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    Wirtschaft im Umbruch: Trumps Bilanz, Russlands Banken und deutsche Wachstumshoffnung

    KI-generiert
    10.10.2026 119 mal gelesen 5 Kommentare

    Die wirtschaftlichen Fronten verschieben sich: Während die US-Bilanz unter Donald Trump, Russlands Banken und die deutsche Erholung für Schlagzeilen sorgen, treffen geopolitische Konflikte, steigende Kreditausfälle und Reformdebatten auf neue Infrastrukturpläne. Der Pressespiegel zeigt, wo Chancen entstehen – und wo die Risiken wachsen.

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    US-Wirtschaft unter Trump: Hohe Kurse, hohe Preise und eine umstrittene Bilanz

    Fast zwei Jahre nach Donald Trumps Amtsantritt zieht das ZDFheute-Format „WISO – Wirtschaft erklärt“ eine wirtschaftspolitische Bilanz. Während Trump selbst gern von einem „Golden Age“ spricht, sieht der Beitrag vielerorts eine andere Realität und stellt die Frage, ob der US-Präsident die Wirtschaft belastet.

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    Der Beitrag ordnet die wirtschaftlichen Folgen der Trump-Politik vor den Midterms ein. Im Mittelpunkt steht eine umfassende „Trump-Rechnung“ für die Wirtschaft, ohne dass im vorliegenden Inhalt konkrete zusätzliche Kennzahlen zu Kursen oder Preisen genannt werden.

    „Golden Age“

    Infobox: ZDFheute stellt Trumps wirtschaftliche Bilanz vor den Midterms infrage und kontrastiert dessen positive Selbstdarstellung mit einer vielerorts schwierigeren Realität.

    Russische Banken warnen vor steigenden Kreditausfällen

    Russlands Banken geraten nach Angaben von FOCUS online wegen hoher Zinsen und eines schwächelnden Wirtschaftswachstums zunehmend unter Druck. Die Sberbank warnt vor immer mehr faulen Krediten, weil Unternehmen ihre Schulden nicht begleichen.

    Taras Skworzow, Finanzvorstand der staatlich kontrollierten Sberbank, beobachtet demnach seit Monaten mehr überfällige Kredite und eine Verschlechterung der finanziellen Lage von Firmenkunden. Betroffen seien unter anderem Wohnungsbauprojekte, der Einzelhandel, Gewerbeimmobilien und Online-Marktplätze.

    „Seit einigen Monaten beobachten wir einen stetigen Trend zu mehr überfälligen Krediten und einer Verschlechterung der finanziellen Lage von Firmenkunden.“ – Taras Skworzow

    Die Bank of Finland stellte fest, dass der durchschnittliche Anteil der notleidenden Unternehmenskredite im gesamten Sektor weiterhin unter vier Prozent liegt. Der Anteil der Problemkredite soll unter zwölf Prozent des gesamten Kreditvolumens an Unternehmen liegen.

    Gleichzeitig wächst das Volumen der notleidenden Kredite: Zwischen Juni 2025 und Juni 2026 nahm es um 13 Prozent zu. Die Bank of Finland weist zudem darauf hin, dass restrukturierte Kredite nicht immer in den Gesamtzahlen der russischen Zentralbank enthalten sind.

    KennzahlAngabe
    Anteil notleidender Unternehmenskredite im gesamten Sektorunter vier Prozent
    Anteil der Problemkredite am Unternehmenskreditvolumenunter zwölf Prozent
    Anstieg des Volumens notleidender Kredite zwischen Juni 2025 und Juni 202613 Prozent
    Problematischer Anteil am Unternehmenskreditportfolio der Credit Bank of Moscowetwa 27 Prozent
    Voraussichtlich ausfallende Schulden der Credit Bank of Moscowacht Milliarden US-Dollar

    Bei einzelnen Banken fällt die Belastung deutlich höher aus als im Durchschnitt. FOCUS online berichtet unter Berufung auf Bloomberg, dass die Credit Bank of Moscow etwa 27 Prozent ihres Unternehmenskreditportfolios als problematisch einstuft; dabei geht es um Schulden in Höhe von acht Milliarden US-Dollar, die aller Vermutung nach nie zurückgezahlt werden.

    Als Belastungsfaktoren nennt der Bericht außerdem westliche Sanktionen, die fehlende Anbindung vieler Banken an das globale SWIFT-Nachrichtennetzwerk, eingefrorene russische Vermögenswerte im Westen und nahezu zum Erliegen gekommene internationale Portfolioinvestitionen. Der Ukraine-Krieg habe zudem zur Entstehung eines Grundstocks an „toxischen Krediten“ beigetragen, weil Unternehmen aus der Kriegswirtschaft Kredite zu nicht marktgerechten Konditionen erhalten hätten.

    „Angesichts der zunehmenden Unternehmensinsolvenzen ist es unwahrscheinlich, dass dieses Problem in absehbarer Zeit verschwinden wird.“ – Bank of Finland

    Infobox: Russlands Banken verzeichnen mehr überfällige und notleidende Unternehmenskredite. Besonders einzelne Institute sind stark betroffen; FOCUS online nennt für die Credit Bank of Moscow problematische Kredite von etwa 27 Prozent des Unternehmenskreditportfolios und Schulden in Höhe von acht Milliarden US-Dollar.

    Ökonomen fordern Ende der Steuervorteile für Firmenerben

    Führende Ökonomen sprechen sich laut n-tv.de für eine Reform der Erbschaftsteuer und die Abschaffung der Privilegien bei der Vererbung von Unternehmen aus. In wenigen Tagen soll das Bundesverfassungsgericht über die Vorteile beraten, die Firmenerben gegenüber anderen Erben haben.

    Der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, plädiert für deutlich niedrigere Steuersätze, die Abschaffung von Ausnahmen für Betriebsvermögen und selbst genutzte Immobilien sowie Stundungsregeln. Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, hält die geltenden Sonderregeln ebenfalls für nicht mehr zeitgemäß.

    „Eine Reform sollte die Steuersätze deutlich senken, Ausnahmen für Betriebsvermögen und selbst genutzte Immobilien abschaffen sowie Stundungsregeln vorsehen.“ – Clemens Fuest

    Die derzeitigen Ausnahmen sollen verhindern, dass Unternehmen im Erbfall wegen einer hohen Steuerlast aufgegeben werden müssen. Fratzscher fordert dennoch die Abschaffung aller Ausnahmen, insbesondere für große Vermögen. Zum Schutz der Unternehmen könnten die Zahlungen gestundet werden.

    Fuest hält die Sorgen der Unternehmen für übertrieben. Eine Steuer mit niedrigem Satz im Bereich von zehn Prozent und großzügigen Stundungsregelungen sei aus seiner Sicht tragbar. Für selbst genutzte Immobilien sei eine Steuerfreiheit nur noch beim Ehepartner begründet, der bislang bereits in der Immobilie wohne.

    In der Debatte geht es außerdem um die Verteilung der Steuerlast. Fuest kritisiert, dass derzeit vor allem mittelgroße Erbschaften mit der Erbschaftsteuer belastet würden, während viele große Erbschaften in Form von Betriebsvermögen nicht oder nur geringfügig belastet würden.

    • Deutlich niedrigere Steuersätze
    • Abschaffung von Ausnahmen für Betriebsvermögen
    • Abschaffung von Ausnahmen für selbst genutzte Immobilien
    • Großzügige Stundungsregelungen zum Schutz von Unternehmen

    Infobox: Ifo-Präsident Clemens Fuest und DIW-Präsident Marcel Fratzscher fordern eine grundlegende Reform der Erbschaftsteuer. Im Mittelpunkt stehen die Abschaffung weitreichender Ausnahmen und die Möglichkeit, Steuerzahlungen zu stunden.

    Sperrballons sollen russische Raffinerien vor Drohnen schützen

    Die Frankfurter Rundschau berichtet über eine ungewöhnliche russische Abwehrtaktik gegen ukrainische Drohnenangriffe auf Raffinerien und andere Energieanlagen. Vor wichtigen Anlagen tauchen demnach große Sperrballons auf, an deren Hüllen Kevlar-Kabel befestigt sind.

    Die Kabel sollen Drohnenpropeller erfassen, die Fluggeräte zum Absturz bringen oder sie vom Ziel ablenken. Damit greift Russland auf ein Konzept aus dem Zweiten Weltkrieg zurück, als Sperrballons Städte und Häfen vor tieffliegenden Kampfbombern schützen sollten.

    Heute sollen die Kevlar-Geflechte vor allem propellergetriebene Kamikaze-Drohnen abfangen. Drohnen, die höher ausweichen, könnten nach der Darstellung des Berichts leichter vom russischen Radar erfasst werden.

    Der Hersteller sei laut russischen Medienberichten zur Massenproduktion bereit. Für den Schutz einer Anlage würden jedoch mindestens zehn Ballons benötigt. Auch der Rüstungskonzern Rostec entwickle Ballonsysteme als Relaisstationen für Funk und Kommunikation.

    Historischer beziehungsweise aktueller EinsatzBeschreibung
    1939–1945Sperrballons zwangen Kampfflugzeuge zu größerer Höhe und erschwerten Tiefflüge.
    HeuteKevlar-Kabel sollen propellergetriebene Drohnen abfangen oder deren Steuerflächen beschädigen.
    Benötigte Ballons pro geschützter Anlagemindestens zehn

    Die Taktik hat laut Frankfurter Rundschau deutliche Grenzen. Moderne Drohnen wichen zunehmend auf Jettriebwerke aus, gegen die Halteseile wirkungslos blieben. Außerdem seien die Ballons windanfällig und selbst durch Splitterwirkung verwundbar.

    Die Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur sollen die wirtschaftliche Grundlage der Kriegsfinanzierung treffen. Wenn Raffinerien beschädigt werden, kann dies den militärischen Nachschub beeinträchtigen, das Angebot an Diesel und Rohöl verknappen, die Frachtmärkte beeinflussen und die Inflation an europäischen Zapfsäulen erhöhen.

    In der Nacht zum 10. Oktober brannte laut dem Bericht unter anderem das Öl-Verladeterminal Yug Rusi in Rostow am Don. Dort werden Petroleumprodukte der Nowoschachtinsk-Raffinerie für den Export abgewickelt. Russische Behörden bestätigten den Brand, machten aber keine Angaben zum genauen Ausmaß der Schäden.

    Nach Angaben des Analysehauses Energy Aspects verarbeitete Russlands Raffinerieindustrie im August täglich 3,8 Millionen Barrel Öl. Im Vorjahresmonat waren es 5,0 Millionen Barrel.

    RaffinerieindustrieVerarbeitungsmenge
    August3,8 Millionen Barrel Öl täglich
    Vorjahresmonat5,0 Millionen Barrel Öl täglich

    Zusätzliche Bedeutung erhält die Entwicklung durch eine von der Frankfurter Rundschau berichtete Ankündigung Donald Trumps. Er habe mit Wladimir Putin die Lieferung russischen Diesels an die USA und den Weltmarkt vereinbart: sofort 300.000 Tonnen, weitere 500.000 Tonnen im November und danach schrittweise bis zu vier Millionen Tonnen.

    Das US-Finanzministerium habe dafür laut AFP eine temporäre Genehmigung bis April 2027 erteilt. Hintergrund sei der Preisdruck durch den Iran-Krieg; seit Ende Februar seien die Dieselpreise in den USA um mehr als 65 Prozent gestiegen.

    „Mit ihren Angriffen auf unsere Energie müssen wir auf ihre Energie reagieren.“ – Wolodymyr Selenskyj

    Infobox: Russland setzt Sperrballons mit Kevlar-Kabeln gegen Drohnenangriffe auf seine Energieanlagen ein. Die Raffinerieproduktion lag im August bei 3,8 Millionen Barrel Öl täglich gegenüber 5,0 Millionen Barrel im Vorjahresmonat; für den Ballonschutz werden mindestens zehn Ballons pro Anlage benötigt.

    Deutsche Wirtschaft wächst wieder, doch die Skepsis bleibt

    Die Bundesregierung hebt ihre Wachstumsprognose für Deutschland im Jahr 2026 deutlich an. Nach Angaben der Deutschen Handwerks Zeitung erwartet sie nun ein Wirtschaftswachstum von 1,3 Prozent, nachdem im April lediglich ein Plus von 0,5 Prozent prognostiziert worden war.

    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche erklärte bei der Vorstellung der Herbstprognose, die deutsche Wirtschaft habe die Talsohle hinter sich gelassen und wachse wieder. Als Gründe für die bessere Entwicklung nennt das Wirtschaftsministerium vor allem Exporte, staatliche Investitionen und höhere Verteidigungsausgaben.

    JahrPrognostiziertes WirtschaftswachstumPrognostizierte Teuerungsrate
    20261,3 Prozent2,7 Prozent
    20271,1 Prozent3,0 Prozent
    20280,6 Prozent2,2 Prozent

    Für 2027 rechnet die Regierung mit einem Wachstum von 1,1 Prozent; bislang war sie von 0,9 Prozent ausgegangen. Für 2028 wird ein Wachstum von 0,6 Prozent prognostiziert.

    Die Deutsche Handwerks Zeitung betont jedoch, dass der Optimismus der Bundesregierung auf Skepsis im Handwerk trifft. Handwerkspräsident Jörg Dittrich sieht in den besseren Prognosen keinen Grund zur Entwarnung, weil die strukturellen Voraussetzungen für dauerhaftes Wachstum weiterhin fehlten.

    „Für dauerhaftes Wachstum fehlen weiter die nötigen strukturellen Voraussetzungen. Gerade jetzt kommt es darauf an, die wirtschaftliche Erholung durch die notwendigen Reformen zu verstetigen.“ – Jörg Dittrich

    Dittrich kritisiert außerdem, dass nach dem Koalitionsausschuss kein überzeugender Reformzeitplan erkennbar sei. Die Umsetzung wichtiger Vorhaben rücke weiter in die Ferne und werde für große Teile der Reformvorhaben erst für das Frühjahr des kommenden Jahres in Aussicht gestellt.

    Auch die Bundesregierung selbst sieht weiteren Handlungsbedarf. Reiche nennt Bürokratieabbau, schnellere Unternehmensgründungen, Sozialreformen und niedrigere Energiepreise als notwendige Maßnahmen, um das Wachstum zu sichern.

    Eine weitere Herausforderung ist die Entwicklung des Arbeitsmarktes. Die Erwerbstätigkeit dürfte in den kommenden Jahren zurückgehen, während zusätzliche ausländische Beschäftigte den Rückgang der deutschen Beschäftigten derzeit nicht mehr auffangen.

    • Die Wachstumsprognose für 2026 wurde auf 1,3 Prozent angehoben.
    • Für 2027 werden 1,1 Prozent und für 2028 0,6 Prozent Wachstum erwartet.
    • Die Inflationsprognose liegt für 2026 bei 2,7 Prozent.
    • Handwerk und Bundesregierung sehen weiteren Reformbedarf.
    • Die sinkende Zuwanderung verschärft nach Einschätzung der Bundesregierung den Fachkräftemangel.

    Infobox: Die Bundesregierung erwartet für 2026 ein Wachstum von 1,3 Prozent statt zuvor 0,5 Prozent. Trotz der verbesserten Aussichten mahnt das Handwerk Reformen an; zugleich bleiben geopolitische Konflikte, Energiepreise und die Entwicklung des Arbeitskräftepotenzials zentrale Unsicherheiten.

    Hamburg–Hannover: Neue Bahnstrecke soll Fahrgäste und Wirtschaft stärken

    Das Hamburger Abendblatt berichtet über die geplante Neubaustrecke zwischen Hamburg und Hannover und deren erwartete Bedeutung für Fahrgäste und Wirtschaft. Der vorliegende Quelleninhalt nennt jedoch keine konkreten Angaben zu Streckenverlauf, Bauzeit, Kosten, Fahrzeit oder Kapazitätssteigerungen.

    Fest steht aus dem Titel und der Einordnung des Beitrags, dass die Bahnverbindung sowohl den Personenverkehr als auch wirtschaftliche Interessen betreffen soll. Weitergehende Daten und Fakten sind im bereitgestellten Inhalt nicht enthalten.

    Infobox: Die geplante Neubaustrecke Hamburg–Hannover wird als Infrastrukturprojekt mit Vorteilen für Fahrgäste und Wirtschaft dargestellt. Konkrete Kennzahlen enthält der vorliegende Quelleninhalt nicht.

    Einschätzung der Redaktion

    Die Meldungen zeigen ein gemeinsames Muster: Wirtschaftliche Stabilität bleibt trotz positiver Signale fragil. Prognosen, staatliche Maßnahmen und technische Abwehrlösungen können kurzfristig entlasten, ersetzen jedoch keine strukturellen Reformen. Besonders kritisch sind steigende Kreditrisiken, anhaltender Reformstau und die hohe Abhängigkeit von geopolitischen Entwicklungen.

    Zusammenfassung: Kurzfristige Verbesserungen dürfen nicht mit nachhaltiger Stabilität verwechselt werden. Entscheidend sind belastbare Reformen, tragfähige Finanzierungen und eine geringere Krisenanfälligkeit.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Dem Kommentar zur deutschen Wachstumshoffnung kann ich nur zustimmen: 1,3 Prozent klingen erstmal gut, aber ohne konkrete Reformen bleibt das wohl eher ein Strohfeuer.
    Genau das ist der entscheidende Punkt: 1,3 Prozent sind erstmal ein Lichtblick, aber noch kein Beweis für eine nachhaltige Wende. Wenn Bürokratie, hohe Energiepreise und der Fachkräftemangel nicht angegangen werden, verpufft der Effekt wahrscheinlich schneller als uns lieb ist. Reformen müssen jetzt kommen und nicht erst irgendwann nach dem nächsten Koalitionsausschuss.
    Bei der Bahnstrecke Hamburg–Hannover fehlt mir im Artikel leider genau das, worauf es bei so einem Projekt ankommt: konkrete Zahlen. Wie viel Zeit spart die Strecke wirklich, was kostet sie, wann kann gebaut werden und wie viele Züge passen am Ende zusätzlich drauf? Ohne diese Angaben bleibt „soll Fahrgäste und Wirtschaft stärken“ erstmal eine ziemlich allgemeine Überschrift. Grundsätzlich wäre eine leistungsfähige Verbindung natürlich sinnvoll, gerade für Pendler und den Güterverkehr. Aber bei Infrastrukturprojekten haben wir in Deutschland schon oft erlebt, dass aus großen Versprechen nach Jahren vor allem steigende Kosten und neue Verzögerungen werden. Das sollte man diesmal von Anfang an transparent machen.
    Bei der Erbschaftsteuer finde ich den Ansatz mit niedrigeren Sätzen und Stundungen eigentlich ziemlich vernünftig. Große Unternehmen sollten nicht aus steuerlichen Gründen verkauft werden müssen, aber warum ausgerechnet sehr große Vermögen fast komplett geschont werden, während normale Erbschaften zahlen, ist schwer zu vermitteln. Entscheidend wäre, dass die Regeln wirklich einfach und nachvollziehbar werden.
    Beim letzten Punkt zur Neubaustrecke Hamburg–Hannover frag ich mich ehrlich gesagt, ob solche Projekte nicht immer erst als riesen Gewinn für alle verkauft werden und am Ende fährt der Zug dann ein paar Minuten schneller, kostet aber das doppelte. Im Artikel fehlen ja gerade die wichtigen Daten zu Kosten, Bauzeit und Streckenverlauf, dadurch bleibt die Aussage „gut für Fahrgäste und Wirtschaft“ erstmal ziemlich allgemein. Für Pendler wär natürlich mehr Zuverlässigkeit oft wichtiger als irgendwelche Rekordgeschwindigkeiten, weil was bringt einem die schnelle Strecke wenn dauernd Stellwerke, Weichen oder Personal probleme machen.

    Auch bei der Erbschaftsteuer klingt die Idee mit niedrigeren Sätzen und Stundung erstmal vernünftig. Ich bin aber nicht sicher ob zehn Prozent für wirklich große Firmenvermögen dann am Ende nicht wieder nur ein Vorteil für die ganz reichen wäre. Wenn die Steuer einfach gestundet wird, muss sie ja irgendwann trotzdem bezahlt werden, ausser man findet danach wieder irgendeine Sonderregel. Gleichzeitig darf ein Familienbetrieb natürlich nicht wegen einer Rechnung sofort verkauft werden müssen, das wäre auch unsinnig und würde Arbeitsplätze kosten. Irgendwie müsste man genauer unterscheiden zwischen einem echten Betrieb, der weiterläuft, und riesigen Vermögen die nur als „Unternehmen“ verpackt sind.

    Die russischen Banken finde ich besonders beunruhigend, auch wenn die Prozentzahlen auf den ersten Blick noch nicht nach totalem Kollaps aussehen. Dreizehn Prozent mehr Problemkredite innerhalb eines Jahres ist ja nicht gerade wenig, und wenn einzelne Banken bei 27 Prozent liegen, steckt da vermutlich noch mehr dahinter als die offiziellen Durchschnittswerte zeigen. Restrukturierte Kredite sind wahrscheinlich auch nur Kredite, die noch nicht offen kaputt aussehen. Das erinnert mich an diese Bilanzen, wo alles irgendwie noch funktioniert solange keiner genau hinschaut. Sanktionen, Krieg und hohe Zinsen sind jedenfalls eine ziemlich schlechte Mischung für Firmen, die sowieso schon kaum normal wirtschaften können.

    Bei den Sperrballons musste ich erst lachen, aber eigentlich ist das gar nicht so dumm wenn Drohnen tief fliegen. Trotzdem wirkt es ein bischen wie eine Notlösung aus einem alten Science-Fiction Film. Gegen andere Drohnen oder bei starkem Wind dürften die Dinger eher wenig bringen und zehn Ballons pro Anlage ist auch ein ordentlicher Aufwand. Wenn jetzt schon Raffinerien wegen Angriffen weniger Öl verarbeiten, sieht man daran, dass Krieg nicht nur an der Front stattfindet sondern direkt bei Preisen, Lieferketten und am Ende beim Verbraucher landet. Das mit russischem Diesel für die USA klingt zudem völlig widersprüchlich, aber offenbar ist Wirtschaft manchmal genau so: politisch Feind, an der Tankstelle dann doch Geschäftspartner.

    Die 1,3 Prozent Wachstum für Deutschland sind schön zu lesen, aber ich bleibe da ebenfalls vorsichtig. Wachstum durch Staatsausgaben und Verteidigung kann kurzfristig die Zahlen verbessern, sagt aber noch nicht automatisch, dass Unternehmen wieder mehr investieren oder Familien mehr kaufen können. Wenn gleichzeitig die Inflation bei 2,7 Prozent liegt, fühlt sich das für viele Leute vermutlich nicht wie ein Aufschwung an. Vorallem kleinere Handwerksbetriebe kämpfen ja nicht mit Schlagzeilen sondern mit Formularen, Energiekosten und fehlenden Leuten. Einen Reformzeitplan irgendwann im Frühjahr anzukündigen ist dann auch noch keine Reform, sondern erstmal nur ein weiterer Termin.

    Was mir insgesamt fehlt ist die Frage, wer diese ganzen Vorhaben eigentlich bezahlen soll. Bahnstrecke, Verteidigung, Sozialausgaben, Entlastungen bei Energie und dazu weniger Steuern für Unternehmen, das kann man nicht endlos gleichzeitig versprechen. Vielleicht wäre weniger Symbolpolitik und mehr Prioritätensetzen ganz hilfreich. Sonst haben wir am Ende viele Programme, aber keine funktionierende Umsetzung und wundern uns wieder warum die Prognose nächstes Jahr runtergesetzt wird.

    Zusammenfassung des Artikels

    Der Pressespiegel zeigt wirtschaftliche Risiken in den USA und Russland sowie Reformbedarf bei der Erbschaftsteuer. Russland setzt zudem Sperrballons gegen Drohnenangriffe auf Energieanlagen ein.

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