Außenhandel mit Ski und Snowboards in Deutschland schwächelt deutlich

Außenhandel mit Ski und Snowboards in Deutschland schwächelt deutlich

Autor: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Deutschland hat mit 24 Prozent die älteste Arbeitsbevölkerung in der EU, was zu einem Fachkräftemangel führen könnte; das Renteneintrittsalter liegt bei durchschnittlich 64,7 Jahren.

Der deutsche Außenhandel mit Ski und Snowboards zeigt deutliche Schwächen, die auf die immer wärmer werdenden Winter zurückzuführen sind. Im Jahr 2024 verzeichnete Deutschland einen Rückgang der Importe um fast 30 Prozent im Vergleich zu 2014, während auch die Exporte zurückgingen. Diese Entwicklung wirft Fragen zur Zukunft des Wintersportmarktes auf und beleuchtet die Auswirkungen des Klimawandels auf die Branche. Erfahren Sie mehr über die Hintergründe und die wichtigsten Zahlen in unserem Artikel.

Außenhandel mit Ski und Snowboards fehlt der Schwung

Wiesbaden (dpa) - Angesichts immer wärmerer Winter schwächelt der deutsche Außenhandel mit Ski und Snowboards. Im Jahr 2024 importierte Deutschland nur noch 518.800 Wintersportartikel im Wert von 71,7 Millionen Euro, was einem Rückgang um 29,8 Prozent im Vergleich zu 2014 entspricht, als noch 739.200 Stück importiert wurden. Geringere Importe gab es bislang nur im Corona-Jahr 2021 mit gut 405.000 Artikeln.

Die Exporte gingen ebenfalls zurück, und zwar um 18,8 Prozent auf 523.100 Stück im Gesamtwert von 95,2 Millionen Euro. Erstmals seit 2021 exportierte Deutschland damit mehr Ski und Snowboards als es importierte. Die Hauptimporteure waren China (36,7 Prozent), Österreich (24 Prozent) und Slowenien (8,2 Prozent), während die Hauptabnehmer für deutsche Ski und Snowboards Frankreich, Österreich und die USA waren.

„Die wärmeren Winter haben einen direkten Einfluss auf die Nachfrage nach Wintersportartikeln“, so ein Sprecher des Statistischen Bundesamtes.

Zusammenfassung: Der Import von Ski und Snowboards in Deutschland ist 2024 um 29,8 Prozent gesunken, während die Exporte um 18,8 Prozent zurückgingen. Die Hauptimporteure sind China, Österreich und Slowenien.

MDax-Konzern - Durststrecke vorbei: Sartorius für 2026 positiv gestimmt

Göttingen (dpa/lni) - Der Labor- und Pharmazulieferer Sartorius plant für 2026 eine währungsbereinigte Umsatzsteigerung von rund fünf bis neun Prozent. Dies wurde durch die Erholung des Geschäfts mit Verbrauchsmaterialien und anderen Bereichen unterstützt. Im Jahr 2025 konnte Sartorius den Erlös um 7,6 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro steigern, was nominal einem Plus von rund 5 Prozent entspricht.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg auf 1,05 Milliarden Euro, nach 945 Millionen Euro im Vorjahr. Die entsprechende Marge kletterte von 28 auf 29,7 Prozent, was den Erwartungen der Analysten entsprach. Der Gewinn stieg auf 154,9 Millionen Euro, im Vergleich zu 84 Millionen Euro im Vorjahr.

„Die Erholung in den Bereichen Verbrauchsmaterialien und Anlagen zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so ein Unternehmenssprecher.

Zusammenfassung: Sartorius erwartet für 2026 eine Umsatzsteigerung von 5 bis 9 Prozent und hat 2025 den Erlös auf 3,5 Milliarden Euro erhöht. Das bereinigte Ebitda stieg auf 1,05 Milliarden Euro.

Deutschland hat die älteste Arbeitsbevölkerung in der EU

Wiesbaden (dpa) - Deutschland hat die älteste Arbeitsbevölkerung in der Europäischen Union, mit 24 Prozent der Erwerbstätigen im Alter zwischen 55 und 64 Jahren. Im EU-Schnitt liegt dieser Wert bei 20 Prozent, während Länder wie Malta nur 11 Prozent aufweisen. Überdurchschnittlich alte Arbeitsbevölkerungen haben auch Italien (23 Prozent) und Bulgarien (22,3 Prozent).

Ein Grund für diese Entwicklung ist die zunehmende Alterung der Bevölkerung und das spätere Renteneintrittsalter, das 2024 im Durchschnitt bei 64,7 Jahren liegt. Vor 20 Jahren lag dieser Wert noch bei 63 Jahren. Das gesetzliche Renteneintrittsalter wurde schrittweise angehoben, und Modelle für einen vorzeitigen Renteneintritt sind ausgelaufen.

„Die Alterung der Bevölkerung hat direkte Auswirkungen auf die Arbeitsmarktstruktur in Deutschland“, so ein Sprecher des Statistischen Bundesamtes.

Zusammenfassung: Deutschland hat mit 24 Prozent die älteste Arbeitsbevölkerung in der EU. Das Renteneintrittsalter liegt im Durchschnitt bei 64,7 Jahren, was auf die Alterung der Bevölkerung zurückzuführen ist.

Wackelt die Bildungszeit für Sachsen?

Dresden - Ab 2027 sollen Beschäftigte in Sachsen drei Tage für Weiterbildungen freigestellt werden. Wirtschaftsverbände und Kommunen setzen sich jedoch dafür ein, diese Regelung im Landtag zu verhindern. Die Entscheidung darüber steht am Mittwoch an, und die Diskussion ist bereits von heftigen Reaktionen begleitet.

Die geplante Bildungszeit wird von vielen in der Wirtschaft als Belastung angesehen, während Befürworter argumentieren, dass sie zur Qualifizierung der Arbeitskräfte beiträgt. Die Debatte spiegelt die unterschiedlichen Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern wider.

„Wir müssen sicherstellen, dass die wirtschaftlichen Interessen nicht unter den Tisch fallen“, so ein Vertreter der Wirtschaftsverbände.

Zusammenfassung: Die Einführung einer Bildungszeit in Sachsen ab 2027 steht zur Debatte, wobei Wirtschaftsverbände eine Ablehnung fordern. Die Entscheidung wird am Mittwoch im Landtag getroffen.

Einschätzung der Redaktion

Die aktuellen Entwicklungen im Außenhandel mit Ski und Snowboards in Deutschland verdeutlichen die Auswirkungen des Klimawandels auf saisonale Märkte. Der signifikante Rückgang der Importe um 29,8 Prozent und der Exporte um 18,8 Prozent zeigt, dass die Nachfrage nach Wintersportartikeln stark von den Wetterbedingungen abhängt. Dies könnte langfristig nicht nur die wirtschaftliche Stabilität der Branche gefährden, sondern auch die Arbeitsplätze in diesem Sektor. Die Tatsache, dass Deutschland nun mehr Ski und Snowboards exportiert als importiert, könnte auf eine veränderte Marktstruktur hinweisen, die möglicherweise nicht nachhaltig ist, wenn die klimatischen Bedingungen weiterhin ungünstig bleiben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Branche vor ernsthaften Herausforderungen steht, die durch die globalen Klimaveränderungen verstärkt werden. Die Notwendigkeit, sich an diese Veränderungen anzupassen, wird für die Akteure im Wintersportsektor immer dringlicher.

Im Hinblick auf Sartorius zeigt die positive Umsatzprognose für 2026, dass das Unternehmen auf einem stabilen Wachstumspfad ist. Die wachsende Nachfrage nach Verbrauchsmaterialien und Anlagen deutet darauf hin, dass Sartorius in der Lage ist, sich erfolgreich an die Marktbedingungen anzupassen. Die Steigerung des bereinigten Ebitda und des Gewinns unterstreicht die Effizienz des Unternehmens und seine Fähigkeit, in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld zu prosperieren. Dies könnte auch das Vertrauen der Investoren stärken und die Marktposition von Sartorius festigen.

Insgesamt ist die positive Entwicklung von Sartorius ein ermutigendes Zeichen für die Branche und könnte als Modell für andere Unternehmen dienen, die sich in einem sich wandelnden Markt behaupten müssen.

Die demografische Entwicklung in Deutschland, die zu einer der ältesten Arbeitsbevölkerungen in der EU führt, hat weitreichende Konsequenzen für den Arbeitsmarkt. Mit 24 Prozent der Erwerbstätigen im Alter von 55 bis 64 Jahren wird es zunehmend schwieriger, die benötigten Fachkräfte zu finden. Dies könnte zu einem Fachkräftemangel führen, der die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands beeinträchtigen könnte. Die Anhebung des Renteneintrittsalters ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, jedoch müssen auch Maßnahmen zur Förderung der jüngeren Generationen und zur Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt ergriffen werden, um die Herausforderungen der Alterung der Bevölkerung zu bewältigen.

Zusammenfassend ist die Alterung der Arbeitsbevölkerung ein zentrales Thema, das dringend angegangen werden muss, um die wirtschaftliche Stabilität Deutschlands zu sichern.

Die Diskussion um die Bildungszeit in Sachsen zeigt die Spannungen zwischen wirtschaftlichen Interessen und der Notwendigkeit zur Weiterbildung der Arbeitskräfte. Während Arbeitgeber die Regelung als Belastung empfinden, könnte eine gezielte Weiterbildung langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken. Die Entscheidung des Landtags wird entscheidend dafür sein, wie Sachsen die Balance zwischen wirtschaftlichem Wachstum und der Qualifizierung seiner Arbeitskräfte findet. Ein ausgewogenes Ergebnis könnte sowohl den Bedürfnissen der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer gerecht werden und somit die Grundlage für eine zukunftsfähige Arbeitsmarktpolitik schaffen.

Insgesamt ist die Debatte um die Bildungszeit ein wichtiger Indikator für die Herausforderungen, die in der heutigen Arbeitswelt bestehen, und erfordert eine sorgfältige Abwägung der Interessen aller Beteiligten.

Quellen: