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    Wirtschaft aktuell: Norddeutsche Energiewende, US-Intel-Deal, Steuerdebatte, Einzelhandelstrend

    19.08.2025 289 mal gelesen 4 Kommentare

    Wie bewerten norddeutsche Unternehmen die Energiewende, warum plant die US-Regierung einen milliardenschweren Einstieg bei Intel, und weshalb lehnt die Union Steuererhöhungen für Vermögende ab? Der aktuelle Pressespiegel liefert kompakte Einblicke in die wichtigsten wirtschaftlichen Entwicklungen – von der Stimmung in der Industrie über staatliche Eingriffe in den Technologiesektor bis hin zu Trends im Einzelhandel.

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    Norddeutsche Wirtschaft bewertet Energiewende zunehmend positiver

    Die norddeutschen Unternehmen sehen die Auswirkungen der Energiewende auf ihre Wettbewerbsfähigkeit immer positiver. Laut einer regionalen Auswertung der Arbeitsgemeinschaft Norddeutscher Industrie- und Handelskammern (IHK Nord) zum Energiewendebarometer bewerteten im Juni mehr als 400 Betriebe die Situation. 27,3 Prozent der Betriebe beschrieben die Auswirkungen der Energiewende als sehr positiv oder positiv, was einem Anstieg um 4,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr entspricht. Annähernd ein Drittel (31 Prozent) der Betriebe bewertete die Auswirkungen sehr negativ oder negativ, ein Rückgang um 6,9 Prozentpunkte. 38,7 Prozent der Unternehmen bewerteten die Auswirkungen neutral.

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    Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die Sorge um die Energiepreise bestehen. 39,6 Prozent der Betriebe (Vorjahr: 33,9 Prozent) fürchten aufgrund der Energiepreise einen Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. Thomas Buhck, Vorsitzender der IHK Nord, betonte, dass Unternehmen aller Branchen unter den hohen Strompreisen leiden, nicht nur das produzierende Gewerbe. Die IHK Nord vereint 13 Kammern aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen.

    Bewertung der Energiewende 2025 Veränderung zum Vorjahr
    Sehr positiv/positiv 27,3 % +4,4 Prozentpunkte
    Sehr negativ/negativ 31 % -6,9 Prozentpunkte
    Neutral 38,7 % k.A.
    Sorgen wegen Energiepreisen 39,6 % +5,7 Prozentpunkte

    Infobox: Die norddeutsche Wirtschaft bewertet die Energiewende zunehmend positiver, doch die Sorge um hohe Energiepreise bleibt ein zentrales Thema. (Quelle: DIE ZEIT)

    US-Regierung plant Einstieg bei Intel – Milliardenbeteiligung und Unterstützung durch Softbank

    Die US-Regierung unter Donald Trump plant, einen zehnprozentigen Anteil am US-Chiphersteller Intel zu übernehmen. Handelsminister Howard Lutnick bestätigte den Einstieg des Staates, nachdem zuvor mehrere Medien über die Pläne berichtet hatten. Zusätzlich hat der japanische Softbank-Konzern Intel-Aktien im Wert von zwei Milliarden US-Dollar gekauft, um das Unternehmen zu stützen. Intel gilt als eines der wenigen Unternehmen, das sowohl die Entwicklung als auch die Fertigung von Chips in den USA betreibt und ist damit von strategischer Bedeutung für die nationale Sicherheit.

    Intel hat einen Milliardenauftrag des US-Verteidigungsministeriums für die Lieferung von Chips erhalten. Die geplante Staatsbeteiligung ist die größte staatliche Intervention in den USA seit der Unterstützung der Autoindustrie nach der Finanzkrise 2008. Zehn Milliarden Euro Fördergeld, die Intel aus dem sogenannten Chips-Act erhalten hat, könnten in eine direkte Staatsbeteiligung umgewandelt werden. Intels Börsenwert liegt bei gut 100 Milliarden US-Dollar, sodass es um einen Anteil von etwa zehn Prozent geht. Der neue Intel-Chef Lip-Bu Tan muss das Unternehmen sowohl technologisch als auch personell neu aufstellen. Weitere 20 Prozent der Belegschaft sollen abgebaut werden, um Kosten zu sparen. Intel hat zudem für mehrere Hundert Millionen Euro die neueste Lithografietechnologie des niederländischen Herstellers ASML eingekauft, um technologisch aufzuholen.

    Maßnahme Wert
    Staatsbeteiligung (geplant) 10 %
    Softbank-Investition 2 Mrd. US-Dollar
    Fördergeld (Chips-Act) 10 Mrd. Euro
    Börsenwert Intel 100 Mrd. US-Dollar
    Geplanter Stellenabbau 20 % der Belegschaft

    Infobox: Die US-Regierung plant eine direkte Beteiligung an Intel, unterstützt durch Softbank. Ziel ist die Sicherung der nationalen Chipproduktion und die technologische Aufholjagd gegenüber der Konkurrenz. (Quellen: SZ.de, Ntv)

    Union lehnt Steuererhöhungen für Vermögende ab

    Mehrere Unionspolitiker haben den Vorstoß von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) zu möglichen Steuererhöhungen für Spitzenverdiener und Vermögende zurückgewiesen. Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) verwies auf den Koalitionsvertrag, der keine Steuererhöhungen, sondern Steuersenkungen für kleine und mittlere Einkommen vorsieht. Unionsfraktionschef Jens Spahn betonte, dass die Fraktion derzeit jeden Etat prüfe, um Einsparpotenziale zu finden, und dass dies nicht die Zeit für Steuererhöhungen sei. CSU-Generalsekretär Martin Huber erklärte, Steuererhöhungen seien mit der CSU nicht machbar. Auch Steffen Bilger, Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion, lehnte Steuererhöhungen ab und verwies darauf, dass Deutschland im OECD-Vergleich die zweithöchsten Steuer- und Sozialabgaben habe.

    „Deutschland ist ein Hochsteuerland. Im OECD-Vergleich haben wir die zweithöchsten Steuer- und Sozialabgaben.“ (Steffen Bilger, CDU, laut Bild)

    Klingbeil hatte im ZDF Berlin direkt Sommerinterview betont, dass zum Beseitigen der Milliardenlücken in den kommenden Haushalten keine Option vom Tisch genommen werde, auch nicht höhere Steuern für Spitzenverdiener und Vermögende. Die Lücke im Haushalt 2027 beträgt 30 Milliarden Euro. Dirk Wiese, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion, betonte die Notwendigkeit, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten und dies gegenfinanzieren zu müssen.

    • Union lehnt Steuererhöhungen ab
    • Koalitionsvertrag sieht Steuersenkungen für kleine und mittlere Einkommen vor
    • Haushaltslücke 2027: 30 Milliarden Euro

    Infobox: Die Union bleibt bei ihrer Ablehnung von Steuererhöhungen für Vermögende und verweist auf die hohen Steuer- und Sozialabgaben in Deutschland. (Quelle: Spiegel)

    Einzelhandel in Hessen mit Umsatzplus, aber weniger Beschäftigten

    Im ersten Halbjahr 2025 sind die realen Umsätze im hessischen Einzelhandel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Landesamt mit. Gleichzeitig sank die Zahl der Beschäftigten im Einzelhandel um 1,5 Prozent. Besonders stark legte der Bereich Onlinehandel, Versandhäuser und Haustürverkauf zu, mit einem Umsatzplus von 14,9 Prozent. Einen deutlichen Rückgang der realen Erlöse gab es hingegen im Bereich Verlagsprodukte wie Bücher und Zeitschriften, Sportausrüstungen und Spielwaren in Geschäften, mit einem Minus von 6,8 Prozent.

    Bereich Umsatzentwicklung
    Gesamter Einzelhandel +2,5 %
    Onlinehandel, Versandhäuser, Haustürverkauf +14,9 %
    Verlagsprodukte, Sportausrüstungen, Spielwaren (Geschäfte) -6,8 %
    Beschäftigte im Einzelhandel -1,5 %

    Infobox: Der hessische Einzelhandel verzeichnet ein Umsatzplus, profitiert vor allem vom Onlinehandel, während die Beschäftigtenzahl sinkt. (Quelle: hessenschau.de)

    Einschätzung der Redaktion

    Die wachsende positive Bewertung der Energiewende durch norddeutsche Unternehmen signalisiert eine zunehmende Akzeptanz und Anpassungsfähigkeit der Wirtschaft an die neuen Rahmenbedingungen. Dennoch bleibt die Sorge um die Energiepreise ein gravierender Unsicherheitsfaktor, der die Wettbewerbsfähigkeit weiterhin bedroht. Die Entwicklung zeigt, dass politische und wirtschaftliche Maßnahmen zur Senkung der Energiekosten entscheidend sein werden, um die Akzeptanz der Energiewende weiter zu stärken und die Transformation erfolgreich zu gestalten.

    • Positive Grundstimmung nimmt zu
    • Hohe Energiepreise bleiben zentrales Risiko
    • Wirtschaftliche Transformation erfordert gezielte Entlastungen

    Quellen:

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    Finde es ehrlich gesagt schade, dass immer weniger Leute im Laden arbeiten, obwohl der Umsatz im hessischen Einzelhandel steigt – da geht was an echter Beratung und Service verloren, auch wenn online alles vermeintlich bequemer ist.
    Kann garnicht versthen warum Bücher und Spielezeugs im Laden so abkacken wenn doch Online fast alles so teuer is, warscheinlich weil alle jetz eh nur noch alles mit nem Klick bestellen und laden keiner mehr brauch.
    Also wie das mit de Intel aktien von die USA ist ich find bisschen krass, normal macht doch der Staat sowas garned, oder? Softbank is ja eh dauernd überall drin, aber 10% an sone große Firma? Klingt bisschen wie früher als die Banken so gerettet wurdn, aber Chips sind ja was andres, kein Geld halt, mal guckn ob das klappt am end.
    Ich frag mich ehrlich, wie die kleineren Läden das mit den hohen Strompreisen überhaupt noch schaffen wollen, wenn selbst die großen Unternehmen da schon so Sorgen haben – am Ende leidet ja die ganze Wirtschaft drunter.

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    Erscheinungsjahr 1937 / 2021 (aktuelle Ausgabe)
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