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Das US-Handelsdefizit hat im November 2025 einen alarmierenden Anstieg von 94,6 Prozent auf 56,8 Milliarden Dollar verzeichnet, was den stärksten prozentualen Anstieg seit 1992 darstellt. Während die Importe auf Rekordniveau steigen, brechen die Exporte ein, was die wirtschaftlichen Prognosen für das vierte Quartal erheblich belasten könnte. In diesem Pressespiegel werfen wir einen Blick auf die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen, die nicht nur die USA, sondern auch die deutsche Wirtschaft betreffen, die mit stagnierenden Wachstumsprognosen und Tarifkonflikten zu kämpfen hat.
US-Handelsdefizit weitet sich so stark aus wie seit 1992 nicht mehr
Das US-Handelsdefizit hat sich im November 2025 überraschend kräftig ausgeweitet und den stärksten prozentualen Anstieg seit fast 34 Jahren verzeichnet. Das Defizit stieg um 94,6 Prozent auf 56,8 Milliarden Dollar, während Ökonomen nur mit einem Anstieg auf 40,5 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Die Importe legten um fünf Prozent auf 348,9 Milliarden Dollar zu, wobei die Einfuhren von Waren um 6,6 Prozent und die von Kapitalgütern um 7,4 Milliarden Dollar auf ein Rekordhoch stiegen.
„Die schlechtere Handelsbilanz dürfte die Erwartungen der Ökonomen dämpfen, dass der Außenhandel im vierten Quartal erneut einen deutlichen Wachstumsimpuls geliefert hat.“
Die Exporte hingegen brachen um 3,6 Prozent auf 292,1 Milliarden Dollar ein, was auf einen Rückgang bei Industriegütern und Rohstoffen zurückzuführen ist. Diese Entwicklung könnte die wirtschaftlichen Prognosen für das vierte Quartal 2025 negativ beeinflussen. Quelle: WirtschaftsWoche
Keine Annäherung bei dritter Bahn-Tarifrunde
Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer haben ihre Tarifgespräche nach dem dritten Treffen ohne Ergebnis vertagt. Die Verhandlungen sind von Spannungen geprägt, da beide Seiten unterschiedliche Vorstellungen über die Gehaltserhöhungen und Arbeitsbedingungen haben. Die Gewerkschaft fordert eine deutliche Erhöhung der Löhne, während die Bahn auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verweist.
Die Gespräche sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden, wobei beide Seiten unter Druck stehen, eine Einigung zu erzielen, um mögliche Streiks zu vermeiden. Quelle: Deutschlandfunk
Regierung korrigiert Wachstumsprognose nach unten
Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für 2026 von 1,3 auf 1,0 Prozent gesenkt. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche betonte, dass die Erholung im zweiten Halbjahr 2025 schwächer ausfiel als erwartet. Die staatlichen Investitionen sollen jedoch rund zwei Drittel Prozentpunkte zum BIP-Zuwachs 2026 beitragen, was insbesondere der Bau- und Rüstungsindustrie zugutekommen soll.
Die Experten warnen vor zu viel Optimismus und betonen, dass strukturelle Reformen notwendig sind, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die Bundesregierung plant, die Investitionen in die Infrastruktur und steuerliche Anreize zu erhöhen, um das Wachstum zu fördern. Quelle: Spiegel
Zukunftsforum Wirtschaft Altmühlfranken 2026: Impulse und Austausch
Das Zukunftsforum Wirtschaft Altmühlfranken fand am 29. Januar 2026 in Gunzenhausen statt und brachte über 200 Gäste aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen zusammen. Ziel der Veranstaltung war es, den Dialog zwischen Wirtschaft und Politik zu fördern und neue Impulse für die regionale Wirtschaft zu setzen. Der bekannte Autor und ehemalige Top-Manager Stephan Schäfer sprach über die Herausforderungen und Chancen in der Unternehmensführung.
Schäfer betonte die Bedeutung von Empathie in der Führung und ermutigte die Teilnehmer, mutige Entscheidungen zu treffen. Die Veranstaltung bot auch Raum für persönliche Gespräche und den Austausch von Erfahrungen, was die Vernetzung in der Region stärkt. Quelle: fraenkischer.de
Deutsche Wirtschaft wächst langsamer als erhofft
Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für 2026 auf ein Prozent gesenkt, was auf eine schwächere wirtschaftliche Erholung zurückzuführen ist. Die Experten warnen, dass die strukturellen Wachstumsperspektiven weiterhin spürbar abgeschwächt sind. Die staatlichen Investitionen sollen jedoch einen positiven Einfluss auf das BIP haben, während der Außenhandel weiterhin negativ bleibt.
Die Bundesregierung plant, die Wettbewerbsfähigkeit durch Strukturreformen zu erhöhen, um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu bewältigen. Die Meinungen über die notwendigen Reformen gehen innerhalb der Koalition auseinander, was die Umsetzung erschweren könnte. Quelle: WELT
Einschätzung der Redaktion
Die aktuelle Ausweitung des US-Handelsdefizits um 94,6 Prozent ist ein alarmierendes Signal für die amerikanische Wirtschaft. Ein derart starker Anstieg, der seit 1992 nicht mehr beobachtet wurde, könnte auf tiefere strukturelle Probleme hinweisen, insbesondere im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der US-Industrie. Der Rückgang der Exporte um 3,6 Prozent, insbesondere bei Industriegütern und Rohstoffen, deutet darauf hin, dass die US-Wirtschaft möglicherweise nicht in der Lage ist, im globalen Handel mitzuhalten. Dies könnte die wirtschaftlichen Prognosen für das vierte Quartal 2025 erheblich belasten und die Erwartungen an ein robustes Wirtschaftswachstum dämpfen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entwicklung des Handelsdefizits ernsthafte Fragen zur wirtschaftlichen Stabilität der USA aufwirft und möglicherweise negative Auswirkungen auf die zukünftige Wachstumsdynamik haben könnte.
Die festgefahrenen Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer zeigen die Schwierigkeiten, die in der aktuellen wirtschaftlichen Lage bestehen. Die unterschiedlichen Vorstellungen über Gehaltserhöhungen und Arbeitsbedingungen könnten zu einem potenziellen Streik führen, was die ohnehin angespannte Situation im Verkehrssektor weiter verschärfen würde. Eine Einigung ist dringend erforderlich, um die Betriebsabläufe nicht zusätzlich zu belasten und um das Vertrauen der Mitarbeiter in die Verhandlungsführung zu stärken.
Insgesamt ist die Situation bei der Deutschen Bahn kritisch, da sie sowohl die Mitarbeiterzufriedenheit als auch die betriebliche Effizienz gefährden könnte.
Die nach unten korrigierte Wachstumsprognose der Bundesregierung für 2026 auf 1,0 Prozent spiegelt die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen wider. Die Tatsache, dass die Erholung im zweiten Halbjahr 2025 schwächer ausfiel als erwartet, zeigt, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach wie vor instabil sind. Die geplanten staatlichen Investitionen könnten zwar kurzfristig positive Effekte auf das BIP haben, jedoch sind strukturelle Reformen unerlässlich, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Die Uneinigkeit innerhalb der Koalition über die notwendigen Reformen könnte die Umsetzung dieser Maßnahmen weiter erschweren.
Zusammenfassend ist die wirtschaftliche Lage in Deutschland angespannt, und es bedarf klarer und einheitlicher Strategien, um die Herausforderungen zu bewältigen.
Das Zukunftsforum Wirtschaft Altmühlfranken bietet eine wertvolle Plattform für den Austausch zwischen Wirtschaft und Politik. Die Betonung von Empathie in der Unternehmensführung und die Ermutigung zu mutigen Entscheidungen sind entscheidend, um die Herausforderungen der heutigen Zeit zu meistern. Solche Veranstaltungen fördern nicht nur den Dialog, sondern stärken auch die Vernetzung innerhalb der Region, was für die wirtschaftliche Entwicklung von großer Bedeutung ist.
Insgesamt zeigt das Forum, wie wichtig der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren sind, um innovative Lösungen für die regionalen wirtschaftlichen Herausforderungen zu finden.
Quellen:
- Wirtschaft USA: US-Handelsdefizit weitet sich so stark aus wie seit 1992 nicht mehr
- Wirtschaft vor acht vom 29.01.2026
- Wirtschaft - Keine Annäherung bei dritter Bahn-Tarifrunde
- Wirtschaft in Deutschland: Regierung korrigiert Wachstumsprognose nach unten
- Zukunftsforum Wirtschaft Altmühlfranken 2026: Impulse, Austausch und neue Perspektiven zum Jahresauftakt
- Trotz schuldenfinanzierter Staatsausgaben – deutsche Wirtschaft wächst 2026 langsamer als erhofft













