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Hamburgs Wirtschaft zeigt sich im vierten Quartal 2025 zwar leicht erholt, doch die allgemeine Stimmung bleibt gedämpft. Trotz eines Anstiegs des Geschäftsklimas um 4,1 Punkte äußern ein Drittel der Unternehmen pessimistische Erwartungen, insbesondere in den Bereichen Medien, Bau und Einzelhandel. Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Malte Heyne fordert von der Politik mutige Reformen, um die Zukunft der Unternehmen zu sichern. Die langfristigen Perspektiven sind ebenfalls besorgt, da wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und Inlandsnachfrage als größte Risiken wahrgenommen werden. Erfahren Sie mehr über die Herausforderungen und Erwartungen der Hamburger Wirtschaft in unserem aktuellen Pressespiegel.
Hamburgs Wirtschaft bleibt trotz leichter Erholung skeptisch
Trotz einer leichten Aufhellung im Geschäftsklima im vierten Quartal 2025, das mit 88,5 Punkten bewertet wurde, bleibt die Stimmung in Hamburgs Wirtschaft gedämpft. Die Handelskammer Hamburg berichtete, dass die Bewertung um 4,1 Punkte besser ist als im Vorquartal, jedoch ein Drittel der Unternehmen pessimistische Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate äußerten, insbesondere in den Bereichen Medien, Bau und Einzelhandel.
„Unsere Unternehmen erwarten von der Politik starke Impulse für die Zukunft und Mut: Mut zur Vision, Mut zu Reformen, die auch endlich umgesetzt und nicht nur angekündigt werden“, mahnte Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Malte Heyne.
Die langfristige Perspektive der Unternehmen bleibt ebenfalls besorgt, da der Mittelwert des Geschäftsklimas seit dem Jahr 2000 bei 105,9 Punkten liegt. Die größten Risiken für die Unternehmen sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (68,2 Prozent), die Inlandsnachfrage (57,1 Prozent) und die Arbeitskosten (50,9 Prozent).
Zusammenfassung: Hamburgs Wirtschaft zeigt eine leichte Erholung, bleibt jedoch skeptisch. Ein Drittel der Unternehmen hat pessimistische Erwartungen, insbesondere in den Bereichen Medien, Bau und Einzelhandel.
Streit um Grönland - Wirtschaft und Politik verurteilen Trumps Zolldrohungen
Die angekündigten neuen US-Zölle im Zusammenhang mit dem Grönland-Konflikt haben in der deutschen Wirtschaft massive Kritik ausgelöst. Der Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) zufolge wird die unberechenbare Handelspolitik der USA als Bedrohung wahrgenommen. Die Zölle sollen zunächst ab dem 1. Februar 2026 zehn Prozent und ab dem 1. Juni 2026 25 Prozent betragen, solange kein Abkommen über den Kauf Grönlands erzielt wird.
Der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Dirk Jandura, bezeichnete die Zolldrohungen als grotesk und warnte vor den negativen Auswirkungen auf die transatlantischen Handelsbeziehungen. Auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) äußerte sich besorgt über die enormen Kosten, die durch die neuen Zölle entstehen würden.
Zusammenfassung: Trumps Zolldrohungen im Grönland-Konflikt stoßen auf massive Kritik in der deutschen Wirtschaft. Die Zölle könnten erhebliche Kosten für die Industrie verursachen und die transatlantischen Beziehungen belasten.
Wirtschaft fordert klare Antwort Europas auf Trumps Zölle
Nach den Drohungen von US-Präsident Trump, neue Zölle gegen mehrere europäische Staaten einzuführen, fordert die Wirtschaft eine geschlossene und deutliche Reaktion der EU. Spitzenverbände warnen vor spürbaren Rückschlägen für die deutsche Industrie und die Exportwirtschaft. Der Präsident des Maschinenbauverbandes VDMA, Bertram Kawlath, betonte, dass Europa sich nicht erpressen lassen dürfe.
Die angekündigten Zölle könnten zu einem Einbruch der deutschen Exporte in die USA um fast zehn Prozent im Jahr 2025 führen. Der VDMA fordert eine selbstbewusste und entschlossene Haltung der EU gegenüber der US-Expansionspolitik.
Zusammenfassung: Die deutsche Wirtschaft fordert eine klare und geschlossene Antwort der EU auf Trumps Zölle. Es wird vor einem möglichen Einbruch der Exporte gewarnt, und die EU sollte sich nicht erpressen lassen.
Einschätzung der Redaktion
Die aktuelle Situation in Hamburgs Wirtschaft verdeutlicht eine ambivalente Lage: Während eine leichte Erholung im Geschäftsklima erkennbar ist, bleibt die Skepsis unter den Unternehmen stark ausgeprägt. Die Tatsache, dass ein Drittel der Unternehmen pessimistische Erwartungen äußert, insbesondere in kritischen Sektoren wie Medien, Bau und Einzelhandel, zeigt, dass die Unsicherheiten über die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und die Inlandsnachfrage weiterhin dominieren. Die Forderung nach politischen Impulsen und mutigen Reformen ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Unternehmen auf eine proaktive und zukunftsorientierte Politik angewiesen sind, um das Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung zurückzugewinnen.
Im Hinblick auf die Zolldrohungen von US-Präsident Trump wird die Lage für die deutsche Wirtschaft noch prekärer. Die massive Kritik an der unberechenbaren Handelspolitik der USA und die Warnungen vor den negativen Auswirkungen auf die transatlantischen Handelsbeziehungen verdeutlichen die Dringlichkeit einer geschlossenen und entschlossenen Reaktion der EU. Ein möglicher Einbruch der Exporte in die USA um fast zehn Prozent im Jahr 2025 könnte gravierende Folgen für die deutsche Industrie haben. Die Forderung nach einer selbstbewussten Haltung der EU ist daher nicht nur berechtigt, sondern auch notwendig, um die wirtschaftlichen Interessen Europas zu wahren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sowohl die Hamburger Wirtschaft als auch die deutsche Industrie vor erheblichen Herausforderungen stehen, die durch interne Unsicherheiten und externe Drucksituationen verstärkt werden. Eine klare politische Strategie und ein einheitliches Auftreten der EU sind entscheidend, um die wirtschaftlichen Perspektiven zu stabilisieren und zu fördern.
Quellen:
- Hamburg & Schleswig-Holstein: Hamburgs Wirtschaft bleibt trotz leichter Erholung skeptisch
- Streit um Grönland - Wirtschaft und Politik verurteilen Trumps Zolldrohungen
- „Das ist Staatskapitalismus“: Die US-Wirtschaft hadert mit Trump
- „Die Ankündigung neuer US-Zölle ist grotesk“ – Deutsche Wirtschaft entsetzt über Trumps Zolldrohung
- Wirtschaft fordert klare Antwort Europas auf Trumps Zölle
- Alle Artikel in „Wirtschaft“ vom 18.01.2026













