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In Apolda steht die Produktion beim Filinchen-Hersteller Gutena still, während die Gewerkschaft NGG die Belegschaft zu einem Warnstreik aufruft. Im Zentrum des Konflikts stehen Forderungen nach Einkommensverbesserungen und die geplante Erhöhung der Arbeitszeit durch die Geschäftsführung. Dieser Warnstreik könnte entscheidend für die bevorstehenden Tarifverhandlungen sein und wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen in der Süßwarenindustrie.
Warnstreik beim Filinchen-Hersteller in Apolda
Beim Filinchen-Hersteller Gutena im thüringischen Apolda soll am Donnerstag die gesamte Produktion stillstehen. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Belegschaft im Konflikt um einen neuen Tarifvertrag zu einem Warnstreik aufgerufen, der über 24 Stunden gehen soll. Die NGG möchte damit Druck für die Tarifverhandlungen aufbauen, die am 17. April in die dritte Runde gehen sollen.
Die Gewerkschaft fordert für die Gutena-Beschäftigten Einkommensverbesserungen von jeweils 30 Euro im April, Juni und August sowie weiteren 10 Euro im Oktober. Die Geschäftsführung hingegen plant, die tarifliche Wochenarbeitszeit von derzeit 37 Stunden auf 38 Stunden ohne Lohnausgleich zu erhöhen und die Möglichkeit von bis zu vier Sonderschichten zu schaffen. Die NGG bezeichnet dies als einen „hohen Preis“ für einen Tarifabschluss und fordert die Rückkehr des Unternehmens in den Flächentarifvertrag für die ostdeutsche Süßwarenindustrie.
„Wir verlangen die Rückkehr des Unternehmens in den Flächentarifvertrag für die ostdeutsche Süßwarenindustrie“, so ein Gewerkschaftssprecher.
Zusammenfassung: Der Warnstreik bei Gutena in Apolda soll die Tarifverhandlungen vorantreiben, während die NGG Einkommensverbesserungen fordert und die Geschäftsführung eine Erhöhung der Arbeitszeit plant.
Russlands Wirtschaft in Flammen: Drohnenangriff auf Öl-Terminal
Im Ukraine-Krieg hat Kiew erneut gezielt Russlands Wirtschaft angegriffen, indem ukrainische Drohnen das Öl-Terminal „Scheskharis“ in Noworossijsk in Brand setzten. Der Angriff, der in der Nacht auf den 6. April 2026 stattfand, traf beide Piers der Anlage und beschädigte wichtige Computersysteme, die den Betrieb steuern. Dies führt dazu, dass der Terminal vorerst keine weiteren Öllieferungen abwickeln kann.
Die OECD erwartet für 2026 nur noch ein Wachstum von 0,6 Prozent für Russlands Wirtschaft. Zudem gab Putin zu, dass das Bruttoinlandsprodukt im Januar 2026 um 2,1 Prozent niedriger war als im Vorjahr. Laut der Ökonomin Laura Solanko von der Bank of Finland führen die Angriffe auf die Öl-Infrastruktur zu täglichen Einnahmeverlusten von über 70 bis 75 Millionen Dollar.
„Wir sprechen hier von einzelnen Schiffen“, so Mikko Hirvi, Leiter der maritimen Sicherheit bei der finnischen Grenzschutzbehörde, über den Rückgang des Tankverkehrs in der Ostsee.
Zusammenfassung: Der Drohnenangriff auf das Öl-Terminal in Noworossijsk zeigt die gezielte Strategie Kiews, Russlands Wirtschaft zu schwächen, während die OECD ein geringes Wachstum für 2026 prognostiziert.
OECD: Long Covid belastet Wirtschaft und Gesundheitssysteme
Eine Untersuchung der OECD zeigt, dass die Folgen von Long Covid die Wirtschaft und die Gesundheitssysteme erheblich belasten. Die Kosten könnten von 2025 bis 2035 zwischen 0,1 und 0,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen, was jährlich bis zu 115 Milliarden Euro für die OECD-Länder bedeuten könnte. Allein die direkten Gesundheitskosten für die Bewältigung von Long Covid dürften bis 2035 jährlich rund 9,4 Milliarden Euro betragen.
Die OECD betont die Notwendigkeit, die Diagnose, Behandlung und Gesundheitsversorgung für Long Covid-Patienten zu verbessern. Es wird erwartet, dass in den kommenden Jahren etwa ein Prozent der Bevölkerung von Long Covid betroffen sein wird, was die wirtschaftlichen Kosten weiter erhöhen könnte.
„Entscheidend sei, die Diagnose, die Behandlung und die Gesundheitsversorgung für Patienten mit Long Covid zu stärken“, so die OECD.
Zusammenfassung: Long Covid stellt eine erhebliche Belastung für die Wirtschaft dar, mit potenziellen Kosten von bis zu 115 Milliarden Euro jährlich in den OECD-Ländern.
US-Waffenruhe mit Iran: Auswirkungen auf Spritpreise und Börsen
Die USA und Iran haben sich auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt, was zu einem Rückgang der Ölpreise um bis zu 15 Prozent führte. Nordsee-Rohöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI kosteten jeweils 93,92 und 95,70 Dollar je Barrel. Diese Entwicklung hat die Märkte erleichtert, jedoch sind die Spritpreise an den Tankstellen weiterhin gestiegen.
Die Preise für Super E10 und Diesel stiegen am Mittwochmittag um etwa fünf Cent. Ein Liter Super E10 kostete 2,208 Euro, während Diesel bei 2,471 Euro lag. Der ADAC kritisiert den sogenannten „Raketen-und-Feder-Effekt“, bei dem die Preise bei steigenden Kosten schnell angehoben, bei sinkenden jedoch nur langsam gesenkt werden.
„Es geht moderater aufwärts als zuletzt“, sagte ein ADAC-Sprecher.
Zusammenfassung: Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran hat zu einem Rückgang der Ölpreise geführt, während die Spritpreise an den Tankstellen weiterhin steigen.
Einschätzung der Redaktion
Der Warnstreik bei Gutena in Apolda verdeutlicht die wachsenden Spannungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern im Kontext der Tarifverhandlungen. Die Forderungen der Gewerkschaft nach Einkommensverbesserungen stehen im direkten Gegensatz zu den Plänen der Geschäftsführung, die Arbeitszeit zu erhöhen, was die Verhandlungsdynamik erheblich beeinflussen könnte. Ein erfolgreicher Streik könnte nicht nur die Verhandlungen bei Gutena, sondern auch in der gesamten Branche anheizen, was zu einem verstärkten Druck auf andere Unternehmen führen könnte, ähnliche Forderungen zu erfüllen.
Zusätzlich könnte dieser Konflikt die öffentliche Wahrnehmung von Arbeitsbedingungen in der Süßwarenindustrie beeinflussen und die Diskussion über faire Löhne und Arbeitszeiten neu entfachen. Die Relevanz dieser Auseinandersetzung geht über die unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen hinaus und könnte langfristige Veränderungen in der Tarifpolitik nach sich ziehen.
Zusammenfassung: Der Warnstreik bei Gutena könnte weitreichende Auswirkungen auf die Tarifverhandlungen in der Branche haben und die Diskussion über faire Arbeitsbedingungen neu beleben.
Quellen:
- Ernährungsindustrie - Warnstreik beim Filinchen-Hersteller in Apolda - Wirtschaft - SZ.de
- Russlands Wirtschaft in Flammen: Drohnen fackeln Putins wichtigstes Öl-Terminal ab – Kiew ignoriert Bitten
- Business-Liveticker: Italienischer Schnellzug für Tests in Deutschland unterwegs
- OECD: Long Covid belastet Wirtschaft und Gesundheitssysteme - boerse.de
- Folgen von Long Covid belasten Wirtschaft und Gesundheitssysteme
- US-Waffenruhe mit Iran: Was bedeutet die Feuerpause für Spritpreise und Börsen? - Wirtschaft - SZ.de













