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title: Wirtschaft unter Druck: Zölle, hohe Kosten und Europas Suche nach Partnern
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author: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion
published: 2026-09-18
updated: 2026-09-18
language: de
category: Nachrichten
description: Die Wirtschaft ist durch US-Zölle, Rekordschulden und hohe Spritpreise belastet, während Verteidigungsinvestitionen, Kooperationen und innovative Unternehmen neue Chancen eröffnen.
source: Provimedia GmbH
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# Wirtschaft unter Druck: Zölle, hohe Kosten und Europas Suche nach Partnern

> **Autor:** Wirtschaft-Ratgeber Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-09-18

**Zusammenfassung:** Die Wirtschaft ist durch US-Zölle, Rekordschulden und hohe Spritpreise belastet, während Verteidigungsinvestitionen, Kooperationen und innovative Unternehmen neue Chancen eröffnen.

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Die Wirtschaft steht weltweit unter Druck: Trumps Zollpolitik und Rekordschulden verunsichern Märkte, hohe Spritpreise belasten regionale Betriebe und Europas Unternehmen suchen neue Partnerschaften. Zugleich eröffnen Verteidigungsinvestitionen, Innovationen und der Strukturwandel neue Chancen.

## US-Wirtschaft zwischen Zollpolitik, Verschuldung und Verunsicherung

Die Haushaltspolitik von Donald Trump führt die USA laut Arte.tv immer weiter in die Verschuldung. Erstmals liegt die Staatsverschuldung bei über 40 Billionen Dollar. Der Irankrieg und Trumps Zollpolitik fordern demnach ihren Tribut.

Gleichzeitig sehen die offiziellen Wirtschaftsdaten laut Arte.tv zwar gut aus, doch viele Amerikaner sind unzufrieden. Hohe Lebenshaltungskosten belasten die Haushalte, während teure Kredite die Konsumstimmung im Mittelstand drücken.

Arte.tv widmet sich in mehreren Beiträgen den wirtschaftlichen Folgen von Trumps Politik. Thematisiert werden unter anderem die Auswirkungen der Handelspolitik auf einzelne Wirtschaftsbereiche und die Bevölkerung, der Druck auf die Federal Reserve sowie die globale Verunsicherung durch neue Einfuhrzölle.

Für Europa bleiben die Auswirkungen der angekündigten Zölle laut Arte.tv noch ungewiss. In einem Beitrag ist von zehn bis 15 Prozent Zöllen auf alle Importe die Rede.

> „Welche Folgen hat Trumps Handelspolitik für die einzelnen Wirtschaftsbereiche und das amerikanische Volk?“ – Arte.tv

**Zusammenfassung:** Arte.tv beschreibt eine US-Wirtschaft, die trotz offiziell guter Daten durch über 40 Billionen Dollar Staatsschulden, hohe Lebenshaltungskosten, teure Kredite und eine unklare Zollpolitik belastet wird.

## Hohe Spritpreise belasten regionale Wirtschaft in Rheinland-Pfalz

Auch die regionale Wirtschaft leidet laut SWR unter den explodierenden Spritpreisen. Besonders betroffen sind Betriebe, die ihre Waren selbst zu den Kunden fahren und dadurch immense Mehrkosten tragen.

Als Beispiel nennt der SWR einen Hühnerhof in der Eifel, der durch die hohen Spritkosten viel Geld verliert. Die Belastung betrifft damit nicht nur private Autofahrer, sondern auch Unternehmen mit eigenen Liefer- und Transportwegen.

Der SWR berichtet außerdem über die Preisunterschiede in der Großregion. Benzin ist in Luxemburg, Belgien und Frankreich deutlich billiger als in Deutschland. Als Gründe und die Frage, wann sich ein Grenz-Tankstopp lohnt, nennt der Sender einen eigenen Beitrag.

| Kraftstoff | Preis in Deutschland am 18. September 2026 | 

| Superbenzin | 2,35€ | 

| E10 | 2,29€ | 

| Diesel | 2,45€ | 

Die genannten Preise gibt der SWR als Mittelwerte für Deutschland an. Damit erhöhen die Kraftstoffkosten den Druck auf Unternehmen, die auf regelmäßige Transporte angewiesen sind.

**Infobox:** Der SWR nennt für den 18. September 2026 durchschnittlich 2,35€ für Superbenzin, 2,29€ für E10 und 2,45€ für Diesel in Deutschland. Ein Hühnerhof in der Eifel steht beispielhaft für die Belastung regionaler Betriebe.

## Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sucht neue Partner

In Mainz haben sich zum zweiten Mal Vertreter aus der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, der Bundeswehr, der Wirtschaft und der Forschung getroffen. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums kamen rund 300 Teilnehmer zu der Veranstaltung des Netzwerks für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, des sogenannten SVI-Hub.

DIE ZEIT berichtet, dass Rheinland-Pfalz wegen seiner zahlreichen Standorte der Bundeswehr und der US-Armee in früheren Jahren als „Flugzeugträger der Nato“ bezeichnet worden sei. Wirtschaftsminister Michael Ebling sagte, diese Rolle sei eher passiv gewesen; angesichts der veränderten Weltlage und großer Investitionen in die Verteidigung wolle Rheinland-Pfalz nun eine aktive Rolle einnehmen.

Der SVI-Hub soll Unternehmen aus der Rüstungsbranche mit Firmen aus anderen Branchen, Start-ups und Wissenschaftlern zusammenbringen. Dabei geht es auch um die besonderen Anforderungen einer Kooperation mit der Bundeswehr. Ebling erklärte, die Anforderungen seien höher, aber nicht unüberwindbar.

Nach Darstellung der Quelle soll der Hub außerdem dazu beitragen, Ideen schneller zu entwickeln. Die hohen Investitionen in Sicherheit und Verteidigung sieht der Minister gerade für die vielen Mittelständler in Rheinland-Pfalz als große Chance.

Oberst Michael Trautermann, Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz der Bundeswehr, beschrieb eine veränderte zivil-militärische Zusammenarbeit. Während die Streitkräfte früher vor allem in Krisensituationen wie nach der Ahrflut unterstützt hätten, werde sich dieses Verhältnis künftig umdrehen.

Im Ernstfall müsse die Bundeswehr große logistische Aufgaben für die Nato bewältigen. Viele Tausende Militärfahrzeuge und Soldaten könnten etwa durch Deutschland und Rheinland-Pfalz an eine Ostflanke gebracht werden. Dafür werde die Bundeswehr Unterstützung aus dem zivilen Bereich benötigen.

Gesucht werden laut DIE ZEIT nicht nur Hightech-Lösungen. Benötigt würden auch militärische Rastanlagen mit Zäunen und mobilen Toiletten. Darüber hinaus seien Kompetenzen in Robotik, Sensorik und Künstlicher Intelligenz wichtig.

Als wichtigen Akteur nennt die Quelle den Lastwagenhersteller Daimler Truck mit seinem großen Werk in Wörth. Das Unternehmen kooperiere mit einer Reihe von Drohnenherstellern.

Auch der europäische Rüstungskonzern MBDA war bei dem Treffen vertreten. Nach eigenen Angaben hat MBDA seine Produktion von 2023 bis 2025 verdoppelt und 2026 um weitere 40 Prozent gesteigert.

MBDA-Deutschland-Vorstandsmitglied Guido Brendler sagte, Rüstungskonzerne benötigten neue Partner. Um auch in Krisensituationen resilient zu bleiben, müsse auf eine Vielzahl von Zulieferern einzelner Komponenten zurückgegriffen werden können. Ein weiteres wichtiges Thema sei die Skalierbarkeit, also die Möglichkeit, die Produktion in größerem Stil auszuweiten.

> „Unternehmen wie seines bräuchten neue Partner“, berichtet DIE ZEIT über die Aussage von Guido Brendler.

**Zusammenfassung:** In Mainz kamen rund 300 Teilnehmer zusammen, um Kooperationen in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie anzubahnen. Gesucht werden Partner für Produktion, Zulieferung, Logistik, Robotik, Sensorik und Künstliche Intelligenz.

## NRW zeichnet Unternehmen als Vorbilder im Strukturwandel aus

Beim Wettbewerb „NRW – Wirtschaft im Wandel“ hat eine Jury neun innovative Unternehmen ausgewählt. Außerdem wurde erstmals der Preis „Future Female Leader“ an eine herausragende Managerin vergeben.

Die Jury tagte im Verlagshaus der Rheinischen Post in Düsseldorf. NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und die elf weiteren Mitglieder des Gremiums diskutierten über die Bewerbungen und kürten die Sieger in drei Kategorien sowie bei den beiden Persönlichkeitspreisen.

Neubaur erklärte laut RP Online, viele Unternehmen hätten derzeit mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Wettbewerb zeige jedoch, dass Wandel etwas Positives sein könne und liefere Vorbilder dafür, wie Transformation in Start-ups, im Mittelstand und in Konzernen gestaltet werden könne.

In der Kategorie Start-ups wurden drei Unternehmen ausgezeichnet:

- mybreev Sports und Events GmbH aus Düsseldorf

- re.solution GmbH aus Aachen

- specter automation GmbH aus Köln

In der Kategorie Handwerk und kleiner Mittelstand setzte sich folgende Unternehmen durch:

- Elektro Venn GmbH aus Duisburg

- ETW Energietechnik GmbH aus Moers

- Witte Technology GmbH aus Münster

In der Kategorie Mittelstand und Konzerne wurden folgende Unternehmen ausgezeichnet:

- Hüttenes-Albertus Chemische Werke GmbH aus Düsseldorf

- technotrans SE aus Sassenberg

- Tünkers Maschinenbau GmbH aus Ratingen

Der erstmals vergebene Preis „Future Female Leader“ geht an Marie Jaroni, Vorstandsvorsitzende der Thyssenkrupp Steel Europe. Die Jury würdigte sie als herausragende Managerin, die in der Unternehmensführung erfolgreich sei und neue Wege gehe.

Die siebte Auflage des Wettbewerbs wurde im Jahr 2015 gestartet und wird von der Rheinischen Post und dem General-Anzeiger Bonn ausgerichtet. Gefördert wird der Wettbewerb von der Deutschen Bank, PricewaterhouseCoopers, der Zurich Versicherung, RWE, Egon Zehnder und der Land der Ideen Management GmbH. Den Preis „Future Female Leader“ sponsert AIDUS.

Die Preisverleihung findet am Dienstag, 13. Oktober 2026, im Apollo Theater in Düsseldorf statt. Ministerin Neubaur soll die Auszeichnungen an die Preisträgerinnen und Preisträger überreichen. Die ausgezeichneten Unternehmen sollen anschließend in Unternehmensporträts online und in der Zeitung vorgestellt werden.

**Infobox:** Neun Unternehmen wurden in drei Kategorien ausgezeichnet. Marie Jaroni, Vorstandsvorsitzende der Thyssenkrupp Steel Europe, erhält erstmals den Preis „Future Female Leader“. Die feierliche Verleihung ist für Dienstag, 13. Oktober 2026, im Apollo Theater in Düsseldorf angekündigt.

## Berlin und Kanada bauen Wirtschafts- und Tourismusbeziehungen aus

Europa sucht sich wegen der Krisen, die die US-Politik auslöst, neue Verbündete. Kanada rückt dabei stärker in den Fokus, und auch Berlin verstärkt seine Kontakte zu dem nordamerikanischen Land.

Das berichtet rbb24 Inforadio in einem Wirtschaftsbeitrag über die enger werdenden Beziehungen zwischen Kanada und Berlin. Im Mittelpunkt stehen die regionalen Kontakte sowie die wirtschaftliche und touristische Zusammenarbeit.

Der Beitrag ordnet die Entwicklung in eine breitere europäische Suche nach neuen Partnerschaften ein. Kanada wird dabei als wichtiger Partner in einer Phase beschrieben, in der die US-Politik neue Unsicherheiten auslöst.

**Zusammenfassung:** rbb24 Inforadio berichtet über eine engere Zusammenarbeit zwischen Berlin und Kanada. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit Europas Suche nach neuen Verbündeten angesichts der durch die US-Politik ausgelösten Krisen.

## EU debattiert über Wirtschaft, Sicherheit, Klima und Künstliche Intelligenz

In der jährlichen Debatte zur Lage der Europäischen Union diskutierten die Abgeordneten mit Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über die Arbeit der Kommission und die wichtigsten Herausforderungen Europas. Im Zentrum standen Wirtschaft, Sicherheit, Klima, Künstliche Intelligenz und soziale Medien.

Parlamentspräsidentin Roberta Metsola sagte zu Beginn der Debatte, die Union sei immer dann vorangekommen, wenn Menschen im entscheidenden Moment mutige Schritte gewagt und Unsicherheit in Chancen verwandelt hätten. Die Bürger erwarteten eine Union, die sie besser schütze, unterstütze und ihre Interessen bei Sicherheit, Wettbewerbsfähigkeit, bezahlbarem Wohnraum, guten Arbeitsplätzen, Klima und Grenzen vertrete.

> „Unsere Union ist immer dann vorangekommen, wenn Menschen bereit waren, im entscheidenden Moment mutige Schritte zu wagen und Unsicherheit in Chancen zu verwandeln“, sagte Roberta Metsola laut European Parliament.

Von der Leyen bezeichnete die Union als „so stark wie nie“, zugleich aber auch als „so fragil wie nie“. Oberste Priorität sei, Europas Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Sie verwies auf den Fahrplan „One Europe, One Market“ und erklärte, bis Ende kommenden Jahres könne und müsse die historische Reform des Binnenmarkts abgeschlossen werden.

Beim Klima kündigte von der Leyen einen neuen Rahmen für Klimaresilienz, eine Allianz für Klimaversicherungen, einen europäischen Hitzewellenplan und eine europäische Wasserinitiative an. Europa könne, müsse und werde an seinen Klimazielen festhalten.

Bei der Künstlichen Intelligenz will die Kommission die Rechenkapazitäten in Europa deutlich ausbauen. Außerdem soll mehr öffentliches und privates Kapital in europäische Start-ups und Unternehmen gelenkt werden. Großes Potenzial sieht von der Leyen in Gesundheit, Verkehr, Agrar- und Lebensmittelwirtschaft, Industrie, Verteidigung und Raumfahrt.

Mit Blick auf die internationale Lage forderte von der Leyen neue Partnerschaften. Direkt an Kanadas Premierminister Mark Carney gerichtet, sagte sie, sie wolle gemeinsam daran arbeiten, Kanada zum ersten assoziierten Mitglied der EU zu machen.

Zur Sicherheitslage und zu hybriden Bedrohungen kündigte von der Leyen Vorschläge für ein europäisches Notfallprotokoll und einen Europäischen Sicherheitsrat an. Die EU müsse schneller und koordinierter auf Krisen reagieren können. Gleichzeitig bekräftigte sie die Unterstützung für die Ukraine und kündigte weitere Sanktionen gegen Russland an.

Für soziale Medien kündigte von der Leyen einen „EU Kids Act“ an. Unter 13 Jahren soll es keinen Zugang zu sozialen Medien geben, unter 15 keine persönlichen Konten in sozialen Medien. Für 13- bis 15-Jährige sollen nur eingeschränkte, von den Eltern betreute Konten mit Zeitlimit möglich sein. Plattformen sollen für 15- bis 18-Jährige zu einem sicheren Design verpflichtet werden.

> „Wir bestimmen unsere Regeln, nicht die großen Technologiekonzerne“, sagte Ursula von der Leyen laut European Parliament.

Die Fraktionen setzten unterschiedliche Schwerpunkte. Manfred Weber von der EVP sprach von drei großen Umbrüchen: dem rasanten technologischen Wandel durch KI, tiefgreifenden geopolitischen Veränderungen und wachsender wirtschaftlicher Unsicherheit, die sich unter anderem im Verlust von Industriearbeitsplätzen zeige.

Weber forderte mehr Investitionen in KI und Wettbewerbsfähigkeit sowie eine engere europäische Zusammenarbeit bei der Verteidigung. Dazu gehörten ein Binnenmarkt für Rüstungsgüter, gemeinsame Kommandostrukturen, Drohnen und Satelliten. Handelsabkommen wie CETA dienten aus seiner Sicht nicht nur dem Marktzugang, sondern auch dem Aufbau von Bündnissen in einer veränderten Weltordnung.

Iratxe García von der S&D forderte mehr Mut beim Klimaschutz und ein Ende der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus autokratischen Staaten. Sie verlangte außerdem ein Gesetz für bezahlbaren Wohnraum, neue Regeln für gute Arbeitsplätze und Garantien für Frauenrechte.

Jordan Bardella von der PfE kritisierte Regeln, Bürokratie und steigende Belastungen für die Mittel- und Arbeiterschicht. Mit Blick auf das Emissionshandelssystem ETS2 sprach er von einer „unerträglichen Belastung“. In der Wirtschaftspolitik kritisierte er, Europa reguliere, was es nicht mehr herstellen könne, und importiere, was es selbst nicht mehr produzieren dürfe.

Patryk Jaki von der EKR bezeichnete übermäßige EU-Bürokratie als Bremse für Wachstum und Innovation. Er forderte Maßnahmen gegen steigende Energiepreise für Bürger und Unternehmen sowie mehr Mittel für Grenzschutz und Grenzmanagement. Die Pläne zur Einschränkung des Zugangs junger Menschen zu sozialen Medien kritisierte er.

Valérie Hayer von Renew verlangte mehr Investitionen in Innovation, neue europäische Gesetze zur Klimaresilienz und eine weltweite Führungsrolle Europas bei Regeln für Künstliche Intelligenz. Europa müsse außerdem gegenüber Russland Stärke zeigen und die Ukraine weiter unterstützen.

Terry Reintke von den Grünen sagte, Europa befinde sich bereits in einer Klimakrise. Sie forderte einen klaren Zeitplan für den Ausstieg aus fossilen Energien, eine Übergewinnsteuer und einen ausreichend finanzierten Plan zur Anpassung an den Klimawandel im nächsten EU-Haushalt.

Manon Aubry von der Linken verwies auf die Belastung durch hohe Kraftstoffpreise. Sie sagte, eine Tankfüllung koste bereits mehr als 100 Euro, und Millionen Menschen müssten sich entscheiden, ob sie essen, wohnen oder sich fortbewegen. Aubry forderte einen Preisstopp und eine Steuer auf die Übergewinne der Ölkonzerne.

> „Eine Tankfüllung kostet bereits mehr als 100 Euro, und Millionen Menschen müssen sich entscheiden, ob sie essen, wohnen oder sich fortbewegen“, sagte Manon Aubry laut European Parliament.

René Aust von ESN beschrieb die Lage der Union als geprägt von verlorenen Grenzen und verlorener Wettbewerbsfähigkeit. Er forderte weniger Bürokratie und schlankere Strukturen.

**Zusammenfassung:** In der Debatte zur Lage der EU standen wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, Binnenmarkt, Klimaresilienz, KI, Verteidigung, internationale Partnerschaften und der Schutz junger Menschen in sozialen Medien im Mittelpunkt. Die Fraktionen unterschieden sich insbesondere bei Klima-, Energie-, Migrations- und Sicherheitsfragen.

## Einschätzung der Redaktion

Die zentrale Bedeutung liegt in der Gleichzeitigkeit mehrerer Belastungen: Hohe Kosten, geopolitische Unsicherheit, verschärfter Wettbewerbsdruck und steigende Verteidigungsanforderungen treffen aufeinander. Für Unternehmen und Politik wird entscheidend sein, kurzfristige Krisenmaßnahmen mit langfristiger Investitionsfähigkeit zu verbinden.

Besonders relevant ist der wachsende Zwang zu strategischer Eigenständigkeit. Europa kann wirtschaftliche Resilienz, technologische Souveränität und Sicherheit nicht getrennt voneinander behandeln. Neue Partnerschaften, leistungsfähige Lieferketten und schnellere Entscheidungsprozesse werden damit zu wirtschaftspolitischen Kernaufgaben.

Die größte Gefahr besteht darin, dass zusätzliche Kosten und Regulierung die Wettbewerbsfähigkeit schwächen, bevor Investitionen in Digitalisierung, Energie, Infrastruktur und Verteidigung Wirkung entfalten. Die aktuellen Initiativen sind deshalb nur dann nachhaltig, wenn sie messbare Entlastungen schaffen und private Investitionen tatsächlich auslösen.

**Kernaussage:** Die Entwicklung markiert keinen vorübergehenden Konjunkturzyklus, sondern einen strukturellen Anpassungsprozess. Gewinner werden vor allem Regionen und Unternehmen sein, die Kooperation, Innovation und Krisenfestigkeit konsequent miteinander verbinden.

Quellen:
- [US-Wirtschaft: Zollkriege, Staatsschulden und Verunsicherung](https://www.arte.tv/de/videos/RC-028338/us-wirtschaft-zollkriege-staatsschulden-und-verunsicherung/)
- [Preise auf Rekordhoch: Spritpreise belasten regionale Wirtschaft in RLP](https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/spritpreis-belastet-regionale-wirtschaft-100.html)
- [Chancen für Wirtschaft: Sicherheitsindustrie sucht Partner - Treffen in Mainz](https://www.zeit.de/news/2026-09/17/sicherheitsindustrie-sucht-partner-treffen-in-mainz)
- [Wettbewerb „Wirtschaft im Wandel“: Jury kürte Vorbilder im Strukturwandel](https://rp-online.de/wirtschaft/nrw-wirtschaft-im-wandel/wettbewerb-wirtschaft-im-wandel-das-sind-die-gewinner_aid-154770285)
- [Wirtschaft - Kanada und Berlin rücken enger zusammen](https://www.inforadio.de/rubriken/wirtschaft/beitraege/2026/09/berlin-kanada-tourismus-visit-berlin-handelspolitik-wirtschaft.html)
- [Debatte zur Lage der EU: Wirtschaft, Sicherheit, Klima, KI und soziale Medien](https://www.europarl.europa.eu/news/de/press-room/20260911IPR47459/debatte-zur-lage-der-eu-wirtschaft-sicherheit-klima-ki-und-soziale-medien)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [wirtschaft-ratgeber.de](https://wirtschaft-ratgeber.de/wirtschaft-unter-druck-zoelle-hohe-kosten-und-europas-suche-nach-partnern/)*
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