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Das kürzlich unterzeichnete Mercosur-Abkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Partnern sorgt für gemischte Reaktionen in Niedersachsen. Während die Wirtschaft auf neue Chancen und einen Wegfall von Zöllen hofft, zeigen sich Landwirte besorgt über die möglichen Auswirkungen auf ihre Branche. In diesem Artikel beleuchten wir die unterschiedlichen Perspektiven und die weitreichenden Konsequenzen des Abkommens für die niedersächsische Wirtschaft und Landwirtschaft.
Mercosur-Abkommen: Wirtschaft hofft, Landwirtschaft bangt
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat am Samstag das Handelsabkommen Mercosur mit den südeuropäischen Partnern unterzeichnet. Niedersächsische Unternehmen zeigen sich optimistisch, während viele Landwirte skeptisch bleiben. Das Abkommen betrifft den Handel mit Kartoffeln, Milchpulver, Rind- und Schweinefleisch sowie Autoteilen und chemischen Produkten. Zukünftig sollen für etwa 90 Prozent der gehandelten Waren in der gesamten Europäischen Union keine Zölle mehr anfallen.
„Für die Wirtschaft ist Mercosur ein Lichtblick in schweren Zeiten“, so Maike Bielfeldt, Hauptgeschäftsführerin der IHK Hannover.
Der Arbeitgeberverband Niedersachsenmetall sieht im Wegfall der Zollschranken eine Möglichkeit, den Export zu beflügeln. Volkswagen erhofft sich durch die neue Freihandelszone mit über 700 Millionen Einwohnern eine Diversifizierung der Handelsbeziehungen und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Automobilindustrie.
Zusammenfassung: Das Mercosur-Abkommen könnte für die niedersächsische Wirtschaft neue Chancen bieten, während die Landwirtschaft vor Herausforderungen steht.
Wirtschaftslage im Iran: Hier floriert Irans Wirtschaft trotz Sanktionen
Trotz landesweiter Proteste und einer angespannten ökonomischen Lage zeigt sich die Industrieproduktion im Iran robust. Im Jahr 2024 produzierte der Iran laut dem britischen Energy Institute mit fast 263 Milliarden Kubikmetern mehr Erdgas als China und belegt den vierten Platz in der weltweiten Rohölproduktion. Der Iran hat Wege gefunden, sein Exportgeschäft fortzuführen, trotz der verschärften Sanktionen.
China bleibt der größte Abnehmer iranischen Öls, während auch Russland und andere Länder Handelsbeziehungen aufrechterhalten. Die petrochemische Industrie in Assaluyeh zeigt ebenfalls eine hohe Auslastung, was auf eine intakte Produktion hindeutet.
Zusammenfassung: Die iranische Wirtschaft zeigt trotz Sanktionen eine bemerkenswerte Resilienz, insbesondere in der Öl- und Petrochemiebranche.
Abwärtstrend für Russlands Wirtschaft: Putins Handelspartner zieht den Stecker
China hat die Stromimporte aus Russland zum 1. Januar 2026 vollständig eingestellt, was einen Rückschlag für die russische Wirtschaft darstellt. Der bestehende Stromliefervertrag, der bis 2037 läuft, sieht eine Lieferung von rund 100 Milliarden Kilowattstunden vor, doch die hohen Preise machen den Kauf für China unattraktiv. Der russische Energieminister erklärte, dass die Priorität darin liege, den steigenden Strombedarf im russischen Fernen Osten zu decken.
Die Exporte nach China sind in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken, von 4,6 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2022 auf nur noch 0,3 Milliarden Kilowattstunden in den ersten neun Monaten des Jahres 2025.
Zusammenfassung: Chinas Entscheidung, den Stromimport aus Russland einzustellen, markiert einen weiteren Rückschlag für die russische Wirtschaft und verstärkt den Abwärtstrend im Handel.
Hagens Stadtspitze und Wirtschaft verabreden engeren Dialog
Der Hagener Oberbürgermeister Dennis Rehbein hat sich mit den Spitzen der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) getroffen, um zentrale Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven für die Stadt zu besprechen. Themen wie die Passantenfrequenz in der Innenstadt, die Entwicklung von Gewerbeflächen und die Verkehrsinfrastruktur standen im Fokus des Gesprächs.
SIHK-Präsident Ralf Stoffels betonte die Notwendigkeit einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Stadt und Wirtschaft, um die Lebensqualität der Bürger und die Attraktivität für Unternehmen zu erhöhen.
Zusammenfassung: Der Dialog zwischen der Stadt Hagen und der Wirtschaft soll intensiviert werden, um gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Stadt zu finden.
Einschätzung der Redaktion
Das Mercosur-Abkommen stellt einen bedeutenden Schritt für die europäische Wirtschaft dar, insbesondere für die niedersächsische Industrie, die von den wegfallenden Zöllen profitieren könnte. Die optimistische Haltung der Unternehmen, wie die von Volkswagen, deutet auf eine strategische Neuausrichtung hin, die die Wettbewerbsfähigkeit stärken soll. Allerdings bleibt die Skepsis der Landwirte nicht unbeachtet, da sie durch den erhöhten Wettbewerb aus Südamerika unter Druck geraten könnten. Die Herausforderung wird darin bestehen, ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichem Wachstum und der Unterstützung der heimischen Landwirtschaft zu finden.
Im Iran zeigt sich eine bemerkenswerte wirtschaftliche Resilienz, die trotz internationaler Sanktionen und interner Unruhen besteht. Die starke Leistung in der Öl- und Petrochemiebranche könnte darauf hindeuten, dass der Iran in der Lage ist, seine wirtschaftlichen Beziehungen zu diversifizieren und aufrechtzuerhalten, was für die Stabilität der Region von Bedeutung ist.
Die Entscheidung Chinas, die Stromimporte aus Russland einzustellen, ist ein weiterer schwerer Schlag für die russische Wirtschaft, die bereits unter Druck steht. Dies könnte die Abhängigkeit Russlands von anderen Märkten weiter verstärken und die wirtschaftliche Isolation vertiefen. Die sinkenden Exporte nach China sind ein alarmierendes Zeichen für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung Russlands.
In Hagen wird der Dialog zwischen Stadt und Wirtschaft intensiviert, was als positiver Schritt zur Lösung lokaler Herausforderungen gewertet werden kann. Eine enge Zusammenarbeit könnte dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern und die Attraktivität der Stadt für Unternehmen zu erhöhen, was langfristig auch der Bevölkerung zugutekommt.
Quellen:
- Mercosur-Abkommen: Wirtschaft hofft, Landwirtschaft bangt
- Wirtschaftslage im Iran: Hier floriert Irans Wirtschaft trotz Sanktionen
- Wirtschaft: die neusten Meldungen
- Abwärtstrend für Russlands Wirtschaft: Putins Handelspartner zieht den Stecker
- Meinung: Zwölf Monate Trump: Unruhe bei der Geldanlage, aber Angst um den Job
- Hagens Stadtspitze und Wirtschaft verabreden engeren Dialog













