen dicht machen, weil wir selber sehr viel exportieren und auch Rohstoffe oder Bauteile brauchen. Andererseits ist es natürlich ziemlich riskant, wenn man bei wichtigen Sachen von einem einzigen Land abhängig ist. Erst war China für viele deutsche Firmen der riesige Absatzmarkt und jetzt werden die selben Firmen dort von chinesischen Herstellern überholt. Das ist schon irgendwie ironisch, aber vermutlich auch selbst mit verursacht, weil man jahrelang dachte billiger einkaufen und dort verkaufen geht immer so weiter. Die Idee mit mehr Handelsabkommen klingt gut, aber ein Vertrag auf Papier baut noch keine Fabriken und keine Fachkräfte auf.

    Die Gasreserve finde ich persönlich ziemlich sinnvoll. Wenn drei von fünf Speichern fast leer sind, sollte man vieleicht nicht erst anfangen zu diskutieren wenn die Krise schon da ist. Natürlich kostet eine Reserve Geld und Gas lagert sich auch nicht kostenlos ein, aber eine Versorgung die plötzlich ausfällt kostet am Ende warscheinlich noch viel mehr. Gerade für Firmen die ihre Produktion nicht einfach für zwei Wochen abschalten können, wäre planbare Energie wichtig. Man kann über Aiwanger sagen was man will, aber bei dem Punkt sollte man wenigstens sachlich prüfen was machbar ist und nicht alles sofort parteipolitisch zerreden.

    Russland zeigt meiner Meinung nach sehr deutlich, wie ein Krieg auch die eigene Wirtschaft kaputt machen kann. Wenn Benzin fehlt, Leute Bargeld horten und die Zinsen so hoch sind, dann ist das für die normale Bevölkerung sicher ziemlich belastend. Gleichzeitig wird aber weiter in Rüstung investiert, also genau der Bereich der den Krieg verlängert. Das wirkt von außen völlig wiedersinnig, ist aber wohl die Logik von Staaten im Krieg. Besonders erschreckend finde ich die Zahlen bei den Raffinerien und den Einnahmen aus Öl und Gas. Trotzdem scheint Russland noch lange nicht zahlungsunfähig zu sein, was auch zeigt das wirtschaftlicher Druck offenbar nicht automatisch schnell zu Frieden führt.

    Und dann noch das Niedrigwasser. 67 Zentimeter in Köln klingt erstmal nach einer Zahl die man schwer einschätzen kann, aber wenn Schiffe deutlich weniger laden können ist das für die Lieferketten natürlich ein Problem. Dann braucht man mehr Fahrten, mehr Diesel und am Ende steigen wieder die Preise. Es hängt halt wirklich alles zusammen: Wetter, Energie, Transport, Personal und internationale Politik. Ein Betrieb kann intern noch so gut arbeiten, wenn das Material nicht kommt oder der Strom zu teuer ist, hilft die beste Excel Tabelle auch nicht mehr.

    Was mir bei dem ganzen Artikel etwas fehlt ist die Frage, was jetzt konkret passieren soll. Resilienz und Diversifizierung hört sich immer schlau an, bedeutet für kleinere Firmen aber oft erstmal zusätzliche Kosten. Ein großer Konzern kann vielleicht zwei Lieferanten und mehrere Standorte aufbauen, ein kleines Restaurant kann nicht einfach eine zweite Küche in ein anderes Land stellen. Deshalb sollte man bei allen Strategien nicht nur die großen Unternehmen im Blick haben. Sonst werden am Ende die großen Systeme immer größer und die kleinen verschwinden, obwohl viele Menschen genau diese Vielfalt eigentlich wollen.

    Unterm Strich scheint Anpassung wirklich das wichtigste zu sein, aber anpassen kann man sich auch nicht unendlich schnell. Wenn Politik ständig Regeln ändert und gleichzeitig alles teurer wird, braucht es wenigstens verlässliche Rahmenbedingungen. Sonst planen Firmen garnicht mehr langfristig sondern nur noch bis zur nächsten Krise. Und das ist wahrscheinlich die größte Gefahr an der ganzen Sache.
    Der Punkt mit der vollständigen Unabhängigkeit von Asien wird oft vergessen: Gerade bei Medikamenten klingt mehr Eigenproduktion zwar beruhigend, aber ohne internationale Arbeitsteilung wären viele Therapien vermutlich deutlich teurer oder gar nicht verfügbar.

    Zusammenfassung des Artikels

    Gastronomie leidet unter Insolvenzen und Kosten, während Systemanbieter und Pharmadienstleister wachsen; zugleich warnt der BDI vor einem neuen China-Schock.

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