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title: Wirtschaft im Umbruch: Konjunktur, Reformdruck und geopolitische Risiken
canonical: https://wirtschaft-ratgeber.de/wirtschaft-im-umbruch-konjunktur-reformdruck-und-geopolitische-risiken/
author: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion
published: 2026-10-08
updated: 2026-10-08
language: de
category: Nachrichten
description: Bollywood steht wegen Streaming, sinkender Kinobesuche und fehlender Finanzierung unter Reformdruck, während geopolitische und wirtschaftliche Abhängigkeiten zunehmen.
source: Provimedia GmbH
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# Wirtschaft im Umbruch: Konjunktur, Reformdruck und geopolitische Risiken

> **Autor:** Wirtschaft-Ratgeber Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-10-08

**Zusammenfassung:** Bollywood steht wegen Streaming, sinkender Kinobesuche und fehlender Finanzierung unter Reformdruck, während geopolitische und wirtschaftliche Abhängigkeiten zunehmen.

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Von der deutschen Konjunktur über den Strukturwandel in Bollywood bis zu geopolitischen Angriffen auf digitale Infrastruktur: Der Pressespiegel zeigt, wie eng Wirtschaft, Politik und technologische Abhängigkeiten inzwischen miteinander verknüpft sind. Im Mittelpunkt stehen kontroverse Reformideen, wachsender Anpassungsdruck und die Frage, wer die Kosten des Wandels trägt.

## Konjunkturprognose: Sachverständigenrat ordnet die Wirtschaftslage ein

Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft, gibt in einem Beitrag von **tagesschau.de** eine Einschätzung zur Konjunkturprognose ab. Der vorliegende Quellenauszug enthält jedoch keine ausformulierten Aussagen oder konkreten Prognosewerte, sondern im Wesentlichen die Bezeichnung des Videos und den Hinweis auf das Thema Konjunkturprognose.

Konkrete Zahlen, Daten oder weitergehende Fakten zur wirtschaftlichen Entwicklung sind in dem verfügbaren Inhalt nicht enthalten. Deshalb lässt sich aus der Quelle lediglich ableiten, dass Schnitzer zur aktuellen Konjunkturprognose Stellung nimmt.

**Zusammenfassung:** *tagesschau.de* berichtet über eine Einschätzung von Monika Schnitzer zur Konjunkturprognose. Konkrete Werte oder Prognosen enthält der bereitgestellte Inhalt nicht.

## Bollywood zwischen Streamingboom, Kostendruck und Reformdruck

Die indische Filmindustrie befindet sich laut **WirtschaftsWoche** in einem tiefgreifenden Umbruch. Bollywood produziert mehr als 1000 Filme pro Jahr und gilt als mehr als 100 Jahre alte wirtschaftliche Säule Indiens, doch Streamingdienste wie Netflix und Amazon verändern die bisherigen Strukturen zunehmend.

Neben dem traditionellen Hindi-sprachigen Bollywood haben sich in Noida, Chennai und Hyderabad große Studiokomplexe für Film- und Fernsehproduktionen entwickelt. Gedreht wird nicht nur auf Hindi, sondern auch auf Telugu, Tamil und Kannada. Der Wirtschaftswissenschaftler Sayantan Ghosh Dastidar von der britischen Universität Derby sieht in dieser sprachlichen Vielfalt einen ökonomischen Vorteil, weil sie mehrere Einnahmequellen eröffnet und die Abhängigkeit von einem einzelnen nationalen Markt verringert.

Im Vergleich zur US-amerikanischen Filmindustrie unterscheidet sich Bollywood insbesondere bei der Finanzierung. Während der Aufstieg Hollywoods durch für Investoren günstige Steuergesetze unterstützt worden sei, habe es einen vergleichbaren Geldregen in Indien nicht gegeben. Nach Dastidars Analyse besteht dieses Problem bis heute fort.

Die Branche bleibt quantitativ produktiv, zugleich sinkt die Zahl der Kinobesucher dramatisch. Zusätzlich steigen die qualitativen Anforderungen an Filme auf internationales Niveau, etwa bei 3D-Technik oder IMAX. Diese Entwicklung erhöht den Investitionsbedarf, während die Einnahmen im Heimatmarkt zurückgehen.

Eine besondere Bedeutung hat China als erfolgreichster Exportmarkt für indische Filme außerhalb der eigenen Diaspora. Dastidar und seine Co-Forscherin Carline Elliot sehen deshalb einen Bedarf an neuen Finanzierungsmodellen in Indien und auf internationalen Märkten. Als mögliche Partner kommen laut dem Beitrag große Hollywood-Studios infrage. Außerdem müsse Kapital stärker auf größere und aufwendigere Filme konzentriert werden, anstatt viele kleine Produktionen zu finanzieren.

Satellitenaufnahmen der Mumbai Film City zeigen laut *WirtschaftsWoche*, dass sich die Studiokomplexe nach dem Pandemie-Tief weiterentwickeln. Die Bautätigkeit werde durch den wirtschaftlichen Zwang zur Modernisierung angetrieben.

Bollywood hat bereits mehrere Veränderungen durchlaufen. Das im Westen bekannte „Masala“-Genre mit Tanz, Gesang, Liebesdramen und aufwendigen Kostümen wurde erst in den 1970er-Jahren populär. Sein Erfolg stand eng mit der indischen Diaspora in den USA und Großbritannien in Verbindung, die ein idealisiertes Bild Indiens sehen wollte.

> „Diese sprachliche Vielfalt eröffnet Filmschaffenden mehrere Einnahmequellen und macht die Branche weniger abhängig von einem einzelnen nationalen Markt als viele ihrer internationalen Pendants“, erklärt Sayantan Ghosh Dastidar laut WirtschaftsWoche.

Seit den 1990er-Jahren habe Bollywood den Filmvertrieb und das Marketing an internationale Standards angepasst. Zuvor hätten eine große Zahl von Agenten und begrenzte Möglichkeiten im Marketing den wirtschaftlichen Erfolg und den Export indischer Filme eingeschränkt. Heute versucht die Branche, Zielgruppen in Indien und im Ausland gleichzeitig anzusprechen.

Sogenannte „pan-indische“ Produktionen richten sich an mehrere Sprachgruppen. Dadurch soll die globale Reichweite weiter wachsen. Zusätzlich entwickelt sich eine breitere Integration in angrenzende Verwertungskanäle wie Merchandise oder Vergnügungsparks. An der Ramoji Film City nahe Hyderabad ist der Studiokomplex zugleich ein Vergnügungspark.

Nachholbedarf sehen die Experten Mark Lorenzen von der Copenhagen Business School und Ram Mudambi von der Temple University in Philadelphia vor allem bei der vertikalen Integration. Große US-Produktionsunternehmen wie Warner Bros. oder Paramount Pictures begleiten Filme vom Drehbuch über die Produktion bis zur Kino-, Plattform- oder Fernsehauswertung. Indische Unternehmen greifen dagegen weiterhin hauptsächlich auf viele kleine, unabhängige Filmstudios zurück.

Dadurch entgehen ihnen mögliche Einsparungen durch Synergien und eine stärkere Kontrolle der Margen entlang der Verwertungskette. Dastidar führt diese Struktur auch auf die mehrsprachige Organisation der Branche zurück. Die indische Filmindustrie sei kein einheitlicher Block, sondern ein Zusammenschluss regionaler Ökosysteme mit eigenen Stars, Zuschauergruppen, Geschmäckern und Produktionsketten.

Streamingdienste wirken laut dem Beitrag zugleich als Belastung und als neue Einnahmequelle. Besonders kleinere Produktionen leiden darunter, dass der klassische Vertriebskanal zunehmend austrocknet. Kinobesuche konzentrieren sich immer stärker auf große Blockbuster, während viele Zuschauer Inhalte über Streamingdienste konsumieren.

Die Zuschauerzahlen der Kinos hätten nach der Pandemie nicht wieder das frühere Niveau erreicht. Dadurch wachse die wirtschaftliche Abhängigkeit vom Erfolg großer Produktionen. Andererseits hätten Streaminganbieter neue Einnahmequellen erschlossen, die Nachfrage nach originären Inhalten erhöht und alternative Vertriebskanäle zur traditionellen Kinoauswertung geschaffen.

Als Beispiel für ein gescheitertes Großprojekt nennt die WirtschaftsWoche die Prayag Film City vor den Toren von Kolkata. Der nach dem Vorbild der Ramoji Film City geplante Studiokomplex wurde 2012 fertiggestellt, ist laut aktuellen Satellitenbildern jedoch verwaist. Am 20.06.2025 war das Gelände größtenteils verwildert; außerdem war nur der erste geplante Bauabschnitt fertiggestellt.

2019 brannte ein Teil des Geländes. Führungskräften der Prayag-Gruppe wird vorgeworfen, ein Schneeballsystem betrieben und Investorengelder veruntreut zu haben. Ermittlungsbehörden gehen laut dem Beitrag davon aus, dass ein großer Teil der Gelder unter anderem in die Finanzierung der Film City geflossen ist. Auch der Schauspieler Shah Rukh Khan als prominentes Werbegesicht konnte das Projekt nicht zum Erfolg führen.

Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen steht Bollywood wegen seiner Familiennetzwerke in der Kritik. Die Familien Kapoor, Chopra, Johar, Sivakumar und Allu-Konidela verfügen laut dem Beitrag über erheblichen Einfluss auf Produktionsfirmen, Talentmanagement und Vertriebskanäle. Familienmitglieder und Bekannte hätten dadurch bessere Karrierechancen als Außenseiter.

Dastidar unterscheidet diese Film-Dynastien von den südkoreanischen Chaebols oder den japanischen Keiretsu. Während Unternehmen wie Samsung und LG diversifizierte, familienkontrollierte Konglomerate mit Einfluss auf nationale Wirtschaftsstrategien seien, beruhe der Einfluss indischer Filmfamilien vor allem auf kulturellem Prestige und öffentlicher Sichtbarkeit.

> „Obwohl es immer wieder erfolgreiche Quereinsteiger gibt, haben die Bedenken hinsichtlich einer Abschottung der Branche den Druck erhöht“, sagt Dastidar laut WirtschaftsWoche.

Gefordert werden mehr Offenheit und Transparenz. Karrieren sollten sich stärker an Leistung als an Kontakten orientieren. Zur Reformdebatte gehört außerdem der Umgang mit sexueller Ausbeutung und dem Begriff der „Casting Couch“. Seit 2018 wurden in Indien gegen zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus Medien und teilweise auch aus der Politik Vorwürfe öffentlich diskutiert.

**Zusammenfassung:** Bollywood produziert weiterhin mehr als 1000 Filme jährlich, steht aber unter erheblichem Anpassungsdruck. Streamingdienste, sinkende Kinobesuche, höhere Produktionsanforderungen, Finanzierungsprobleme und Vorwürfe des Nepotismus zwingen die Branche zu neuen Geschäftsmodellen und mehr Transparenz.

## Le Pen setzt in Frankreich auf Einsparungen bei Ausländern und der EU

Marine Le Pen hat laut **SZ.de** ihr lange erwartetes Wirtschaftsprogramm vorgestellt. Die rechtsextreme Kandidatin des Rassemblement National führt demnach die Umfragen im französischen Präsidentschaftswahlkampf an und will Einsparungen vor allem bei Ausländern und bei der Europäischen Union erreichen.

Die Reaktionen auf das Programm fielen scharf aus. Ökonomen sprachen laut *SZ.de* von „Luftbuchungen“ und „Zaubertricks“. Haushaltsminister David Amiel bezeichnete es als „Potemkin-Haushalt aus Pappmaché“, während Wirtschaftsminister Roland Lescure erklärte: „Sie träumen bunt.“ Auch Unternehmer und Verbände lehnten die Pläne dem Bericht zufolge einhellig ab.

Der Beitrag stellt das Programm in den Zusammenhang des französischen Präsidentschaftswahlkampfs für 2027. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Le Pen ihre angekündigten politischen Vorhaben finanzieren will und welche Folgen die geplanten Einsparungen für Staat, Wirtschaft und EU-Beziehungen hätten.

Als weiterer wirtschaftspolitischer Streitpunkt wird eine Forderung des französischen Linkspopulisten Jean-Luc Mélenchon genannt. Er fordert, dass die Europäische Zentralbank französische Staatsschulden „einfach streichen“ solle. *SZ.de* ordnet dies als eine alte und gefährliche Idee ein.

**Zusammenfassung:** *SZ.de* berichtet über ein umstrittenes Wirtschaftsprogramm von Marine Le Pen. Die Kritik richtet sich insbesondere gegen die geplanten Einsparungen bei Ausländern und der EU sowie gegen die aus Sicht von Ökonomen und Unternehmen nicht überzeugende Finanzierung.

## Drohnenangriff trifft Yandex-Rechenzentrum in Russland

In der Nacht zum 8. Oktober 2026 haben ukrainische Drohnen laut **Frankfurter Rundschau** das Sasta-Maschinenbauwerk im russischen Sasowo im Gebiet Rjasan angegriffen. Auf dem Industriekomplex befindet sich nach Angaben der OSINT-Gruppen Exilenova+ und ASTRA das größte Rechenzentrum des russischen Technologiekonzerns Yandex.

Nach dem Angriff brach auf dem Gelände ein Großbrand aus. Yandex bestätigte anschließend einen „Vorfall“ sowie Probleme bei der Stromversorgung in der „Verfügbarkeitszone ru-central1-b“. Nach Unternehmensangaben begannen die Störungen gegen 1:31 Uhr; rund 40 Minuten später war die Lage noch nicht stabilisiert.

Betroffen waren laut dem Bericht Computing-Kapazitäten, Netzwerke, Datenspeicher, Datenbanken, Kubernetes-Plattformen, Cloud-Dienste, KI-Anwendungen sowie Sicherheits- und Monitoring-Systeme. Yandex warnte seine Kunden, Dienste vorübergehend in andere Zonen zu verlagern.

Der Konzern stellte öffentlich keinen Zusammenhang zwischen den Störungen und dem gemeldeten Drohnenangriff her. Zunächst blieb außerdem unklar, ob das Rechenzentrum, das Werk oder beide Anlagen das Ziel des Angriffs waren.

Das Sasta-Werk gilt laut *Frankfurter Rundschau* als strategisch bedeutendes Industrieziel. Das Unternehmen produziert CNC-Metallbearbeitungsmaschinen mit hoher Präzision und beliefert die russische Rüstungs-, Luft- und Raumfahrt- sowie Schwerindustrie. Zu den Abnehmern gehören dem Bericht zufolge auch Einrichtungen des staatlichen Raumfahrtkonzerns Roscosmos.

Kanada, die Schweiz, die EU, Großbritannien, Australien, Neuseeland, die USA und Japan haben Sasta mit Sanktionen belegt. Großbritannien stufte das Unternehmen bereits 2024 wegen seiner Rolle im russischen Rüstungssektor als sanktionswürdig ein.

Der Gouverneur des Gebiets Rjasan, Pavel Malkow, hatte das Rechenzentrum in Sasowo im Jahr 2022 als Hochleistungsanlage mit Zehntausenden Servern beschrieben. Diese verarbeiten Anfragen quer durch die Yandex-Dienste.

Der Angriff wird im Beitrag in eine breitere ukrainische Strategie von Tiefschlägen gegen russische Infrastruktur eingeordnet. Kiew gibt an, mehr als die Hälfte der russischen Ölraffineriekapazität zerstört zu haben. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angabe liegt laut *Frankfurter Rundschau* nicht vor.

> „51 Prozent der getroffenen Raffineriekapazität ist ein erheblicher Schlag gegen die Wirtschaft des Feindes, gegen seine Fähigkeit, Aggression zu betreiben und seine Truppenverbände zu versorgen“, erklärte der ukrainische Verteidigungsminister Yevhenii Khmara laut Frankfurter Rundschau.

Khmaras Aussage zufolge bringen die ukrainischen Tiefschläge den Krieg weiter auf russisches Territorium. Auch Wladimir Putin räumte wirtschaftliche Folgen ein. Beim Waldai-Forum sagte der russische Präsident: „Sie haben begonnen, Ölraffinerien anzugreifen und offen erklärt, unserer Wirtschaft schaden zu wollen. Haben sie ihr Ziel erreicht? Teilweise“.

Zusätzlichen Druck auf die russische Wirtschaft beschreibt der Beitrag anhand der Aussagen des russischen Militärbloggers Maxim Kalaschnikow. Er warnte, die Wirtschaft könne bei einer Fortsetzung des Krieges bereits 2027 zusammenbrechen.

> „Wenn wir weiter kämpfen, wird die Wirtschaft 2027 zusammenbrechen. Du wirst den Sieg nicht näherbringen – du wirst ihn weiter wegschieben“, sagte Maxim Kalaschnikow laut Frankfurter Rundschau.

Kalaschnikow warnte außerdem vor möglichen Strom- und Wasserausfällen auch in Moskau. Unabhängig davon soll CIA-Direktor John Ratcliffe die russische Führung bei einem Besuch in Moskau Ende August vor einer wirtschaftlichen Katastrophe gewarnt haben. Laut der von der Frankfurter Rundschau zitierten Frankfurter Allgemeinen Zeitung könnte die russische Wirtschaft bei einer Fortsetzung des Krieges nach dem Muster des sowjetischen Zusammenbruchs am Ende des Kalten Krieges kollabieren.

**Zusammenfassung:** Ein Drohnenangriff am 8. Oktober 2026 führte laut *Frankfurter Rundschau* zu einem Brand und erheblichen Störungen in der Nähe eines Yandex-Rechenzentrums in Sasowo. Betroffen waren zahlreiche digitale Dienste; zugleich wird der Angriff als Teil ukrainischer Schläge gegen strategische russische Infrastruktur eingeordnet.

## Grüne fordern neue Wirtschaftspolitik und Prüfung eines AfD-Verbots

Die Grünen wollen mit einer Neuausrichtung von Staat und Wirtschaftspolitik einem weiteren Rechtsruck entgegenwirken. Wie der **Tagesspiegel** berichtet, stellten die Parteichefs Franziska Brantner und Felix Banaszak am Donnerstag einen entsprechenden Leitantrag des Parteivorstands für den Bundesparteitag im Dezember vor.

Im Antrag heißt es: „Aus Aufstiegsverheißung ist Abstiegsangst geworden.“ Daraus speise sich auch das Erstarken der Rechtsextremen, das die Demokratie bedrohe. Die Grünen werben zugleich für einen „Plan für Deutschland“ sowie für einen Plan der Erneuerung und des Aufbaus.

Ziel sei ein gesellschaftlicher Zusammenhalt, der für eine widerstandsfähige Demokratie benötigt werde. Wirtschaftspolitisch fordert der Parteivorstand „ein neues Wachstum, das diesen Planeten erhält und stärkt“.

Eine ökologische Politik soll nach den Vorstellungen der Grünen auch als Wettbewerbsvorteil dienen. Gleichzeitig müsse die Wirtschaft vor unfairer Konkurrenz geschützt werden. China, die USA und Russland würden ihre Marktmacht als Waffe einsetzen.

Der Leitantrag verlangt außerdem einen funktionierenden Staat, der für Unternehmen schnell regelt und für Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbar sowie fair handelt. Konkret genannt werden eine Digitalsteuer für große Techkonzerne, eine höhere Besteuerung großer Vermögen und niedrigere Krankenkassenbeiträge.

Die Grünen kritisieren Kürzungen, die nach ihrer Einschätzung vor allem Kinder und Familien belasten. Als Beispiele nennt der Antrag das Elterngeld und das Wohngeld.

In einem zweiten Leitantrag wird laut *Tagesspiegel* die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens gefordert. Über beide Leitanträge sollen die Delegierten des Grünen-Bundesparteitags debattieren und abstimmen. Der Parteitag findet von 4. bis 6. Dezember in Berlin statt.

**Zusammenfassung:** Die Grünen verbinden ihre wirtschaftspolitische Neuausrichtung mit dem Ziel, gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratie zu stärken. Gefordert werden unter anderem ökologisches Wachstum, eine Digitalsteuer, höhere Steuern auf große Vermögen, niedrigere Krankenkassenbeiträge sowie die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens.

## Staatsmodernisierung: Minister Wildberger zieht Zwischenbilanz

Bundesminister Wildberger hat laut **Deutschlandfunk** eine Zwischenbilanz zur Modernisierung des Staates gezogen. Die Wirtschaft reagiert demnach ungeduldig auf den Stand der angekündigten Veränderungen.

Der vorliegende Quellenauszug enthält jedoch keine ausführlichen Angaben zu einzelnen Maßnahmen, Zwischenzielen oder konkreten Ergebnissen der Staatsmodernisierung. Auch konkrete Zahlen, Termine oder Bewertungen aus der Wirtschaft werden im verfügbaren Inhalt nicht genannt.

Der Beitrag ordnet das Thema in die wirtschaftspolitische Debatte über einen moderneren und leistungsfähigeren Staat ein. Im Mittelpunkt steht dabei die Spannung zwischen dem politischen Zwischenstand und den Erwartungen der Unternehmen, die offenbar auf schnellere Fortschritte drängen.

Im bereitgestellten Inhalt finden sich außerdem redaktionelle Hinweise des Deutschlandfunks zu anderen Themenfeldern. Diese enthalten keine zusätzlichen verwertbaren Angaben zur Zwischenbilanz von Minister Wildberger und werden daher nicht weiter berücksichtigt.

**Zusammenfassung:** *Deutschlandfunk* berichtet über eine Zwischenbilanz von Minister Wildberger zur Staatsmodernisierung und über die ungeduldige Reaktion der Wirtschaft. Konkrete Maßnahmen, Zahlen und Ergebnisse sind im vorliegenden Quellenauszug nicht enthalten.

## Einschätzung der Redaktion

Die zentrale Bedeutung dieser Entwicklungen liegt im wachsenden Anpassungsdruck auf Staat, Wirtschaft und Institutionen. Reformen werden nur dann Wirkung entfalten, wenn sie finanziell belastbar, organisatorisch umsetzbar und gesellschaftlich vermittelbar sind. Besonders bei Sicherheits-, Digital- und Strukturfragen zeigen sich die Risiken, wenn Modernisierung und Resilienz hinter politischen oder wirtschaftlichen Veränderungen zurückbleiben.

**Zusammenfassung:** Entscheidend sind jetzt belastbare Konzepte, realistische Finanzierung und eine zügige Umsetzung statt bloßer Ankündigungen.

Quellen:
- [Monika Schnitzer, Vorsitzende Sachverständigenrat Wirtschaft, mit einer Einschätzung zur Konjunkturprognose](https://www.tagesschau.de/tagesthemen/video-1662976.html)
- [Indiens Filmindustrie im Umbruch: Wie Bollywood um seine Zukunft kämpft](https://www.wiwo.de/technologie/wirtschaft-von-oben/indiens-filmindustrie-im-umbruch-wie-bollywood-um-seine-zukunft-kaempft/100259329.html)
- [Le Pen will bei Ausländern und EU sparen - Wirtschaft - SZ.de](https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/marine-le-pen-frankreich-wirtschaftsprogramm-praesidentschaftswahl-2027-rassemblement-national-li.3560375)
- [„Wirtschaft bricht 2027 zusammen“: Drohnen legen Yandex lahm – Russlands digitales Herz in Flammen](https://www.fr.de/politik/yandex-rechenzentrum-brennt-nach-drohnenangriff-kiew-attackiert-russlands-infrastruktur-zr-94531202.html)
- [„Aus Aufstiegsverheißung ist Abstiegsangst geworden“ Grüne fordern Neuausrichtung der Wirtschaft und Prüfung von AfD-Verbot](https://www.tagesspiegel.de/politik/afp-aus-aufstiegsverheissung-ist-abstiegsangst-geworden-grune-fordern-neuausrichtung-der-wirtschaft-und-prufung-von-afd-verbot-16141636.html)
- [Digitalisierung - Minister Wildberger zieht Zwischenbilanz zu Staatsmodernisierung, Wirtschaft reagiert ungeduldig](https://www.deutschlandfunk.de/minister-wildberger-zieht-zwischenbilanz-zu-staatsmodernisierung-wirtschaft-reagiert-ungeduldig-100.html)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [wirtschaft-ratgeber.de](https://wirtschaft-ratgeber.de/wirtschaft-im-umbruch-konjunktur-reformdruck-und-geopolitische-risiken/)*
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