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    Deutsche Wirtschaft schrumpft stärker als erwartet, Russland und Ölmarkt unter Druck

    22.08.2025 252 mal gelesen 1 Kommentare

    Die deutsche Wirtschaft steht im Sommer 2025 unter Druck: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpft stärker als erwartet, Industrie und Baugewerbe geraten ins Straucheln und im internationalen Vergleich verliert Deutschland weiter an Dynamik. Gleichzeitig sorgen geopolitische Spannungen und Sanktionen für Turbulenzen auf den globalen Energiemärkten – mit massiven Folgen für Russland und seine wichtigsten Handelspartner. Welche Entwicklungen prägen die Wirtschaftslage aktuell, und wo gibt es trotz aller Unsicherheiten Hoffnungsschimmer?

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    Wirtschaft schrumpft im Frühjahr stärker als erwartet

    Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2025 stärker geschrumpft als zunächst angenommen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 Prozent. Die Schnellmeldung Ende Juli war noch von einem Minus von 0,1 Prozent ausgegangen. Besonders betroffen waren die Industrie und das Baugewerbe, deren Produktion im Juni schwächer lief als erwartet. Auch der private Konsum wurde nachträglich nach unten korrigiert, unter anderem wegen rückläufiger Umsätze im Gastgewerbe.

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    Die Bruttoanlageinvestitionen gingen deutlich zurück, insbesondere bei Maschinen, Fahrzeugen und im Bau. Vom Außenhandel kamen keine positiven Impulse: Die Exporte stagnierten, während die Importe erneut deutlich zunahmen, was zu einem negativen Beitrag des Außenhandels zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung führte. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2024 war das preisbereinigte BIP nahezu unverändert. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte stiegen um 1,2 Prozent, während die Investitionen deutlich sanken. Besonders das Baugewerbe verzeichnete einen Rückgang der Wertschöpfung um fast sieben Prozent. Die Zahl der Erwerbstätigen blieb mit rund 46 Millionen Personen nahezu konstant, allerdings wurden pro Kopf etwas weniger Arbeitsstunden geleistet. Die Produktivität je Stunde stieg leicht um 0,3 Prozent.

    Kennzahl Wert
    BIP-Veränderung Q2/2025 (ggü. Vorquartal) -0,3 %
    Konsumausgaben privater Haushalte +1,2 %
    Rückgang Wertschöpfung Baugewerbe -7 %
    Erwerbstätige ca. 46 Mio.
    Produktivität je Stunde +0,3 %

    Im EU-Vergleich fällt Deutschland zurück: Während die Wirtschaftsleistung in Spanien (+0,7 Prozent) und Frankreich (+0,3 Prozent) wuchs, schrumpfte sie in Deutschland. In den USA legte das BIP sogar um 0,7 Prozent zu. Im Jahresvergleich blieb Deutschland mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent deutlich hinter dem EU-Durchschnitt (+1,5 Prozent) zurück. (Quelle: T-Online)

    Friedrich Merz warnt: "Die deutsche Wirtschaft wird erheblichen Schaden nehmen"
    • Industrie und Baugewerbe als Hauptverlierer
    • Außenhandel belastet gesamtwirtschaftliche Entwicklung
    • Deutschland verliert im internationalen Vergleich an Dynamik

    Infobox: Das deutsche BIP schrumpfte im zweiten Quartal 2025 um 0,3 Prozent. Besonders betroffen sind Industrie und Bau. Im EU-Vergleich bleibt Deutschland zurück.

    Wirtschaft schrumpft im zweiten Quartal stärker als befürchtet

    Auch der Spiegel berichtet, dass das Bruttoinlandsprodukt von April bis Juni um 0,3 Prozent zum Vorquartal abnahm. Eine erste Schätzung hatte lediglich ein Minus von 0,1 Prozent ergeben. Die Statistiker betonen, dass vor allem die Industrieproduktion schlechter als zunächst angenommen verlief. Im ersten Quartal 2025 hatte es noch ein Wachstum von 0,3 Prozent gegeben.

    Die Bundesbank rechnet auch für das laufende Sommerquartal nicht mit einer Umkehrung des Trends. Die trüben Aussichten für den Welthandel, die noch schwache Auftragslage und die niedrige Auslastung vorhandener Kapazitäten dürften die Investitionstätigkeit der Unternehmen weiter beeinträchtigen. Auch vom Bau werden voraussichtlich keine starken Impulse für die Konjunktur erwartet. Gedämpfte Aussichten am Arbeitsmarkt und eine nachlassende Lohndynamik bremsen zudem den privaten Konsum. Die Dienstleister bleiben insgesamt ohne Schwung.

    Es gibt jedoch einen Hoffnungsschimmer: Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft mit Industrie und Dienstleistern stieg im August überraschend um 0,3 auf 50,9 Punkte. Das ist der beste Wert seit März. Das Barometer hielt sich damit den dritten Monat in Folge über der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. (Quelle: Spiegel)

    „Auch wenn wir hier nur von moderaten Zuwächsen sprechen, sehen wir diese Entwicklung als ein Zeichen von Resilienz“, kommentierte Chefökonom Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank (HCOB).
    • Industrieproduktion bleibt schwach
    • Bundesbank erwartet Stagnation im Sommerquartal
    • Leichter Anstieg des Einkaufsmanagerindex als positives Signal

    Infobox: Das BIP sank im zweiten Quartal um 0,3 Prozent. Die Aussichten bleiben trüb, aber der Einkaufsmanagerindex zeigt leichte Erholungstendenzen.

    Putin in Erklärungsnot: Ukraine dreht Russlands Wirtschaft den Energiehahn ab

    Die Ukraine hat durch Drohnenangriffe einen erheblichen Einfluss auf die russische Wirtschaft genommen. Mehrere russische Regionen erleben einen Stillstand, da die Angriffe einen großen Teil der Ölraffinerien in Russland lahmgelegt haben. Autofahrer in der Region Primorje berichten seit Anfang August 2025 über Versorgungsengpässe beim Kraftstoff. Besonders betroffen sind die Städte Arsenjew, Ussurijsk und der Bezirk Tschugujewski, wo der Kraftstoff aus den Zapfsäulen „verschwunden“ ist. Viele Tankstellen sind geschlossen, und geöffnete Tankstellen haben kein Benzin mehr.

    Die Regierung in Primorje begründet die Engpässe mit „kleineren Unterbrechungen“ bei der Lieferung von Erdölprodukten. Der Engpass legte laut Moscow Times auch das russische Eisenbahnnetz lahm, wodurch Treibstoffzüge nach Wladiwostok bis zu zwei Wochen Verspätung hatten. Die Großhandelspreise für Benzin erreichten Rekordhöhen: Am 18. August 2025 kletterte der Preis für AI-92-Benzin an der St. Petersburger International Mercantile Exchange auf 71.500 Rubel pro Tonne, AI-95-Benzin stieg auf 80.400 Rubel pro Tonne.

    Benzinsorte Preis pro Tonne (18.08.2025)
    AI-92 71.500 Rubel
    AI-95 80.400 Rubel

    Russische Ölraffinerien werden immer häufiger zum Ziel der ukrainischen Armee und machten laut Kyiivindependent 42 Prozent der Angriffe aus. Die Raffinerie Lukoil, die drittgrößte in Russland, musste Mitte August vorübergehend den Betrieb einstellen. Am 11. August 2025 wurde auch Rosnefts Raffinerie Saratow nach einem nächtlichen Drohnenangriff stillgelegt. Eine Woche zuvor wurde die Raffinerie in Nowokuibyschewsk getroffen, und am selben Tag reduzierte die Raffinerie Rjasan ihre Treibstoffkapazitäten um die Hälfte. (Quelle: Frankfurter Rundschau)

    • Versorgungsengpässe bei Kraftstoff in mehreren russischen Regionen
    • Großhandelspreise für Benzin auf Rekordniveau
    • Mehrere große Ölraffinerien nach Angriffen außer Betrieb

    Infobox: Ukrainische Drohnenangriffe führen zu massiven Engpässen und Preisanstiegen bei Benzin in Russland. Mehrere Raffinerien sind betroffen.

    Sanktionen setzen Russlands Wirtschaft unter Druck: Wichtiger Handelspartner lässt Putin sitzen

    Russische Ölexporte nach Indien sind im August 2025 um das Dreifache eingebrochen. Nach Angaben von Ölhändlern halten sich indische Raffinerien weiterhin zurück, obwohl sie Angebote für die russische Rohölsorte Ural erhalten und geprüft haben. Im Juli 2025 importierte Indien noch 1,5 Millionen Barrel pro Tag, im August waren es nur noch 400.000 Barrel pro Tag. Im Schnitt belaufen sich die russischen Ölimporte auf 1,1 bis 1,8 Millionen Barrel pro Tag.

    US-Präsident Donald Trump hatte Indien wegen der russischen Ölimporte mit Zöllen und Sekundärsanktionen gedroht. Anfang August unterzeichnete Trump eine Verordnung, mit der ein zusätzlicher Zoll von 25 Prozent auf einige indische Waren erhoben wird. Indische Raffinerien wie Indian Oil Corp, Hindustan Petroleum Corp, Bharat Petroleum Corp und Mangalore Refinery Petrochemical Ltd gaben an, kein russisches Öl angefragt zu haben.

    China profitiert von der Situation und importierte im August fast 75.000 Barrel pro Tag russisches Öl der Marke Ural, fast doppelt so viel wie der Jahresdurchschnitt von rund 40.000 Barrel. Experten gehen davon aus, dass China vorerst weiterhin russisches Öl beziehen kann, da es bislang von Sekundärzöllen verschont blieb. (Quelle: Merkur)

    Land Import russisches Öl (August 2025) Vorheriger Wert
    Indien 400.000 Barrel/Tag 1,5 Mio. Barrel/Tag (Juli 2025)
    China 75.000 Barrel/Tag 40.000 Barrel/Tag (Jahresdurchschnitt)
    • Indien reduziert Importe russischen Öls drastisch
    • US-Sanktionen und Zölle zeigen Wirkung
    • China nutzt die Gelegenheit und erhöht Importe

    Infobox: Russische Ölexporte nach Indien brechen ein, China erhöht Importe. US-Sanktionen und Zölle beeinflussen den internationalen Ölmarkt.

    Wadephul: Indonesien und Japan Schlüsselländer für Wirtschaft

    Nach Angaben von boerse.de bezeichnete Wadephul Indonesien und Japan als Schlüsselländer für die Wirtschaft. Weitere Details zu den wirtschaftlichen Beziehungen oder konkreten Zahlen wurden in der Quelle nicht genannt. (Quelle: boerse.de)

    • Indonesien und Japan werden als besonders wichtig für die Wirtschaft eingestuft

    Infobox: Indonesien und Japan gelten laut Wadephul als Schlüsselländer für die Wirtschaft.

    Einschätzung der Redaktion

    Die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft im zweiten Quartal 2025 ist ein deutliches Warnsignal für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Die Kombination aus rückläufiger Industrieproduktion, massiven Einbrüchen im Baugewerbe und fehlenden Impulsen aus dem Außenhandel verdeutlicht strukturelle Herausforderungen, die nicht kurzfristig zu beheben sind. Besonders besorgniserregend ist das Zurückfallen im internationalen Vergleich, da andere große Volkswirtschaften wie die USA, Spanien und Frankreich im selben Zeitraum Wachstum verzeichnen. Die Stagnation bei den Erwerbstätigenzahlen und die nur leicht gestiegene Produktivität deuten darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft derzeit kaum in der Lage ist, neue Wachstumsquellen zu erschließen. Ohne gezielte Investitionen und Reformen droht eine weitere Erosion der wirtschaftlichen Dynamik und eine Verschärfung der Standortnachteile.

    • Strukturelle Schwächen in Industrie und Baugewerbe
    • Deutschland verliert an internationaler Wettbewerbsfähigkeit
    • Dringender Handlungsbedarf für Investitionen und Reformen

    Infobox: Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im zweiten Quartal 2025 signalisiert akuten Reformbedarf, um die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstumspotenzial zu sichern.

    Quellen:

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    Über Wadephul und seine Aussage zu Indonesien und Japan als Schlüsselländer liest man ja echt selten was, wäre mal spannend zu wissen wie genau Deutschland da stärker profitieren soll – da fehlen mir echt noch Beispiele oder Zahlen, sonst bleibt das am Ende nur so'n leeres Schlagwort.

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