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Monika Schnitzer, die Vorsitzende der Wirtschaftsweisen, hat das neue Heizungsgesetz der Bundesregierung scharf kritisiert und auf die damit verbundenen Unsicherheiten hingewiesen. Ihre Bedenken betreffen nicht nur die Öffnung für Gas- und Ölheizungen, sondern auch die potenziellen Kostenfallen, die durch den europäischen Emissionshandel entstehen könnten. In einem aktuellen Pressespiegel beleuchten wir die wichtigsten wirtschaftlichen Themen, von den Sorgen der US-Banken über die russische Wirtschaft bis hin zu den positiven Effekten der Migration in Spanien. Lesen Sie weiter, um mehr über die aktuellen Herausforderungen und Chancen in der globalen Wirtschaft zu erfahren.
Energiewende: Wirtschaftsweise Monika Schnitzer kritisiert Heizungsgesetz der Regierung
Monika Schnitzer, die Chefin der Wirtschaftsweisen, hat die von der Bundesregierung vorgelegten Eckpunkte für eine Reform des Heizungsgesetzes scharf kritisiert. Sie äußerte, dass die Öffnung für Gas- und Ölheizungen »neue Unsicherheiten« mit sich bringe und es unklar sei, ob klimafreundliche Brennstoffe in Zukunft zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar sein werden. Schnitzer warnte zudem, dass der europäische Emissionshandel fossiles Heizen deutlich verteuern könnte, was Gas- und Ölheizungen langfristig zu einer Kostenfalle machen könnte.
„Die Unsicherheit könne man abbauen, indem man den Umstieg auf die klimafreundlichen Technologien verlässlich günstiger macht.“ - Monika Schnitzer
Die Regierungskoalition hat sich auf eine Lockerung der Vorgaben für Hausbesitzer beim Heizungstausch verständigt. Die bisherige Vorgabe eines Anteils von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung soll entfallen, während eine Grüngasquote für Öl- und Gasheizungen eingeführt wird.
Zusammenfassung: Monika Schnitzer kritisiert das neue Heizungsgesetz der Bundesregierung, das Unsicherheiten schafft und langfristig zu höheren Kosten führen könnte. Die Lockerung der Vorgaben für Hausbesitzer könnte den Umstieg auf klimafreundliche Technologien erschweren.
US-Bankenriesen fürchten neue Finanzkrise
Die Wall-Street-Bosse sind besorgt über die aktuellen Entwicklungen im Finanzsektor, die an die Zeit vor der Finanzkrise 2008 erinnern. Jamie Dimon, CEO von JP Morgan, warnte, dass gefährliche Parallelen zwischen dem heutigen Kreditboom und der Zeit vor der Finanzkrise bestehen. Er betonte, dass die Branche erneut in einen kollektiven Gewinnrausch verfallen sei, was zu einer Blase führen könnte.
„Ich sehe, wie einige Leute Dummheiten machen, um ihre Gewinne zu pushen.“ - Jamie Dimon
Die Sorgen der Banker konzentrieren sich auf die zunehmenden Verluste durch alternative Investments, insbesondere durch Private Credit Funds, die Kredite an Unternehmen und Startups vergeben. Diese Finanzvehikel unterliegen nicht der offiziellen Bankenaufsicht, was das Risiko eines systemischen Zusammenbruchs erhöht.
Zusammenfassung: US-Bankenführer warnen vor einer möglichen neuen Finanzkrise, die durch unregulierte Kredite und riskante Finanzinstrumente ausgelöst werden könnte. Jamie Dimon sieht gefährliche Parallelen zur Finanzkrise von 2008.
Russlands Wirtschaft braucht dringend einen Frieden
Die russische Wirtschaft befindet sich in einer kritischen Phase, wie die Moskauer Ökonomin Natalja Subarewitsch erklärt. Sie betont, dass die aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen so noch nie erlebt wurden und dass ein Frieden dringend notwendig sei, um die wirtschaftliche Stabilität wiederherzustellen. Insbesondere die Dynamik im Wodka-Sektor und die mittelfristigen Entwicklungen bei Ikea werden als Indikatoren für die wirtschaftliche Erholung betrachtet.
Zusammenfassung: Die russische Wirtschaft steht unter Druck, und Experten fordern einen Frieden, um die wirtschaftliche Stabilität zu fördern. Wichtige Sektoren wie der Wodka-Markt könnten entscheidend für die Erholung sein.
Wirtschaft im Land Bremen wächst deutlich stärker als im Bund
Die Handelskammer Bremen erwartet in ihrem Jahresbericht ein Wirtschaftswachstum von etwa 2,2 Prozent für das Jahr 2025, was rund zwei Prozentpunkte über dem gesamtdeutschen Durchschnitt liegt. Haupttreiber des Wachstums sind die Industrie und die Hafenwirtschaft, insbesondere durch einen Anstieg der Rüstungsaufträge um mehr als 22 Prozent.
Die Handelskammer hebt hervor, dass die Zollpolitik der USA weniger negative Auswirkungen auf die Wirtschaft hat als zunächst befürchtet, und der Containerumschlag um neun Prozent gewachsen ist. Dennoch gibt es Defizite im Bildungsbereich, die dringend angegangen werden müssen.
Zusammenfassung: Die Wirtschaft in Bremen wächst schneller als im Bundesdurchschnitt, angetrieben durch die Industrie und den Hafen. Rüstungsaufträge und ein Anstieg des Containerumschlags sind wesentliche Faktoren für dieses Wachstum.
Russland-Grenze dicht: Ostfinnlands Wirtschaft in der Krise
Die Schließung der Grenze zu Russland hat in Ostfinnland zu einem dramatischen wirtschaftlichen Rückgang geführt. Viele Unternehmen, die vom Grenzverkehr abhängig waren, berichten von massiven Einnahmeverlusten und mussten teilweise schließen. Vor der Schließung gab es jährlich fast zwei Millionen Grenzübertritte, die nun wegfallen.
Die Arbeitslosenquote in Finnland lag im Dezember 2025 bei 10,2 Prozent, in den Grenzgebieten sogar bei 18,2 Prozent. Lokale Beamte beklagen mangelnde staatliche Unterstützung, um den Druck auf die Gemeinden zu verringern.
Zusammenfassung: Die Schließung der Grenze zu Russland hat Ostfinnlands Wirtschaft stark getroffen, mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit und dem Verlust von Unternehmen. Die wirtschaftlichen Folgen sind gravierend, insbesondere in den Grenzregionen.
Spanien: Wie Migration die Wirtschaft belebt
In Spanien hat die Zuwanderung in den letzten Jahren zur wirtschaftlichen Belebung beigetragen. Die spanische Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr um 2,8 Prozent, und die Arbeitslosigkeit erreichte den historisch niedrigsten Stand. Migranten haben nicht nur Arbeitsplätze geschaffen, sondern auch zur Stabilität der Konjunktur beigetragen.
Der spanische Aktienindex Ibex war 2025 der erfolgreichste in Europa, mit einem Plus von fast 50 Prozent. Diese positive Entwicklung zeigt, dass Migration ein wichtiger Faktor für das Wirtschaftswachstum in Spanien ist.
Zusammenfassung: Die Migration hat in Spanien zur wirtschaftlichen Belebung beigetragen, mit einem signifikanten Wachstum und einem Rückgang der Arbeitslosigkeit. Der Aktienmarkt zeigt ebenfalls positive Entwicklungen.
Einschätzung der Redaktion
Die Kritik von Monika Schnitzer am neuen Heizungsgesetz der Bundesregierung ist ein deutliches Signal für die Unsicherheiten, die mit der aktuellen Energiepolitik verbunden sind. Die Lockerung der Vorgaben könnte den Übergang zu klimafreundlichen Technologien erschweren und langfristig die Kosten für Verbraucher erhöhen. Dies könnte nicht nur die Akzeptanz der Energiewende gefährden, sondern auch die Erreichung der Klimaziele in Deutschland beeinträchtigen. Ein verlässlicher und klarer Rahmen für den Umstieg auf erneuerbare Energien ist entscheidend, um die notwendige Investitionsbereitschaft zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Wichtigste Erkenntnisse: Schnitzers Kritik weist auf potenzielle Risiken und Unsicherheiten im Heizungsgesetz hin, die den Fortschritt der Energiewende gefährden könnten. Ein klarer und stabiler Rahmen ist notwendig, um den Umstieg auf klimafreundliche Technologien zu unterstützen.
Quellen:
- Energiewende: Wirtschaftsweise Monika Schnitzer kritisiert Heizungsgesetz der Regierung
- "Dummheiten" wie 2008: US-Bankenriesen fürchten neue Finanzkrise
- „Russlands Wirtschaft braucht dringend einen Frieden“
- Wirtschaft im Land Bremen wächst deutlich stärker als im Bund
- Russland-Grenze dicht: Ostfinnlands Wirtschaft in der Krise
- Spanien: Wie Migration die Wirtschaft belebt













