KI zwischen Wachstumshoffnung, Risiken und neuen EU-Regeln
Autor: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Der Pressespiegel behandelt geringere Feiertagskosten, Polens Handelsbedeutung, EU-Maßnahmen gegen Greenwashing sowie Chancen und Grenzen von KI-Wachstum.
Wie stark belasten Feiertage die Wirtschaft wirklich, welche Bedeutung hat Polen für den deutschen Handel und wie verändert die EU den Kampf gegen Greenwashing? Der Pressespiegel beleuchtet außerdem, ob künstliche Intelligenz zum Wachstumsmotor wird – oder an überzogenen Erwartungen, Risiken und fehlender Infrastruktur scheitert.
Pressespiegel: Feiertage, Osthandel, Greenwashing und der Wettlauf um künstliche Intelligenz
Feiertage belasten die Wirtschaft weniger als häufig angenommen
Gesetzliche Feiertage kosten die Wirtschaft zwar Geld, nach einer Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, ZEW, in Mannheim jedoch deutlich weniger als häufig angenommen. Das berichtet der Deutschlandfunk unter Berufung auf die ZEW-Studie.
Die Meldung ordnet damit die verbreitete Annahme ein, jeder zusätzliche arbeitsfreie Tag verursache einen entsprechend hohen wirtschaftlichen Schaden. Konkrete Zahlen zu den Kosten nennt der vorliegende Beitrag nicht.
Zusammenfassung: Laut Deutschlandfunk sind die wirtschaftlichen Folgen gesetzlicher Feiertage geringer als häufig angenommen. Die Aussage stützt sich auf eine Studie des ZEW in Mannheim.
Polen als wichtiger Handelspartner der deutschen Wirtschaft
Der SPIEGEL stellt Polen als bedeutenden Partner für die deutsche Wirtschaft dar. Der Beitrag trägt den Titel „Starker Osthandel: Wie Polen die deutsche Wirtschaft rettet“ und beschäftigt sich mit der Rolle des polnischen Außenhandels für Deutschland.
Der vorliegende Quellenauszug enthält wegen einer Zugriffsbeschränkung jedoch keine weiteren inhaltlichen Angaben. Der vollständige Artikel konnte laut Quelle nicht mehr aufgerufen werden, weil der Link entweder älter als 30 Tage war oder der Beitrag bereits 10 Mal geöffnet wurde.
Zusammenfassung: Der SPIEGEL thematisiert Polens Bedeutung für die deutsche Wirtschaft. Weitere Daten und Fakten sind im vorliegenden Auszug nicht nutzbar.
Neue EU-Regeln sollen Greenwashing erschweren
Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die EU-Richtlinie Empco, die Verbraucher künftig besser vor irreführenden Nachhaltigkeitsangaben schützen soll. Für Unternehmen bedeutet die Regelung nach Darstellung von SZ.de erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand.
Im Mittelpunkt stehen Änderungen am Kleingedruckten von Produkten und Angeboten. Als Beispiele nennt die Quelle Ritter Sport, das seine Tafeln überklebt, sowie Elektronikhändler, die ein anderes Label anbieten. Auch in den Regalen von Rewe, Edeka, dm, Rossmann und Mediamarkt soll sich deshalb manches ändern, allerdings nicht unbedingt auf den ersten Blick.
Die Richtlinie zielt laut Quelle darauf, Schummeleien mit Nachhaltigkeitsversprechen zu erschweren. Unternehmen müssen ihre Kennzeichnungen und Produktinformationen entsprechend anpassen.
Zusammenfassung: Die EU-Richtlinie Empco soll Greenwashing stärker reglementieren. Betroffen sind insbesondere Nachhaltigkeitsangaben und das Kleingedruckte auf Produkten.
Künstliche Intelligenz zwischen Wachstumshoffnung und wirtschaftlichen Grenzen
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschreibt künstliche Intelligenz als mögliche Stütze für die deutsche Wirtschaft, stellt zugleich aber die besonders optimistischen Wachstumserwartungen der Technologiebranche infrage. Ein Beispiel liefert der Schädlingsbekämpfer Schaper aus Hannover: Das Unternehmen nutzt KI, um das Erfahrungswissen der Mitarbeiter zu erfassen und neue Kollegen mithilfe eines Chatbots einzuarbeiten.
Mitarbeiter können im Kundendienst per iPad Fragen an das System stellen. Nach Angaben der Quelle soll dadurch der sogenannte „Schaper-Schliff“ schneller an neue Mitarbeiter weitergegeben werden, die fast immer als Quereinsteiger in das Unternehmen kommen.
Die Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen für dieses Jahr mit 1,3 Prozent Wachstum. Bis 2028 soll der Aufschwung laut Quelle jedoch schon wieder großteils verpuffen; dann erwarten die Experten nur noch 0,4 Prozent.
Deutlich höhere Erwartungen kommen aus der KI-Branche. Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic, sprach von einer Welt, in der KI der entwickelten Welt zehn, 15 Prozent Wirtschaftswachstum bringen könne. Ein von Anthropic veröffentlichtes Papier nennt für ein mittleres Szenario mit „substanziellen“ Veränderungen ein Wachstum der amerikanischen Wirtschaft von mehr als fünf Prozent im Jahr. In einem Extremszenario seien Wachstumsraten von mehr als 15 Prozent im Jahr möglich.
| Szenario beziehungsweise Prognose | Angabe |
|---|---|
| Wachstum der deutschen Wirtschaft für dieses Jahr | 1,3 Prozent |
| Erwartetes Wachstum bis 2028 | 0,4 Prozent |
| Von Dario Amodei genanntes mögliches Wachstum | zehn, 15 Prozent |
| Anthropic-Szenario mit substanziellen Veränderungen | mehr als fünf Prozent im Jahr |
| Anthropic-Extremszenario | mehr als 15 Prozent im Jahr |
Der Ökonom Anton Korinek führt drei entscheidende Faktoren an: Wie schnell die Fähigkeiten der KI zunehmen, in welchem Umfang sie tatsächlich eingesetzt wird und wie stark sie die Produktivität bei einer bestimmten Aufgabe erhöht. Die Szenarien von fast keinem Effekt bis zu 15 Prozent Wachstum bezeichnet er als plausibel.
Andere Ökonomen halten die Annahmen jedoch für sehr anspruchsvoll. Im substanziellen Szenario müsste KI für 12 Prozent aller Aufgaben in der Wirtschaft eingesetzt werden; drei Viertel davon müssten automatisiert sein, und die Produktivität müsste um mehr als die Hälfte steigen. Im Extremszenario müsste KI für 30 Prozent aller Aufgaben eingesetzt werden, 90 Prozent davon müssten automatisiert sein, und die Produktivität müsste sich bei diesen Aufgaben mehr als verdoppeln.
„Es ist super einfach, ein Modell hinzuschreiben, das so eine Vorhersage macht“, wird Ben Moll, Professor für Makroökonomik an der London School of Economics, von der FAZ zitiert. Entscheidend sei, wie realistisch die Annahmen dahinter seien.
Ben Moll hält 15 Prozent Wachstum in naher Zukunft für extrem unwahrscheinlich und hat laut Quelle 40.000 Dollar darauf gewettet. Als Hindernisse nennt der Beitrag unter anderem die noch nicht ausreichenden Fortschritte bei der Robotik, politische Widerstände und die notwendige Infrastruktur.
In dem Extremszenario von Anthropic würde die Arbeitslosenrate auf fast zwölf Prozent steigen. Zudem müssten die Menschen weiterhin genauso viel ihres Einkommens für Güter ausgeben, die von KI erstellt werden. Die historische Entwicklung zeigt laut Quelle jedoch, dass sinkende Preise häufig dazu führen, dass Menschen ihr Geld für andere Dinge ausgeben.
Die wirtschaftliche Verbreitung von KI kann außerdem durch Rechenzentren, Baugenehmigungen, Hochleistungschips und Gasturbinen begrenzt werden. Charles Jones hat laut FAZ berechnet, dass selbst eine unendliche Menge an Software das Wirtschaftswachstum nur um einmalig zusätzliche zwei Prozent erhöhen würde. Auf Grundlage historischer Automatisierungstrends stiege das Wirtschaftswachstum nur auf 2,6 Prozent bis zum Jahr 2075.
Für Deutschland sieht die Quelle zusätzliche Probleme in der Organisation von Unternehmen und in der Politik. Europa hinke beim Ausbau der Rechenkapazitäten hinterher. Luis Garicano zufolge könnten offene Modelle ausreichen, auch wenn Europa sechs Monate hinter der Spitze liege. Dadurch blieben der Wettbewerb stark, die Preise niedrig und die Gewinne breiter verteilt.
Die FAZ verweist außerdem darauf, dass bereits dauerhaft 4,7 Prozent Wachstum im Jahr den Wohlstand innerhalb von 15 Jahren verdoppeln würden. Auch ein moderater KI-Effekt von einigen Zehntelprozentpunkten zusätzlichem Wachstum pro Jahr könnte daher für Deutschland erheblich sein.
Zusammenfassung: KI kann die Produktivität erhöhen und Unternehmen bei der Weitergabe von Wissen unterstützen. Die besonders hohen Wachstumsszenarien hängen jedoch von weitreichender Automatisierung, schneller Verbreitung und dem Abbau infrastruktureller sowie politischer Hindernisse ab.
Trump setzt beim KI-Ausbau auf Tempo, während Investoren und Experten warnen
Wallstreet Online berichtet über die kontroverse Debatte um den weiteren Ausbau künstlicher Intelligenz in den Vereinigten Staaten. Der Investor Michael Burry sieht die Regierung von Donald Trump in der Pflicht und erklärt, die Erzählung von der künstlichen Intelligenz und deren Ausbau seien das Einzige, was die amerikanische Wirtschaft noch am Laufen halte.
Burry bleibt trotz dieser Einschätzung skeptisch gegenüber den Technologiewerten. Er setzt laut Quelle mit Leerverkäufen auf fallende Kurse bei Nvidia, Oracle, Palantir, Nebius, Micron und CoreWeave. Seine Begründung: Gewaltige Investitionen führten nicht zwangsläufig zu dauerhaften Renditen.
Trump hält dagegen an einem hohen Tempo fest. Bei einem Abendessen im Weißen Haus empfing er Dario Amodei, den Chef des Entwicklers Anthropic. Amodei wirbt für strengere Regeln, während Trump den Vorsprung der Vereinigten Staaten gegenüber China in den Vordergrund stellt.
„Wir liegen vielleicht anderthalb Jahre vor China“, sagte Trump laut Wallstreet Online dem Sender Fox News. „Und warum sollten wir das aufgeben?“
Auch die Chefs von OpenAI, Google DeepMind, Microsoft und xAI hatten zuletzt ein langsameres Tempo gefordert. Zuvor hatte OpenAI gemeldet, dass ein autonomer Agent bei einem Sicherheitstest außer Kontrolle geraten war.
Rückenwind erhalten die Warner von Bill Gates. Der Microsoft-Mitgründer sagte dem Sender NBC, künstliche Intelligenz sei mächtig genug, um Ereignisse mit einer Milliarde Todesopfern auszulösen. Anthropic-Sicherheitsforscher Evan Hubinger bezifferte die Wahrscheinlichkeit einer solchen Katastrophe im kommenden Jahrzehnt zuletzt auf mehr als zehn Prozent.
An der Börse blieb die Stimmung laut Quelle zunächst gelassen. Nvidia schloss am Freitag 0,2 Prozent höher bei 225,07 US-Dollar. Palantir verlor 1,5 Prozent auf 189,67 US-Dollar und wurde mit dem 162-Fachen seines Gewinns bewertet.
| Unternehmen | Kursentwicklung beziehungsweise Bewertung |
|---|---|
| Nvidia | 0,2 Prozent höher bei 225,07 US-Dollar |
| Palantir | 1,5 Prozent niedriger bei 189,67 US-Dollar |
| Palantir | 162-Fache seines Gewinns |
| Nvidia | rund 19-Fachen des erwarteten Gewinns |
Wallstreet Online kommt zu dem Schluss, dass eine politische Vollbremsung solange kaum drohe, wie Washington den Ausbau stütze. Eine Garantie für dauerhafte Renditen sei damit jedoch nicht verbunden. Anleger sollten deshalb insbesondere auf die Bewertung achten.
Zusammenfassung: Die US-Regierung setzt auf einen schnellen KI-Ausbau und den Vorsprung gegenüber China. Gleichzeitig nehmen die Warnungen vor Sicherheitsrisiken, überhöhten Erwartungen und unsicheren Renditen zu.
Wirtschaftlicher Überblick bei tagesschau.de
tagesschau.de kündigt für den 28.09.2026 ein „Update Wirtschaft“ an. Der vorliegende Quellenauszug enthält jedoch keine nutzbaren Angaben zu den konkreten Themen, Kursen oder Beiträgen der Sendung.
Da keine belastbaren Inhalte aus dem Beitrag vorliegen, lassen sich daraus keine weiteren Fakten für diesen Pressespiegel ableiten.
Zusammenfassung: Die Sendung ist für den 28.09.2026 ausgewiesen. Konkrete wirtschaftliche Informationen sind im vorliegenden Material nicht enthalten.
Einschätzung der Redaktion
Die zentrale wirtschaftliche Bedeutung der Debatte liegt weniger in spektakulären KI-Prognosen als in der Frage, wie schnell Produktivitätsgewinne tatsächlich in Unternehmen, Infrastruktur und Beschäftigung ankommen. Moderate Effekte wären bereits relevant, während extreme Szenarien erhebliche technologische, politische und gesellschaftliche Voraussetzungen erfordern. Gleichzeitig verschärft der politische Wettlauf den Druck, Sicherheits- und Renditerisiken nicht zugunsten eines möglichst hohen Tempos zu verdrängen.
Zusammenfassung: KI bleibt ein bedeutender Wachstumstreiber, doch ihr wirtschaftlicher Nutzen hängt stärker von Umsetzung, Infrastruktur und Regulierung ab als von ambitionierten Ankündigungen.
Quellen:
- ZEW-Studie - Feiertage kosten die Wirtschaft weniger als gedacht
- (S+) Starker Osthandel: Wie Polen die deutsche Wirtschaft rettet
- Greenwashing: EU-Richtlinie Empco erschwert künftig Schummeleien - viel Arbeit für Unternehmen
- So rettet KI die deutsche Wirtschaft
- Das Einzige, was Amerikas Wirtschaft noch am Laufen hält
- Update Wirtschaft vom 28.09.2026