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    Bundesbank sieht Wachstum, doch Industrie und Politik stehen unter Druck

    KI-generiert
    02.09.2026 38 mal gelesen 1 Kommentare

    Deutschlands Wirtschaft steht zwischen vorsichtiger Erholung und wachsendem Anpassungsdruck: Während die Bundesbank ihre Wachstumsprognose anhebt, setzen chinesische Importe, Produktionsverlagerungen und der Fachkräftemangel Unternehmen unter Druck. Der Pressespiegel zeigt, welche Chancen und Risiken die deutsche Wirtschaft 2026 prägen – von Investitionen und Strukturwandel bis zu den Folgen politischer Weichenstellungen.

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    Bundesbank hebt Wachstumsprognose für Deutschland an

    Die Bundesbank rechnet für Deutschland mit einem stärkeren Wirtschaftswachstum als bisher angenommen. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel erwartet für dieses Jahr ein Plus von bis zu einem Prozent und damit doppelt so viel wie in der Juni-Prognose der Notenbank.

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    „Auf Basis der ersten beiden Quartale sind wir auf Kurs, in diesem Jahr etwa ein Prozent zu erreichen, was deutlich besser ist als unsere Juni-Prognose“, sagte Nagel der Zeitung „Le Monde“ in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview. Im Juni war die Bundesbank noch von einem Wachstum von 0,5 Prozent für 2026 ausgegangen, gefolgt von 0,8 Prozent im Jahr 2027 und 1,4 Prozent im Jahr 2028.

    Als Gründe für die zuversichtlichere Einschätzung nannte Nagel recht solide Exportzahlen und ordentliche Auftragseingänge in der Industrie. Das Wachstum sei allerdings „immer noch nicht sehr hoch“. Die Bundesbank hatte bereits im vergangenen Monat erklärt, Deutschland befinde sich auf einem Erholungspfad. Dabei verwies sie auf das besser als erwartete Wachstum in den ersten beiden Quartalen sowie auf eine Datenrevision, die seit Ende 2023 eine stärkere Dynamik ausweist als bislang angenommen.

    Auch andere Institute haben ihre Prognosen angehoben. Die Volkswirte der Volks- und Raiffeisenbanken erhöhten ihre Wachstumserwartung für dieses Jahr von 0,5 auf ein Prozent, während auch die Deutsche Bank ihre Prognose anhob. Das DIW Berlin erwartet für 2026 ein Wachstum von 1,2 Prozent und für 2027 einen Zuwachs von 1,0 Prozent. Im Juni hatte das DIW noch 0,5 Prozent Wachstum für 2026 und ein BIP-Plus von 0,8 Prozent für 2027 erwartet.

    Nach Einschätzung Nagels haben auch Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben in Höhe von mehreren Hundert Milliarden Euro zur Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft beigetragen. Die größte Volkswirtschaft Europas habe sich trotz des Iran-Konflikts und gestiegener Energiekosten besser behauptet als erwartet.

    „Auf Basis der ersten beiden Quartale sind wir auf Kurs, in diesem Jahr etwa ein Prozent zu erreichen, was deutlich besser ist als unsere Juni-Prognose.“ – Joachim Nagel, zitiert vom Handelsblatt

    Zusammenfassung: Die Bundesbank erwartet für 2026 bis zu ein Prozent Wachstum. Das DIW Berlin rechnet mit 1,2 Prozent, während Exportzahlen, Industrieaufträge sowie Infrastruktur- und Verteidigungsausgaben als wichtige Faktoren genannt werden.

    Chinesische Möbelimporte setzen deutsche Hersteller unter Druck

    Die deutsche Möbelindustrie hat laut WELT binnen vier Jahren 20 Prozent ihres Umsatzes verloren. Der Verband der deutschen Möbelindustrie fordert angesichts der wachsenden Konkurrenz aus dem Ausland politische Maßnahmen und diskutiert allgemeine Schutzzölle.

    Über 60 Prozent der in Deutschland verkauften Sessel, Sofas, Tische, Stühle, Betten oder Schränke stammen mittlerweile aus dem Ausland, meldet der Verband der deutschen Möbelindustrie. China steht dabei an erster Stelle der Importstatistik. Im ersten Halbjahr 2026 wurden Möbel im Wert von knapp 1,7 Milliarden Euro aus China nach Deutschland geliefert.

    Die Verkaufszahlen chinesischer Möbel sind im Zeitraum 2017 bis 2025 um 81 Prozent gestiegen. Die Produkte werden vor allem in großen Möbelhäusern, bei Versendern und bei Möbel-Discountern angeboten. Als weiterer bedeutender Lieferant folgt Polen mit zuletzt gut 1,5 Milliarden Euro Importvolumen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres.

    VDM-Hauptgeschäftsführer Jan Kurth erklärte, China lenke seine Produktion nach Europa, insbesondere nachdem der US-Markt wegen der Zölle praktisch verschlossen sei. Er fordert eine entschlossenere Reaktion Europas auf Wettbewerbsverzerrungen. Als Argumente nennt er staatlich gelenkte und subventionierte Produktion sowie eine massiv unterbewertete chinesische Währung.

    Die deutsche Möbelindustrie spürt zugleich selbst die Folgen der US-Zölle. Ihr Geschäft in den Vereinigten Staaten ging im ersten Halbjahr um 15 Prozent zurück. Im Inland sinken die Verkaufszahlen bereits im vierten Jahr hintereinander.

    KennzahlAngabe
    Importe aus China im ersten Halbjahr 2026knapp 1,7 Milliarden Euro
    Zuwachs chinesischer Möbelverkäufe 2017 bis 202581 Prozent
    Importvolumen aus Polen in den ersten sechs Monaten dieses Jahresgut 1,5 Milliarden Euro
    Umsatz der deutschen Möbelindustrie im ersten Halbjahrrund 7,7 Milliarden Euro
    Umsatzveränderung zum Vorjahreszeitraumnominal 2,7 Prozent weniger
    Rückgang im Inlandüber vier Prozent

    Der VDM taxiert den Umsatz der deutschen Möbelindustrie im ersten Halbjahr auf rund 7,7 Milliarden Euro. Nominal entspricht das einem Rückgang von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Während die Auslandserlöse stabil blieben, gingen die Umsätze im Inland um über vier Prozent zurück.

    Betroffen sind nahezu alle Bereiche, darunter Wohnmöbel, Polstermöbel, Büroeinrichtung und Matratzen. Das Küchensegment blieb mit einem kleinen Plus von einem Prozent stabil. Fast jede zweite in Deutschland produzierte Küche wird nach Angaben des VDM ins Ausland verkauft.

    Neben dem internationalen Wettbewerbsdruck belastet die Konsumzurückhaltung den Markt. Verbraucher kauften seltener und verschöben größere Anschaffungen, da hohe Ausgaben für Lebensmittel, Energie und Gesundheit sowie Sorgen vor weiteren Preissteigerungen die Bereitschaft für neue Einrichtung dämpften. Auch der schwache Wohnungsbau wirkt sich aus: Das Ifo-Institut rechnet 2026 mit lediglich 185.000 Fertigstellungen, während beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung von einem Bedarf von jährlich rund 320.000 neuen Wohnungen die Rede ist.

    Für das Gesamtjahr erwartet der VDM einen Umsatzrückgang von rund drei Prozent. 40 Prozent der Mitgliedsunternehmen planen laut einer Verbandsumfrage im dritten Quartal Kurzarbeit, knapp 30 Prozent wollen Stellen abbauen. Die deutsche Möbelindustrie umfasst nur noch 374 Betriebe.

    Auch im Möbelhandel steht eine Übernahme an. XXXLutz will Porta übernehmen und den Deal nach WELT-Informationen am 7. September bei der EU-Kommission anmelden. Im Fusionskontrollverfahren stehen den Behörden zunächst 25 Arbeitstage für die Bewertung zur Verfügung; bei schwerwiegenden wettbewerblichen Bedenken kann eine zweite Phase mit weiteren 90 Arbeitstagen folgen. Bei komplexen Fällen kann diese Frist verlängert werden.

    Der VDM betrachtet die fortschreitende Konsolidierung im Möbelhandel mit Sorge. Nach Ansicht des Verbands verschärfte eine Übernahme das Ungleichgewicht zwischen mittelständischen Herstellern und immer mächtigeren Handelspartnern.

    Infobox: Chinesische Möbelimporte erreichten im ersten Halbjahr 2026 knapp 1,7 Milliarden Euro. Die deutsche Branche erwartet für das Gesamtjahr einen Umsatzrückgang von rund drei Prozent; zugleich planen 40 Prozent der Mitgliedsunternehmen Kurzarbeit im dritten Quartal.

    Deutsche Industrie verlagert Produktion nach Osteuropa

    Immer mehr deutsche Unternehmen verlagern Teile ihrer Produktion nach Osteuropa. WEB.DE nennt unter anderem Miele, BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen als Beispiele für Unternehmen, die Montage oder Fertigung in Polen, Ungarn oder der Slowakei ausbauen beziehungsweise dorthin verlagern.

    Miele verlagert die Montage seiner Waschmaschinen nach Polen. Mercedes-Benz baut sein europaweit größtes Werk in Ungarn, BMW lässt dort seine „Neue Klasse“ produzieren, und Volkswagen stellt die Passat-Reihe nun vollständig in der Slowakei her. Nach Angaben des Artikels wandern dadurch Zehntausende Stellen nach Osteuropa ab.

    Industrieökonom Martin Gornig vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung ordnet die Entwicklung als langfristigen Prozess ein. Verlagerungen von Produktion nach Osteuropa seien kein neues Phänomen, sondern würden seit den 1970er-Jahren beobachtet. Eine erste große Welle habe es mit der Osterweiterung der Europäischen Union gegeben, als 2004 zehn neue Staaten beitraten.

    Als Gründe für den aktuellen Trend nennt Gornig den internationalen Wettbewerbsdruck und den Versuch der Unternehmen, ihre Kostenstrukturen zu verbessern. Die Auslagerung von Zulieferteilen habe die deutsche Industrie lange wettbewerbsfähiger gemacht, weil Produkte günstiger wurden und Raum für Forschung und Entwicklung blieb. Heute verlagerten Unternehmen Fertigung verstärkt, weil sie unter Druck geraten seien; für viele Firmen sei die Alternative, vollständig zu schließen.

    Neben Energie- und Personalkosten spielen laut Gornig Bürokratie und langsame Anpassungen eine wichtige Rolle. Produktionsprozesse und der Arbeitskräftemix müssten schneller angepasst werden können. Hinzu kämen Unterschiede bei Gewerkschaften, Genehmigungen und Umweltauflagen sowie staatliche Subventionen.

    „Die Alternative wäre, ganz zuzumachen.“ – Industrieökonom Martin Gornig, zitiert von WEB.DE

    Die Verlagerung innerhalb Europas wird als „Nearshoring“ bezeichnet. Nach Einschätzung Gornigs dürfte sie weiter zunehmen, weil Unternehmen ihre Lieferketten sichern wollten. Europa biete dabei eine sicherere Variante: Strafzölle oder gesperrte Seestraßen seien innerhalb Europas kein Faktor, und die EU garantiere einen freien Binnenmarkt.

    Nach Erhebungen von KPMG erwägt jedes vierte deutsche Unternehmen konkret, Produktionsaktivitäten aus Deutschland nach Osteuropa zu verlagern. Zu den beliebtesten Zielländern zählen Polen, Rumänien, Ungarn und Tschechien. Trotz steigender Löhne in Osteuropa gebe es weiterhin Lohnkostenvorteile von bis zu 80 Prozent gegenüber Deutschland.

    Michael Harms vom Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft sieht in den osteuropäischen Märkten nicht nur verlängerte Werkbänke. Dort würden sich eigenständige Technologie-, Entwicklungs- und Vertriebszentren herausbilden. Als Beispiel nennt der Artikel grenznahe Netzwerke zwischen Tschechien und Sachsen-Anhalt bei der Halbleiterproduktion, die von kurzen Wegen und EU-Zuschüssen profitieren.

    Die Entwicklung hat laut WEB.DE jedoch auch Risiken. In Ungarn gab es Proteste, weil asiatische Fabriken die Umwelt belastet und das Grundwasser gefährdet hätten. Gewerkschafter kritisierten außerdem den fehlenden Arbeitsschutz, auch bei Gastarbeitern aus Asien.

    Für Deutschland kann die Verlagerung die Wettbewerbsfähigkeit von Konzernen und viele Arbeitsplätze sichern, während zugleich Stellen in den Werken wegfallen. Gornig sieht darin einen schmerzhaften Strukturwandel. Deutschland müsse wieder Produkte herstellen, die auf dem Weltmarkt überdurchschnittliche Preise erzielen. Weniger Fabrikarbeit bedeute jedoch nicht automatisch Deindustrialisierung.

    Die Industrie mache fast 90 Prozent der deutschen Exporte aus und behalte damit eine ökonomische Schlüsselfunktion. Die Politik solle Verlagerungen nicht pauschal verhindern, sondern Infrastruktur, Bildung und Digitalisierung verbessern und Bürokratie besser handhaben.

    Zusammenfassung: Jedes vierte deutsche Unternehmen erwägt laut KPMG eine Produktionsverlagerung nach Osteuropa. Als Chancen gelten Kostenvorteile und stabilere Lieferketten, als Risiken der Verlust von Arbeitsplätzen sowie mögliche Belastungen für Beschäftigte und Umwelt.

    Fachkräfte bleiben entscheidend für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

    Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern sind nach einem Bericht von NDR.de auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen, um mehr Aufträge zu gewinnen und wachsen zu können. Gleichzeitig gehen in den kommenden Jahren viele Beschäftigte der Boomer-Generation in den Ruhestand.

    Die Fachkräfte müssten fundiert ausgebildet und anschließend im Unternehmen gehalten werden. Deshalb setzen Unternehmen zunehmend auf zusätzliche Angebote, ein gutes Arbeitsklima und Entwicklungsmöglichkeiten.

    Das Bauunternehmen „Tief- und Kulturbau“ in Schwerin bildet laut NDR.de seit jeher selbst aus. Geschäftsführer Thomas Maync misst der Berufsausbildung seit über 20 Jahren eine hohe Bedeutung bei. Als er vor 20 Jahren im Unternehmen anfing, beschäftigte der Betrieb 50 Mitarbeiter; heute sind es rund 100 plus 16 Auszubildende. Der Altersdurchschnitt der Belegschaft liegt bei circa 41 Jahren.

    Maync setzt neben einer Bezahlung nach Tarif mit klarer Untergrenze auf ordentlich Urlaub und Entwicklungsmöglichkeiten. Hinzu kommen ein gutes Betriebsklima, ein offener Umgangston und die Möglichkeit, alle Themen anzusprechen. Auch ein gerechter Umgang im Betrieb gehöre dazu.

    Als Präsident des Bauverbandes Mecklenburg-Vorpommern sieht Maync die Umsetzung der angekündigten Investitionen aus dem Infrastrukturpaket als dringendste Aufgabe. „Wenn wir keine Arbeit haben, brauchen wir keine Fachkräfte“, wird er von NDR.de zitiert. Besonders die Bauunternehmen seien von der öffentlichen Hand abhängig, während der Wohnungsbau nahezu brachliege.

    Nach seiner Einschätzung besteht beim Land ein Investitionsstau, bei den Kommunen sei er jedoch noch größer. Die Kommunen müssten finanziell besser ausgestattet werden. Ende vorigen Jahres lag der Schuldenberg von Land und Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern bei rund 12,6 Milliarden Euro.

    „Jetzt haben wir ihnen nicht nur Schulden aufgebürdet, sondern wir hinterlassen ihnen dann auch noch eine marode Infrastruktur.“ – Thomas Maync, zitiert von NDR.de

    Maync wendet sich gegen Einsparungen bei Investitionen. Der Schaden daraus komme in zehn oder 20 Jahren. An Investitionen zu sparen, sei für nachfolgende Generationen „das Schädlichste“.

    Infobox: Das Schweriner Bauunternehmen beschäftigt heute rund 100 Mitarbeiter plus 16 Auszubildende. Der Schuldenberg von Land und Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern lag Ende vorigen Jahres bei rund 12,6 Milliarden Euro.

    Wirtschaftliche Herausforderungen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

    Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stellt nach Einschätzung der FAZ auch für den Wirtschaftsstandort eine Zäsur dar. Die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund liegt laut dem Bericht in Umfragen stabil über 40 Prozent; eine absolute Mehrheit sei demnach nicht ausgeschlossen.

    Die nächste Landesregierung steht vor einer stagnierenden Wirtschaft, einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung und steigender Verschuldung der öffentlichen Haushalte. Sachsen-Anhalt liegt den amtlichen Statistiken zufolge in beinahe jeder Kategorie auf einem der hintersten Plätze.

    Seit der Corona-Pandemie schrumpft die Wirtschaft des Bundeslandes. Unter den Flächenländern in Deutschland habe sich seit 2019 nur das Saarland schlechter entwickelt. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung sei höher als in allen anderen Bundesländern. Bei der Verschuldung von Land und Kommunen relativ zur Wirtschaftskraft lägen nur Bremen und das Saarland höher.

    Besonders unter Druck steht die energieintensive Industrie. Die Chemieindustrie dominiert Sachsen-Anhalt, leidet aber unter hohen Energie- und Rohstoffkosten. Gleichzeitig belastet die schwache Binnenkonjunktur die Nachfrage, während die Konkurrenz aus Asien wächst.

    Auch die Automobilzulieferindustrie ist stark betroffen. Die Umstellung vom Verbrennungsmotor auf den Elektromotor stellt die Branche vor große Herausforderungen. Dazu kommt die hohe Abhängigkeit von Volkswagen. Die Krise bei VW bringe viele Betriebe in existenzielle Nöte.

    Der Versuch, die Wirtschaftsstruktur mit der Ansiedlung des amerikanischen Chipherstellers Intel zu verändern, ist laut FAZ gescheitert. Trotz zugesagter Milliarden-Subventionen entsteht die geplante Fabrik nicht.

    Die demografische Entwicklung verschärft die Lage. Seit 1990 ist die Bevölkerung um mehr als ein Viertel geschrumpft. In keinem anderen ostdeutschen Bundesland sei der Aderlass größer gewesen. Damit fehlen nicht nur die früher Ausgewanderten, sondern auch deren Kinder und Enkel.

    Die haushaltspolitischen Spielräume sind über viele Jahre geschrumpft. Im Dezember verlängerte die Landesregierung erneut die Corona-Notlage, um 2026 als einziges Bundesland nicht genutzte Kreditermächtigungen aus der Zeit der Pandemie verwenden zu können.

    Die FAZ bewertet geplante Maßnahmen der AfD kritisch. Eine Stimmungsmache gegen „kulturfremde Fachkräfte“ verschärfe den Arbeitskräftemangel. Das Wahlprogramm der AfD weise zudem eine besonders hohe Finanzierungslücke auf; Ökonomen schätzten diese auf mehr als zwei Milliarden Euro.

    Für zusätzliches Wachstum brauche Sachsen-Anhalt nicht nur Zuwanderung, sondern auch neue Ideen. Eine Verwaltungsreform könne dazu beitragen, das Land für Ansiedlungen und Neugründungen attraktiver zu machen.

    Zusammenfassung: Sachsen-Anhalt kämpft mit Wirtschaftsstagnation, demografischem Wandel und steigender Verschuldung. Die FAZ sieht in einer Verwaltungsreform, Zuwanderung und neuen Ansiedlungen wichtige Ansatzpunkte für mehr Wachstum.

    Deutsche-Bank-Chef warnt vor Folgen populistischer Parteien

    Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat wenige Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor dem Aufstieg populistischer Parteien gewarnt. Bei einem Handelsblatt-Bankengipfel in Frankfurt erklärte er, populistische Parteien gäben vor, einfache Antworten zu haben, propagierten aber Konzepte, die den Grundlagen des wirtschaftlichen Erfolgs entgegenstünden.

    Als entscheidende Grundlagen nannte Sewing Offenheit, Vielfalt, ein starkes Europa, verlässliche Institutionen und internationale Zusammenarbeit. Der Landesverband der AfD in Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft. In den Umfragen zur Wahl am 6.9. liegt die AfD laut SZ.de mit großem Abstand vor allen anderen Parteien; eine absolute Mehrheit sei nicht ausgeschlossen.

    Sewing sagte, er hoffe persönlich, dass dies nicht geschehe. Aus Gesprächen mit Investoren wisse er, dass viele große Sorge vor einem solchen Wahlausgang hätten. Er erwarte nicht, dass am Montag alle Investitionsentscheidungen zurückgedreht würden, doch der Blick auf Deutschland werde sich „sehr, sehr“ ändern.

    „Abschottung, Nationalismus und das Schüren von Misstrauen lösen kein einziges unserer Probleme.“ – Christian Sewing, zitiert von SZ.de

    Ein Weg der Abschottung und des Nationalismus sei für Deutschland „absolut falsch“. Ein Ausstieg aus dem Euro wäre nach Sewings Einschätzung „Gift für den deutschen Wohlstand“. Abschottung, Nationalismus und Misstrauen schwächten den Standort, schreckten Investitionen und Fachkräfte ab und gefährdeten das notwendige Wachstum.

    Gerade Wachstum sei entscheidend, weil es Wohlstand sichere, Aufstieg ermögliche und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärke. Ohne Wachstum würden Verteilungskonflikte härter, die staatlichen Spielräume enger und das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Demokratie schwächer.

    Die Wahlen träfen auf eine polarisierte Gesellschaft und eine politische Mitte unter Druck. Das Ergebnis könne die politischen Verhältnisse in Ländern, Parteien und Bundesregierung weiter verkomplizieren.

    Infobox: Christian Sewing warnt vor Auswirkungen populistischer Politik auf Investitionen, Fachkräfte und Wachstum. Als zentrale wirtschaftliche Grundlagen nennt er Offenheit, Vielfalt, Europa, verlässliche Institutionen und internationale Zusammenarbeit.

    Einschätzung der Redaktion

    Die wirtschaftliche Erholung Deutschlands bleibt fragil und ungleich verteilt. Eine angehobene Wachstumsprognose ist ein positives Signal, darf aber nicht über strukturelle Schwächen hinwegtäuschen: Hohe Kosten, schwache Inlandsnachfrage, Fachkräftemangel und zunehmender internationaler Wettbewerbsdruck setzen Unternehmen weiterhin unter erheblichen Anpassungszwang.

    Besonders kritisch ist, dass sich der Druck gleichzeitig auf mehrere Ebenen auswirkt: Produktion wandert ab, mittelständische Branchen verlieren Marktanteile und öffentliche Investitionen kommen vielerorts zu langsam voran. Entscheidend wird daher sein, ob Infrastruktur, Bildung, Digitalisierung und verlässliche Rahmenbedingungen rasch verbessert werden. Protektionismus und Abschottung könnten kurzfristig Schutz versprechen, würden die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands jedoch eher weiter schwächen.

    Kernaussage: Das erwartete Wachstum bietet eine Atempause, ist aber kein Beleg für eine nachhaltige Trendwende. Deutschlands Standortqualität hängt nun vor allem von Reformtempo, Investitionsfähigkeit und internationaler Offenheit ab.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Ein Prozent Wachstum klingt ja erstmal super, aber wen die Möbel aus China billiger sind und Firmen wegen Strom, Bürokratie und Fachkräftemangel wegziehn dann is das wohl eher ne kurze Atempause als echte Erholung, nur auf Abschottung zu setzen wird am ende auch nix bringen.

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