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Die Finanzierung von Gründerinnen in Deutschland bleibt stark benachteiligt, wie eine aktuelle Studie zeigt. Während männliche Gründungsteams im Jahr 2025 94 Prozent aller Investitionen einwarfen, erhielten rein weibliche Teams lediglich ein Prozent. Diese alarmierenden Zahlen verdeutlichen die strukturellen Ungleichheiten, die Frauen im Unternehmertum weiterhin gegenüberstehen. Erfahren Sie mehr über die Hintergründe und die Auswirkungen dieser Diskrepanz auf die Gründerlandschaft in Deutschland.
Risikokapital für Gründerinnen: Ungleichheit in Deutschland
Eine aktuelle Studie zeigt, dass Start-ups mit ausschließlich männlichen Gründungsteams im Jahr 2025 94 Prozent aller Investitionen erhielten, während rein weibliche Teams lediglich ein Prozent der Gelder bekamen. Der Anteil der finanzierten Start-ups mit mindestens einer Frau im Gründerteam sank von 21 Prozent im Jahr 2024 auf 19 Prozent im Jahr 2025. Dies verdeutlicht die anhaltende Ungleichheit in der Finanzierung von Gründerinnen in Deutschland.
„Genau diese Bereiche bilden allerdings die Basis für kapitalintensive Branchen wie Software, Defence oder Space. Das ist kein individuelles Versäumnis, sondern Ergebnis struktureller Faktoren – von fehlenden Vorbildern bis zu Rahmenbedingungen, die Unternehmertum und Familie schwer vereinbar machen.“ - Thomas Prüver, Partner bei EY
Gründerinnen sind vor allem in weniger kapitalintensiven Branchen wie E-Commerce und Bildung aktiv, während die männlich dominierten Tech-Bereiche die größten Summen an Risikokapital anziehen. Im Jahr 2025 flossen fast 7,4 Milliarden Euro an rein männliche Gründerteams, was einem Plus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Gegensatz dazu erhielten von Frauen gegründete Unternehmen lediglich 53 Millionen Euro.
Zusammenfassung: Die Studie zeigt eine signifikante Diskrepanz in der Risikokapitalverteilung zwischen männlichen und weiblichen Gründungsteams in Deutschland, mit einem dramatischen Rückgang der finanzierten Start-ups mit weiblicher Beteiligung.
Iran-Krieg: Die Industrie der Golf-Staaten steckt in einer Sackgasse
Die Sperrung der Straße von Hormus hat die Ölexporte aus der Golfregion stark beeinträchtigt und die Förderländer gezwungen, auf Pipelines auszuweichen. Diese Situation hat auch Auswirkungen auf die Industrie in Bahrain, Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, da wichtige Importe für die Produktion von Industriegütern fehlen. Rund 2000 Schiffe, darunter 30 Schiffe deutscher Reedereien, sitzen im Persischen Golf fest.
Die Reederei Oldendorff, die zuvor eine wichtige Rolle in der Rohstoffversorgung spielte, sieht sich nun mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert. Seit dem Ausbruch des Krieges am 28. Februar wurden keine mit Eisenerz beladenen Frachtschiffe im Golf gesichtet. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Bau- und Industrieprojekte in der Region, da die Rohstoffversorgung unterbrochen ist.
Zusammenfassung: Der Iran-Krieg hat die Industrie der Golf-Staaten in eine kritische Lage gebracht, da die Sperrung der Straße von Hormus die Rohstoffversorgung erheblich beeinträchtigt.
Drei Viertel der Deutschen hätten sofort mehr Geld in der Tasche
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass drei Viertel der Deutschen der Meinung sind, sie könnten sofort mehr Geld in der Tasche haben, wenn die Strompreise gesenkt würden. Der CEO von Octopus Energy, Bastian Gierull, betont, dass die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen die Verbraucher erpressbar macht und die steigenden Energiepreise eine Belastung für Haushalte und die Industrie darstellen.
Gierull schlägt vor, die Stromsteuer zu senken und eine Preisobergrenze für Bestandskunden einzuführen, um die finanziellen Belastungen zu reduzieren. Dies könnte dazu führen, dass viele Haushalte sofort mehr Geld zur Verfügung hätten und die Abhängigkeit von hohen fossilen Preisen verringert wird.
Zusammenfassung: Die Umfrage verdeutlicht die Unzufriedenheit der Deutschen mit den hohen Strompreisen und die Notwendigkeit von politischen Maßnahmen zur Entlastung der Haushalte.
Allianz für faire Fachkräftegewinnung mit deutscher Wirtschaft
Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan hat eine neue Allianz für faire Fachkräftegewinnung ins Leben gerufen, die auf eine Zusammenarbeit zwischen der deutschen Wirtschaft und den Herkunftsländern der Fachkräfte abzielt. Ziel ist es, die Ausbildungsmöglichkeiten in den Herkunftsländern zu verbessern und transparente Rekrutierungsverfahren zu schaffen.
Die Allianz „WE-Fair“ umfasst Partner wie den Deutschen Gewerkschaftsbund, die Deutsche Industrie- und Handelskammer sowie Unternehmen wie DHL und Randstad. Diese Initiative soll dazu beitragen, dass qualifizierte Fachkräfte besser auf eine Tätigkeit in Deutschland vorbereitet werden und sich schneller integrieren können.
Zusammenfassung: Die neue Allianz zielt darauf ab, die Fachkräftegewinnung in Deutschland zu verbessern und gleichzeitig die Ausbildungsstrukturen in den Herkunftsländern zu stärken.
Leica bekommt einen neuen Chef
Leica, der renommierte Hersteller von Kameras und optischen Geräten, hat einen neuen CEO ernannt. Der Wechsel an der Spitze des Unternehmens erfolgt in einer Zeit, in der die Branche vor großen Herausforderungen steht, insbesondere durch den zunehmenden Wettbewerb im digitalen Bereich. Der neue Chef wird erwartet, frischen Wind in die Unternehmensstrategie zu bringen und die Marke weiter zu stärken.
Die Entscheidung für einen neuen CEO könnte auch eine Reaktion auf die sich verändernden Marktbedingungen sein, die eine Anpassung der Geschäftsstrategie erfordern. Leica hat sich in der Vergangenheit durch Qualität und Innovation ausgezeichnet, und es bleibt abzuwarten, wie der neue Führungsstil die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens beeinflussen wird.
Zusammenfassung: Leica hat einen neuen CEO ernannt, um auf die Herausforderungen der Branche zu reagieren und die Marke weiter zu stärken.
Einschätzung der Redaktion
Die signifikante Ungleichheit in der Risikokapitalverteilung zwischen männlichen und weiblichen Gründungsteams in Deutschland ist alarmierend und zeigt, dass strukturelle Barrieren weiterhin bestehen. Die Tatsache, dass nur ein Prozent der Investitionen an rein weibliche Teams fließen, während männliche Teams 94 Prozent der Gelder erhalten, verdeutlicht die Notwendigkeit dringender Maßnahmen zur Förderung von Diversität in der Start-up-Szene. Diese Ungleichheit könnte langfristig nicht nur die Innovationskraft, sondern auch die wirtschaftliche Stabilität Deutschlands gefährden, da diverse Teams nachweislich erfolgreicher sind. Die Branche muss sich aktiv mit diesen Herausforderungen auseinandersetzen, um ein gerechteres und inklusiveres Umfeld zu schaffen.
Wichtigste Erkenntnisse: Die Ungleichheit in der Risikokapitalverteilung ist gravierend und erfordert sofortige Maßnahmen zur Förderung von Gründerinnen, um die Innovationskraft und wirtschaftliche Stabilität zu sichern.
Quellen:
- Risikokapital für Gründerinnen: Ungleichheit in Deutschland - Wirtschaft - SZ.de
- Iran-Krieg: Die Industrie der Golf-Staaten steckt in einer Sackgasse
- "Drei Viertel der Deutschen hätten sofort mehr Geld in der Tasche"
- Entwicklungsministerin Alabali Radovan startet Allianz für faire Fachkräftegewinnung mit deutscher Wirtschaft
- Leica bekommt einen neuen Chef - Wirtschaft - SZ.de
- „Man lernt, was in der Wirtschaft alles schiefgehen kann“













