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Die aktuelle wirtschaftliche Lage Russlands zeigt alarmierende Entwicklungen, die durch internationale Sanktionen und den anhaltenden Ukraine-Konflikt verstärkt werden. Experten warnen vor einer drohenden Systemkrise, während die Widerstandsfähigkeit der russischen Wirtschaft stark geschwächt ist. In diesem Pressespiegel werfen wir einen Blick auf die neuesten Zahlen und Analysen, die die Herausforderungen und Veränderungen in der russischen Wirtschaft sowie in anderen europäischen Märkten beleuchten.
Russlands Wirtschaft in der Abwärtsspirale
Aktuelle Zahlen aus Russlands Wirtschaft deuten darauf hin, dass der Druck auf Präsident Wladimir Putin, den Ukraine-Krieg zu beenden, bald groß genug sein könnte. Laut einem Bericht von Bloomberg leidet die russische Wirtschaft massiv unter den westlichen Sanktionen, insbesondere dem Ausschluss aus dem SWIFT-System und den Handelsbeschränkungen für Öl- und Gasexporte. Alexander Gabuew, Direktor des Carnegie Russia Eurasia Center, äußerte sich dazu mit den Worten: „Um den Krieg beenden zu wollen, muss man den Abgrund vor Augen haben.“
„Die russische Wirtschaft beginnt nun, die vollen Auswirkungen internationaler Sanktionen zu spüren.“ - Mark Temnycky, Atlantic Council
Die Widerstandsfähigkeit der russischen Wirtschaft ist stark geschwächt, so Oleg Buklemishew von der Lomonossow-Universität Moskau. Die Einkäufe wichtiger Lebensmittel sind im Herbst um acht bis zehn Prozent gesunken, was die massive Belastung des Einzelhandels verdeutlicht. Die Autoverkäufe sind um fast ein Viertel geschrumpft, während die Preise für Elektroautos und importierte Fahrzeuge explodiert sind.
Zusammenfassung: Russlands Wirtschaft steht unter starkem Druck durch Sanktionen, was zu einem Rückgang der Lebensmittelkäufe und Autoverkäufe führt. Experten warnen vor einer drohenden Systemkrise.
Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft verbessert sich
Im November 2025 hat sich die Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft aufgehellt, wie das Dresdner Ifo Institut berichtet. Der Geschäftsklimaindex stieg von 89,3 Punkten im Oktober auf 90,0 Punkte im November. Dies deutet auf eine Besserung der Geschäftslage und der Erwartungen der Unternehmen hin. Insbesondere in der Industrie wurde eine positive Tendenz festgestellt, während der Einzelhandel pessimistischer auf die laufenden Geschäfte blickt.
Die Unternehmen im Bauhauptgewerbe bewerteten ihre aktuelle Lage zwar etwas besser, zeigen sich jedoch pessimistisch hinsichtlich der kommenden Monate. Der Ifo-Index gilt als treffsicherer Frühindikator für die Konjunktur und basiert auf etwa 1.700 monatlichen Meldungen von Firmen verschiedener Branchen.
Zusammenfassung: Die Stimmung in der ostdeutschen Wirtschaft hat sich verbessert, insbesondere in der Industrie, während der Einzelhandel pessimistischer bleibt. Der Ifo-Index zeigt eine leichte Aufwärtsbewegung.
Neue Arbeitslosenzahlen für Berlin
Im November 2025 ist die Arbeitslosigkeit in Berlin leicht zurückgegangen. Laut der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit waren 217.967 Menschen arbeitslos gemeldet, was einen Rückgang um 2.249 im Vergleich zum Oktober bedeutet. Die Arbeitslosenquote liegt bei 10,2 Prozent, was einen Rückgang um 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat darstellt, jedoch 0,5 Punkte über dem Vorjahresniveau.
Ramona Schröder, Chefin der Regionaldirektion, kritisierte die stagnierende Wirtschaft, die es den Unternehmen erschwert, neue Impulse für Einstellungen zu finden. In Brandenburg blieb die Zahl der Arbeitslosen nahezu unverändert bei 84.273, was einen Anstieg um 62 Personen im Vergleich zum Oktober bedeutet.
Zusammenfassung: In Berlin ist die Arbeitslosigkeit leicht gesunken, bleibt jedoch im Vergleich zum Vorjahr hoch. Die stagnierende Wirtschaft wird als Grund für die fehlenden Impulse für Neueinstellungen genannt.
Bargeld und Girocard als günstigste Zahlungsmethoden im Einzelhandel
Eine Studie der Deutschen Bundesbank zeigt, dass Bargeld mit 43 Cent je Transaktion und die Girocard mit knapp einem Prozent der Erlöse die kostengünstigsten Zahlungsmethoden für den Einzelhandel sind. Internationale Debit- und Kreditkarten verursachen durch höhere Gebühren deutlich mehr Kosten für die Händler. Kleinere Händler haben aufgrund ihrer geringeren Verhandlungsmacht höhere Zahlungskosten als größere.
Die Studie verdeutlicht, dass für Verbraucher die Bezahlung in der Regel entgeltfrei ist, jedoch dem Einzelhandel Kosten entstehen. Die Akzeptanz digitaler Zahlungsmittel ist bei kleinen Händlern geringer, da die damit verbundenen Transaktionsgebühren eine Hürde darstellen.
Zusammenfassung: Bargeld und Girocard sind die günstigsten Zahlungsmethoden für den Einzelhandel, während kleinere Händler höhere Kosten tragen. Digitale Zahlungsmittel werden seltener akzeptiert.
Wachstum der isländischen Wirtschaft
Islands Wirtschaft ist im dritten Quartal 2025 um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Der private Konsum war der Haupttreiber dieses Wachstums mit einem Anstieg von 4,2 Prozent. Auch die Bruttoanlageinvestitionen und der Staatsverbrauch legten zu, um 2,2 Prozent beziehungsweise 0,9 Prozent.
Allerdings hat sich das Handelsdefizit bei Waren und Dienstleistungen vergrößert, was das reale Wachstum um 4,5 Prozent belastet. Saisonbereinigt gab es einen leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent zwischen dem zweiten und dritten Quartal 2025.
Zusammenfassung: Islands Wirtschaft wächst um 1,2 Prozent, angetrieben durch den privaten Konsum, jedoch belastet durch ein wachsendes Handelsdefizit.
Einschätzung der Redaktion
Die aktuellen Entwicklungen in Russlands Wirtschaft sind alarmierend und könnten weitreichende Konsequenzen für die geopolitische Lage haben. Die massiven Auswirkungen der westlichen Sanktionen, insbesondere im Hinblick auf den Ausschluss aus dem SWIFT-System und die Handelsbeschränkungen, zeigen, dass die russische Wirtschaft in einer kritischen Phase steckt. Der Rückgang der Lebensmittelkäufe und Autoverkäufe deutet auf eine ernsthafte wirtschaftliche Belastung hin, die das Potenzial hat, die öffentliche Stimmung und die politische Stabilität zu beeinflussen. Experten warnen vor einer drohenden Systemkrise, was den Druck auf Präsident Putin erhöhen könnte, den Ukraine-Krieg zu beenden. Dies könnte nicht nur die innenpolitische Lage in Russland destabilisieren, sondern auch die Dynamik des Konflikts in der Ukraine verändern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Russlands die Möglichkeit eines Wandels in der Kriegsführung und der politischen Strategie erhöhen könnten, was sowohl für die Region als auch für die internationalen Beziehungen von Bedeutung ist.
Quellen:
- „Endlich genug Druck“: Russlands Wirtschaft ist in der Abwärtsspirale
- Konjunktur: Ifo Institut: Stimmung in ostdeutscher Wirtschaft verbessert
- Neue Arbeitslosenzahlen für Berlin – Agentur-Chefin kritisiert Wirtschaft
- Bargeld und Girocard für Einzelhandel am günstigsten
- Islands Wirtschaft wächst um 1,2 Prozent
- Konjunktur: Ifo Institut: Stimmung in ostdeutscher Wirtschaft verbessert













