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Währungsverfall, steigender Preisdruck und unsichere Arbeitsplätze prägen die aktuelle Wirtschaftslage weltweit. Der Pressespiegel zeigt, wie Sanktionen den Iran und Russland treffen, Infrastrukturprobleme Unternehmen belasten und bei SAP über die Zukunft von Beschäftigungsschutz und Restrukturierungen gerungen wird.
Irans Währung verliert dramatisch an Wert
Die iranische Landeswährung befindet sich nach Angaben von ntv.de angesichts des Kriegs und internationaler Wirtschaftssanktionen im freien Fall. Auf dem freien Markt stieg der Wechselkurs für einen Euro erstmals auf die historische Marke von drei Millionen Rial, wie das iranische Finanzportal bon-bast.com berichtet.
Der Wertverlust beeinträchtigt die Kaufkraft der Bevölkerung erheblich. Nach Angaben von Finanzexperten sank der durchschnittliche Monatslohn seit Jahresbeginn von umgerechnet 120 Euro auf rund 70 Euro. Gleichzeitig verteuern sich Importe von Konsumgütern und Rohstoffen, was den Preisdruck im Inland weiter verstärkt.
Bewohner der Hauptstadt Teheran berichteten, dass die Lebensmittelpreise in den vergangenen sechs Monaten deutlich gestiegen seien. Der Preis für ein Brot habe sich von 250.000 Rial auf 500.000 Rial verdoppelt. Ein Kilogramm Reis koste inzwischen 5,5 Millionen Rial statt zuvor 3,5 Millionen Rial. Fleisch sei für viele Haushalte nicht mehr erschwinglich.
Als zusätzliche Belastung beschreibt ntv.de die Folgen der Sperrung der Straße von Hormus und der darauf folgenden Blockade iranischer Seehäfen durch die USA. Der iranische Ölhandel sei dadurch nahezu zum Erliegen gekommen. Zusätzlich verhängten die USA Sanktionen gegen Unterstützer des Iran, darunter Banken und Luftfahrtunternehmen.
Anfang des Monats verschärfte Washington die Sanktionen weiter. Betroffen sind laut dem Bericht unter anderem die größten iranischen Automobilhersteller Iran Khodro und Saipa, die Bahnbranche sowie Metallunternehmen wie der Stahlhersteller Hepco und eine Firma mit Sitz in Deutschland.
Der Bahn- und Automobilsektor gehörten zu den „größten verbleibenden Einnahmequellen“ der Regierung in Teheran, erklärte das US-Finanzministerium.
Zusammenfassung: Ein Euro kostet auf dem freien Markt erstmals drei Millionen Rial. Der durchschnittliche Monatslohn fiel laut Finanzexperten von 120 Euro auf rund 70 Euro, während sich der Brotpreis von 250.000 Rial auf 500.000 Rial verdoppelte.
US-Midterms: Wirtschaftliche Kennzahlen erklären die Unzufriedenheit nur teilweise
Die US-Wirtschaft steht nach einer Analyse von ZDFheute nicht durchweg schlecht da, dennoch ist die Stimmung der Amerikaner so schlecht wie seit Jahren nicht. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum viele Wähler mit der wirtschaftlichen Lage unzufrieden sind und welche Folgen das für die Midterm-Wahlen hat.
Bei den Zwischenwahlen am 3. November entscheiden die Amerikaner darüber, welche Partei in den kommenden zwei Jahren die Mehrheit im Kongress besitzt. Für Präsident Donald Trump werden die Wahlen damit zu einer Zwischenbilanz seiner bisherigen Amtszeit. Seine Zustimmungswerte im September seien so schwach wie noch nie in seiner politischen Karriere.
Ein wesentlicher Grund für die schlechte Stimmung liegt laut ZDFheute in der Wahrnehmung der Verbraucher. Das Verbrauchervertrauen fiel im September auf den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren und lag sogar unter dem Niveau während der Corona-Pandemie.
| Bereich | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Wirtschaftswachstum | Bislang ungefähr zwei Prozent pro Jahr |
| Arbeitslosigkeit | Auf einem vergleichbaren Niveau |
| Inflation | Zuletzt wieder deutlich gestiegen |
| Midterms | 3. November |
Die wirtschaftlichen Daten seien nicht herausragend, aber auch nicht „grottenschlecht“, schreibt ZDFheute. Im Alltag spürten die Menschen jedoch, dass Lebensmittel und Benzin deutlich teurer seien als noch vor einigen Jahren. Hinzu kämen Sorgen über mögliche Veränderungen des Arbeitsmarkts durch Künstliche Intelligenz.
Der Politikwissenschaftler David Doherty von der Loyola University Chicago spricht von „retrospektivem Wählen“. Gemeint ist, dass Wähler einen Präsidenten vor allem danach beurteilen, wie sie die Lage im Land wahrnehmen. Geht es den Menschen schlecht, kann dies die Regierungspartei bei Wahlen belasten.
„Wähler beurteilen einen Präsidenten zu einem großen Teil danach, wie sie die Lage im Land wahrnehmen“, erklärt David Doherty laut ZDFheute.
Auch Trumps Zollpolitik spielt in der Analyse eine Rolle, weil Zölle importierte Waren verteuern können. Die Ökonomin Claudia Schmucker bezeichnet die Bezahlbarkeit als wichtiges Thema für die Amerikaner. Bei den Benzinpreisen sei die Verbindung zu Trumps Politik besonders deutlich, so Doherty.
Trump selbst steht bei den Midterms nicht auf dem Wahlzettel. Seine schwachen Zustimmungswerte können jedoch auf die Republikanische Partei ausstrahlen. Unzufriedene Republikaner müssen laut Doherty nicht automatisch zu den Demokraten wechseln, sondern könnten der Wahl auch fernbleiben.
Zusammenfassung: Das Wirtschaftswachstum liegt laut Quelle bislang bei ungefähr zwei Prozent pro Jahr, während das Verbrauchervertrauen im September auf den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren fiel. Für Trump wird entscheidend, ob die Wähler ein bezahlbareres Leben tatsächlich spüren.
Gesperrte Bonner Nordbrücke belastet Unternehmen
Die vollständige Sperrung der Bonner Nordbrücke trifft Unternehmen in der Region erheblich und hat nach einem Bericht der FAZ auch überregionale Folgen. Die Brücke ist Teil der Autobahn 565 und gilt als wichtigste Ost-West-Verbindung der Region.
Eine gemeinsame Umfrage von Wirtschaftsorganisationen und Wirtschaftsförderungen unter 1160 Unternehmen zeigt, wie stark die Betriebe betroffen sind. 92 Prozent der befragten Firmen gaben an, von der Sperrung betroffen zu sein. Mehr als 70 Prozent berichteten von einer spürbaren oder sehr starken Verschlechterung der Erreichbarkeit ihres Unternehmens sowie von Ziel- und Auftragsorten.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Befragte Unternehmen | 1160 |
| Von der Sperrung betroffene Unternehmen | 92 Prozent |
| Unternehmen mit verschlechterter Erreichbarkeit | Mehr als 70 Prozent |
| Unternehmen mit Umsatzeinbußen | 41 Prozent |
| Prognostizierter gesamtwirtschaftlicher Schaden | 172 Millionen Euro |
| Tägliche Nutzung vor der Sperrung | Mehr als 100.000 Fahrzeuge |
| Voraussichtliche Wiederherstellung | Bis Ende 2028 |
41 Prozent der Unternehmen beklagen Umsatzeinbußen. Besonders betroffen sind Handwerksbetriebe, Dienstleistungsunternehmen, der Einzelhandel, die Gastronomie und die Hotellerie. Unternehmen berichten außerdem von Lieferverzögerungen, Kunden- und Buchungsrückgängen sowie Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Fachkräften.
Regina Rosenstock von der örtlichen Wirtschaftsförderung berichtet, Mitarbeiter hätten gekündigt und Bewerber hätten abgesagt, weil sie die Wegstrecke nicht leisten könnten. Auch die Planung nationaler und internationaler Konferenzen werde erschwert, da der Standort aus Sicht potenzieller Teilnehmer schlechter erreichbar sei.
Der Chef der IHK Bonn/Rhein-Sieg, Hubertus Hille, bezeichnete die Sperrung als „veritable Gefahr“ für den Wirtschaftsstandort Bonn.
Der ADAC hatte bereits vor der Sperrung in einer Ex-ante-Rechnung einen gesamtwirtschaftlichen Schaden von 172 Millionen Euro prognostiziert. Der linksrheinische Teilabschnitt muss abgerissen und neu gebaut werden. Bis Ende 2028 soll der Abschnitt wieder errichtet sein; bis dahin bleibt die gesamte Nordbrücke gesperrt.
Zusammenfassung: 92 Prozent von 1160 befragten Unternehmen sind betroffen, 41 Prozent melden Umsatzeinbußen. Die Brücke bleibt voraussichtlich bis Ende 2028 gesperrt; der ADAC prognostizierte einen Schaden von 172 Millionen Euro.
Russlands Exporte in die Türkei brechen ein
Russlands Ausfuhren in die Türkei sind nach einem Bericht von FOCUS online im August um etwa 40 Prozent eingebrochen. Ukrainische Angriffe auf russische Infrastruktur, darunter Häfen am Schwarzen Meer und am Asowschen Meer, erschweren den Export wichtiger Waren.
Russland lieferte Waren im Wert von 1,93 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 1,71 Milliarden Euro in die Türkei. Für den Kreml bedeute dies einen Verlust von um die 1,3 Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 1,1 Milliarden Euro. Die Angaben stammen vom Türkischen Statistikamt und wurden laut Quelle von der „Moscow Times“ berichtet.
Es war erst das zweite Mal, dass die monatlichen Exporte Russlands in die Türkei unter die Marke von 3 Milliarden US-Dollar fielen. Die Türkei ist nach China und Indien der drittwichtigste Handelspartner Russlands. Exporteure müssen zunehmend längere und teurere Routen nutzen.
Betroffen sind unter anderem Kohle, Eisen und Stahl, Kupfer, Kraftstoffe und Getreide. Nach verstärkten ukrainischen Angriffen auf russische Häfen im Juli seien Terminals zerstört worden, die den Transport von Getreide, Nahrungsmitteln und Treibstoff abwickeln. Rund 100 Schiffe wurden dabei beschädigt.
Russland verfügt laut Quelle über etwa 21 Prozent Anteil an den weltweiten Getreideexporten. Der Thinktank Council of Foreign Relations sieht wegen der Exportkrise am Schwarzen Meer sowie wegen Ernteschäden durch El Niño in der südlichen Hemisphäre und einer Dürre in den USA eine mögliche massive Nahrungsmittelkrise.
Auch die Ölexporte geraten unter Druck. Im August 2026 fielen Russlands Exporterlöse aus fossilen Brennstoffen auf 604 Millionen Euro pro Tag. Das Exportvolumen schrumpfte um sieben Prozent. Laut dem Center for Research on Energy and Clean Air fielen die Erlöse aus dem Export von Ölprodukten per Schiff im Monatsvergleich um 32 Prozent und erreichten damit den niedrigsten Stand seit Beginn der russischen Großinvasion der Ukraine.
| Exportkennzahl | Wert |
|---|---|
| Rückgang der Russland-Exporte in die Türkei im August | Etwa 40 Prozent |
| Warenwert der Ausfuhren | 1,93 Milliarden US-Dollar |
| Warenwert in Euro | 1,71 Milliarden Euro |
| Verlust für den Kreml | Um die 1,3 Milliarden US-Dollar |
| Verlust in Euro | Etwa 1,1 Milliarden Euro |
| Russlands Anteil an den weltweiten Getreideexporten | Etwa 21 Prozent |
| Exporterlöse aus fossilen Brennstoffen im August 2026 | 604 Millionen Euro pro Tag |
| Rückgang des Exportvolumens | Sieben Prozent |
| Rückgang der Erlöse aus Ölprodukten per Schiff | 32 Prozent |
Zusammenfassung: Russlands Exporte in die Türkei gingen im August um etwa 40 Prozent zurück. Im August 2026 lagen die Exporterlöse aus fossilen Brennstoffen bei 604 Millionen Euro pro Tag, während die Erlöse aus verschifften Ölprodukten um 32 Prozent sanken.
Gruber Polstermöbel in Sonnefeld wird nicht fortgeführt
Für den Familienbetrieb Gruber Polstermöbel in Sonnefeld gibt es nach Angaben der Neuen Presse Coburg keine Perspektive für eine dauerhafte Weiterführung. Das Unternehmen hatte Mitte August Insolvenz angemeldet.
Zunächst war offen, ob Gespräche mit mehreren Interessenten eine Fortführung ermöglichen könnten. Nun steht laut einer Pressemitteilung des vorläufigen Insolvenzverwalters fest, dass der Geschäftsbetrieb nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens im November nicht dauerhaft fortgeführt werden kann.
Das Unternehmen wurde in vierter Generation als Familienbetrieb geführt. Die Insolvenz beendet damit die Perspektive einer weiteren Fortführung nach dem Verfahren.
Zusammenfassung: Gruber Polstermöbel meldete Mitte August Insolvenz an. Nach der Verfahrenseröffnung im November wird der Geschäftsbetrieb nicht dauerhaft fortgeführt.
SAP vereinbart neuen Rahmen für Reorganisationen
Die SAP-Geschäftsführung und der Betriebsrat haben sich laut Rhein-Neckar-Zeitung auf eine neue „Rahmenbetriebsvereinbarung zur Begleitung von Reorganisationen und zur Beschäftigungssicherung in Deutschland“ verständigt. Sie tritt Anfang 2027 in Kraft und ersetzt die Ende 2026 auslaufende Vereinbarung.
Ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen ist in der neuen Vereinbarung nicht enthalten. Vorgesehen sind stattdessen verlässliche Perspektiven bei Veränderungen sowie Maßnahmen, die transparent und sozial ausgewogen umgesetzt werden sollen. Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen sollen die langfristige Beschäftigungsfähigkeit fördern.
Bei freiwilligen Austritten sollen weiterhin die bewährten attraktiven Konditionen gelten. SAP-Personalchef Daniel Müller begrüßte das Verhandlungsergebnis und erklärte, die Vereinbarung stärke die Unternehmenskultur und schaffe eine verlässliche Grundlage für die Zukunft.
Die Betriebsratsvorsitzende der SAP SE, Nathalie Boulay, bezeichnete die Vereinbarung als tragbaren Konsens. Weiterbeschäftigung, Vorfahrtsregelung, Qualifizierungsgarantie und Gehaltssicherung bildeten ein Fundament für zwei volle Jahre. Eine Kündigung der Vereinbarung vor dem Ende der Laufzeit sei ausgeschlossen.
„SAP wird sich verändern. Aufgaben werden sich verändern. Qualifikationen werden sich verändern. Das ist die Realität“, sagte Nathalie Boulay laut Rhein-Neckar-Zeitung.
Die IG Metall Heidelberg und Teile des Betriebsrats bewerten die Vereinbarung dagegen kritisch. Sie bemängeln, dass die Regelung im Fall von Restrukturierungen vor allem die Höhe von Abfindungen festlege. Ein ausdrücklicher Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen fehle weiterhin.
Nach Darstellung der Arbeitnehmervertreter seien soziale Kriterien für die Auswahl Betroffener und für die Zuweisung neuer Stellen nicht verbindlich festgeschrieben. Auch Fristen, innerhalb derer ein neues Stellenangebot vorliegen müsse, seien nicht vereinbart worden.
„Was uns vorliegt, ist kein Beschäftigungsschutz – es ist ein Abwicklungsrahmen mit einem Preisschild für Arbeitsplätze“, sagte Eberhard Schick, Betriebsrat der SAP SE.
Die neue Vereinbarung weckt nach Einschätzung der Quelle Sorgen vor einer erneuten Restrukturierung. SAP-Vorstandschef Christian Klein hatte Anfang September gegenüber der US-Bank Goldman Sachs erklärt: „Wir müssen die Belegschaft transformieren. Bis Ende nächsten Jahres werden Sie nicht mehr dieselbe Belegschaft sehen wie heute.“
Das bislang letzte Restrukturierungsprogramm lief bei SAP 2024. Weltweit waren damals mehr als 10.000 Arbeitsplätze betroffen. In Deutschland verließen im Rahmen freiwilliger Abfindungs- und Vorruhestandsprogramme rund 3500 Beschäftigte den Softwarekonzern.
| Regelung beziehungsweise Ereignis | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Inkrafttreten der neuen Vereinbarung | Anfang 2027 |
| Ende der bisherigen Vereinbarung | Ende 2026 |
| Geltungsdauer der neuen Vereinbarung | Zwei volle Jahre |
| Letztes Restrukturierungsprogramm | 2024 |
| Weltweit betroffene Arbeitsplätze 2024 | Mehr als 10.000 |
| Ausgeschiedene Beschäftigte in Deutschland | Rund 3500 |
Zusammenfassung: Die neue SAP-Vereinbarung beginnt Anfang 2027, enthält aber keinen Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen. Sie setzt auf Qualifizierung, Weiterbeschäftigung und freiwillige Austritte, während IG Metall und Teile des Betriebsrats verbindliche soziale Kriterien und Fristen vermissen.
Einschätzung der Redaktion
Iran: Der Währungsverfall ist ein akuter sozialer und politischer Risikofaktor. Wenn Einkommen real weiter an Wert verlieren und Grundnahrungsmittel sich verteuern, steigt der Druck auf die Regierung erheblich. Zugleich schwächen die Sanktionen die wirtschaftlichen Handlungsspielräume so stark, dass eine schnelle Stabilisierung wenig wahrscheinlich erscheint.
Kernaussage: Die Währungskrise bedroht nicht nur die Kaufkraft, sondern zunehmend auch die politische Stabilität.
Einschätzung der Redaktion
US-Midterms: Für Wahlergebnisse zählt weniger die makroökonomische Bilanz als die Alltagserfahrung der Haushalte. Hohe Preise können deshalb politisch schwerer wiegen als ein weiterhin positives Wirtschaftswachstum. Die Unzufriedenheit birgt für die Regierungspartei ein erhebliches Risiko, auch weil Wahlenthaltung die Mehrheitsverhältnisse entscheidend verändern kann.
Kernaussage: Wahrgenommene Bezahlbarkeit dürfte wichtiger sein als statistische Stabilität.
Einschätzung der Redaktion
Bonner Nordbrücke: Die Sperrung ist weit mehr als ein Verkehrsproblem: Sie beeinträchtigt Lieferketten, Beschäftigung, Investitionen und die Standortattraktivität. Die lange Dauer macht aus einer Infrastrukturstörung eine strukturelle Belastung, deren Folgekosten über den direkten Umsatzverlust hinausgehen dürften.
Kernaussage: Verzögerter Ersatz wichtiger Infrastruktur kann eine gesamte regionale Wirtschaft dauerhaft schwächen.
Einschätzung der Redaktion
Russlands Exporte: Der Rückgang zeigt, dass Angriffe auf Logistik und Infrastruktur die russische Kriegswirtschaft zunehmend an empfindlichen Stellen treffen. Besonders kritisch ist die Verbindung zwischen sinkenden Exporterlösen, höheren Transportkosten und möglichen Belastungen globaler Lebensmittelmärkte. Der wirtschaftliche Druck dürfte damit nicht nur Russland, sondern auch Handelspartner und Verbraucher außerhalb der Region betreffen.
Kernaussage: Die Exportstörungen erhöhen den finanziellen Druck auf Russland und zugleich das Risiko internationaler Versorgungsprobleme.
Einschätzung der Redaktion
Gruber Polstermöbel: Das Ende des Familienbetriebs verdeutlicht, wie begrenzt die Möglichkeiten kleiner Unternehmen in einer Insolvenz sein können. Besonders schwer wiegt der Verlust von regionalem Know-how und industrieller Kontinuität, der sich nach einer Schließung meist nicht kurzfristig ersetzen lässt.
Kernaussage: Die Insolvenz beendet nicht nur einen Betrieb, sondern auch ein Stück regionaler Wirtschaftsstruktur.
Einschätzung der Redaktion
SAP: Die Vereinbarung schafft zwar Verfahren und Qualifizierungsangebote, bietet aber keinen umfassenden Beschäftigungsschutz. Damit bleibt sie vor allem ein Instrument zur geordneten Umsetzung von Veränderungen. Für die Belegschaft dürfte entscheidend sein, ob Weiterbeschäftigung und Auswahlprozesse tatsächlich verbindlich und nachvollziehbar angewendet werden.
Kernaussage: Der Rahmen kann Restrukturierungen sozial abfedern, verhindert sie aber nicht.
Quellen:
- Kaufkraft sinkt dramatisch: Irans Währung im freien Fall
- Midterms: Warum die Wirtschaft nicht die ganze Geschichte erzählt
- Bonner Nordbrücke: Sperrung schadet der Wirtschaft
- Russlands Wirtschaft knackt zwei Negativ-Rekorde
- Wirtschaft in Sonnefeld: Endgültiges Aus für Gruber Polstermöbel
- Walldorf: SAP rüstet sich für Restrukturierungen



















