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Die wirtschaftliche Unsicherheit in der Schweiz hat staatsnahe Arbeitgeber wie die SBB, Swisscom und die Post in den Fokus von Arbeitssuchenden gerückt. Mit einem signifikanten Anstieg der Bewerbungen, trotz weniger ausgeschriebener Stellen, zeigt sich, dass die SBB als sicherer Arbeitgeber wahrgenommen wird. Diese Entwicklung spiegelt nicht nur die aktuelle Marktlage wider, sondern wirft auch ein Licht auf die Präferenzen der Arbeitnehmer in unsicheren Zeiten. Erfahren Sie mehr über die Hintergründe und die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt in unserem aktuellen Pressespiegel.
Die Wirtschaft schwächelt – Bund, SBB, Swisscom und Post werden mit Bewerbungen überhäuft
Die wirtschaftliche Abkühlung in der Schweiz hat dazu geführt, dass staatsnahe Arbeitgeber wie die SBB, Swisscom und die Post eine Flut von Bewerbungen erhalten. Bis Mitte Dezember 2025 gingen bei der SBB 125.000 Bewerbungen ein, was einen Anstieg von rund 20.000 im Vergleich zu den Vorjahren darstellt, obwohl weniger Stellen ausgeschrieben wurden. Der Personalchef der SBB, Adi Bucher, führt dies auf die Unsicherheiten in der Privatwirtschaft zurück, die die SBB als sicheren Arbeitgeber erscheinen lassen.
„In unsicheren Zeiten gelten die SBB als sicherer Arbeitgeber und werden attraktiver.“ – Adi Bucher, Personalchef der SBB
Die Post verzeichnete ebenfalls einen Anstieg der Bewerbungen pro ausgeschriebener Stelle von 16 im Jahr 2022 auf 29 im Jahr 2025. Besonders stark war der Andrang in den Bereichen Marketing, Kommunikation, Personalwesen, Finanzen und IT. Diese Entwicklung zeigt, dass die Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt die Präferenzen der Arbeitnehmenden beeinflusst.
Zusammenfassung: Staatsnahe Arbeitgeber in der Schweiz erleben einen Anstieg der Bewerbungen, was auf die wirtschaftliche Unsicherheit zurückzuführen ist. Die SBB und die Post verzeichnen signifikante Zuwächse in den Bewerberzahlen.
Konjunktur: Deutschland gibt die rote Laterne ab
Deutschland wird in diesem Jahr im Euroraum mit einem erwarteten Wirtschaftswachstum von rund 1 Prozent ins Mittelfeld aufsteigen. Dies bedeutet, dass Deutschland mit Frankreich gleichzieht und nur knapp hinter dem erwarteten Wachstum im Euroraum von 1,2 Prozent liegt. Die Prognosen zeigen, dass Italien im Vergleich der großen Eurostaaten erneut die rote Laterne übernimmt.
Die wirtschaftliche Lage in Deutschland wird durch einen schuldenfinanzierten fiskalischen Stimulus für Verteidigung und Infrastruktur unterstützt, der nicht nur die deutsche Wirtschaft, sondern auch die Euro-Wirtschaft stützen soll. Die Ökonomen des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel (IfW) prognostizieren, dass die Euro-Wirtschaft ohne Deutschland um 1,4 Prozent wachsen würde, mit Deutschland jedoch nur um 1,2 Prozent.
Zusammenfassung: Deutschland zeigt ein moderates Wirtschaftswachstum und wird im Euroraum wieder wettbewerbsfähiger. Der fiskalische Stimulus könnte sowohl Deutschland als auch die Euro-Wirtschaft unterstützen.
Existenzgründer - Mehr Hilfe beim Weg in die Selbstständigkeit
In Thüringen wird die Unterstützung für Existenzgründer ausgeweitet, um den Weg in die Selbstständigkeit zu erleichtern. Wirtschaftsministerin Colette Boos-John kündigte an, dass künftig auch Gründungen aus einem Nebenerwerb staatliche Unterstützung erhalten werden. Dies schließt eine Lücke in der bisherigen Gründungsförderung.
Für den Zeitraum von 2021 bis 2027 sind insgesamt 41 Millionen Euro aus EU- und Landesmitteln zur Unterstützung von Existenzgründungen eingeplant. Bislang wurden mehr als 1.800 Projekte gefördert, und es stehen noch knapp 18 Millionen Euro zur Verfügung.
Zusammenfassung: Thüringen erweitert die Unterstützung für Existenzgründer, um den Trend der Nebenerwerbsgründungen zu fördern. Insgesamt stehen 41 Millionen Euro für die Förderung bereit.
Chiles Wirtschaft im Aufschwung, Kast spricht von Krise
Die chilenische Wirtschaft hat sich im Jahr 2025 weiter erholt, mit einem historischen Aufschwung, der durch einen hohen Kupferpreis und gesenkte Inflationsraten unterstützt wird. Der Aktienindex IPSA erreichte über 10.480 Punkte, was einem Anstieg von 58 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Gewinne der Unternehmen stiegen insgesamt um mehr als sechs Prozent auf 9,81 Milliarden US-Dollar.
Dennoch sieht der neu gewählte Präsident José Antonio Kast das Land in einer Krise und plant eine harte Sparpolitik. Trotz der positiven makroökonomischen Daten bleibt die Arbeitslosenquote bei 8,4 Prozent, was auf Herausforderungen im Arbeitsmarkt hinweist.
Zusammenfassung: Chiles Wirtschaft zeigt positive Wachstumszeichen, während der neue Präsident eine Sparpolitik plant. Die Arbeitslosenquote bleibt jedoch eine Herausforderung.
Industrie - Wie geht es mit den großen Stellenabbau-Programmen weiter?
In der Automobilindustrie in Baden-Württemberg, einschließlich Unternehmen wie Mercedes-Benz und Porsche, werden umfangreiche Stellenabbau-Programme umgesetzt. Mercedes-Benz plant, mehrere Milliarden Euro jährlich einzusparen, während Porsche über 1.900 Jobs bis 2029 abbauen will. Diese Maßnahmen sind eine Reaktion auf schwache Geschäfte und sinkende Absatzzahlen.
Der weltgrößte Zulieferer Bosch kündigte an, rund 13.000 Stellen abzubauen, während ZF Friedrichshafen bis Ende 2028 bis zu 14.000 Stellen streichen will. Diese Entwicklungen zeigen die Herausforderungen, mit denen die Industrie konfrontiert ist, und die Notwendigkeit, Kosten zu senken.
Zusammenfassung: Die Automobilindustrie in Deutschland steht vor erheblichen Herausforderungen, was zu umfangreichen Stellenabbau-Programmen führt. Unternehmen wie Mercedes-Benz, Porsche und Bosch reagieren auf sinkende Absatzzahlen und schwache Geschäfte.
Einschätzung der Redaktion
Die aktuelle Situation in der Schweiz, in der staatsnahe Arbeitgeber wie die SBB und die Post einen Anstieg der Bewerbungen verzeichnen, verdeutlicht die wachsende Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt. Diese Entwicklung könnte langfristige Auswirkungen auf die Personalstrukturen und die Attraktivität des öffentlichen Sektors haben. Die Tatsache, dass weniger Stellen ausgeschrieben werden, während die Bewerberzahlen steigen, könnte zu einem Überangebot an qualifizierten Arbeitskräften führen, was die Gehaltsstrukturen und die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer beeinflussen könnte.
In Deutschland zeigt das moderate Wirtschaftswachstum, unterstützt durch fiskalische Stimuli, dass die Wirtschaft sich stabilisiert, jedoch bleibt die Abhängigkeit von staatlichen Maßnahmen kritisch. Die Prognosen deuten darauf hin, dass ohne Deutschland das Wachstum im Euroraum signifikant höher wäre, was Fragen zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit aufwirft.
Die Unterstützung für Existenzgründer in Thüringen ist ein positiver Schritt, um die Selbstständigkeit zu fördern und könnte in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit neue Impulse setzen. Die Bereitstellung von 41 Millionen Euro zeigt ein Engagement für Innovation und Unternehmertum, was für die regionale Wirtschaft von Bedeutung ist.
In Chile ist der wirtschaftliche Aufschwung zwar erfreulich, jedoch bleibt die hohe Arbeitslosenquote ein ernstes Problem. Die Diskrepanz zwischen positiven makroökonomischen Indikatoren und der Wahrnehmung einer Krise durch die Regierung könnte zu Spannungen führen und die Umsetzung von Reformen erschweren.
Die Automobilindustrie in Deutschland steht vor erheblichen Herausforderungen, die durch umfangreiche Stellenabbau-Programme verdeutlicht werden. Diese Maßnahmen sind eine direkte Reaktion auf sinkende Absatzzahlen und könnten die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Branche gefährden, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird.
Insgesamt zeigt sich, dass wirtschaftliche Unsicherheiten und strukturelle Herausforderungen in verschiedenen Sektoren sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringen, die sorgfältig beobachtet und adressiert werden müssen.
Quellen:
- Die Wirtschaft schwächelt – Bund, SBB, Swisscom und Post werden mit Bewerbungen überhäuft
- Konjunktur: Deutschland gibt die rote Laterne ab
- Existenzgründer - Mehr Hilfe beim Weg in die Selbstständigkeit - Wirtschaft
- Chiles Wirtschaft im Aufschwung, Kast spricht von Krise
- Industrie - Wie geht es mit den großen Stellenabbau-Programmen weiter? - Wirtschaft
- Infrastruktur unter Druck - Anschlag in Berlin belastet auch die Wirtschaft stark













