Indien als aufstrebende Wirtschaftsmacht: Chancen und Herausforderungen für Deutschland

Indien als aufstrebende Wirtschaftsmacht: Chancen und Herausforderungen für Deutschland

Autor: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Indien etabliert sich als aufstrebende Wirtschaftsmacht und könnte Deutschland bis 2025 überholen, während Griechenland eine hohe Nachfrage nach Staatsanleihen verzeichnet.

Indien hat sich als aufstrebende Wirtschaftsmacht etabliert und überholt nun Großbritannien als fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt. Mit einem prognostizierten Wachstum von 6,5 Prozent im Finanzjahr 2024/2025 und dem Ziel, Deutschland bis 2025 als drittgrößte Volkswirtschaft abzulösen, wird das Land zunehmend zu einem wichtigen Partner für deutsche Unternehmen. Die Herausforderungen durch hohe US-Zölle und geopolitische Unsicherheiten, insbesondere in Bezug auf China, stehen dem jedoch entgegen. Der bevorstehende Besuch von Kanzler Merz und die Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien könnten entscheidende Impulse für die Handelsbeziehungen setzen. Erfahren Sie mehr über die Chancen und Herausforderungen, die Indien für die deutsche Wirtschaft bereithält.

Indien: Was der Subkontinent für die deutsche Wirtschaft bedeutet

Indien, mit 1,46 Milliarden Einwohnern, hat 2022 Großbritannien als die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt überholt und strebt an, Deutschland bis 2025 als drittgrößte Volkswirtschaft abzulösen. Die Wirtschaftsleistung Indiens wird im Finanzjahr 2024/2025 laut Internationalem Währungsfonds um 6,5 Prozent wachsen, während das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei etwa 2307 Euro liegt, was mehr als 20 Mal weniger ist als das deutsche BIP von 48.042 Euro.

„Insofern ist das sicherlich eine Zeit, wo Indien auch danach strebt, die Handelsbeziehungen zum Beispiel zu Deutschland oder zu Europa insgesamt auszubauen.“ - Samina Sultan, Ökonomin am Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die hohen US-Zölle und die Unsicherheiten bezüglich Chinas Position stellen Herausforderungen für Indien dar. Dennoch sieht der Geschäftsführer der Deutsch-Indischen Handelskammer, Jan Nöther, den Besuch von Kanzler Merz als einen „absolut guten“ Zeitpunkt, da die EU und Indien kurz vor dem Abschluss eines Freihandelsabkommens stehen.

Zusammenfassung: Indien ist auf dem Weg, eine der größten Volkswirtschaften der Welt zu werden, und bietet Deutschland zahlreiche Chancen, insbesondere im Bereich der Handelsbeziehungen und der Technologie.

Griechenland: Investoren zeigen Interesse an Staatsanleihen

Griechenland hat mit einer Rekordnachfrage bei der ersten Anleihe-Auktion des Jahres 2025 auf sich aufmerksam gemacht. Für eine neue zehnjährige Staatsanleihe gingen Gebote im Volumen von 51 Milliarden Euro ein, was dem Land ermöglichte, vier Milliarden Euro zu sammeln und damit bereits die Hälfte seines für 2025 geplanten Kreditbedarfs von acht Milliarden Euro zu decken. Der Risikoaufschlag betrug nur 0,58 Prozentpunkte.

Analyst Takis Zamanis von Beta Securities erklärt, dass die hohe Nachfrage die starke Verbesserung der wirtschaftlichen Fundamentaldaten und den schnellen Abbau der Staatsverschuldung widerspiegelt. Griechenland wird für 2025 ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent prognostiziert, was doppelt so stark ist wie der Durchschnitt der Euro-Zone.

Zusammenfassung: Griechenland zeigt eine bemerkenswerte wirtschaftliche Erholung, was sich in der hohen Nachfrage nach Staatsanleihen widerspiegelt und das Vertrauen der Investoren zurückgewinnt.

Inflation: Teures Jahr für Kaffeetrinker

In Thüringen mussten die Menschen im Jahr 2025 durchschnittlich 1,7 Prozent mehr für ihren Lebensunterhalt ausgeben als im Vorjahr. Besonders stark stiegen die Preise für Kaffee, Tee und Kakao um 14,8 Prozent. Auch Bildungskosten erhöhten sich um 4,9 Prozent, während Restaurant- und Hotelbesuche sowie Alkohol und Tabakwaren jeweils um 3,0 Prozent teurer wurden.

Die Statistiker berichteten zudem von einem Preisanstieg bei Friseurleistungen von 4,7 Prozent im Dezember 2025. Im Gegensatz dazu sanken die Preise für Heizöl und Kraftstoffe um 3,1 Prozent, während Strom und Gas um 8,4 Prozent günstiger wurden.

Zusammenfassung: Die Inflation hat in Thüringen zu einem Anstieg der Lebenshaltungskosten geführt, insbesondere bei Kaffee und Dienstleistungen, während einige Energiekosten gesenkt wurden.

In Taiwan zeigt sich, wie Deutschlands Wirtschaft zum Spielball der Weltmächte wird

Die geopolitischen Spannungen rund um Taiwan haben Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, da rund 300 deutsche Unternehmen dort tätig sind. Ein möglicher Konflikt zwischen China und Taiwan könnte verheerende Folgen für die deutschen Firmen haben, die stark auf die Halbleiterproduktion aus Taiwan angewiesen sind.

Volker Treier, Außenwirtschaftschef der DIHK, betont, dass nur acht Prozent der weltweiten Halbleiterproduktion in Europa stattfindet, was die Abhängigkeit von Taiwan verstärkt. Die Unsicherheiten in der geopolitischen Lage haben dazu geführt, dass viele deutsche Unternehmen die Risiken in ihren Geschäftsbeziehungen zu China neu bewerten.

Zusammenfassung: Die Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von Taiwan und die geopolitischen Spannungen stellen ein erhebliches Risiko dar, das die wirtschaftlichen Beziehungen und die Stabilität der Lieferketten gefährden könnte.

Einschätzung der Redaktion

Indien zeigt sich als aufstrebende Wirtschaftsmacht mit dem Potenzial, Deutschland als drittgrößte Volkswirtschaft zu überholen. Dies könnte für die deutsche Wirtschaft sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringen. Die angestrebte Intensivierung der Handelsbeziehungen und die bevorstehenden Freihandelsabkommen bieten Möglichkeiten für deutsche Unternehmen, sich in einem wachsenden Markt zu positionieren. Gleichzeitig müssen die Risiken, die durch die geopolitischen Spannungen und die Unsicherheiten in der Region entstehen, sorgfältig abgewogen werden.

Griechenland demonstriert eine bemerkenswerte wirtschaftliche Erholung, die sich in der hohen Nachfrage nach Staatsanleihen widerspiegelt. Dies könnte das Vertrauen der Investoren stärken und Griechenland helfen, seine wirtschaftlichen Fundamentaldaten weiter zu verbessern. Ein stabiler Zugang zu Kapital ist entscheidend für die Fortsetzung dieser positiven Entwicklung.

Die Inflation in Thüringen, insbesondere der Anstieg der Preise für Kaffee und Dienstleistungen, zeigt die Herausforderungen, mit denen Verbraucher konfrontiert sind. Diese Preissteigerungen könnten das Konsumverhalten beeinflussen und die wirtschaftliche Stabilität gefährden, während gleichzeitig einige Energiekosten gesenkt wurden, was eine gewisse Entlastung bietet.

Die geopolitischen Spannungen rund um Taiwan verdeutlichen die Verwundbarkeit der deutschen Wirtschaft, die stark von der Halbleiterproduktion in der Region abhängt. Ein möglicher Konflikt könnte nicht nur die Lieferketten destabilisieren, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen gefährden. Eine Diversifizierung der Bezugsquellen und eine Stärkung der heimischen Produktion könnten notwendig sein, um diese Risiken zu mindern.

Quellen: