Energieintensive Industrie in Sachsen-Anhalt: Studie zeigt dringenden Transformationsbedarf

    20.03.2025 30 mal gelesen 0 Kommentare

    Die energieintensive Wirtschaft in Sachsen-Anhalt steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer-Instituts beleuchtet die Herausforderungen und Chancen für Schlüsselbranchen wie Chemie, Metallverarbeitung und Glasproduktion. Angesichts der hohen Abhängigkeit von Erdgas und des Ziels der Klimaneutralität wird eine umfassende Transformation notwendig. Welche Maßnahmen geplant sind und wie ein Kooperationsnetzwerk den Wandel unterstützen soll, erfahren Sie hier.

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    Studie: Energieintensive Wirtschaft in Sachsen-Anhalt vor großem Wandel

    Die energieintensive Industrie in Sachsen-Anhalt steht vor erheblichen Herausforderungen, wie eine Studie des Fraunhofer-Instituts in Magdeburg zeigt. Branchen wie Chemie, Metallverarbeitung, Glas, Papier, Zement und Nahrungsmittelproduktion sind zentrale Wirtschaftszweige des Bundeslandes. Laut der Studie sind rund 67.000 Menschen in diesen Industrien beschäftigt, die etwa 71 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs im verarbeitenden Gewerbe ausmachen. Gleichzeitig besteht eine hohe Abhängigkeit von Erdgas.

    Energiestaatssekretär Thomas Wünsch betonte, dass Klimaneutralität nur durch eine erfolgreiche Transformation der energieintensiven Industrie erreicht werden könne. Um diesen Wandel zu unterstützen, soll ein Kooperationsnetzwerk aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen und der Landesenergieagentur gegründet werden.

    „Klimaneutralität funktioniert nur mit einer erfolgreichen Transformation der energieintensiven Industrie“, so Thomas Wünsch.

    Wichtige Erkenntnisse:

    • 67.000 Beschäftigte in energieintensiven Industrien in Sachsen-Anhalt.
    • 71 Prozent des Energieverbrauchs im verarbeitenden Gewerbe entfallen auf diese Branchen.
    • Hohe Abhängigkeit von Erdgas erfordert dringende Maßnahmen.

    Quelle: n-tv NACHRICHTEN

    Top 10 Zukunftsbranchen in Deutschland

    Eine Studie der FutureManagementGroup identifiziert die zehn vielversprechendsten Zukunftsbranchen in Deutschland bis 2040. Die Biotechindustrie, Logistik- und Verpackungsindustrie sowie die Umwelt- und Recyclingwirtschaft führen die Liste an. Auch die Analysen-, Labor- und Medizintechnik sowie die Optik und Photonik zählen zu den Spitzenreitern.

    Dr. Bernhard Ohnesorge, Vorsitzender von SPECTARIS, hob hervor, dass die genannten Branchen durch hohe Innovationskraft und internationale Wettbewerbsfähigkeit überzeugen. Gleichzeitig stehen sie vor Herausforderungen wie komplexen Zulassungsprozessen und hohen regulatorischen Anforderungen.

    „Technologiegetriebene Industrien besitzen enormes Potenzial, vorausgesetzt, sie investieren mit Risikobereitschaft und Zukunftsfreude“, erklärte Prof. Dr. Pero Micic.

    Top 10 Zukunftsbranchen:

    1. Biotechindustrie
    2. Logistik- und Verpackungsindustrie
    3. Umwelt- und Recyclingwirtschaft
    4. Analysen-, Labor-, Medizintechnik
    5. Chemie- und Pharmaindustrie
    6. Optik und Photonik
    7. Zweiradindustrie
    8. Lebensmittelindustrie
    9. Land-, Forst-, Fischereiwirtschaft
    10. Luft- und Raumfahrtindustrie

    Quelle: Presseportal.de

    Grundgesetzänderung: Kritik an Klimaneutralitätsziel

    FDP-Generalsekretär Dr. Marco Buschmann kritisiert die Aufnahme des Ziels „Klimaneutralität bis 2045“ ins Grundgesetz. Er warnt vor rechtlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen, da die Formulierung über die Zweckbindung hinaus rechtliche Bedeutung erlangen könnte. Dies könnte zu Einschränkungen für Investitionen und Grundrechte führen.

    Buschmann bemängelte zudem handwerkliche Mängel der Regelung, insbesondere die unklare Fristsetzung. Er forderte eine Expertenanhörung, um offene Fragen zu klären, was jedoch abgelehnt wurde.

    Wichtige Kritikpunkte:

    • Unklare rechtliche Auswirkungen der Klimaneutralitätsformulierung.
    • Fehlende Expertenanhörung zur Klärung offener Fragen.
    • Potenzielle Einschränkungen für Investitionen und Grundrechte.

    Quelle: FDP

    Übungen in NRW: Vorbereitung auf den Ernstfall

    In Nordrhein-Westfalen werden verstärkt Übungen für den Verteidigungsfall durchgeführt. Die Bundeswehr trainiert im Kreis Kleve die Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Akteuren. Krankenhäuser arbeiten an einem Aktionsplan, während die Deutsche Bahn den Umbau von ICE-Zügen zu Bettenwagen plant.

    Die Krankenhausgesellschaft betonte, dass ein Kriegsszenario eine völlig neue Herausforderung darstelle. Ex-Bundespräsident Joachim Gauck forderte bei einem Besuch in NRW eine stärkere Aufrüstung Deutschlands, um von Angriffen abzuschrecken.

    Wichtige Maßnahmen:

    • Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Akteuren.
    • Umbau von ICE-Zügen zu Bettenwagen.
    • Erarbeitung eines Aktionsplans für Krankenhäuser.

    Quelle: Rheinische Post

    Einschätzung der Redaktion

    Die energieintensive Industrie in Sachsen-Anhalt steht vor einem entscheidenden Wendepunkt, der nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern auch die nationale Klimapolitik maßgeblich beeinflussen könnte. Die hohe Abhängigkeit von Erdgas und der enorme Energieverbrauch dieser Branchen machen eine schnelle und zielgerichtete Transformation unumgänglich. Die geplante Vernetzung von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und der Landesenergieagentur ist ein vielversprechender Ansatz, um Innovationen zu fördern und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Allerdings wird der Erfolg stark von der Geschwindigkeit und Effizienz der Umsetzung abhängen, da Verzögerungen sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Risiken bergen.

    Quellen:

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