Bahn und GDL einigen sich auf 5% Gehaltserhöhung und Friedenspflicht bis 2028

Bahn und GDL einigen sich auf 5% Gehaltserhöhung und Friedenspflicht bis 2028

Autor: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Die Einigung zwischen der Deutschen Bahn und der GDL sichert eine Gehaltserhöhung von 5% sowie eine Einmalzahlung, während Warnstreiks bis 2028 ausgeschlossen sind. Der IWF genehmigt der Ukraine einen Kredit von 8,1 Milliarden Dollar zur Unterstützung ihrer wirtschaftlichen Stabilität im Krieg.

Die jüngste Einigung zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführergewerkschaft GDL bringt eine Gehaltserhöhung von insgesamt fünf Prozent sowie eine Einmalzahlung für die Beschäftigten mit sich. Diese Vereinbarung, die bis Ende 2027 gilt, sichert nicht nur die Löhne, sondern auch die Arbeitsruhe, da Warnstreiks bis 2028 ausgeschlossen sind. In diesem Pressespiegel erfahren Sie mehr über die Details dieser Einigung und deren Auswirkungen auf die Beschäftigten und den Bahnverkehr.

Tarifkonflikt - Bahn und Lokführer einigen sich auf fünf Prozent Gehaltsplus

Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben sich auf eine Erhöhung der Löhne und Gehälter geeinigt. Ab dem 1. August 2026 und dem 1. August 2027 steigen die Entgelte um jeweils 2,5 Prozent. Zudem erhalten die Beschäftigten im April eine Einmalzahlung von 700 Euro, während Auszubildende und Dual Studierende 350 Euro erhalten. Ein weiterer wichtiger Punkt der Einigung ist die Einführung einer zusätzlichen Entgeltstufe für langjährige Beschäftigte.

„Damit wird es dieses und nächstes Jahr keine Warnstreiks bei der Deutschen Bahn geben.“ - SZ.de

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren und endet Ende 2027. In dieser Zeit gilt eine Friedenspflicht, die es der GDL untersagt, zu Arbeitskämpfen aufzurufen, bis frühestens April 2028. Dies bedeutet, dass der Konzern bis dahin mit beiden Gewerkschaften gleichzeitig neue Tarifverträge aushandeln muss.

Zusammenfassung: Die Einigung zwischen der Deutschen Bahn und der GDL umfasst eine Gehaltserhöhung von 5% über zwei Jahre und eine Einmalzahlung. Warnstreiks sind bis 2028 ausgeschlossen.

Wirtschaft wächst trotz Krieg: IWF stellt der Ukraine Milliarden-Kredit bereit

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat ein neues Kreditprogramm für die Ukraine genehmigt, das einen Umfang von 8,1 Milliarden Dollar hat. Sofort fließen 1,5 Milliarden Dollar, um die ukrainische Regierung arbeitsfähig zu halten. Der IWF betont, dass die neuen Maßnahmen auch dazu beitragen sollen, ein internationales Hilfspaket in Höhe von 136,5 Milliarden Dollar abzusichern, welches die wirtschaftliche Stabilität der Ukraine unterstützen soll.

Die ukrainische Regierung hat die Entscheidung des IWF begrüßt, da die Kosten für den Wiederaufbau des Landes in den nächsten zehn Jahren auf 588 Milliarden Dollar geschätzt werden. Der IWF prognostiziert, dass die ukrainische Wirtschaft im Jahr 2026 um 1,8 bis 2,5 Prozent wachsen wird, während die Inflation auf etwa 6,1 Prozent sinken soll.

Zusammenfassung: Der IWF genehmigt der Ukraine einen Kredit von 8,1 Milliarden Dollar, um die wirtschaftliche Stabilität während des Krieges zu sichern. Die Kosten für den Wiederaufbau werden auf 588 Milliarden Dollar geschätzt.

Konjunktur in Deutschland: Reallöhne im Jahr 2025 weiter gestiegen

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sind die Bruttolöhne in Deutschland im Jahr 2025 nominal um 4,2 Prozent gestiegen. Da die Verbraucherpreise im gleichen Zeitraum um 2,2 Prozent anstiegen, ergibt sich ein Reallohnzuwachs von 1,9 Prozent. Dies markiert den neunten Reallohnanstieg in Folge und zeigt eine Rückkehr zum Niveau vor der Corona-Pandemie.

Besonders die unteren Lohngruppen profitierten von den Lohnerhöhungen, während die Produktivität stagnierte. Experten warnen jedoch, dass der Lohnanstieg im Jahr 2026 voraussichtlich nicht so hoch ausfallen wird wie im Vorjahr.

Zusammenfassung: Die Reallöhne in Deutschland sind 2025 um 1,9 Prozent gestiegen, was auf höhere Bruttolöhne und eine moderate Inflation zurückzuführen ist. Die Entwicklung könnte sich jedoch 2026 abschwächen.

Vorschau: mehr/wert • Das Magazin für Wirtschaft und Soziales

In der kommenden Ausgabe von "mehr/wert" wird die Frage behandelt, wie sinnvoll die Milliardeninvestitionen in die Bundeswehr sind. Insider berichten von fehlendem Know-how und ineffizienten Strukturen, die zu teuren Fehlgriffen bei Rüstungsprojekten führen. Zudem wird der boomende Second-Hand-Markt beleuchtet, wobei Experten großes Potenzial im digitalen Handel sehen.

Ein weiterer Themenpunkt ist die sogenannte "Kaltwäsche", die als energiesparende Maßnahme beworben wird. "mehr/wert" wird die Wirksamkeit neuer Waschmittelrezepturen testen.

Zusammenfassung: Die nächste Ausgabe von "mehr/wert" thematisiert die Effizienz von Rüstungsinvestitionen und untersucht den wachsenden Second-Hand-Markt sowie die Kaltwäsche als Energiesparmaßnahme.

Einschätzung der Redaktion

Die Einigung zwischen der Deutschen Bahn und der GDL stellt einen wichtigen Schritt zur Stabilität im Bahnverkehr dar. Die Friedenspflicht bis 2028 gibt dem Unternehmen Planungssicherheit und ermöglicht es, sich auf die Verbesserung der Dienstleistungen zu konzentrieren, ohne die Gefahr von Warnstreiks. Die Gehaltserhöhung und die Einmalzahlungen sind zudem ein positives Signal für die Beschäftigten, insbesondere in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld.

Im Hinblick auf die Ukraine zeigt die Genehmigung des IWF-Kredits, dass internationale Unterstützung für die wirtschaftliche Stabilität in Krisenzeiten entscheidend ist. Die Prognosen für das Wirtschaftswachstum und die Inflation sind ermutigend, jedoch bleibt die Frage, wie die Ukraine die enormen Wiederaufbaukosten von 588 Milliarden Dollar bewältigen kann. Die Unterstützung durch den IWF könnte hier eine wesentliche Rolle spielen.

Die Entwicklung der Reallöhne in Deutschland ist ein positives Zeichen für die Kaufkraft der Bevölkerung, insbesondere für die unteren Lohngruppen. Dennoch ist die Warnung vor einem möglichen Rückgang der Lohnsteigerungen im kommenden Jahr ein wichtiger Aspekt, der die wirtschaftliche Lage im Auge behalten sollte. Ein anhaltender Anstieg der Reallöhne könnte langfristig zur Stabilität der Binnenwirtschaft beitragen.

Insgesamt sind die aktuellen Entwicklungen sowohl im Bereich der Tarifverhandlungen als auch in der internationalen Finanzpolitik von großer Bedeutung für die wirtschaftliche Stabilität und das soziale Wohl in Deutschland und der Ukraine.

Quellen: