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Die wirtschaftliche Lage in Russland wird zunehmend prekär, wie die jüngsten Prognosen des Finanzministeriums zeigen. Mit einer drastischen Senkung der Wachstumsprognose von 2,5 auf 1,5 Prozent wird deutlich, dass die Kriegswirtschaft an ihre Grenzen stößt. Gleichzeitig kämpfen Unternehmen in verschiedenen Sektoren, während die Einnahmen aus dem Ölgeschäft stark zurückgehen. In diesem Pressespiegel werfen wir einen Blick auf die aktuellen Herausforderungen der russischen Wirtschaft, die Auswirkungen von Drohnenangriffen auf die Ölindustrie sowie die Bemühungen in Deutschland, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Zudem beleuchten wir die Ergebnisse einer Studie zur wirtschaftlichen Bildung von Mädchen und die Initiativen zur Förderung von Unternehmen in Frankfurt.
Kriegswirtschaft in Putins Russland stockt – Kreml senkt Wachstumserwartungen
Russlands Wirtschaft sieht sich mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert, die die Wachstumsprognosen erheblich beeinträchtigen. Der russische Finanzminister Anton Siluanow hat am 27. August 2025 angekündigt, dass die jährliche Wachstumsprognose von ursprünglich 2,5 Prozent auf nunmehr 1,5 Prozent gesenkt wird. Diese Anpassung verdeutlicht, dass die Kriegswirtschaft an ihre Grenzen gestoßen ist.
„Harte Bedingungen“ – Kreml-Offizieller sieht schwächeres Wachstum in Russlands Wirtschaft voraus.
Die Gründe für diese negative Entwicklung sind vielfältig. Ein bedeutender Drohnenproduzent steht vor der Insolvenz, und in der Kohlebranche kommt es zu Schließungen. Zudem sind die Einnahmen aus dem Ölverkauf stark eingebrochen, was die Haushalte dazu veranlasst, von neuen Krediten abzusehen. Der Finanzminister warnte bereits, dass Russland am Rande der Rezession steht.
Zusammenfassung: Der Kreml hat die Wachstumsprognose für 2025 von 2,5 auf 1,5 Prozent gesenkt, was die kritische Lage der russischen Wirtschaft unterstreicht.
Zentrales Öl-Terminal schwer getroffen – Russlands Wirtschaft büßt Millionen ein
Die ukrainischen Drohnenangriffe haben Russlands Wirtschaft empfindlich getroffen, insbesondere das strategische Öl-Terminal Ust-Luga, das nur noch mit halber Kapazität arbeitet. Täglich werden dort lediglich rund 350.000 Barrel Öl verarbeitet, was zu erheblichen finanziellen Einbußen führt. Die Pipeline-Infrastruktur wurde durch Angriffe auf die Pumpstation Unetscha in der Region Brjansk beschädigt.
Die US-Thinktank Center for Strategic and International Studies (CSIS) berichtete, dass Russland im Juli 2025 täglich 467 Millionen US-Dollar durch Ölexporte eingenommen hat. Diese Einnahmen könnten nun durch die Angriffe gefährdet sein, was die wirtschaftliche Stabilität Russlands weiter unter Druck setzt.
Zusammenfassung: Das Öl-Terminal Ust-Luga arbeitet nur noch mit halber Kapazität, was zu Millionenverlusten für die russische Wirtschaft führt.
Wirtschaft: Wie Bernhard Grieb Frankfurt nach vorne bringen will
Bernhard Grieb, seit Januar 2025 Chef der Frankfurter Wirtschaftsförderung, sieht großes Potenzial in der Stadt. Er hat bereits rund 1000 Visitenkarten gesammelt und über 150 Abendtermine wahrgenommen, um die Wirtschaft in Frankfurt zu fördern. Grieb betont die Notwendigkeit, Unternehmen in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten zu unterstützen und Innovationen zu fördern.
Die Vielfalt der Branchen in Frankfurt, von der Finanzwirtschaft über Logistik bis hin zu Chemie und Pharma, bietet eine solide Grundlage für wirtschaftliches Wachstum. Grieb hat den Gründerpreis ins Leben gerufen und freut sich über mehr als 150 Bewerbungen, was die Innovationskraft der Stadt unterstreicht.
Zusammenfassung: Bernhard Grieb setzt sich als Chef der Wirtschaftsförderung für die Förderung von Unternehmen und Innovationen in Frankfurt ein.
Universität Tübingen: Mädchen wissen laut Studie weniger über Wirtschaft als Jungen
Eine Studie der Universität Tübingen zeigt, dass Mädchen in Wirtschaftswissen hinterherhinken. Bei einem Test schnitten Mädchen im Schnitt 13 Prozent schlechter ab als Jungen, was einem Rückstand von fast einem Schuljahr entspricht. Die Hauptgründe sind geringere mathematische Fähigkeiten und weniger Interesse an ökonomischen Themen.
Die Studienleiterin Taiga Brahm schlägt vor, durch gezielte Maßnahmen im Unterricht, wie Rollenspiele und praxisnahe Projekte, das Wirtschaftswissen von Mädchen zu fördern und ihr Selbstvertrauen zu stärken.
Zusammenfassung: Mädchen schneiden in Wirtschaftstests um 13 Prozent schlechter ab als Jungen, was auf mathematische Schwächen und Desinteresse zurückzuführen ist.
Auszubildende gesucht: In der Wirtschaft fehlt der Nachwuchs
In Deutschland gibt es fast drei Millionen 20- bis 35-Jährige ohne Berufsausbildung, während Unternehmen händeringend nach Auszubildenden suchen. Die duale Ausbildung, für die Deutschland bekannt ist, bietet zahlreiche Vorteile, doch die Zahl der Bewerber sinkt. 2024 gab es 432.000 Bewerber für 519.000 Ausbildungsstellen.
Unternehmen berichten von Defiziten in Deutsch und Mathematik sowie mangelnder Belastbarkeit bei Schulabgängern. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, bieten viele Betriebe Nachhilfeunterricht an und versuchen, die Ausbildungsbedingungen zu verbessern.
Zusammenfassung: In Deutschland fehlen Auszubildende, während gleichzeitig viele junge Menschen ohne Berufsabschluss bleiben, was den Fachkräftemangel verschärft.
Einschätzung der Redaktion
Die aktuelle Situation der russischen Wirtschaft ist alarmierend und deutet auf eine ernsthafte Krise hin. Die Senkung der Wachstumsprognose von 2,5 auf 1,5 Prozent ist ein klares Indiz dafür, dass die Kriegswirtschaft nicht nur an ihre Grenzen stößt, sondern auch unter dem Druck externer Faktoren wie Drohnenangriffen leidet. Die signifikanten Einbußen im Ölsektor, insbesondere durch die reduzierte Kapazität des Öl-Terminals Ust-Luga, könnten die finanzielle Stabilität Russlands weiter gefährden und die ohnehin angespannte Haushaltslage verschärfen.
Die Warnung des Finanzministers, dass Russland am Rande der Rezession steht, sollte ernst genommen werden, da dies nicht nur Auswirkungen auf die nationale Wirtschaft hat, sondern auch geopolitische Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Ein wirtschaftlicher Rückgang könnte die Handlungsfähigkeit des Kremls einschränken und die innenpolitische Stabilität gefährden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen Russlands nicht nur die Kriegsanstrengungen beeinträchtigen, sondern auch langfristige Folgen für die politische Landschaft des Landes haben könnten.
Quellen:
- Kriegswirtschaft in Putins Russland stockt – Kreml senkt Wachstumserwartungen
- Wirtschaft: Wie Bernhard Grieb Frankfurt nach vorne bringen will
- Universität Tübingen: Mädchen wissen laut Studie weniger über Wirtschaft als Jungen
- Auszubildende gesucht: In der Wirtschaft fehlt der Nachwuchs
- Wirtschaft vor acht
- Zentrales Öl-Terminal schwer getroffen – Russlands Wirtschaft büßt Millionen ein