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Steigende Ölpreise, eine drohende Bäckerei-Insolvenz und der Trend zu flexitarischer Ernährung zeigen, wie geopolitische Krisen und veränderte Konsumgewohnheiten die Wirtschaft prägen. Der Pressespiegel beleuchtet außerdem Polens Wachstumsvorsprung, Zollkontrollen im Friseurgewerbe und den anhaltenden Druck auf die ukrainische Wirtschaft.
Ölpreis, Bäckerei-Insolvenz und veränderte Einkaufsgewohnheiten
Iran schlägt Sieben-Tage-Plan für die Straße von Hormus vor
Der Iran hat den USA nach Berichten der „New York Times“ am Rande der UN-Generalversammlung in New York einen Vorschlag zur Beendigung der seit sieben Monaten weitgehend blockierten Straße von Hormus übermittelt. Demnach könnte die strategisch wichtige Meerenge binnen sieben Tagen wieder geöffnet werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Welche konkreten Bedingungen gemeint sind, ließ der iranische Außenminister Abbas Araghtschi offen.
Das Weiße Haus bestätigte Kontakte über Vermittler und sprach von „positiven und konstruktiven Gesprächen“. Direkte Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran finden weiterhin nicht statt. Während US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian bei ihren Reden vor den Vereinten Nationen scharfe Töne anschlugen, laufen im Hintergrund offenbar diplomatische Bemühungen.
Die Blockade belastet die internationalen Energiemärkte erheblich. Durch die Straße von Hormus fließen normalerweise rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Öls. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Sorte Brent lag laut „Frankfurter Rundschau“ bei mehr als 105 US-Dollar und hat sich seit Jahresbeginn um mehr als 70 Prozent verteuert.
Auch die politische und wirtschaftliche Belastung wächst. Der Iran steht nach sieben Kriegsmonaten unter militärischem und wirtschaftlichem Stress. Die USA leiden unter dem gestiegenen Ölpreis, der eingeschränkten Schifffahrt und hohen Kriegskosten. Vor den US-Parlamentswahlen am 3. November wird die Lage für US-Präsident Donald Trump dem Bericht zufolge zunehmend zu einer politischen Hypothek.
Als mögliche Bedingungen für eine Annäherung hatte Teheran in der Vergangenheit unter anderem die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte, ein Ende der Blockade iranischer Häfen und Schiffe sowie die Nichteinmischung Washingtons in innere Angelegenheiten des Landes genannt.
Angriffe auf saudische Pipeline verschärfen die Lage
Parallel zu den Gesprächen greifen die vom Iran unterstützten Huthi aus dem Jemen eine rund 1200 Kilometer lange Ost-West-Pipeline in Saudi-Arabien an. Die Pipeline transportiert Öl von der Ostküste des Königreichs am Persischen Golf nach Yanbu am Roten Meer und umgeht damit die blockierte Straße von Hormus.
Nach den Angriffen wurde die Pipeline vorsorglich stillgelegt. Laut Medienberichten soll inzwischen wieder Öl fließen, wegen der Schäden jedoch deutlich weniger als zuvor. Die maximale Kapazität liegt bei bis zu sieben Millionen Barrel pro Tag.
Frankreich will Saudi-Arabien beim Schutz des Ölterminals in Yanbu unterstützen. Präsident Emmanuel Macron kündigte nach Angaben der „Frankfurter Rundschau“ die Entsendung von Soldaten, Radarsystemen und Verteidigungssystemen an. Kampfflugzeuge seien „aktuell nicht vorgesehen“. Auch Großbritannien hat Saudi-Arabien defensive Militärhilfe in Form von Flugzeugen zur Luftbetankung zugesagt.
Macron steht wegen der hohen Spritpreise innenpolitisch unter Druck. Über Yanbu könnten täglich bis zu fünf Millionen Barrel Rohöl verladen werden. Sollte sich die Lage dort entspannen, werde sich dies nach Macrons Aussage zwei Tage später an niedrigeren Preisen an der Tankstelle bemerkbar machen.
Brent-Preis bleibt zwischen 100 und 110 US-Dollar erwartet
Der Brent-Preis zur Lieferung im November lag am Freitagmorgen bei rund 105,72 US-Dollar je Barrel. Das entsprach einem leichten Rückgang, nachdem der Preis innerhalb von 48 Stunden um rund zehn Prozent gestiegen war.
Haris Khurshid, Anlagechef bei Karobaar Capital, erwartet laut „Bloomberg“, dass sich Brent wahrscheinlich um 100 bis 110 Dollar hält, solange sich die Lage nicht grundlegend ändert. Eine glaubwürdige Vereinbarung könnte den Preis demnach relativ schnell wieder unter 100 Dollar drücken. Weitere Probleme bei Exporten oder in der Logistik könnten dagegen einen Preis von 120 Dollar wieder ins Spiel bringen.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Preis für Brent-Rohöl zur Lieferung im November | rund 105,72 US-Dollar |
| Erwartete Brent-Spanne laut Haris Khurshid | 100 bis 110 Dollar |
| Möglicher Preis bei weiteren Export- oder Logistikproblemen | 120 Dollar |
| Anteil des weltweit gehandelten Öls durch die Straße von Hormus | rund 20 Prozent |
| Kapazität der Ost-West-Pipeline | bis zu sieben Millionen Barrel pro Tag |
| Mögliche Verladung über Yanbu | bis zu fünf Millionen Barrel Rohöl täglich |
Deutsche Koalition plant Entlastung an der Tankstelle
Die schwarz-rote Koalition will laut „Frankfurter Rundschau“ eine Steuersenkung beschließen. Bis Ende Dezember soll die Energiesteuer auf Diesel und Benzin um 14 Cent pro Liter sinken.
Inklusive Mehrwertsteuer ergibt sich daraus eine rechnerische Entlastung von 17 Cent pro Liter. Wirtschaftsexperten warnen jedoch davor, dass die Steuersenkung vollständig bei den Verbrauchern ankommt.
Zusammenfassung: Ein iranischer Vorschlag könnte die Straße von Hormus binnen sieben Tagen wieder öffnen, konkrete Bedingungen sind jedoch offen. Der Brent-Preis lag bei rund 105,72 US-Dollar, während Deutschland eine rechnerische Entlastung von 17 Cent pro Liter plant.
Genuss-Bäckerei Tillmann meldet Insolvenz an
Die Genuss-Bäckerei Tillmann aus Balve im Sauerland hat Insolvenz angemeldet. Der Familienbetrieb besteht seit mehr als sechs Jahrzehnten und beschäftigt 105 Menschen an acht Standorten. Darüber berichten „T-Online“, „Ruhr24“ und „Münster aktuell“.
Das Amtsgericht hat Rechtsanwalt Dr. Jan Janßen aus Köln zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Er soll zunächst die wirtschaftliche Lage des Unternehmens prüfen. Ob das Insolvenzverfahren tatsächlich eröffnet wird, entscheidet das Gericht erst nach Abschluss dieser Prüfung.
Für Kunden ändert sich zunächst nichts. Die Produktion und der Verkauf laufen weiter, alle acht Standorte bleiben geöffnet. Zum Unternehmen gehören das Stammhaus an der Hauptstraße in Balve, Filialen in Menden, Sundern, Neuenrade und Werdohl sowie eine Eisdiele und ein Verkaufswagen.
Inhaber Rainer Tillmann erklärte laut „Ruhr24“ gegenüber „come-on.de“, die Gehälter der Belegschaft seien für drei Monate gesichert. Ziel des Verfahrens sei es, den Betrieb zu sanieren und Arbeitsplätze sowie Standorte langfristig zu erhalten.
Hohe Kosten und Baustellen belasten den Betrieb
Als Ursachen nannte Tillmann mehrere Faktoren, die sich über rund eineinhalb Jahre aufgebaut hätten. Dazu zählen eine schwache Konjunktur, Baustellen im Umfeld verschiedener Filialen und dadurch ausbleibende Kundschaft.
Zusätzlich belasteten gestiegene Personal- und Kraftstoffkosten, bürokratische Anforderungen sowie der Wettbewerb mit Discountern das Unternehmen. Welche konkreten Maßnahmen zur Sanierung erforderlich sind, ist bislang offen.
Wer Gutscheine der Bäckerei besitzt, sollte diese nach der Empfehlung der Verbraucherzentrale NRW möglichst bald in einer der geöffneten Filialen einlösen. Nach einer möglichen Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist unklar, ob und in welcher Höhe Gutscheininhaber ihr Geld zurückbekämen.
- 105 Menschen arbeiten bei der Bäckerei.
- Das Unternehmen betreibt acht Standorte.
- Alle Standorte bleiben vorerst geöffnet.
- Die Gehälter sind für drei Monate gesichert.
- Ein vorläufiger Insolvenzverwalter prüft die wirtschaftliche Lage.
Zusammenfassung: Die Genuss-Bäckerei Tillmann aus Balve ist insolvent, der Geschäftsbetrieb läuft jedoch zunächst weiter. Die Sanierung soll Arbeitsplätze und Standorte erhalten, während die Ursachen vor allem in Kostensteigerungen, Baustellen, schwacher Konjunktur und Konkurrenz durch Discounter gesehen werden.
Fleischkonsum verändert sich – Flexitarische Ernährung gewinnt an Bedeutung
Der Fleischkonsum in Deutschland verändert sich, ein massenhafter Umstieg auf vegetarische oder vegane Ernährung ist jedoch nicht erkennbar. Nach Daten von YouGov und dem SINUS-Institut kaufen etwas weniger Haushalte Fleisch und Wurst als noch vor einigen Jahren, die verbliebenen Käufer legen bei den Mengen jedoch zu. Die Daten wurden zum Weltvegetariertag am 1. Oktober veröffentlicht, wie „PZ-news“ berichtet.
Von Januar bis Juli dieses Jahres kauften 93 Prozent der Haushalte Fleisch oder Geflügel. Das sind bei der Käuferreichweite zwei Prozentpunkte weniger als 2022. Die gekaufte Menge nahm zugleich um drei Prozent zu.
Geflügel bleibt besonders gefragt. Hähnchen macht 35 Prozent des Fleischabsatzes aus und liegt damit vor Schweinefleisch mit 32 Prozent. Bei Wurstwaren gingen sowohl die Käuferreichweite als auch die Absatzmenge zurück.
Mehr als jeder vierte Fleischesser will Konsum reduzieren
Mehr als jeder vierte Fleischesser, nämlich 27 Prozent, plant, den Konsum von Fleisch und Wurst „in nächster Zeit“ zu reduzieren. Nur 2 Prozent möchten ihren Konsum erhöhen.
Knapp die Hälfte der Fleischesser stimmt bereits der Aussage zu, dass es ihnen guttun würde, weniger Fleisch, Wurst und Fisch zu essen. Dieser Anteil liegt bei 43 Prozent.
Ein vollständiger Verzicht ist für die meisten jedoch nicht das Ziel. Von denjenigen, die weniger tierische Produkte essen möchten, erwägen 22 Prozent eine komplett vegetarische und 14 Prozent eine komplett vegane Ernährung.
Die Daten sprechen weniger für einen breiten Trend zum Vegetarismus oder Veganismus, sondern stärker für die wachsende Bedeutung flexitarischer Ernährungsweisen, erklärt YouGov-Expertin Petra Süptitz.
Flexitarier sind flexible Vegetarier oder Teilzeit-Vegetarier. Sie schränken ihren Fleischkonsum bewusst ein, essen gelegentlich aber weiterhin Fleisch. Nach Einschätzung von YouGov möchten sich viele Menschen bewusster und ausgewogener ernähren, ohne vollständig auf Fleisch zu verzichten.
Fleischersatz erreicht höchsten Wert seit 2022
Parallel wächst der Markt für Fleischersatz. Knapp 35 Prozent der Haushalte kauften 2026 mindestens einmal entsprechende Produkte. Damit wurde der höchste Wert seit 2022 erreicht.
Besonders stark wachsen sonstige Fleischersatzprodukte wie Tofu und Falafel. Der Umsatz fleischanaloger Produkte wie vegetarische oder vegane Wurst legte um gut 6 Prozent zu. Bei sonstigen Fleischersatzprodukten betrug das Plus 38 Prozent.
Insgesamt haben 58 Prozent der Befragten nach eigenen Angaben bereits Fleischersatz probiert. Als wichtige Hürden für eine weitere Verbreitung gelten der Preis und die Zusammensetzung der Produkte. 61 Prozent empfinden Fleischersatz als zu teuer, 64 Prozent haben den Eindruck, dass viele vegetarische und vegane Ersatzprodukte zu viele Zusatzstoffe enthalten.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Haushalte mit Fleisch- oder Geflügelkäufen von Januar bis Juli | 93 Prozent |
| Veränderung der Käuferreichweite gegenüber 2022 | zwei Prozentpunkte weniger |
| Veränderung der gekauften Menge | drei Prozent mehr |
| Anteil von Hähnchen am Fleischabsatz | 35 Prozent |
| Anteil von Schweinefleisch am Fleischabsatz | 32 Prozent |
| Fleischesser mit geplantem reduziertem Konsum | 27 Prozent |
| Fleischesser mit geplantem höherem Konsum | 2 Prozent |
| Haushalte mit mindestens einem Fleischersatzkauf 2026 | knapp 35 Prozent |
| Umsatzplus fleischanaloger Produkte | gut 6 Prozent |
| Umsatzplus sonstiger Fleischersatzprodukte | 38 Prozent |
| Befragte mit Erfahrung mit Fleischersatz | 58 Prozent |
| Empfinden Fleischersatz als zu teuer | 61 Prozent |
| Halten viele Ersatzprodukte für zusatzstoffreich | 64 Prozent |
Zusammenfassung: Der Fleischkonsum sinkt nicht grundsätzlich, verändert sich aber in Richtung eines bewussteren und flexitarischen Umgangs. Fleischersatz gewinnt an Bedeutung, wird jedoch für 61 Prozent als zu teuer und für 64 Prozent als zu zusatzstoffreich wahrgenommen.
Ukrainische Wirtschaft durch Krieg mit Russland unter Druck
Die ukrainische Wirtschaft steht durch den Krieg mit Russland unter Druck. Das berichtet „tagesschau.de“ in einem Beitrag der „tagesthemen“.
Weitere konkrete Zahlen oder wirtschaftliche Kennwerte enthält der vorliegende Beitrag nicht. Die Meldung ordnet die wirtschaftliche Lage der Ukraine im Zusammenhang mit dem Krieg ein.
Zusammenfassung: Der Krieg mit Russland belastet die ukrainische Wirtschaft weiterhin. Der vorliegende Bericht nennt dazu keine weiteren nutzbaren Zahlen oder Detailangaben.
Zoll kontrolliert bundesweit Barbershops und Friseure
Der Zoll hat bundesweit Friseurläden, Barbershops und Kosmetikstudios kontrolliert. Im Mittelpunkt der Aktion standen Schwarzarbeit und Verstöße gegen den Mindestlohn, berichtet „sueddeutsche.de“ unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur.
Bei der bundesweiten Kontrollaktion waren mehr als 2200 Zöllnerinnen und Zöllner im Einsatz. In und um Köln lagen Barbershops besonders im Fokus. Nach Angaben von Jens Ahland, Sprecher des ebenfalls beteiligten Hauptzollamts Köln, fallen diese Betriebe immer wieder durch Schwarzarbeit auf.
In einigen Fällen seien Mitarbeiter gar nicht oder nur unzureichend versichert. Außerdem werde der Mindestlohn unterschritten. Genannt wurden auch Fälle illegaler Beschäftigung und Scheinselbstständigkeit.
Wir hatten auch schon Fälle von illegaler Beschäftigung und Scheinselbstständigkeit, sagte Jens Ahland vom Hauptzollamt Köln.
Ergebnisse der Kontrollaktion lagen zunächst nicht vor. Damit war zum Zeitpunkt des Berichts noch offen, wie viele Verstöße festgestellt wurden und welche Konsequenzen daraus folgen.
- Kontrolliert wurden Barbershops, Friseurläden und Kosmetikstudios.
- Im Einsatz waren mehr als 2200 Zöllnerinnen und Zöllner.
- Im Fokus standen Schwarzarbeit und Verstöße gegen den Mindestlohn.
- Genannt wurden außerdem unzureichende Versicherung, illegale Beschäftigung und Scheinselbstständigkeit.
- Ergebnisse lagen zunächst nicht vor.
Zusammenfassung: Eine bundesweite Zollaktion richtete sich gegen mögliche Schwarzarbeit und Dumping-Löhne im Friseur- und Kosmetikgewerbe. Mehr als 2200 Zöllnerinnen und Zöllner waren beteiligt, konkrete Ergebnisse wurden zunächst nicht mitgeteilt.
Polens Wirtschaft wächst deutlich stärker als die deutsche
Polens Wirtschaft ist 2025 um 3,6 Prozent gewachsen. Deutschland verzeichnete im Jahresvergleich dagegen nur ein Wachstum von 0,2 Prozent. Das berichtet „Inforadio“ in einer Sendung des rbb24 Inforadio.
Polen zählt damit zu den wachstumsstärksten Volkswirtschaften der Europäischen Union. Zugleich ist das Land der viertgrößte Absatzmarkt für deutsche Produkte und hat sich zu einem der wichtigsten Investitionszielländer für deutsche Unternehmen entwickelt.
Im Mittelpunkt der Diskussion stehen die Gründe für den polnischen Boom und die Folgen für deutsche Beschäftigte. Außerdem geht es um die Frage, wie Berlin und Brandenburg von der Entwicklung im Nachbarland profitieren können.
| Land | Wirtschaftswachstum 2025 |
|---|---|
| Polen | 3,6 Prozent |
| Deutschland | 0,2 Prozent |
Über die wirtschaftlichen Perspektiven diskutierten Ewa Łabno-Falęcka, Anlageberaterin für das Mercedes-Benz VANS Project Jawor, René Wilke, Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg, Joanna Maria Stolarek von der AHK Polen sowie Holger Rößler, Gewerkschaftssekretär für den Bezirk Berlin-Brandenburg bei ver.di. Moderiert wurde die Veranstaltung von Martin Adam.
Die Veranstaltung war eine Zusammenarbeit von rbb24 Inforadio, dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V., der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin e. V. und der Gesellschaft für deutsch-polnische Nachbarschaft GdpN-Sąsiedzi e.V. in Potsdam.
Zusammenfassung: Polen wuchs 2025 mit 3,6 Prozent deutlich stärker als Deutschland mit 0,2 Prozent. Für Berlin und Brandenburg stellt sich damit die Frage, wie die wirtschaftliche Dynamik des Nachbarlandes für Unternehmen, Beschäftigte und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit genutzt werden kann.
Einschätzung der Redaktion
Die parallelen Entwicklungen zeigen eine wachsende wirtschaftliche Verwundbarkeit: Energiepreise, geopolitische Risiken, steigende Betriebskosten und verändertes Konsumverhalten verstärken sich gegenseitig. Besonders relevant ist, dass kurzfristige Entlastungen zwar politischen Druck mindern können, strukturelle Probleme jedoch nicht lösen. Unternehmen mit geringen Margen geraten dadurch ebenso unter Anpassungszwang wie Volkswirtschaften mit hoher Energieabhängigkeit.
Die stärkere polnische Dynamik und der wachsende Markt für flexible Ernährungsformen verdeutlichen zugleich, dass sich Wettbewerbsfähigkeit zunehmend aus Anpassungsgeschwindigkeit ergibt. Wer Kosten, Lieferketten und Kundenbedürfnisse nicht frühzeitig neu bewertet, riskiert an Relevanz zu verlieren.
Kernaussage: Die entscheidende Konsequenz ist kein einzelner Preisschock, sondern ein dauerhafter Anpassungsdruck auf Politik, Unternehmen und Verbraucher.
Quellen:
- Iran bietet USA überraschenden Öl-Deal: Fällt jetzt der Benzinpreis in Deutschland?
- Nächste Bäckerei-Kette rutscht in die Insolvenz: Mehr als 100 Jobs in Gefahr
- Verbraucher hinterfragen zunehmend Fleischkonsum - Wirtschaft weltweit - Pforzheimer-Zeitung
- Ukrainische Wirtschaft durch Krieg mit Russland unter Druck
- Schwarzarbeit? - Zoll kontrolliert bundesweit in Barbershops und Friseure - Wirtschaft - SZ.de
- Forum - Polen boomt, Deutschland stagniert: Was heißt das für Berlin und Brandenburg?



















