Wirtschaft im Fokus: Henkel-Jubiläum, höhere Preise und Bayerns Wachstum

Autor: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Henkel feiert 150 Jahre, steht aber unter Kosten-, Wettbewerbs- und Kartelldruck; zugleich werden E-Autos attraktiver, während Milchprodukte wegen knapperem Angebot teurer werden könnten.

Henkel blickt auf 150 Jahre Unternehmensgeschichte zurück, während neue Belastungen den Konzern und die gesamte Wirtschaft prägen. Der Pressespiegel zeigt, wie hohe Energie- und Lebensmittelpreise, der Wandel zur Elektromobilität und die angespannte Konjunktur Unternehmen, Verbraucher und Arbeitsmarkt beeinflussen.

Henkel feiert 150-jähriges Bestehen und steht vor neuen Herausforderungen

Der Düsseldorfer Konsumgüter- und Industriekonzern Henkel besteht seit 150 Jahren. Wie SZ.de unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur berichtet, gründete der 28-jährige Kaufmann Fritz Henkel das Unternehmen am 26. September 1876 gemeinsam mit zwei Partnern in Aachen. Das erste Produkt war ein Universalwaschmittel auf Silikatbasis, 1878 folgte „Henkel's Bleich-Soda“.

Wegen begrenzter Platzverhältnisse zog das Unternehmen nach Düsseldorf. 1900 bezog Henkel die neue Zentrale im heutigen Stadtteil Holthausen, wo sich der Konzernsitz bis heute befindet. In den frühen 1920er Jahren wurde das Klebstoffgeschäft gegründet, 1985 folgte der Börsengang; Henkel gehörte damals zu den Gründungsunternehmen des Dax.

Zu den bedeutenden Übernahmen zählt der Kauf des US-Klebstoffproduzenten National Starch von Akzo Nobel im Jahr 2008 für damals umgerechnet rund 3,7 Milliarden Euro. Nach Angaben von SZ.de handelt es sich bis heute um die größte Übernahme in der Firmengeschichte. 2023 fasste Henkel sein Markenartikelgeschäft aus Wäsche und Haushalt sowie Kosmetik und Körperpflege im Unternehmensbereich Consumer Brands zusammen. Weltweit wurden dabei etwa 3.500 Stellen gestrichen.

Die Markenentwicklung begann unter anderem mit Persil, das 1907 auf den Markt kam. Im darauffolgenden Jahr produzierte Henkel nach eigenen Angaben 4.700 Tonnen Persil, 1915 bereits die siebenfache Menge. Weitere bekannte Marken sind Taft, Pritt, Pril, Spee, Somat, Schauma, got2be und Pattex. Seit 1995 gehört Schwarzkopf zu Henkel, 1997 übernahm der Konzern die US-amerikanische Marke Loctite.

2025 erzielte Henkel einen Jahresumsatz von 20,5 Milliarden Euro. Das Geschäft entfällt etwa zur Hälfte auf den Konsumgüterbereich und auf die Klebstoffsparte. Der Konzern beschäftigt in 53 Staaten und an 165 Produktionsstätten rund 50.000 Menschen, etwa 8.000 davon in Deutschland. Seit 2020 ist Carsten Knobel Vorstandsvorsitzender; Simone Bagel-Trah steht dem Aufsichtsrat und dem Gesellschafterausschuss vor.

Zu den Wettbewerbern im Konsumgütergeschäft zählen Procter & Gamble, Unilever und L’Oréal. Bei Klebstoffen konkurriert Henkel unter anderem mit H.B. Fuller, Sika und 3M. Im Bereich Kleb- und Dichtstoffe sowie Beschichtungen bezeichnet sich Henkel als globaler Marktführer und wichtigen Lieferanten für die Auto- und Elektronikindustrie.

„Sie sind das Coca-Cola und Pepsi der Klebstoffwelt“, sagte im Juli eine Anwältin der Federal Trade Commission.

Die US-Kartellrechtsbehörde klagte gegen die Übernahme eines US-Klebstoffherstellers durch Henkel. Sie argumentiert, dass die Transaktion den Wettbewerb erheblich beeinträchtigen würde. Zusätzlicher Druck entsteht durch gestiegene Energiekosten nach Beginn des Ukraine-Krieges, die konjunkturelle Abhängigkeit des Industrieklebstoffgeschäfts und die wachsende Bedeutung günstiger Handelsmarken.

Nach einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger ist der Preis für 71 Prozent der Konsumenten einer der drei wichtigsten Kaufgründe, während die Markenreputation nur für 21 Prozent zu den drei wichtigsten Kriterien zählt. Laut YouGov stieg der Anteil der Eigenmarken innerhalb der vergangenen vier Jahre bei Waschmitteln um 2,3 Prozentpunkte, bei Putz- und Reinigungsmitteln um 4 Prozentpunkte und bei Haarpflegeprodukten um 3 Prozentpunkte.

Auch die Unternehmensgeschichte enthält kontroverse Kapitel. Laut dem Historiker Joachim Scholtyseck gehörten die 1930er-Jahre zu den schwierigsten Phasen der Henkel-Geschichte. 1940 wurde Henkel zum nationalsozialistischen Musterbetrieb ernannt und anschließend Teil der Kriegswirtschaft. Die Rolle des Konzerns im Nationalsozialismus und die Beschäftigung von Zwangsarbeitern wurde später untersucht; eine wissenschaftliche Studie dazu wurde 2001 veröffentlicht.

Nach Beginn des Ukraine-Krieges geriet Henkel wegen seiner Russland-Geschäfte in die Kritik. Das Unternehmen stoppte zunächst geplante Investitionen sowie Werbung und Sponsoring, ließ die Produktion jedoch weiterlaufen. Im April 2022 beschloss Henkel den Rückzug aus Russland; ein Jahr später erfolgte der Verkauf.

Zusammenfassung – Quelle: SZ.de: Henkel verbindet eine 150-jährige Unternehmensgeschichte mit starken Marken, einem Umsatz von 20,5 Milliarden Euro im Jahr 2025 und rund 50.000 Beschäftigten. Gleichzeitig stehen der Konzern und seine Marken unter Wettbewerbs-, Kosten- und kartellrechtlichem Druck.

Gebrauchte Elektroautos werden durch hohe Spritpreise attraktiver

Hohe Kraftstoffpreise haben gebrauchte Elektroautos nach Angaben von PZ-news attraktiver und teurer gemacht. Von Mai bis August stiegen die Restwerte dreijähriger Elektroautos um 1,4 Prozentpunkte, wie aus Daten des Marktbeobachters DAT hervorgeht.

Parallel sanken die Restwerte von Benzinern um 0,4 Prozentpunkte und die von Dieselfahrzeugen um 1,1 Prozentpunkte. Der Anstieg bei Elektroautos ist laut DAT ungewöhnlich, weil die Restwertzahlen im Jahresverlauf aus technischen Gründen normalerweise leicht zurückgehen.

FahrzeugtypRestwertStandtage
Reine Elektroautos (BEV)51,5 Prozent des Listenneupreises74
Diesel58 Prozent des Listenneupreises92
Benziner59,4 Prozent des Listenneupreises84

Die prozentualen Restwerte von Elektroautos liegen damit weiterhin unter denen von Verbrennern. Der Abstand hat sich jedoch verringert: Im November 2025 lagen Stromer bei 48,4 Prozent, Benziner bei 62,6 Prozent und Diesel bei 61,2 Prozent.

Die DAT führt die Entwicklung vor allem auf die Kraftstoffpreise zurück. Die dadurch gestiegene Nachfrage nach gebrauchten und neuen Batterieelektrofahrzeugen habe zwischenzeitlich zu einem relativ niedrigen Angebot an gebrauchten BEV geführt.

„Wichtigster Treiber für die Entscheidung zur Elektromobilität dürften die Kraftstoffpreise sein“, heißt es von der DAT.

Auch die Standzeiten bei Händlern haben sich verändert. Während Elektroautos im Mai und in den Monaten davor noch deutlich länger als Verbrenner auf einen Käufer warten mussten, verkaufen sie sich inzwischen schneller. Diesel erreichen 92 Standtage, Benziner 84 und Stromer 74.

Dass die Entwicklung erst nach Mai einsetzte, obwohl die hohen Spritpreise bereits im März begonnen hatten, erklärt PZ-news mit dem zeitlichen Vorlauf bei Entscheidungen wie einem Autokauf. Zudem habe sich mit dem Andauern der Krise gezeigt, dass die hohen Preise keine kurze Episode waren und für Autokäufer dadurch an Gewicht gewannen.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt spielen Elektroautos dennoch weiterhin eine untergeordnete Rolle. Im August machten sie laut Kraftfahrt-Bundesamt 5,3 Prozent aller Besitzumschreibungen aus; ein Jahr zuvor waren es 3,9 Prozent.

Zusammenfassung – Quelle: PZ-news: Die Restwerte gebrauchter Elektroautos stiegen von Mai bis August um 1,4 Prozentpunkte. Mit 74 Standtagen verkaufen sich Stromer beim Händler inzwischen schneller als Benziner und Diesel, ihr Restwert liegt mit 51,5 Prozent aber weiterhin unter dem der Verbrenner.

Milchprodukte könnten wegen knapperem Angebot teurer werden

Milch, Joghurt und Quark könnten nach einer Meldung von PZ-news bald teurer werden. Der Milchindustrie-Verband teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, „erhebliche Preissteigerungen für Milchprodukte“ seien „dringend notwendig“.

Erste Gespräche über die anstehenden Kontraktverhandlungen zur sogenannten Weißen Linie haben bereits begonnen. Dazu zählen Trinkmilch, Joghurt, Quark und ähnliche Frischeprodukte. Konkrete Zahlen zu den laufenden Verhandlungen nannte der Verband nicht.

Der Milchpreis liegt laut Milchindustrie-Verband derzeit rund ein Viertel niedriger als im Vorjahreszeitraum und hat damit ein Fünfjahrestief erreicht. Zugleich läuft der Absatz von Milch und Milchprodukten in Deutschland und international ausgesprochen gut.

Als weitere Gründe für mögliche Preissteigerungen nennt der Verband die sommerliche Dürrephase in Deutschland und Europa. Sie ließ die Milchanlieferung regional stark einbrechen. Zusätzlich rechnen viele Experten wegen eines starken El-Niño-Effekts im tropischen Pazifik mit einer deutlichen Abschwächung der weltweiten Milchanlieferung.

Für die deutsche Milchwirtschaft ist der Weltmarkt von erheblicher Bedeutung. Nach Angaben des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels gehen 49 Prozent der in Deutschland hergestellten Milchprodukte in den Export. Entwicklungen auf dem Weltmarkt wirken sich damit unmittelbar auf den deutschen Milchpreis aus.

Bei Butter gibt es bereits Anzeichen für eine Trendwende. Nach einem starken Preisverfall Ende 2025, der Butter zeitweise unter die Marke von einem Euro pro 250-Gramm-Päckchen gedrückt hatte, erhöhten Supermärkte und Discounter Mitte September den Preis für Eigenmarken-Päckchen um 14 Cent auf 1,19 Euro.

EntwicklungAngabe
Milchpreisrund ein Viertel niedriger als im Vorjahreszeitraum
Exportanteil deutscher Milchprodukte49 Prozent
Butterpreis für Eigenmarken-Päckchen1,19 Euro
Preisanstieg bei Butter14 Cent
Preis frische Vollmilchrund 95 Cent pro Liter

Auch bei Käse, Milchpulver und Proteinprodukten ziehen die Erlöse an. Der Preis für frische Vollmilch blieb dagegen über das Jahr bei rund 95 Cent pro Liter stabil.

Der Proteinboom verstärkt die Nachfrage nach bestimmten Milchbestandteilen. Kerstin Keunecke von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft erklärte, Molkenproteinkonzentrate seien derzeit stark gefragt. Für deren Herstellung werde Molkenkonzentrat benötigt, das entsprechend knapp und hochpreisig sei.

Die Landwirte fordern, an der erwarteten Preiswende beteiligt zu werden. Der Deutsche Bauernverband verlangt, dass sich abzeichnende Markterholungen bei Milch zeitnah an die Erzeuger weitergegeben werden, da Dünger-, Energie- und Treibstoffkosten die Betriebe weiterhin erheblich belasten.

„Wer künftig hochwertige Milchprodukte aus heimischer Erzeugung wolle, müsse sicherstellen, dass steigende Erlöse fair entlang der Wertschöpfungskette verteilt werden und bei den Milcherzeugern ankommen“, sagte der Vizepräsident des Bauernverbandes und Milchpräsident Karsten Schmal.

Auch der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter hält höhere Preise für Trinkmilch und Quark angesichts zurückgehender Milchanlieferungen und einer deutlich besseren Nachfrage, insbesondere nach Milcheiweiß, für angebracht.

Zusammenfassung – Quelle: PZ-news: Ein niedriger Milchpreis, sinkende Milchanlieferungen, Dürre und eine hohe Nachfrage nach Milchprodukten sprechen aus Sicht der Verbände für steigende Preise. Bei Butter ist die Entwicklung bereits sichtbar: Eigenmarken-Päckchen kosteten Mitte September 1,19 Euro.

Bayerische Wirtschaft wächst, doch der Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Die Wirtschaft in Bayern ist im ersten Halbjahr 2026 preisbereinigt um ein Prozent gewachsen. Wie die Augsburger Allgemeine berichtet, kommt das Wachstum vor allem aus dem Dienstleistungssektor, während das Produzierende Gewerbe die Entwicklung bremst.

Im Verarbeitenden Gewerbe lag die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im ersten Halbjahr knapp unter dem Niveau des Vorjahres. Im Baugewerbe fiel der Rückgang deutlicher aus. Damit verschiebt sich das Gewicht innerhalb der bayerischen Wirtschaft weiter zugunsten der Dienstleistungen.

Die schwache Entwicklung von Industrie und Bau zeigt sich auch am Arbeitsmarkt. Im August 2026 waren in Bayern 334.081 Menschen arbeitslos gemeldet, 7134 mehr als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,3 Prozent und damit 0,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

KennzahlWert
Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im ersten Halbjahr 2026ein Prozent
Arbeitslose in Bayern im August 2026334.081
Veränderung gegenüber dem Vorjahr7134 mehr
Arbeitslosenquote4,3 Prozent
Veränderung der Arbeitslosenquote0,1 Prozent über dem Vorjahreswert
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Junirund 5,95 Millionen
Veränderung der Beschäftigtenzahl14.200 weniger als ein Jahr vorher

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten lag im Juni bei rund 5,95 Millionen und damit 14.200 unter dem Wert des Vorjahres. Von einem Einbruch spricht die Bundesagentur für Arbeit dennoch nicht. Sie sieht erste Anzeichen für eine Stabilisierung, weil sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr zuletzt verlangsamt hat.

Seit Jahresbeginn wurden wieder mehr offene Stellen gemeldet, insbesondere im Verarbeitenden Gewerbe und im Baugewerbe. Die Entwicklung fällt jedoch regional und branchenspezifisch unterschiedlich aus. Die bayerische Industrie hat traditionell ein großes Gewicht, steht aber derzeit unter erheblichem Druck.

Bereits im ersten Quartal war die Produktion des Verarbeitenden Gewerbes gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,3 Prozent gesunken. Besonders betroffen waren damals der Maschinenbau und die Kraftfahrzeugindustrie.

Gleichzeitig entwickeln sich Teile des Dienstleistungssektors deutlich besser. Im zweiten Quartal 2026 stiegen die nominalen Verdienste im Dienstleistungsbereich um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Besonders stark legten Information und Kommunikation sowie Finanz- und Versicherungsdienstleistungen zu.

DienstleistungsbereichAnstieg der Nominallöhne im zweiten Quartal 2026
Dienstleistungsbereich insgesamt5,6 Prozent
Verkehr und Lagerei3,3 Prozent
Erziehung und Unterricht2,0 Prozent

Nicht jeder Dienstleistungsbereich wächst gleichermaßen. Im Bereich Verkehr und Lagerei stiegen die Nominallöhne um 3,3 Prozent, in Erziehung und Unterricht um 2,0 Prozent. Die unterschiedliche Branchenentwicklung erklärt, warum das Wirtschaftswachstum bislang nicht zu einer sinkenden Arbeitslosigkeit führt.

Hinzu kommt, dass Unternehmen bei einer unsicheren Konjunktur nicht unmittelbar neue Beschäftigte einstellen. Selbst wenn sich die Geschäfte verbessern, kann die Beschäftigung zeitverzögert auf die wirtschaftliche Erholung reagieren.

Die Zahlen für das erste Halbjahr sind vorläufig. Das Bayerische Landesamt für Statistik weist darauf hin, dass die Datenbasis noch nicht vollständig ist und spätere Berechnungen zu Änderungen führen können.

Zusammenfassung – Quelle: Augsburger Allgemeine: Bayerns Wirtschaft wuchs im ersten Halbjahr 2026 um ein Prozent, getragen vor allem von Dienstleistungen. Gleichzeitig waren im August 2026 334.081 Menschen arbeitslos, während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr um 14.200 zurückging.

Wirtschaftssendungen von ARD Mediathek und tagesschau.de

Die ARD Mediathek weist auf die Sendung „Update Wirtschaft vom 25.09.2026“ hin. Das Video wurde am 25.09.2026 um 09:00 Uhr mit Untertitel ausgestrahlt und behandelt die Themen Wirtschaft, Börse, Konjunktur, Ungarn, Spanien und Deutsche Bank.

Auch tagesschau.de führt ein „Update Wirtschaft vom 25.09.2026“. Die Sendung ist dem Bereich Wirtschaft zugeordnet und steht im Zusammenhang mit Börsenkursen, Konjunktur und Marktberichten.

Zusammenfassung – Quellen: ARD Mediathek und tagesschau.de: Beide Angebote dokumentieren Wirtschaftssendungen vom 25.09.2026. Die ARD Mediathek nennt als Sendezeit 09:00 Uhr und führt Wirtschaft, Börse, Konjunktur, Ungarn, Spanien und Deutsche Bank als Themen auf.

Einschätzung der Redaktion

Die Meldungen zeigen ein einheitliches Muster: Wirtschaftliche Erholung bleibt selektiv und steht unter erheblichem Anpassungsdruck. Unternehmen mit starken Marken oder technologischer Positionierung haben bessere Voraussetzungen, müssen aber Kosten, Regulierung und verändertes Konsumverhalten zugleich bewältigen.

Besonders relevant ist die zunehmende Bedeutung von Preisen und Effizienz. Das stärkt kurzfristig günstige Angebote und erhöht den Druck auf etablierte Marken, industrielle Arbeitgeber und landwirtschaftliche Erzeuger. Für Verbraucher dürften höhere Kosten bei Milchprodukten spürbarer werden, während steigende Kraftstoffpreise die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos weiter verschieben können.

Das bayerische Wachstum von ein Prozent darf daher nicht als breiter Aufschwung verstanden werden. Die steigende Arbeitslosigkeit und der Beschäftigungsrückgang verdeutlichen, dass strukturelle Schwächen in Industrie und Bau fortbestehen. Entscheidend wird sein, ob Investitionen, Innovationen und eine stabilere Nachfrage die wirtschaftliche Dynamik auf weitere Branchen übertragen können.

Zusammenfassung: Die zentrale Herausforderung ist nicht fehlendes Wachstum, sondern seine ungleiche Verteilung. Gewinner werden vor allem Unternehmen und Branchen sein, die Kostenkontrolle, Anpassungsfähigkeit und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit verbinden.

Quellen: