Gold und Silber erreichen Rekordpreise durch geopolitische Spannungen und Zoll-Drohungen
Autor: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Die Rohstoffmärkte erleben Rekordpreise für Gold und Silber aufgrund geopolitischer Spannungen, während die Wirtschaft in Hamburg und Berlin pessimistisch bleibt. Zudem zeigt eine Studie einen alarmierenden Mangel an Führungskräften in Deutschland auf.
Die aktuellen Entwicklungen auf den Rohstoffmärkten und in der globalen Wirtschaft werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen und Chancen, mit denen Unternehmen und Investoren konfrontiert sind. Während Gold und Silber aufgrund geopolitischer Spannungen neue Rekordpreise erreichen, bleibt die Stimmung in Hamburgs und Berlins Wirtschaft gedämpft. Zudem zeigt eine Studie den alarmierenden Mangel an Führungskräften in Deutschland auf. In diesem Pressespiegel werfen wir einen Blick auf die wichtigsten wirtschaftlichen Trends und deren Auswirkungen auf die Märkte.
Gold und Silber erklimmen weitere Rekorde
Die Preise für Gold und Silber haben aufgrund der Eskalation im Grönland-Konflikt und der Zoll-Drohungen der USA neue Höchststände erreicht. Im frühen Handel stieg der Preis für eine Feinunze Gold um bis zu zwei Prozent auf über 4.690 US-Dollar, bevor er sich am Morgen bei etwa 4.670 US-Dollar stabilisierte, was einem Plus von 1,6 Prozent entspricht. Der Silberpreis erreichte in der Spitze 94,12 US-Dollar und lag zuletzt bei 93,48 US-Dollar, was einem Anstieg von 3,7 Prozent entspricht.
„Edelmetalle gelten bei vielen Investoren als sichere Häfen in Zeiten politischer Unsicherheiten.“
Die Marktteilnehmer führen den Anstieg auf die Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen europäische Staaten zurück. Trump plant, ab dem 1. Februar 10 Prozent und ab dem 1. Juni 25 Prozent Zölle auf Waren aus Deutschland und weiteren europäischen NATO-Partnern zu erheben. Diese Entwicklungen haben die Unsicherheiten auf den Märkten verstärkt und die Nachfrage nach Edelmetallen angeheizt.
Zusammenfassung: Gold und Silber erreichen Rekordpreise aufgrund geopolitischer Spannungen und Zoll-Drohungen der USA. Goldpreis bei 4.670 US-Dollar, Silberpreis bei 93,48 US-Dollar.
Dauerkrise zu Ende? So blickt Hamburgs Wirtschaft in die Zukunft
Trotz einer leichten Erholung im vierten Quartal 2025 bleibt die Stimmung in Hamburgs Wirtschaft gedämpft. Das Geschäftsklima wurde mit 88,5 Punkten bewertet, was 4,1 Punkte über dem Vorquartal liegt. Dennoch sind die Erwartungen für die kommenden zwölf Monate pessimistisch, insbesondere in den Bereichen Medien, Bau und Einzelhandel.
Die Handelskammer Hamburg hat 601 Unternehmensantworten ausgewertet, die vor den jüngsten Entwicklungen rund um den Grönland-Konflikt eingingen. Die größten Risiken für die Unternehmen sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (68,2 Prozent), die Inlandsnachfrage (57,1 Prozent) und die Arbeitskosten (50,9 Prozent).
Zusammenfassung: Hamburgs Wirtschaft zeigt leichte Erholung, bleibt aber pessimistisch. Geschäftsklima bei 88,5 Punkten, größte Risiken sind wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und Inlandsnachfrage.
Führungsposten unbesetzt: Die Wirtschaft findet zu wenige Chefs
Eine aktuelle Studie zeigt, dass im Jahr 2025 im Durchschnitt 28.180 Fachkräfte in Führungspositionen fehlen. Nur 14 Prozent der Beschäftigten ohne Leitungsfunktion können sich vorstellen, eine Führungsposition zu übernehmen. Die häufigsten Gründe für die Ablehnung sind hohe Arbeitsbelastung (77 Prozent) und große Verantwortung (75 Prozent).
Die Studie des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa) verdeutlicht, dass die Attraktivität von Führungsaufgaben abnimmt. Um die Bereitschaft zur Übernahme von Führungsverantwortung zu erhöhen, sollten Unternehmen flexible Arbeitsmodelle und Mentoring-Programme anbieten.
Zusammenfassung: Mangel an Führungskräften in Deutschland, 28.180 Vakanzen im Jahr 2025. Nur 14 Prozent der Beschäftigten sind bereit, Führungspositionen zu übernehmen.
Chinas Wirtschaft wächst um fünf Prozent: Experten haben Zweifel
Chinas Wirtschaft hat im vergangenen Jahr offiziell um fünf Prozent zugelegt, was notwendig war, um das Ziel der Verdopplung der Wirtschaftsleistung je Einwohner bis 2035 zu erreichen. Allerdings äußern deutsche Unternehmen erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit dieser Wachstumszahlen. Die tatsächliche Wachstumsrate könnte laut einer US-Denkfabrik nur bei 2,5 bis 3 Prozent liegen.
Die Binnennachfrage leidet unter einer anhaltenden Immobilienkrise, während die Exporte trotz US-Zöllen einen Rekord-Handelsüberschuss von 1,2 Billionen Dollar erzielten. Analysten bezweifeln die Angaben zu Konsum und Investitionen, die als Sorgenkinder der chinesischen Wirtschaft gelten.
Zusammenfassung: Chinas Wirtschaft wächst offiziell um fünf Prozent, jedoch gibt es Zweifel an der Zuverlässigkeit dieser Zahlen. Binnennachfrage leidet unter Immobilienkrise.
Es herrscht schlechte Stimmung in der Berliner Wirtschaft
In der Berliner Wirtschaft herrscht eine pessimistische Stimmung, die durch einen mehr als 100 Stunden langen Stromausfall verstärkt wurde. Sebastian Stietzel, Präsident der IHK, äußerte, dass 2026 ein schwieriges Jahr wird und forderte schnellere Entscheidungen von der Politik. Die Kritik an der Landespolitik ist so stark wie nie zuvor.
Die Kammervertreter kritisieren die Koalition für inkonsequente Kompromisse und die fehlende Unterstützung für eine Bewerbung um die Weltausstellung Expo 2035. Die angedrohten Strafzölle von US-Präsident Trump tragen zur Unsicherheit bei.
Zusammenfassung: Pessimistische Stimmung in der Berliner Wirtschaft, IHK-Präsident fordert schnellere politische Entscheidungen. 2026 wird als schwieriges Jahr prognostiziert.
Einschätzung der Redaktion
Die aktuellen Entwicklungen auf den Edelmetallmärkten sind ein deutliches Zeichen für die wachsende Unsicherheit in der globalen Wirtschaft. Die Rekordpreise für Gold und Silber reflektieren nicht nur die geopolitischen Spannungen, sondern auch das Vertrauen der Investoren in diese Rohstoffe als sichere Häfen. Die drohenden Zölle der USA auf europäische Waren verstärken diese Unsicherheiten und könnten zu einer weiteren Volatilität auf den Märkten führen.
Die Situation in Hamburgs Wirtschaft zeigt, dass trotz einer leichten Erholung die langfristigen Erwartungen pessimistisch bleiben. Die identifizierten Risiken, insbesondere die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, könnten die Stabilität der regionalen Wirtschaft gefährden. Dies könnte sich negativ auf die Investitionsbereitschaft und das Wachstum auswirken.
Der Mangel an Führungskräften in Deutschland ist ein alarmierendes Signal für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit. Die geringe Bereitschaft, Führungspositionen zu übernehmen, könnte die Innovationskraft und Effizienz der Unternehmen beeinträchtigen. Flexible Arbeitsmodelle und Mentoring-Programme sind dringend erforderlich, um diesem Trend entgegenzuwirken.
In Bezug auf Chinas Wirtschaft ist die Diskrepanz zwischen offiziellen Wachstumszahlen und den Zweifeln von Experten besorgniserregend. Eine realistischere Wachstumsrate könnte die globalen Märkte destabilisieren und das Vertrauen in die chinesische Wirtschaft untergraben, insbesondere wenn die Binnennachfrage weiterhin leidet.
Die pessimistische Stimmung in der Berliner Wirtschaft, verstärkt durch infrastrukturelle Probleme und politische Unsicherheiten, deutet auf eine herausfordernde Zukunft hin. Die Forderung nach schnelleren politischen Entscheidungen ist ein klarer Hinweis darauf, dass die Unternehmen Unterstützung benötigen, um sich in einem zunehmend komplexen wirtschaftlichen Umfeld zu behaupten.
Insgesamt zeigen die aktuellen Entwicklungen, dass geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Unsicherheiten und strukturelle Herausforderungen in verschiedenen Regionen und Sektoren eng miteinander verknüpft sind und die Stabilität der globalen Wirtschaft gefährden könnten.
Quellen:
- Geldanlage - Gold und Silber erklimmen weitere Rekorde - Wirtschaft
- Dauerkrise zu Ende? So blickt Hamburgs Wirtschaft in die Zukunft
- Führungsposten unbesetzt: Die Wirtschaft findet zu wenige Chefs
- Chinas Wirtschaft wächst um fünf Prozent: Experten haben Zweifel
- Der Börsen-Tag: Chinas Wirtschaft gelingt Punktlandung mit Schönheitsfehlern
- Es herrscht schlechte Stimmung in der Berliner Wirtschaft