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Die deutsche Industrie steht vor einer kritischen Phase, in der stagnierende Wachstumsraten und eine fragile Lage die Zukunft des Industriestandorts Deutschland gefährden. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnt vor einem „freien Fall“ und hebt die Bedeutung des Jahres 2026 hervor, um die Weichen für einen nachhaltigen Aufschwung zu stellen. In diesem Pressespiegel beleuchten wir die Herausforderungen der deutschen Industrie, die wirtschaftlichen Turbulenzen in Russland sowie die positiven Impulse aus der Region Ratingen und die strategischen Neuausrichtungen bei der TMG in Martinroda. Erfahren Sie mehr über die aktuellen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft.
BDI - Noch im „freien Fall“? Industrie sucht Weg aus der Krise
Die deutsche Industrie stagniert seit Jahren, und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht zwar Hoffnungssignale, doch die Lage bleibt fragil. Peter Leibinger, Präsident des BDI, betont, dass 2026 entscheidend sein wird, um die Basis für einen nachhaltigen Aufschwung zu legen und den Industriestandort Deutschland zu sichern. Die Aussichten für 2026 sind jedoch verhalten, da der BDI ein schwächeres Wachstum der Industrie im Vergleich zur Gesamtwirtschaft erwartet.
„Die Dauer der Krise ist viel gravierender als die Tiefe der Krise“, sagte Leibinger.
Die Produktionskapazitäten waren zu Beginn des vierten Quartals 2025 nur zu 78 Prozent ausgelastet, was zu Stillständen in der Produktion und einem Abbau von Beschäftigung führt. Für 2026 wird ein Wachstum von einem Prozent prognostiziert, hauptsächlich durch staatliche Ausgaben zur Modernisierung der Infrastruktur.
Zusammenfassung: Die deutsche Industrie steht vor großen Herausforderungen, mit stagnierenden Wachstumsraten und einer fragilen Lage. 2026 könnte entscheidend für die Zukunft des Industriestandorts Deutschland sein.
Russlands Wirtschaft unter Druck: Putins Steuer-Schock
Der Ukraine-Krieg belastet Russlands Wirtschaft erheblich. Trotz einer Erhöhung der Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent zeigt sich der Kreml optimistisch bezüglich der Inflationsentwicklung. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte, dass die Zentralbank die makroökonomische Stabilität wahren könne, und wies Bedenken über eine mögliche Überschreitung der Inflationsprognose von vier bis fünf Prozent zurück.
Die Zentralbank verfolgt eine strikte Hochzinspolitik mit einem aktuellen Leitzins von 16 Prozent, um die Teuerungsrate zu kontrollieren. Im vergangenen Jahr lag die Inflation bei 5,59 Prozent, was einen Rückgang gegenüber 9,52 Prozent im Jahr 2024 darstellt. Dennoch bleibt die Inflationserwartung der Bevölkerung hoch.
Zusammenfassung: Russlands Wirtschaft steht unter Druck durch den Ukraine-Krieg und eine erhöhte Mehrwertsteuer. Trotz optimistischer Aussagen des Kremls bleibt die Inflation ein zentrales Problem.
Großer Neujahrsempfang in Ratingen: Starke Stimme der Wirtschaft
Der Unternehmensverband Ratingen (UVR) veranstaltete einen Neujahrsempfang, an dem rekordverdächtige 170 Gäste teilnahmen. Der Empfang bot wichtige Impulse für das Jahr 2026 und brachte Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung, Kultur und sozialen Bereichen zusammen. UVR-Vorsitzender Olaf Tünkers und Commerzbank-Chefvolkswirt Dr. Jörg Krämer waren unter den prominenten Gästen.
Die hohe Teilnehmerzahl zeigt das große Interesse und die Bedeutung des Neujahrsempfangs für die lokale Wirtschaft. Die Veranstaltung diente als Plattform für den Austausch von Ideen und Strategien zur Stärkung der Wirtschaft in Ratingen.
Zusammenfassung: Der Neujahrsempfang des UVR in Ratingen war ein großer Erfolg mit 170 Teilnehmern, die wichtige Impulse für die Wirtschaft 2026 diskutierten.
Neue Strategie bei der TMG in Martinroda
Die Temperaturmeßtechnik Geraberg GmbH (TMG) in Martinroda hat unter der Leitung des neuen Eigentümers Holger Födisch eine neue Strategie entwickelt, um ihre Gewinne zu steigern. Födisch, der im Mai 2024 die Unternehmensanteile vollständig übernommen hat, plant, sich mit neuen Produkten von der Konkurrenz abzuheben.
Die bisherigen Geschäftsführer Andreas Heinz und Barbara Irrgang bleiben weiterhin in ihren Positionen und leiten die Geschicke des Unternehmens vor Ort. Die neue Strategie soll dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der TMG zu erhöhen und die Marktanteile auszubauen.
Zusammenfassung: Die TMG in Martinroda verfolgt unter neuer Leitung eine Strategie zur Gewinnsteigerung durch innovative Produkte und eine stärkere Marktpräsenz.
Einschätzung der Redaktion
Die aktuelle Situation der deutschen Industrie ist besorgniserregend. Die stagnierenden Wachstumsraten und die unzureichende Auslastung der Produktionskapazitäten deuten auf eine tief verwurzelte Krise hin, die nicht nur kurzfristige Maßnahmen erfordert, sondern auch langfristige Strategien zur Stabilisierung und Stärkung des Industriestandorts Deutschland. Die Prognose eines lediglich einprozentigen Wachstums für 2026, trotz staatlicher Investitionen, lässt darauf schließen, dass die Herausforderungen weiterhin bestehen bleiben werden. Die Aussage von Peter Leibinger, dass die Dauer der Krise gravierender ist als deren Tiefe, unterstreicht die Dringlichkeit, strukturelle Reformen und Innovationen voranzutreiben, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Zusammenfassend ist die Lage der deutschen Industrie kritisch, und es bedarf umfassender Maßnahmen, um einen nachhaltigen Aufschwung zu ermöglichen.
Quellen:
- BDI - Noch im „freien Fall“? Industrie sucht Weg aus der Krise - Wirtschaft
- Russlands Wirtschaft unter Druck: Putins Steuer-Schock – Ökonomen warnen vor Preisexplosion
- Großer Neujahrsempfang in Ratingen: Starke Stimme der Wirtschaft
- Wirtschaft: Neue Strategie bei der TMG in Martinroda
- Update Wirtschaft vom 21.01.2026
- Wirtschaft und Gewerbeflächen













