Wirtschaft stärkt Demokratie, Innovation und Resilienz am Standort Deutschland

Autor: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Der Pressespiegel zeigt Wirtschaft als Treiberin für Demokratie und Vielfalt, während Berlin um Innovationen kämpft und Sachsen-Anhalt unter Strukturproblemen leidet.

Wie viel Verantwortung übernimmt die Wirtschaft für Demokratie, Vielfalt und den Standort Deutschland? Der Pressespiegel beleuchtet das Engagement von 2500 Unternehmen, Berlins Kampf um innovative Firmen, die wirtschaftlichen Herausforderungen Sachsen-Anhalts und die Frage, warum Resilienz und entschlossene Führung in Krisenzeiten entscheidend sind.

Pressespiegel: Demokratie, Wirtschaftsstandort und unternehmerische Resilienz

Unternehmen bündeln Engagement für Demokratie und Weltoffenheit

Rund 2500 Unternehmen haben sich zum Verein „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“ zusammengeschlossen. Nach Angaben von n-tv.de gehören dazu Start-ups, Mittelständler sowie Konzerne und Tochterunternehmen, etwa Volkswagen und Infineon.

Der Verein will nach eigenen Angaben für Demokratie, ein starkes und friedliches Europa, Internationalität und Diversität eintreten. Die Vorständin Sylvia Pfefferkorn bezeichnete Weltoffenheit und Demokratieförderung nicht als Kostenfaktoren, sondern als Investitionen in die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Einwanderungspolitik. Die deutsche Wirtschaft brauche zugewanderte Fachkräfte, die langfristig Teil der Gesellschaft bleiben; Deutschland sei als Einwanderungsland aktuell nicht attraktiv genug, insbesondere für Wissenschaftler.

Als Begründung für das Engagement verweist der Verein auf das Edelman Trust Barometer 2026. Danach vertrauen 74 Prozent der Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber, während das Vertrauen in die Wirtschaft insgesamt bei 48 Prozent und in die Medien bei 46 Prozent liegt. Der Regierung vertrauten 42 Prozent, Nichtregierungsorganisationen 41 Prozent. Die Studie befragte 1200 Menschen in Deutschland und ist nach eigenen Angaben repräsentativ.

„Weltoffenheit und Demokratieförderung sind keine Kostenfaktoren, sondern Investitionen in die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen“, sagte Vereins-Vorständin Sylvia Pfefferkorn laut n-tv.de.

Zusammenfassung: Rund 2500 Unternehmen wollen ihre Initiativen für Demokratie und Weltoffenheit in einem Verein bündeln. Im Mittelpunkt stehen gesellschaftliche Verantwortung, Fachkräfteeinwanderung und die Bedeutung von Vielfalt für den wirtschaftlichen Erfolg.

ZDFheute: Wirtschaft soll demokratische Verantwortung übernehmen

Auch ZDFheute berichtet über die Gründung des Vereins „Wirtschaft für ein weltoffenes Deutschland“. Ziel sei es, unternehmerische Initiativen strukturell zu vernetzen und die Bemühungen der Wirtschaft für Demokratie zu bündeln.

Sylvia Pfefferkorn erklärte im Interview, vor zehn Jahren sei „Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen“ gegründet worden. Seit zwei Jahren gebe es in unterschiedlichen Regionen Nachahmerverbände, die nun zusammengeführt würden.

Unternehmen hätten eine große Vorbildfunktion, sagte Pfefferkorn. Rund 74 Prozent der Menschen erklärten, ihrem eigenen Arbeitgeber am meisten zu vertrauen – mehr als der Politik und den Medien. Daraus folge für Unternehmen sowohl ein Recht als auch eine Verantwortung, sich einzumischen.

Der Verein will Unternehmen mit einem Netzwerk, Bildungsformaten und Unterstützung bei innerbetrieblichen Diskussionen helfen. Die Polarisierung der Gesellschaft spiegele sich auch in Unternehmen wider, weshalb ein vernünftiger Diskurs im Alltag wichtig sei, etwa an der Kaffeemaschine oder in der Kantine.

Pfefferkorn verwies zudem auf die Entwicklung des Engagements: Anfangs hätten Unternehmen befürchtet, dass ihnen Fachkräfte weglaufen könnten. Heute sei man sich bewusst, dass der Einsatz für demokratische Grundwerte notwendig sei und eine Investition in die Demokratie auch eine Investition in den eigenen Geschäftserfolg darstelle.

„Wenn man sich nicht positioniert, dann hat man eigentlich schon einer anderen Position zugestimmt“, sagte Sylvia Pfefferkorn im Interview mit ZDFheute.

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Berliner Wirtschaft fordert mehr Unterstützung für Unternehmen

Beim Berlinpreis für Wirtschaft 2026 hat der Präsident der Industrie- und Handelskammer Berlin, Sebastian Stietzel, ein klareres Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort gefordert. Der Tagesspiegel berichtet, dass Stietzel bei der Verleihung sagte, Berlin müsse Unternehmen stärker unterstützen, damit sie in der Stadt blieben.

Hintergrund ist laut Tagesspiegel das bekannte Problem, dass Geschäftsideen aus Berlin häufig erst in Boston oder Singapur groß würden. Als weiteres Beispiel wurde das Rüstungsunternehmen Stark Defence genannt, das eine wichtige Fabrik vor den Toren Münchens errichten ließ und dort für die Bundeswehr Hunderte Kamikazedrohnen baut.

Stietzel sprach sich für mehr Kapital, vor allem mehr Risikokapital, sowie mehr Flächen für Experimentierräume aus. Zugleich betonte er die wirtschaftlichen Stärken Berlins: eine enorme Wirtschaftskraft, anhaltende Innovationsfreude und herausragende Forschung.

Auszeichnungen für Ambeg, Evela Health und Dussmann

Der Verein Made in Berlin vergab den Berlinpreis für Wirtschaft 2026. In der Kategorie „Motor der Stadt“ wurde Ambeg ausgezeichnet, ein Hersteller von Präzisionsmaschinen für die Fertigung pharmazeutischer Glasbehälter wie Impffläschchen.

Während der Coronapandemie verdoppelte Ambeg seine Mitarbeiterzahl auf fast 190. Das Unternehmen begann 1926 in einem Kreuzberger Hinterhof und hat seinen Sitz seit 1936 in Schöneberg. Seit 2023 baut Ambeg im brandenburgischen Groß Kienitz einen zweiten Standort; die Hauptwertschöpfung soll nach Angaben des heutigen Chefs Andreas Dichter jedoch in Berlin bleiben.

In der Kategorie „Newcomer“ setzte sich Evela Health durch. Das Start-up entwickelt für Frauen ab 40 individuelle Beratungspläne für die Wechseljahre und verkauft den Service als Paket an Unternehmen.

Der Preis für „Gesellschaftliches Engagement“ ging an die Dussmann Group. Das weltweit aktive Dienstleistungsunternehmen beschäftigt 72.000 Mitarbeitende. Verwaltungsmitarbeiter renovierten im vergangenen Jahr unter anderem den Kinder- und Jugendclub „Manege“ in Neukölln.

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey reagierte auf Stietzels Aussage, Start-ups würden in Berlin nach ersten Gewinnen rasch zum Feindbild erklärt. Sie wies die Vorstellung zurück, die Wirtschaft zum Feindbild zu erklären.

Zusammenfassung: Der Berlinpreis für Wirtschaft 2026 stellte Unternehmen mit industrieller Tradition, ein Start-up im Gesundheitsbereich und gesellschaftliches Engagement heraus. Die Veranstaltung wurde zugleich für Forderungen nach mehr Risikokapital, Flächen und politischer Unterstützung für den Berliner Standort genutzt.

Sachsen-Anhalt: Arbeitsmarkt und Wirtschaftsstruktur unter Druck

Table.Briefings beschreibt die wirtschaftliche Lage Sachsen-Anhalts als geprägt von hoher Arbeitslosigkeit, Fachkräftemangel, geringen Gründungszahlen und einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung.

Die Analyse stellt die wichtigsten Kennzahlen zu Arbeitsmarkt, Unternehmen, Einkommen und Wirtschaftsleistung in den Mittelpunkt. Konkrete Zahlen zu diesen Bereichen enthält der vorliegende Inhalt von Table.Briefings nicht.

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„Wirtschaft trifft“ setzt auf Führung und Krisenmanagement

Die neunte Ausgabe von „Wirtschaft trifft“ findet am 22. September 2026 auf dem dp Campus in Gescher statt. Darüber berichtet wirtschaft-aktuell.de; Veranstalter sind „Wirtschaft aktuell“ und die Sparkasse Westmünsterland.

Als Gast ist Nicola Winter angekündigt. Sie war Kampfjetpilotin bei der Bundeswehr und ist heute Rettungshubschrauberpilotin, ESA-Reserveastronautin und Expertin für Krisenmanagement.

Unter dem Titel „Souverän unter Druck: Entscheidungsstärke und Resilienz aus dem Cockpit“ soll es um moderne Führung, Leistungsfähigkeit in Krisenzeiten und Resilienz gehen. Geopolitische Spannungen, technologische Umbrüche, volatile Märkte und wachsender Entscheidungsdruck werden als Herausforderungen des Unternehmeralltags beschrieben.

Im Gespräch mit Moderatorin Annelen Bergenthum nimmt Winter die Gäste in die Welt von Cockpit, Rettungseinsatz und Raumfahrt mit. Im Mittelpunkt stehen Entscheidungen unter höchstem Druck, starke Teams und die Fähigkeit, auch in unsicheren Zeiten handlungsfähig zu bleiben. Anschließend können die Gäste Fragen direkt an die Expertin richten.

Der Abend beginnt am Dienstag, 22. September, um 18:30 Uhr mit Empfang und Imbiss auf dem dp Campus in der Schildarpstraße 81 in Gescher. Die Eröffnung folgt um 19 Uhr, das Interview mit Nicola Winter anschließend. Ab etwa 20:15 Uhr sind Imbiss und Networking vorgesehen; Führungen über den dp Campus werden nach Anmeldung bereits ab 17 Uhr angeboten.

Zusammenfassung: „Wirtschaft trifft“ widmet sich am 22. September 2026 in Gescher der Frage, wie Führungskräfte unter Unsicherheit entscheidungsfähig und resilient bleiben. Nicola Winter bringt dafür Erfahrungen aus Bundeswehr, Rettungshubschrauber, Raumfahrt und Krisenmanagement ein.

Einschätzung der Redaktion

Die zentrale Bedeutung liegt in der zunehmenden Verschmelzung von wirtschaftlicher Standortpolitik, demokratischer Verantwortung und unternehmerischer Krisenfähigkeit. Unternehmen werden damit nicht nur als Marktakteure, sondern als stabilisierende gesellschaftliche Kräfte gefordert.

Entscheidend ist, dass diesem Anspruch konkrete Rahmenbedingungen folgen: bessere Voraussetzungen für Gründungen, Zugang zu Risikokapital, verfügbare Flächen, qualifizierte Zuwanderung und verlässliche politische Unterstützung. Ohne solche strukturellen Maßnahmen droht demokratisches Engagement symbolisch zu bleiben und wirtschaftliche Substanz weiter abzuwandern.

Die Entwicklung ist daher relevant, weil sie einen Perspektivwechsel markiert: Resilienz entsteht nicht allein durch individuelles Führungsverhalten, sondern ebenso durch offene Gesellschaften, belastbare Institutionen und wettbewerbsfähige Regionen.

Kurzfazit: Wirtschaftliche Stärke und demokratische Stabilität sind zunehmend voneinander abhängig. Glaubwürdig wird dieser Anspruch erst, wenn Haltung und Standortpolitik zusammenwirken.

Quellen: