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Der aktuelle Pressespiegel zeigt die deutsche und internationale Wirtschaft zwischen Energiepreisschock, geopolitischem Druck und strukturellem Wandel: Während Russland von einem zentralen Fundament abhängt und die EU vor einem teuren Winter steht, verschärfen Cyberrisiken, China-Konkurrenz und das Ende eines Automobilzulieferers die Lage. Zugleich wird deutlich, wie unverzichtbar Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte für zahlreiche Branchen sind.
Russische Wirtschaft stark von einem zentralen Faktor abhängig
Die russische Wirtschaft hängt nach Einschätzung von Alexandra Prokopenko „nur an einem einzigen Nagel“. Das berichtet Capital.de in einem am 29. September 2026 veröffentlichten Beitrag von Timo Pache und Nils Kreimeier.
Der Artikel ordnet die wirtschaftliche Lage Russlands im Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg, der Inflation, den Verteidigungsausgaben, der Verschuldung und den Investitionen ein. Bereits der Titel macht deutlich, dass die Autoren eine starke Abhängigkeit von einem einzelnen wirtschaftlichen Fundament beschreiben.
Die Veröffentlichung nennt Russland, den Ukrainekrieg, Wladimir Putin, Inflation, Verteidigung, Schulden und Investitionen als zentrale Themenfelder. Weitere in der Quelle aufgeführte Beiträge behandeln unter anderem die staatliche Verwaltung von Vermögenswerten der Metro, Sanktionen gegen russische Oligarchen sowie die Aufteilung der Arktis durch Russland und China.
Zusammenfassung: Capital.de stellt die Abhängigkeit der russischen Wirtschaft von einem zentralen Faktor heraus und verknüpft die Analyse mit Krieg, Inflation, Verteidigung, Schulden und Investitionen.
EU erwartet im Winter sehr hohe Energiepreise
Die Europäische Union rechnet im kommenden Winter mit „sehr hohen“ Energiepreisen, zugleich aber nicht mit Problemen bei der Versorgungssicherheit. Das berichtet ntv.de unter Berufung auf Aussagen des EU-Energiekommissars Dan Jörgensen und des Chefs der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol.
„Es besteht kein Zweifel daran, dass wir auf einen Winter zugehen, der herausfordernd sein wird“, sagte Jörgensen nach einem Treffen der Energieminister in Dublin. Er ergänzte: „Wir rechnen nicht mit Problemen bei der Versorgungssicherheit, aber wir rechnen mit sehr hohen Preisen.“ Auch Birol sprach von einem „sehr schwierigen Winter“.
Nach Angaben der Quelle sind die Energiepreise infolge des Iran-Kriegs zuletzt wieder deutlich gestiegen. Die Bundesregierung beschloss deshalb, ab Oktober erneut einen Tankrabatt einzuführen; spätestens zum 1. Januar soll zudem ein Spritpreisdeckel eingeführt werden. Berlin erwägt außerdem eine Direktzahlung zum Ausgleich hoher Energiepreise an Haushalte mit geringen Einkommen.
Jörgensen zufolge prüft Brüssel „alle Ideen, um die Regeln flexibler zu gestalten“. Dazu gehört dem Bericht zufolge eine mögliche Verschiebung der Vorschriften für klimaschädliches Methan beim Import von Öl oder Gas. Diese Regeln sollen ausländische Öl- und Gasproduzenten ab dem 1. Januar 2027 dazu verpflichten, ihre Methan-Emissionen zu überwachen und zu melden.
Europäische Regierungen befürchten laut ntv.de, dass mögliche Strafen Lieferanten davon abhalten könnten, im Winter Brennstoffe nach Europa zu liefern. Außerdem könnte die Internationale Energieagentur ihre strategischen Ölreserven anzapfen. „Wir beobachten die Märkte sehr genau, insbesondere die Produktmärkte, Diesel und andere“, sagte Birol. Falls es nötig sei, werde die IEA mit ihren Mitgliedsregierungen über notwendige Schritte beraten.
Seit Beginn des Kriegs zwischen dem Iran und den USA und Israel musste die Europäische Union für die Einfuhr fossiler Brennstoffe nach Angaben Jörgensens mehr als 100 Milliarden Euro zusätzlich aufbringen. „Wir haben nun die Marke von 100 Milliarden Euro überschritten, die wir in diesem Jahr zusätzlich für unsere Energie bezahlt haben, ohne auch nur ein einziges zusätzliches Molekül Gas oder Öl zu erhalten“, sagte der EU-Energiekommissar.
| Aspekt | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Versorgungssicherheit | Keine Probleme erwartet |
| Energiepreise | Sehr hohe Preise erwartet |
| Zusätzliche Energiekosten der EU | Mehr als 100 Milliarden Euro |
| Tankrabatt in Deutschland | Ab Oktober erneut eingeführt |
| Spritpreisdeckel | Spätestens zum 1. Januar |
| Methan-Vorschriften | Ab dem 1. Januar 2027 |
Jörgensen wertete die zusätzlichen Kosten als Beleg für die schädliche Abhängigkeit der EU von importierten fossilen Brennstoffen. „Wenn die Preise auf dem Weltmarkt steigen, trifft das auch unsere Bürger und unsere Industrie“, sagte er. Es sei höchste Zeit, „die importierten, umweltschädlichen und teuren Moleküle“ durch heimische Energie zu ersetzen.
Zusammenfassung: Die EU erwartet im Winter keine Versorgungsprobleme, warnt aber vor sehr hohen Energiepreisen. Die zusätzlichen Kosten für fossile Brennstoffe haben laut ntv.de in diesem Jahr bereits mehr als 100 Milliarden Euro überschritten.
Wirtschaft diskutiert Schutz vor Cyber-Angriffen
Wie sich die Wirtschaft besser vor Cyber-Angriffen schützen kann, war Thema der 15. IT-Sicherheitskonferenz an der Hochschule Stralsund. Darüber berichtet die ARD Mediathek im Nordmagazin.
Die Sendung wurde am 29. September 2026 um 19:30 Uhr mit Untertiteln ausgestrahlt. Weitere in der Quelle enthaltene Angaben zum Verlauf der Konferenz oder zu konkreten Schutzmaßnahmen liegen nicht vor.
Zusammenfassung: Bei der 15. IT-Sicherheitskonferenz an der Hochschule Stralsund wurde der Schutz der Wirtschaft vor Cyber-Angriffen diskutiert.
China-Konkurrenz wird zum politischen Thema in Deutschland
Die AfD gewinnt laut DIE ZEIT inzwischen auch in westdeutschen Industrieregionen deutlich hinzu. Der Beitrag verbindet diese Entwicklung mit der Industriekrise, wachsendem Importdruck aus China und der schwachen Entwicklung besonders betroffener Regionen.
Der Aufstieg der AfD galt dem Artikel zufolge lange als ostdeutsches Phänomen. Inzwischen habe die Partei jedoch auch in industriellen Zentren Westdeutschlands zugelegt. Migration, kulturelle Konflikte und das Misstrauen gegenüber dem politischen Establishment spielten dabei eine Rolle.
Nach Einschätzung von Dalia Marin, Professorin für Internationale Wirtschaft an der TUM School of Management der TU München, wird auch der wachsende Konkurrenzdruck aus China zu einem politischen Problem. Der Beitrag beschreibt, dass insbesondere Industriearbeiter zur AfD wechselten, während die SPD massiv verlor. Sorgen um Arbeitsplätze prägten demnach das Wahlverhalten.
Als möglichen Wendepunkt bezeichnet DIE ZEIT den 6. September 2026. Bei der Wahl in Sachsen-Anhalt erhielt die AfD 43,8 Prozent der Stimmen und kam bis auf drei Sitze an eine absolute Mehrheit heran. Damit erzielte sie mehr als doppelt so viele Stimmen wie bei der Wahl 2021.
| Partei | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| AfD in Sachsen-Anhalt | 43,8 Prozent der Stimmen |
| Abstand zur absoluten Mehrheit | Drei Sitze |
| CDU 2021 | 37,1 Prozent |
| CDU 2026 | 17,2 Prozent |
Die CDU, die Partei von Bundeskanzler Friedrich Merz und amtierende Regierungspartei in Sachsen-Anhalt, fiel laut Artikel von 37,1 auf 17,2 Prozent. DIE ZEIT warnt, dass die Konkurrenz Chinas nicht nur Märkte kosten, sondern auch das Vertrauen in Deutschlands politisches und wirtschaftliches Modell erschüttern könne.
Zusammenfassung: DIE ZEIT beschreibt den China-Konkurrenzdruck als einen Faktor, der wirtschaftliche Sorgen und politische Verschiebungen verstärkt. In Sachsen-Anhalt erreichte die AfD 43,8 Prozent, während die CDU von 37,1 auf 17,2 Prozent fiel.
Automobilzulieferer im Harz schließt trotz VW-Auftrag
Für die Getriebe- und Antriebstechnik Wernigerode GmbH steht das Aus fest. Wie die Volksstimme berichtet, sind zusammen mit dem Standort von Schlote in Harzgerode insgesamt 180 Mitarbeiter betroffen.
Für den Automobilzulieferer GAW hatte es noch wenige Tage zuvor Hoffnung gegeben. Nun sei das Ende des Harzer Traditionsbetriebs besiegelt. Das Unternehmen gehört zur Schlote-Gruppe, die im März 2025 Insolvenz angemeldet hatte.
Der Bericht schildert, dass sich das Schicksal der Getriebe- und Antriebstechnik Wernigerode GmbH lange in der Schwebe befand. Trotz eines Auftrags von Volkswagen kam es letztlich zur Entscheidung gegen die Fortführung des Betriebs.
Die Volksstimme ordnet die Entwicklung in die Wirtschaftsflaute im Harz ein. Betroffen sind die Automobilzulieferer in Wernigerode und Schlote in Harzgerode; für beide Standorte werden 180 Mitarbeiter genannt.
Zusammenfassung: Die Schließung der Automobilzulieferer in Wernigerode und Harzgerode betrifft 180 Mitarbeiter. Vorausgegangen waren die Insolvenz der Schlote-Gruppe im März 2025 und vergebliche Hoffnungen trotz eines VW-Auftrags.
Einwanderer in vielen Berufen für deutsche Wirtschaft unverzichtbar
Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte sind in zahlreichen Bereichen der deutschen Wirtschaft besonders stark vertreten. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf Daten des Statistischen Bundesamtes aus dem Mikrozensus.
Im Jahr 2025 hatten mehr als ein Viertel der abhängig Beschäftigten Wurzeln im Ausland. Der Anteil lag bei 27 Prozent. Besonders hoch war er in mehreren Berufen, in denen Menschen mit Einwanderungsgeschichte mehr als die Hälfte der Beschäftigten stellten.
| Beruf oder Bereich | Anteil der Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte 2025 |
|---|---|
| Köchinnen und Köche | 56 Prozent |
| Lebensmittelherstellung | 55 Prozent |
| Bodenverlegung | 54 Prozent |
| Gerüstbau | 51 Prozent |
| Fleischverarbeitung | 51 Prozent |
| Berufskraftfahrer | 41 Prozent |
| Hotelservice | 40 Prozent |
| Kranken- und Altenpflege | 33 Prozent |
| Rettungsdienst | 7 Prozent |
| Landwirtschaft | 15 Prozent |
In sogenannten Engpassberufen liegt der Anteil ebenfalls deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Bei Berufskraftfahrern sind es 41 Prozent, im Hotelservice 40 Prozent sowie in der Kranken- und Altenpflege 33 Prozent.
Den geringsten Anteil unter den genannten Engpassberufen gab es 2025 im Rettungsdienst mit 7 Prozent. Unterdurchschnittlich war der Anteil außerdem in der Landwirtschaft mit 15 Prozent.
Eine Person gilt nach der Definition des Statistischen Bundesamtes als Person mit Einwanderungsgeschichte, wenn sie selbst oder beide Elternteile seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind. Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird.
Zusammenfassung: 2025 hatten 27 Prozent der abhängig Beschäftigten eine Einwanderungsgeschichte. In mehreren Bereichen, darunter Kochen, Lebensmittelherstellung, Bodenverlegung, Gerüstbau und Fleischverarbeitung, lag ihr Anteil über 50 Prozent.
Einschätzung der Redaktion
Die Nachrichten zeigen eine zunehmende wirtschaftliche Verwundbarkeit: Energieabhängigkeit, geopolitischer Wettbewerbsdruck, Strukturprobleme in der Industrie und Cyberrisiken wirken gleichzeitig auf Unternehmen und Staat. Besonders relevant ist, dass politische Stabilität und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit immer stärker voneinander abhängen.
Die hohe Bedeutung von Beschäftigten mit Einwanderungsgeschichte macht zugleich deutlich, dass Deutschland seinen Arbeitskräftebedarf ohne erfolgreiche Integration und gezielte Zuwanderung kaum decken kann. Wirtschaftspolitisch entscheidend sind daher verlässliche Energiepreise, bessere Standortbedingungen, Investitionen in Sicherheit und Innovation sowie eine glaubwürdige Antwort auf regionale Abstiegsängste.
Infobox: Die zentrale Herausforderung besteht darin, wirtschaftliche Resilienz zu stärken, ohne soziale und regionale Spannungen weiter zu verschärfen.
Quellen:
- „Die russische Wirtschaft hängt nur an einem einzigen Nagel“
- Keine Versorgungsprobleme: EU prophezeit "sehr hohe" Energiepreise im Winter
- Nordmagazin - Wie soll sich die Wirtschaft vor Cyber-Angriffen schützen? - hier anschauen
- AfD in Sachsen-Anhalt: Der China-Schock erreicht die politische Mitte Deutschlands
- Trotz VW-Auftrag: Aus für Automobilzulieferer im Harz - 180 Mitarbeiter sind betroffen
- Deutschland: Einwanderer in vielen Berufen unverzichtbar



















