---
title: Russlands Wirtschaft unter Druck, Chinas Tech-Offensive und Europas Zollrisiken
canonical: https://wirtschaft-ratgeber.de/russlands-wirtschaft-unter-druck-chinas-tech-offensive-und-europas-zollrisiken/
author: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion
published: 2026-07-27
updated: 2026-07-27
language: de
category: Nachrichten
description: Russlands Wirtschaft gerät trotz offizieller Stabilitätsrhetorik unter Druck, während eine genehmigte Kooperation mit Rosatom in Lingen Sicherheitsdebatten auslöst.
source: Provimedia GmbH
---

# Russlands Wirtschaft unter Druck, Chinas Tech-Offensive und Europas Zollrisiken

> **Autor:** Wirtschaft-Ratgeber Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-07-27

**Zusammenfassung:** Russlands Wirtschaft gerät trotz offizieller Stabilitätsrhetorik unter Druck, während eine genehmigte Kooperation mit Rosatom in Lingen Sicherheitsdebatten auslöst.

---

Russlands Wirtschaft gerät trotz offizieller Stabilitätsrhetorik zunehmend unter Druck, während Sanktionen und Drohnenangriffe auch kritische Energieanlagen treffen. Zugleich sorgt die russische Beteiligung an einem Atomprojekt in Deutschland für Sicherheitsdebatten. Der Pressespiegel zeigt außerdem, wie China mit einer Technologieoffensive auf schwächeres Wachstum reagiert und warum Europas Unternehmen trotz Zollfrieden vorsichtig bleiben.

## Russlands Wirtschaft zwischen Stabilitätsrhetorik und wachsendem Druck

Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnet die Lage der Volkswirtschaft und ihrer Schlüsselsektoren als stabil. Nach Darstellung der Frankfurter Rundschau bezieht sich Putin dabei vor allem auf die Energiewirtschaft, die trotz externer Versuche zur Destabilisierung weitgehend robust sei. Gemeint sein dürften damit ukrainische Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur sowie westliche Sanktionen.

Externe Analysen zeichnen jedoch ein deutlich angespannteres Bild. Das Kiel Institut für Weltwirtschaft spricht in einer Analyse der russischen Kriegswirtschaft bereits vom „Endgame“. Als größter Kostenfaktor gilt der seit mehr als vier Jahren andauernde Ukraine-Krieg, dessen Kampfhandlungen erhebliche Finanzressourcen binden.

Putin verwies auf Angaben des russischen Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung, wonach das Bruttoinlandsprodukt im Mai um 0,3 Prozent gewachsen sei. In den ersten fünf Monaten habe das BIP demnach um 0,2 Prozent zugelegt. Das Kiel Institut kam dagegen zu dem Ergebnis, dass die russische Wirtschaft im ersten Quartal 2026 um 0,3 Prozent geschrumpft sei, obwohl die Staatsausgaben im März um 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen seien.

| Angabe | Wert | 

| Von Putin genanntes Wachstum im Mai | 0,3 Prozent | 

| Von Putin genanntes BIP-Wachstum in den ersten fünf Monaten | 0,2 Prozent | 

| Vom Kiel Institut genannter Rückgang im ersten Quartal 2026 | 0,3 Prozent | 

| Anstieg der Staatsausgaben im März gegenüber dem Vorjahr | 44 Prozent | 

Besonders stark betroffen ist laut Kiel Institut die Energiewirtschaft. Verschärfte Sanktionen und ukrainische Angriffe hätten im ersten Quartal 2026 zu einem Einbruch der Einnahmen um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum geführt. Wegen anhaltender Drohnenattacken mussten einige Anlagen ihre exportbezogenen Raffineriekapazitäten um bis zu 40 Prozent drosseln.

Die Brüsseler Denkfabrik Bruegel stellte zugleich fest, dass die Einnahmen aus dem Verkauf von russischem Öl und Gas während des Iran-Kriegs wegen gestiegener Weltmarktpreise zeitweise zunahmen. Im ersten Halbjahr 2026 beliefen sich die Einnahmen laut Bruegel auf rund 3,66 Billionen Rubel (circa 41,2 Milliarden Euro). Die Mehreinnahmen gelten demnach jedoch als „vorübergehende Umkehr des langfristigen Abwärtstrends“.

Auch die Entwicklung der Bankkredite wird unterschiedlich bewertet. Putin sagte, das Kreditportfolio wachse und die Geldmenge sei zum 1. Juli im Jahresvergleich um etwa 13 Prozent gestiegen. Ein europäischer Geheimdienstbericht, über den Reuters berichtete, warnte dagegen vor einer drohenden Bankenkrise. Rund zehn Prozent der Kredite könnten dem Bericht zufolge ausfallgefährdet sein.

> „Russlands Wirtschaft stagniert, aber aufgrund der staatlichen Dominanz und der hohen Verteidigungsausgaben gibt es keine unmittelbare Finanzkrise“, zitiert die Frankfurter Rundschau den Russland-Experten Chris Weafer.

- Lebensmittelengpässe werden in Berichten aus Russland thematisiert.

- Durch Mobilisierungen für den Krieg sinkt die Zahl der verfügbaren Arbeitskräfte.

- Für Benzin und Diesel wurden Rationierungen bekannt.

- Mehr Russinnen und Russen greifen auf Bargeld zurück.

**Zusammenfassung:** *Die Frankfurter Rundschau berichtet von einem Gegensatz zwischen Putins Stabilitätsdarstellung und Analysen, die Rückgänge bei Wirtschaft und Energieeinnahmen, steigende Kreditrisiken sowie Belastungen für die Bevölkerung erkennen.*

## Atomgeschäft in Lingen: Französisches Unternehmen arbeitet mit russischem Rosatom-Ableger

Ein weiterer Bericht von n-tv.de befasst sich mit der Beteiligung russischer Unternehmen an der Fertigung sowjetischer Brennelemente im niedersächsischen Lingen. Das niedersächsische Umweltministerium hat dem französischen Kernkraftunternehmen Framatome erlaubt, dort Brennelemente herzustellen, obwohl Russland an dem Projekt beteiligt ist und Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer das Vorhaben ablehnte.

In Lingen werden seit 1979 Brennelemente produziert. Betreiber der Fabrik ist die Advanced Nuclear Fuels GmbH, kurz ANF, die zur Kernbrennstoffsparte des französischen Unternehmens Framatome gehört. Framatome wiederum gehört zum staatlichen französischen Energiekonzern EDF.

Die früheren Hauptkunden waren deutsche Atomkraftwerke. Nach dem deutschen Atomausstieg suchte ANF Ersatz im Ausland und verkauft Brennstäbe inzwischen überwiegend an Atomkraftwerke in Belgien, Schweden und Finnland. Auch die französische Flotte gehört zu den Kunden. Nach Angaben der Grünen war die Fabrik in den vergangenen Jahren teilweise nur zu 23 Prozent ausgelastet.

Seit 2018 richten ANF und Framatome den Blick auf Kernkraftwerke in Osteuropa und Finnland, die von der Sowjetunion gebaut wurden. Diese Reaktoren benötigen Brennelemente mit einem speziellen sechseckigen Design. Bislang werden diese Brennstäbe in Russland hergestellt.

Das französische Unternehmen liegt bei der Umstellung jedoch hinter dem Zeitplan. Die ersten Brennstäbe sowjetischer Bauart sollten ursprünglich bereits 2024 an Tschechien und Ende 2025 an Bulgarien geliefert werden. Lieferverträge mit der Slowakei und Ungarn bestehen für die Zeit ab 2027.

Um die Fertigung voranzubringen, bat ANF den bisherigen Hersteller TVEL um Unterstützung. TVEL ist die Brennstoff-Tochter des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom und stellt Maschinen, Software und Know-how für die neue Produktion bereit. Nach Angaben von n-tv.de helfen TVEL-Mitarbeiter seit zwei Jahren beim Aufbau der Anlagen und bei der Ausbildung von ANF-Mitarbeitern.

Die Kooperation löst Sicherheitsbedenken aus. Industrieexperte Sebastian Stier verwies auf die mögliche Gefahr von Spionage und Sabotage in kritischer Infrastruktur und kritisierte, dass Mitarbeitern einer russischen Firma Zugang zu einem Hochsicherheitsbereich gewährt werden könnte.

> „Solche Anlagen sind Hochsicherheitsbereiche“, zitiert n-tv.de den Industrieexperten Sebastian Stier. Er verwies auf die strengen Zugangsvorgaben und auf die Beteiligung der russischen Firma an der Besetzung des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja.

Das niedersächsische Umweltministerium durfte den Antrag laut Bericht nur auf Grundlage des Atomgesetzes prüfen. Ein Veto war demnach nur möglich, wenn Vorschriften etwa zum Strahlenschutz verletzt werden. Aus Gründen der nationalen Sicherheit kann die Bundesregierung ein Veto einlegen.

Für die Genehmigung gelten Vorgaben: TVEL- und Rosatom-Mitarbeiter dürfen das Werksgelände grundsätzlich nicht betreten. Russische Maschinen und Software müssen extern überprüft werden, die Anlagen dürfen nicht mit anderen IT-Systemen der Fabrik vernetzt werden. Aus Russland gelieferte Brennstäbe müssen vor der Weiterverarbeitung auf Manipulation geprüft werden.

Der Bericht beschreibt zugleich eine Ausnahme. Legt ANF ein „Konzept zur Risikominimierung“ vor, dürfen TVEL-Mitarbeiter die Fabrik betreten, wenn sie zuvor auf ihre Zuverlässigkeit überprüft wurden und während ihres Aufenthalts von zwei geschulten ANF-Mitarbeitern beaufsichtigt werden.

Die Grünen hatten im vergangenen Dezember versucht, das Projekt im Bundestag zu stoppen. Union und SPD lehnten den Antrag gemeinsam mit der AfD ab. Als Alternative zur Zusammenarbeit mit Rosatom und TVEL wird der amerikanisch-kanadische Atomkonzern Westinghouse genannt, der ebenfalls sowjetische Atomkraftwerke in Finnland und Osteuropa als Kunden gewinnen möchte.

Framatome und Rosatom arbeiten laut n-tv.de auch bei weiteren internationalen Atomprojekten zusammen. Genannt werden das neue russische Atomkraftwerk Kursk, das Paks-Kernkraftwerk in Ungarn sowie Projekte in Ägypten und der Türkei.

**Zusammenfassung:** *Im Mittelpunkt des n-tv-Berichts steht die genehmigte Kooperation zwischen Framatome, ANF und dem russischen Rosatom-Ableger TVEL in Lingen. Die Zusammenarbeit soll die Produktion sowjetischer Brennelemente ermöglichen, ist aber wegen Sicherheits-, Spionage- und Abhängigkeitsrisiken politisch umstritten.*

## Ukrainische Drohnen setzen russische Raffinerien und Warenlager unter Druck

WELT berichtet über ukrainische Rüstungsunternehmen, die flexible, weitreichende und preiswerte Drohnen entwickelt haben. Diese Drohnen sollen die schwerfällige und teure russische Flugabwehr austricksen und dadurch wirtschaftlich wichtige Ziele in Russland erreichen.

Als Folgen nennt der Bericht brennende Raffinerien und Warenlager. Die Angriffe treffen damit Anlagen, die für Energieversorgung, Treibstoffverarbeitung und die Lagerung von Gütern von Bedeutung sind.

Die Drohnen werden als vergleichsweise günstig beschrieben und stehen damit einer teuren Flugabwehr gegenüber. Nach Darstellung von WELT verändert diese Kombination die wirtschaftlichen Belastungen des Krieges: Russland muss Anlagen schützen, Schäden bewältigen und zugleich mit wiederholten Angriffen auf Infrastruktur rechnen.

> „Wir haben erst angefangen“, lautet die im WELT-Bericht aufgegriffene Aussage im Zusammenhang mit der ukrainischen Drohnenkampagne.

**Zusammenfassung:** *WELT beschreibt preiswerte ukrainische Drohnen als Instrument, das russische Raffinerien und Warenlager angreift und damit den wirtschaftlichen Druck auf Russland erhöht.*

## China: Schwaches Wachstum trifft auf strategische Technologieoffensive

Die NZZ – Neue Zürcher Zeitung bewertet Chinas verlangsamtes Wachstum nicht als Zeichen eines bevorstehenden Niedergangs. Zwar wuchs die chinesische Wirtschaft zwischen April und Juni im Jahresvergleich nur um 4,3 Prozent und damit auf einem Niveau, das – abgesehen von der Pandemie – seit Anfang der neunziger Jahre nicht mehr erreicht worden sei.

Gleichzeitig investiert China massiv in Schlüsseltechnologien. Die Regierung von Xi Jinping baut die Wirtschaft demnach gezielt um: Wachstum hat nicht mehr oberste Priorität, stattdessen soll China in strategischen Bereichen unabhängiger von ausländischen Lieferanten werden und Technologie „made in China“ für andere Länder unersetzlich machen.

Die Ernüchterung ist vor allem bei der städtischen Mittelschicht spürbar. Laut NZZ sind 16 Prozent der 16–24-Jährigen arbeitslos. Viele junge Menschen zweifeln daran, dass eine gute Ausbildung noch automatisch zu attraktiven Jobs führt. Wohneigentum bleibt für viele ein ferner Traum, wenn die Eltern nicht helfen.

Auch die Vermögensentwicklung belastet die Mittelschicht. Immobilien, die seit 2021 als wichtigste Investition vieler Haushalte gelten, verloren durchschnittlich 20 Prozent an Wert. Wer kann, verlagert einen Teil seines Vermögens ins Ausland oder zieht in kleinere und günstigere Städte. Sparen wird laut NZZ zum vorherrschenden Credo.

| Wirtschaftliche Kennzahl | Wert | 

| Wachstum zwischen April und Juni im Jahresvergleich | 4,3 Prozent | 

| Arbeitslosigkeit der 16–24-Jährigen | 16 Prozent | 

| Durchschnittlicher Wertverlust von Immobilien seit 2021 | 20 Prozent | 

| Anteil der chinesischen Raffination von Seltenerdmagneten | mehr als 90 Prozent | 

| Anteil Huaweis am Umsatz für Forschung und Entwicklung | mehr als 20 Prozent | 

| Anteil CATLs am globalen Markt für Elektroautobatterien | knapp 40 Prozent | 

Dem schwächeren Konsum steht eine rasante technologische Entwicklung gegenüber. Chinesische Verbraucher zahlen per Face-Scan, lassen sich Essen per Drohne liefern und können Eis von einem Roboter herstellen lassen. Die NZZ beschreibt damit eine wachsende Kluft zwischen technischer Modernisierung und dem Gefühl vieler Bürger, wirtschaftlich nicht mehr voranzukommen.

Das alte Wachstumsmodell beruhte zu großen Teilen auf Immobilien- und Infrastrukturbau sowie Industrialisierung. Das neue Modell soll Hochtechnologie zum Wachstumsmotor machen. Staatliche Banken, Lokalregierungen und öffentliche Fonds lenken dafür billiges Kapital in Zukunftstechnologien.

Die Strategie erzeugt zahlreiche neue Technologieunternehmen, von denen die Mehrheit scheitern dürfte. Laut dem Economist machten im April rund 32 Prozent der erfassten chinesischen Industriefirmen Verluste. Peking setzt dennoch darauf, dass aus dem Wettbewerb global erfolgreiche Unternehmen hervorgehen.

Als Beispiele nennt die NZZ BYD, Huawei und CATL. BYD verkaufte vergangenes Jahr 4,6 Millionen Elektroautos und Hybride, davon gingen mehr als eine Million Fahrzeuge ins Ausland. Huawei ist in mehr als 170 Ländern tätig und investiert mehr als 20 Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. CATL kontrolliert knapp 40 Prozent des globalen Marktes für Elektroautobatterien.

Zusammen erzielten BYD, Huawei und CATL 2025 rund 2,1 Billionen Yuan Umsatz und knapp 173 Milliarden Yuan Gewinn. Für Peking geht es dabei nicht nur um die Rentabilität einzelner Unternehmen, sondern auch um technische Standards und die Abhängigkeit ausländischer Produzenten von chinesischen Lieferketten.

Bei seltenen Erden ist diese Strategie laut NZZ bereits weit fortgeschritten. Auf China entfallen mehr als 90 Prozent der weltweiten Raffination von Seltenerdmagneten. Diese werden unter anderem für Smartphones, Elektroautos und Windturbinen benötigt. Exportkontrollen im Jahr 2025 zeigten, dass Peking seine Marktdominanz als geopolitisches Druckmittel einsetzen kann.

Die Risiken der chinesischen Strategie bleiben erheblich. Genannt werden die Immobilienkrise, die hohe Verschuldung der Lokalregierungen, der schwache Konsum und industrielle Überkapazitäten. Wenn die geförderten Unternehmen zu lange ohne ausreichende Erträge bleiben oder andere Länder gegen chinesische Überkapazitäten und Dumping vorgehen, könnte die Technologieoffensive für Peking zu teuer werden.

Dennoch sieht die NZZ gute Chancen für einen weiteren Aufstieg. China verfügt über zahlreiche Topingenieure und Unternehmen, die neue Produkte schnell testen, verbilligen und skalieren. Nach Angaben des Australian Strategic Policy Institute führt China gegenüber den USA bereits in 69 von 74 wichtigen Technologien.

**Zusammenfassung:** *Die NZZ beschreibt Chinas Wirtschaft als schwach im traditionellen Modell, zugleich aber als zunehmend stark in Zukunftstechnologien. Immobilienkrise, Arbeitslosigkeit und Konsumflaute stehen einer staatlich gelenkten Tech-Offensive gegenüber, die Chinas internationale Abhängigkeiten verringern und neue globale Marktpositionen schaffen soll.*

## Ein Jahr Zoll-Deal: Europas Unternehmen bleiben vorsichtig

RND.de zieht ein Jahr nach dem Zoll-Deal zwischen der Europäischen Union und den USA eine ernüchternde Zwischenbilanz. Der Handschlag von Schottland beendete den offenen Zollstreit, doch die Unsicherheit für Europas Wirtschaft blieb bestehen.

Nach Darstellung von RND.de verfügen europäische Unternehmen zwar über mehr Planungssicherheit als während des offenen Konflikts. Eine echte Entwarnung gibt es jedoch nicht, weil die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin von Unsicherheit geprägt sind.

Der Bericht ordnet den Zollfrieden deshalb als Frieden auf Bewährung ein. Die Handelsbeziehungen zwischen EU und USA bleiben ein relevantes Risiko für Unternehmen, die ihre Lieferketten, Preise und Investitionsentscheidungen an den politischen Entwicklungen ausrichten müssen.

**Zusammenfassung:** *RND.de zufolge hat der Zoll-Deal den offenen Streit zwischen EU und USA beendet, nicht aber die Unsicherheit. Europas Wirtschaft ist planbarer aufgestellt, eine dauerhafte Entwarnung bleibt aus.*

## Einschätzung der Redaktion

Die zentrale Bedeutung liegt im Auseinanderfallen von politischer Stabilitätsrhetorik und realer wirtschaftlicher Belastbarkeit. Russland kann durch hohe Staatsausgaben und kriegsbedingte Nachfrage kurzfristig Stabilität simulieren, doch sinkende Energieeinnahmen, Infrastrukturangriffe und wachsende Kreditrisiken begrenzen diesen Spielraum zunehmend.

Besonders kritisch ist die Verbindung aus militärischem Druck und strategischen Abhängigkeiten: Während ukrainische Drohnen die Kosten für den Schutz russischer Infrastruktur erhöhen, bleibt Europas Beteiligung an russisch geprägten Nukleartechnologien sicherheits- und geopolitisch problematisch. China zeigt zugleich, dass schwaches Wachstum nicht automatisch strategischen Einflussverlust bedeutet, wenn technologische Unabhängigkeit konsequent ausgebaut wird.

Für Europa folgt daraus, dass wirtschaftliche und sicherheitspolitische Resilienz nicht getrennt betrachtet werden können. Der Zoll-Deal mit den USA schafft zwar kurzfristig mehr Planbarkeit, ersetzt aber keine belastbare Strategie zur Verringerung kritischer Abhängigkeiten.

**Infobox: Die entscheidende Entwicklung ist nicht ein einzelner Wachstumswert, sondern die Frage, wie lange Staaten steigende Sicherheitskosten, technologische Konkurrenz und geopolitische Unsicherheit gleichzeitig finanzieren können.**

Quellen:
- [Russlands Wirtschaft in der Krise: Putins Zahlenspiel – Was der Kreml verschweigt, wenn er von „Stabilität“ spricht](https://www.fr.de/wirtschaft/wirtschaft-putin-verschweigt-das-wahre-ausmass-russlands-zr-94411169.html)
- [Putins Kriegsfirma im Emsland: Frankreich nutzt Deutschland für Atomgeschäft mit Russland aus](https://www.n-tv.de/wirtschaft/Frankreich-nutzt-Deutschland-fuer-Atomgeschaeft-mit-Russland-aus-id31121181.html)
- [„Wir haben erst angefangen“ – Wie ukrainische Billig-Drohnen die russische Wirtschaft zerbomben](https://www.welt.de/politik/ausland/plus6a631ff826ebb8e13e2ef7e1/warenlager-in-flammen-wir-haben-erst-angefangen-wie-ukrainische-billig-drohnen-die-russische-wirtschaft-zerbomben.html)
- [Warum Chinas langsames Wachstum kein Zeichen des Niedergangs ist](https://www.nzz.ch/meinung/chinas-wirtschaft-schwaechelt-aber-der-naechste-aufstieg-hat-bereits-begonnen-ld.10015756)
- [Russlands Wirtschaft in der Krise: Putins Zahlenspiel – Was der Kreml verschweigt, wenn er von „Stabilität“ spricht](https://www.fr.de/wirtschaft/russlands-wirtschaft-putin-verschweigt-das-wahre-ausmass-zr-94411169.html)
- [Ein Jahr Zoll-Deal mit den USA: Europas Wirtschaft lebt weiter unsicher](https://www.rnd.de/wirtschaft/ein-jahr-eu-us-zoll-deal-europas-wirtschaft-lebt-weiter-mit-unsicherheit-U6SCADKUZJD2DOOFOWCICNVYSU.html)

---

*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [wirtschaft-ratgeber.de](https://wirtschaft-ratgeber.de/russlands-wirtschaft-unter-druck-chinas-tech-offensive-und-europas-zollrisiken/)*
*© 2026 Provimedia GmbH*
