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title: Wirtschaft im Überblick: Energie, Gründungen, Apotheken und Sachsens Industrie
canonical: https://wirtschaft-ratgeber.de/wirtschaft-im-ueberblick-energie-gruendungen-apotheken-und-sachsens-industrie/
author: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion
published: 2026-09-15
updated: 2026-09-15
language: de
category: Nachrichten
description: Energiepreise, Gründungsinteresse, Apothekensterben und regionale Industrieentscheidungen zeigen zentrale wirtschaftliche Risiken und Chancen.
source: Provimedia GmbH
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# Wirtschaft im Überblick: Energie, Gründungen, Apotheken und Sachsens Industrie

> **Autor:** Wirtschaft-Ratgeber Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-09-15

**Zusammenfassung:** Energiepreise, Gründungsinteresse, Apothekensterben und regionale Industrieentscheidungen zeigen zentrale wirtschaftliche Risiken und Chancen.

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Steigende Energiepreise, Gründungsinteresse, Apothekensterben und regionale Industrieentscheidungen prägen den aktuellen Pressespiegel. Die Beiträge zeigen, wie eng Inflation, Standortbedingungen und wirtschaftliche Perspektiven miteinander verbunden sind.

## Energiepreise rücken als Inflationsrisiko in den Mittelpunkt

Steigende Preise für Öl und Gas könnten die Inflation in Europa weiter anheizen. Eine neue Studie untersucht laut WEB.DE, wie stark ein Energieschock die Preise nach oben treiben könnte und welche Lösung Experten sehen.

Damit stehen die Energiemärkte erneut im Zentrum der Inflationsdebatte. Die Entwicklung der Preise für Öl und Gas kann sich unmittelbar auf die Kosten von Unternehmen und Haushalten auswirken.

> „Energiepreise als größtes Inflationsrisiko“ – so fasst WEB.DE die Bedeutung der Entwicklung zusammen.

**Zusammenfassung:** WEB.DE berichtet über eine Studie zu den möglichen Folgen eines Energieschocks für die Preise in Europa und über Lösungsansätze von Experten.

## Viele junge Menschen interessieren sich für eine Firmengründung

40 Prozent der jungen Menschen in Deutschland haben laut einer Befragung der Bertelsmann Stiftung Interesse an einer Firmengründung. Tatsächlich umgesetzt haben diesen Schritt jedoch nur 3 Prozent der im April 2026 repräsentativ befragten 14- bis 25-Jährigen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Fast jeder Zehnte hat demnach die feste Absicht, sich bis zum 30. Geburtstag selbstständig zu machen. 29 Prozent der Befragten schließen eine Firmengründung dagegen für sich aus.

Die Autoren der Untersuchung fordern, Barrieren für eine Firmengründung abzubauen. Als häufigsten Grund dafür, den Schritt nicht zu wagen, nannten 61 Prozent den Wunsch nach einem sicheren Angestelltenverhältnis.

Fehlendes Wissen führten 48 Prozent als Hinderungsgrund an. 39 Prozent schreckte der Stress einer Selbstständigkeit ab. Etwas mehr als jedem Zehnten fehlt laut der Befragung der richtige Geschäftspartner, während jeweils 9 Prozent fehlendes Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten oder nicht vorhandenes Startkapital nannten.

| Ergebnis der Befragung | Anteil | 

| Interesse an einer Firmengründung | 40 Prozent | 

| Firmengründung tatsächlich umgesetzt | 3 Prozent | 

| Feste Absicht zur Selbstständigkeit bis zum 30. Geburtstag | Fast jeder Zehnte | 

| Firmengründung ausgeschlossen | 29 Prozent | 

| Bevorzugung eines sicheren Angestelltenverhältnisses | 61 Prozent | 

| Fehlendes Wissen | 48 Prozent | 

| Stress der Selbstständigkeit | 39 Prozent | 

| Fehlender Geschäftspartner | Etwas mehr als jedem Zehnten | 

| Fehlendes Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten | 9 Prozent | 

| Fehlendes Startkapital | 9 Prozent | 

Optimistischere Zahlen liefert der Global Entrepreneurship Monitor 2025/2026, aus dem die Bertelsmann Stiftung zitiert. Demnach hat sich der Anteil der jungen Gründer im Alter von 18 bis 24 Jahren in den zurückliegenden Jahren fast verdoppelt.

In dieser Altersgruppe lag der Anteil 2024 noch bei 13 Prozent und stieg 2025 auf über 23 Prozent. Der Monitor wird vom RKW Kompetenzzentrum in Eschborn veröffentlicht und vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

> „Es ist gut, dass so viele junge Menschen Interesse daran zeigen, eine eigene Firma zu gründen. Neue Unternehmen bringen oft frische Geschäftsideen mit, sie schaffen Arbeitsplätze und stärken die Wettbewerbsfähigkeit. Gerade in der aktuell herausfordernden Situation kann die deutsche Wirtschaft solche Impulse dringend gebrauchen“, sagte Ivo Andrade, Experte der Bertelsmann Stiftung für Jugend und Wirtschaft, laut Mitteilung.

**Zusammenfassung:** Laut SZ.de bekunden 40 Prozent der jungen Menschen Interesse an einer Firmengründung, umgesetzt haben den Schritt aber nur 3 Prozent. Als zentrale Hürden gelten ein sicheres Angestelltenverhältnis, fehlendes Wissen und der Stress der Selbstständigkeit.

## Apothekenzahl sinkt weiter

Das Apothekensterben in Deutschland setzt sich fort. Ende Juni gab es bundesweit noch 16.488 Apotheken und damit 113 weniger als zum Jahreswechsel, wie aus Daten der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hervorgeht.

Seit Anfang Januar standen 30 Neueröffnungen 143 Schließungen gegenüber. Erfasst werden Hauptapotheken und Filialen, von denen es bis zu drei geben kann.

Der Rückgang fiel allerdings kleiner aus als im ersten Halbjahr 2025. Damals sank die Zahl der Apotheken um 238.

| Apothekenentwicklung | Wert | 

| Apotheken Ende Juni | 16.488 | 

| Rückgang seit Jahreswechsel | 113 | 

| Neueröffnungen seit Anfang Januar | 30 | 

| Schließungen seit Anfang Januar | 143 | 

| Rückgang im ersten Halbjahr 2025 | 238 | 

Abda-Präsident Thomas Preis erklärte gegenüber n-tv.de, das Apothekensterben habe sich zwar verlangsamt, halte aber weiter an. Deutschland habe inzwischen die niedrigste Apothekenzahl seit fast fünf Jahrzehnten.

Nach 13 Jahren Stillstand bei der Vergütung beginne eine stufenweise Honorarerhöhung zu greifen. Sie soll die Apotheken betriebswirtschaftlich stabilisieren, wobei laut Preis offenbleibt, ob dieser Nachholeffekt ausreicht, um das Apothekensterben aufzuhalten.

Mit einer Verordnung der Bundesregierung wurde der Fix-Bestandteil der Apotheken-Vergütung für rezeptpflichtige Medikamente zum 1. Juli von 8,35 Euro pro Packung auf 9,00 Euro erhöht. Zum 1. Januar 2027 soll eine weitere Anhebung auf 9,50 Euro folgen.

Gleichzeitig bezieht das von der Koalition beschlossene Sparpaket für stabile Krankenkassenbeiträge mit Ausgabenbremsen im gesamten Gesundheitswesen auch die Apotheken ein. Preis warnte deshalb, die Honoraranpassung drohe zum „Strohfeuer“ zu werden.

Apotheken sollen nach einem Gesetz der schwarz-roten Koalition künftig mehr Leistungen wie Impfungen, Vorsorge und Tests anbieten können. Die Apothekerinnen und Apotheker seien bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen, benötigten dafür aber stabile Rahmenbedingungen und eine faire Dynamisierung des Honorars, um künftige Kostensteigerungen abzufedern.

> „Das Apothekensterben hat sich zwar etwas verlangsamt, hält aber weiter an. Wir haben inzwischen die niedrigste Apothekenzahl seit fast fünf Jahrzehnten“, sagte Abda-Präsident Thomas Preis laut n-tv.de.

Die Rolle der Apotheken im Versorgungssystem ist außerdem Thema beim Deutschen Apothekertag, der an diesem Dienstag in München beginnt. Zur Eröffnung wird der neue Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann erwartet.

**Zusammenfassung:** n-tv.de meldet 16.488 Apotheken Ende Juni sowie 30 Neueröffnungen und 143 Schließungen seit Anfang Januar. Höhere Vergütungen stehen einem Sparpaket im Gesundheitswesen und zusätzlichen Aufgaben für Apotheken gegenüber.

## Ölversorgung im Nahen Osten könnte Preise und Spritkosten belasten

Die ARD Mediathek kündigt einen Beitrag von „Wirtschaft vor acht“ zur angespannten Lage im Nahen Osten an. Nachdem Huthi-Rebellen eine wichtige Öl-Pipeline in Saudi-Arabien angegriffen haben, ist laut Vorschau eine alternative Handelsroute in Gefahr.

Neben der faktisch gesperrten Straße von Hormus wird auch die Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen blockiert. Das treibt den Öl-Preis und könnte nach Angaben der ARD Mediathek auch die Spritpreise in Deutschland weiter ansteigen lassen.

**Zusammenfassung:** Die ARD Mediathek verweist auf Risiken für wichtige Transportwege im Ölhandel. Höhere Ölpreise könnten sich demnach auch auf die Spritpreise in Deutschland auswirken.

## Serumwerk, Wirtschaftsleitbild und Covenant-Ansiedlung in Sachsen

Die Sächsische Zeitung bündelt zum Wochenstart mehrere regionale Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen das Aus für das Serumwerk, ein Leitbild für Sachsens Wirtschaft und die Folgen der Covenant-Ansiedlung.

Die Quelle führt das Serumwerk in Dresden mit 640 Beschäftigten als eines der wichtigen regionalen Themen auf. Darüber hinaus verweist sie auf die wirtschaftlichen Folgen der Covenant-Ansiedlung und auf die Diskussion über die künftige wirtschaftliche Ausrichtung Sachsens.

Im regionalen Wirtschaftsumfeld nennt die Sächsische Zeitung außerdem die erste Fabrik von TSMC in Europa. An deren Entstehung sind 2000 Bauleute beteiligt, die 58 Sprachen sprechen.

**Zusammenfassung:** Die Sächsische Zeitung stellt das Aus für das Serumwerk mit 640 Beschäftigten, ein wirtschaftspolitisches Leitbild und die Folgen der Covenant-Ansiedlung in den Mittelpunkt ihres Wochenüberblicks.

## Berliner Kaufleute kritisieren Enteignungsideen

Die Debatte über die Enteignung beziehungsweise Vergesellschaftung großer Wohnungsunternehmen beschäftigt den Verein Berliner Kaufleute und Industrieller. Inforadio.de berichtet, dass der Verein die Ergebnisse einer Befragung zu diesem kontroversen Thema vorgelegt hat.

Die Untersuchung steht damit im Zusammenhang mit der politischen und wirtschaftlichen Diskussion über den Umgang mit großen Wohnungsunternehmen in Berlin. Weitere Einzelheiten zu den Ergebnissen der Befragung enthält der vorliegende Quellentext nicht.

**Zusammenfassung:** Inforadio.de berichtet über Kritik des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller an Enteignungsideen sowie über eine dazu vorgelegte Befragung.

## Einschätzung der Redaktion

Die wirtschaftliche Bedeutung der Energiepreise bleibt besonders hoch, weil externe Schocks gleichzeitig Inflation, Produktionskosten und private Haushalte belasten können. Entscheidend ist daher nicht nur die kurzfristige Preisbewegung, sondern die Widerstandsfähigkeit der europäischen Energieversorgung.

**Infobox:** Energie bleibt ein zentrales gesamtwirtschaftliches Risiko mit möglichen Folgen für Preise, Unternehmen und Verbraucher.

## Einschätzung der Redaktion

Das große Gründungsinteresse junger Menschen trifft auf erhebliche praktische und psychologische Hürden. Politische Maßnahmen sollten deshalb weniger auf Appelle als auf bessere Gründungsbildung, verlässliche Beratung und einen leichteren Zugang zu Finanzierung zielen.

**Infobox:** Zwischen Gründungswunsch und tatsächlicher Umsetzung besteht eine deutliche Lücke.

## Einschätzung der Redaktion

Der anhaltende Rückgang der Apothekenzahl ist ein strukturelles Versorgungsrisiko, besonders außerhalb großer Städte. Höhere Vergütungen können kurzfristig entlasten, werden aber nur dann nachhaltig wirken, wenn sie mit verlässlichen Finanzierungsbedingungen und einer realistisch vergüteten Ausweitung der Aufgaben verbunden sind.

**Infobox:** Die Stabilisierung der Apothekenversorgung erfordert mehr als eine punktuelle Honorarerhöhung.

## Einschätzung der Redaktion

Eine zusätzliche Belastung wichtiger Öltransportwege würde die ohnehin hohe Anfälligkeit der Energiemärkte verschärfen. Für Deutschland wären steigende Kraftstoffpreise vor allem deshalb problematisch, weil sie Transport, Produktion und private Mobilität zugleich verteuern könnten.

**Infobox:** Geopolitische Risiken können sich schnell in den Alltag und in die gesamte Wirtschaft übertragen.

## Einschätzung der Redaktion

Die regionalen Themen zeigen, wie eng industrielle Beschäftigung, neue Technologieansiedlungen und wirtschaftspolitische Weichenstellungen miteinander verbunden sind. Für Sachsen wird entscheidend sein, ob neue Investitionen den Verlust bestehender Strukturen ausgleichen und dauerhaft regionale Wertschöpfung schaffen.

**Infobox:** Wirtschaftlicher Wandel erzeugt Chancen, verlangt aber zugleich tragfähige Antworten auf Arbeitsplatz- und Strukturfragen.

## Einschätzung der Redaktion

Die Kritik an Enteignungsideen verdeutlicht den grundlegenden Konflikt zwischen sozialpolitischem Druck und dem Schutz marktwirtschaftlicher Investitionsanreize. Eine tragfähige Wohnungspolitik muss bezahlbaren Wohnraum sichern, ohne die notwendige Neubau- und Modernisierungstätigkeit zu schwächen.

**Infobox:** Nachhaltige Lösungen müssen soziale Entlastung und wirtschaftliche Investitionsbereitschaft miteinander verbinden.

Quellen:
- [Energiepreise als größtes Inflationsrisiko](https://web.de/magazine/wirtschaft/videos/energiepreise-groesstes-inflationsrisiko-42725408)
- [Unternehmen - Viele junge Deutsche wollen Firmen gründen – wenige tun es - Wirtschaft - SZ.de](https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/unternehmen-viele-junge-deutsche-wollen-firmen-gruenden-wenige-tun-es-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260915-930-685743)
- [30 Eröffnungen, 143 Schließungen: Zahl der Apotheken sinkt weiter](https://www.n-tv.de/wirtschaft/Zahl-der-Apotheken-sinkt-weiter-id31303233.html)
- [Vorschau: Wirtschaft vor acht](https://www.ardmediathek.de/tv-programm/6a71bf87a83d10b1ac26a063)
- [Aus für Serumwerk + Leitbild für Sachsens Wirtschaft + Die Folgen der Covenant-Ansiedlung](https://www.saechsische.de/wirtschaft/regional/aus-fuer-serumwerk-leitbild-fuer-sachsens-wirtschaft-die-folgen-der-covenant-ansiedlung-EIYU4TMLZJADRPNYVTUYS77CDQ.html)
- [Wirtschaft - Kaufleute kritisieren Enteignungsideen](https://www.inforadio.de/rubriken/wirtschaft/beitraege/2026/09/kaufleute-kritisieren-enteignungsideen.html)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [wirtschaft-ratgeber.de](https://wirtschaft-ratgeber.de/wirtschaft-im-ueberblick-energie-gruendungen-apotheken-und-sachsens-industrie/)*
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