Wirtschaftliche und wissenschaftliche Verbindungen zwischen Bremen und Grönland stärken
Autor: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Bremen und Grönland sind begrenzt, zeigen jedoch Potenzial mit einem Handelsvolumen von 3,6 Millionen Euro im Jahr 2024 und geplanten Kreuzfahrten. Zudem ist Grönland ein wichtiger Standort für Klimaforschung, was die Zusammenarbeit weiter fördern könnte.
Die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Bremen und Grönland sind zwar begrenzt, doch sie bergen ein interessantes Potenzial. Mit einem Handelsvolumen von 3,6 Millionen Euro im Jahr 2024 und einer Vielzahl von Unternehmen, die regelmäßig Geschäfte mit der nordatlantischen Insel tätigen, zeigt sich, dass diese Beziehungen für beide Seiten von Bedeutung sind. Darüber hinaus werfen die Unterschiede in der Bevölkerungsstruktur und der geografischen Ausdehnung zwischen Bremen und Grönland ein spannendes Licht auf die Dynamik dieser Partnerschaft. In diesem Pressespiegel werden die verschiedenen Aspekte der Beziehungen zwischen diesen beiden Regionen beleuchtet, von wirtschaftlichen Verbindungen über touristische Angebote bis hin zu wissenschaftlichen Forschungsprojekten im Kontext des Klimawandels.
Wirtschaftliche Verbindungen zwischen Bremen und Grönland
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Bremen und Grönland sind begrenzt, jedoch von Bedeutung. Laut der Bremer Handelskammer beträgt das Handelsvolumen mit Grönland im Jahr 2024 etwa 3,6 Millionen Euro, was Grönland im Ranking der Bremer Handelspartner auf den 117. Platz bringt. Etwa 20 Unternehmen aus Bremen pflegen regelmäßige Geschäftsbeziehungen zu Grönland, wobei der Großteil der Importe aus Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Erzeugnissen besteht.
„Das Handelsvolumen setzt sich einzig und allein aus Importen nach Bremen zusammen.“
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Handelsbeziehungen zwischen Bremen und Grönland zwar klein sind, aber dennoch eine wichtige Rolle für die beteiligten Unternehmen spielen.
Einwohnerzahlen und Flächenvergleich
Grönland hat eine Bevölkerung von rund 57.000 Menschen, während im Land Bremen laut dem Statistischen Landesamt am 31. Dezember 2024 etwa 704.881 Menschen leben. Dies bedeutet, dass die Einwohnerzahl Bremens etwa 12,4-mal so hoch ist wie die Grönlands. Im Gegensatz dazu ist Grönland mit einer Fläche von 2.166.000 Quadratkilometern 5165-mal so groß wie Bremen, das lediglich 419,4 Quadratkilometer umfasst.
Die Bevölkerungsdichte in Bremen beträgt somit durchschnittlich 1681 Menschen pro Quadratkilometer, während in Grönland nur 0,03 Menschen pro Quadratkilometer leben.
Diese Zahlen verdeutlichen die enormen Unterschiede in der Bevölkerungsstruktur und der geografischen Ausdehnung zwischen den beiden Regionen.
Kreuzfahrten nach Grönland ab Bremerhaven
Die beeindruckende Landschaft Grönlands zieht viele Touristen an, und auch ab Bremerhaven werden Kreuzfahrten angeboten, die die Insel im Nord-Atlantik ansteuern. Der Reiseveranstalter Phoenix Reisen plant im Sommer 2026 insgesamt drei Kreuzfahrten, die mindestens einmal in Grönland Halt machen. Diese Reisen beginnen im Juli und enden im Oktober, wobei die erste Kreuzfahrt fünf Ziele in Grönland ansteuert.
„Generell stehen die jeweiligen Reedereien und wir in Kontakt mit zuständigen Behörden, sodass wir gemeinsam auf Änderungen im politischen Weltgeschehen reagieren können.“
Die Unsicherheit bezüglich der politischen Lage könnte jedoch dazu führen, dass einige dieser Kreuzfahrten möglicherweise abgesagt werden müssen.
Forschung und Klimawandel in Grönland
Das Alfred-Wegener-Institut aus Bremerhaven betrachtet Grönland als ein wichtiges Forschungsgebiet, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel. Ein aktuelles Projekt untersucht den Einfluss des Klimawandels auf die Eisschmelze und den Meeresspiegel, das mit 13 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert wird. Grönland ist somit nicht nur ein Ziel für Touristen, sondern auch ein bedeutender Ort für wissenschaftliche Forschung.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Grönland sowohl wirtschaftlich als auch wissenschaftlich eine wichtige Rolle für Bremen spielt, trotz der geografischen und demografischen Unterschiede.
Einschätzung der Redaktion
Die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Bremen und Grönland sind zwar begrenzt, jedoch zeigen sie das Potenzial für zukünftige Entwicklungen. Das Handelsvolumen von 3,6 Millionen Euro im Jahr 2024, auch wenn es auf den 117. Platz im Ranking der Bremer Handelspartner fällt, könnte durch gezielte Initiativen und Kooperationen gesteigert werden. Die Tatsache, dass 20 Unternehmen aus Bremen bereits Geschäftsbeziehungen zu Grönland pflegen, deutet auf ein bestehendes Interesse hin, das weiter gefördert werden könnte.
Die demografischen und geografischen Unterschiede zwischen Bremen und Grönland sind signifikant, was die Herausforderungen und Chancen in der Zusammenarbeit verdeutlicht. Während Bremen eine hohe Bevölkerungsdichte aufweist, ist Grönland aufgrund seiner Größe und geringen Bevölkerung ein eher unerschlossenes Marktgebiet. Dies könnte für Bremer Unternehmen sowohl Risiken als auch Chancen darstellen, insbesondere im Bereich der Nahrungsmittelimporte.
Die geplanten Kreuzfahrten ab Bremerhaven nach Grönland könnten zudem den Tourismus ankurbeln und die wirtschaftlichen Beziehungen weiter festigen. Allerdings bleibt die Unsicherheit bezüglich der politischen Lage ein kritischer Faktor, der die Durchführung dieser Reisen beeinflussen könnte.
Schließlich ist die Forschung zum Klimawandel in Grönland von großer Bedeutung. Die Investitionen in wissenschaftliche Projekte, wie das des Alfred-Wegener-Instituts, unterstreichen die Relevanz Grönlands als Forschungsstandort und könnten langfristig auch wirtschaftliche Vorteile für Bremen mit sich bringen. Insgesamt zeigt sich, dass die Beziehungen zwischen Bremen und Grönland, trotz ihrer aktuellen Begrenztheit, Potenzial für Wachstum und Entwicklung bieten.
Quellen:
- Wirtschaft, Tourismus, Historie: Was verbindet Bremen und Grönland?
- Alle Artikel in „Wirtschaft“ vom 24.01.2026
- Basler Forscher errechnen, wie ein Grönland-Zollkrieg die Eurozone treffen würde
- „Fatales Zeichen“: Warum SAP-Chef Klein vor der AfD warnt
- Vorschau: Wirtschaft vor acht
- K-förmige Wirtschaft: Kluft wird größer: Was der US-Konsum plötzlich verrät - 24.01.2026