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title: Pressespiegel: Löschungen, Stellenabbau und wachsende Sicherheitsrisiken
canonical: https://wirtschaft-ratgeber.de/pressespiegel-loeschungen-stellenabbau-und-wachsende-sicherheitsrisiken/
author: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion
published: 2026-08-07
updated: 2026-08-07
language: de
category: Nachrichten
description: Der Pressespiegel beleuchtet gelöschte Online-Kritik, IAVs Stellenabbau, unzureichenden Schutz vor hybriden Angriffen und Boeings verspätete 777X mit Milliardenrisiken.
source: Provimedia GmbH
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# Pressespiegel: Löschungen, Stellenabbau und wachsende Sicherheitsrisiken

> **Autor:** Wirtschaft-Ratgeber Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-08-07

**Zusammenfassung:** Der Pressespiegel beleuchtet gelöschte Online-Kritik, IAVs Stellenabbau, unzureichenden Schutz vor hybriden Angriffen und Boeings verspätete 777X mit Milliardenrisiken.

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Der Pressespiegel zeigt, wie vielfältig und tiefgreifend die aktuellen Herausforderungen für Unternehmen sind: Während gelöschte Online-Kritik Fragen zur Transparenz aufwirft, ringt IAV um Standorte und Arbeitsplätze. Zugleich wachsen die Risiken durch hybride Angriffe – und Boeings verspätete 777X entwickelt sich zum milliardenschweren Belastungstest.

## Pressespiegel: Löschpraxis, Stellenabbau und wachsende Sicherheitsrisiken

## Google-Bewertungen: Deutschland bei Löschungen an der Spitze

In Deutschland werden besonders viele schlechte Bewertungen von Hotels und Restaurants entfernt. Das berichtet **SZ.de** unter dem Titel „Wenn die Sterne heimlich verschwinden“.

Der Artikel beschreibt, dass die Zahl negativer Bewertungen offenbar auch von der Stimmung der Gäste abhängt. Am Weissenhäuser Strand an der Ostsee beobachtet David Depenau, dass sich Menschen bei Sonnenschein weniger beschweren, während sie bei Regen häufiger ihr Handy nutzen und auf Google, Holidaycheck oder einer anderen Bewertungsplattform ihre Kritik veröffentlichen.

Bei gutem Wetter verbringen die Gäste ihre Zeit demnach mit einem Aperol Spritz an der Bar im Schatten, mit einem Buch am Strand oder beim Spielen im Wasser. Bei schlechtem Wetter greifen sie dagegen eher zum Smartphone und schreiben, passend zur jeweiligen Stimmung, häufig etwas „Miesepetriges“.

> „Wenn die Sterne heimlich verschwinden“

Die Löschpraxis wirft laut **SZ.de** mehrere Fragen auf: Können Gastronomen nicht mit Kritik umgehen, oder beschweren sich Menschen in Deutschland besonders häufig? Der Beitrag ordnet die Bewertungen damit nicht nur als Ausdruck der Qualität eines Betriebs ein, sondern auch als Ergebnis der jeweiligen Tagesform der Gäste.

**Infobox:** Deutschland weist laut **SZ.de** besonders viele Löschungen schlechter Bewertungen auf. Das Wetter und die Stimmung der Gäste werden als mögliche Einflussfaktoren auf das Bewertungsverhalten beschrieben.

## IAV: Standorte bis Ende 2028 gesichert, Belegschaft soll deutlich schrumpfen

Beim Automobil-Zulieferer IAV haben sich Unternehmen und Arbeitnehmerseite auf einen Zukunftstarifvertrag geeinigt. Nach Angaben von **SZ.de** schließt die Vereinbarung betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2028 aus und sieht den Erhalt aller Standorte vor.

Der Standort Berlin-Charlottenburg ist damit vorerst gesichert. IAV teilte mit, dass die Standorte bis Ende März 2027 eine verbindliche Vereinbarung zu Auslastung und Ausrichtung erhalten sollen.

| Bereich | Angabe | 

| Betriebsbedingte Kündigungen | Bis Ende 2028 ausgeschlossen | 

| Verbindliche Vereinbarung zu Auslastung und Ausrichtung | Bis Ende März 2027 | 

| Beschäftigte derzeit | 5.000 | 

| Beschäftigte bis Ende 2027 | 2.970 | 

| Beschäftigte in Berlin | Rund 1.250 | 

| Beschäftigte in Stollberg | 800 | 

Für Berlin ist eine Positionierung als „Zentrum für Kernkompetenzen mit IT-Hub“ vorgesehen. Das niedersächsische Gifhorn soll als Entwicklungszentrum gestärkt werden, während Stollberg in Sachsen „fester Bestandteil des Standortnetzes“ bleiben soll.

Der geplante Stellenabbau konnte durch die Einigung jedoch nicht verhindert werden. Bis Ende 2027 soll die Belegschaft an allen deutschen Standorten von derzeit 5.000 auf 2.970 Beschäftigte reduziert werden. Der Abbau soll über Ansprache- und Freiwilligenprogramme erfolgen.

Die Vereinbarung folgte auf Proteste von Hunderten Beschäftigten in Berlin und am niedersächsischen Standort Gifhorn. IAV-Chef Jörg Astalosch erklärte, die Lösung sei niemandem geschenkt worden und habe allen Beteiligten viel abverlangt.

> „Die Belegschaften bei IAV haben gezeigt, was möglich ist, wenn Beschäftigte zusammenstehen und für ihre Interessen kämpfen“, teilte IG-Metall-Bezirksleiter Jan Otto mit.

Jan Otto kritisierte zugleich, dass sich das Management zu keinem Zeitpunkt ernsthaft auf Vorschläge aus der Belegschaft für neue Geschäftsfelder eingelassen habe. Der Bericht wurde laut **SZ.de** direkt aus dem dpa-Newskanal übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

**Infobox:** Der Zukunftstarifvertrag sichert die IAV-Standorte und schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2028 aus. Gleichzeitig soll die Zahl der Beschäftigten bis Ende 2027 von 5.000 auf 2.970 sinken.

## Hybride Angriffe: Deutsche Wirtschaft laut Sicherheitsforscher unzureichend vorbereitet

Sabotage, Spionage und hybride Angriffe auf Deutschland häufen sich. **SZ.de** sprach darüber mit dem Sicherheitswissenschaftler Frank Umbach, der seit 2008 zum Schutz kritischer Infrastrukturen forscht und Unternehmen zu Sicherheitsstrategien berät.

Ausgangspunkt des Gesprächs ist ein von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt als „hybrides Anschlagsszenario“ bezeichneter Vorfall am Leipziger Flughafen. Der Artikel fragt, was hinter dieser neuen Form der Bedrohung steckt und wie gut die deutsche Wirtschaft darauf vorbereitet ist.

Umbach ist seit 2014 Forschungsdirektor am European Centre for Energy and Resource Security am King’s College London. Nach Darstellung von **SZ.de** geht es bei hybriden Angriffen um eine Verbindung verschiedener Vorgehensweisen, darunter Sabotage, Spionage und weitere Angriffe auf kritische Infrastruktur.

> „China und Russland warten nicht, bis wir uns besser aufgestellt haben“

Der Titel des Beitrags macht deutlich, dass die Bedrohung nicht erst dann einsetzt, wenn Deutschland seine Schutzmaßnahmen verbessert hat. Die deutsche Wirtschaft muss sich demnach mit Angriffen auseinandersetzen, während Sicherheitsstrukturen weiterhin als unzureichend vorbereitet beschrieben werden.

- Sabotage wird als Teil der wachsenden Bedrohung genannt.

- Spionage zählt ebenfalls zu den beschriebenen Angriffsformen.

- Kritische Infrastrukturen stehen im Mittelpunkt der Sicherheitsforschung.

- Unternehmen beraten sich zu ihren Sicherheitsstrategien.

**Infobox:** **SZ.de** beschreibt eine Zunahme hybrider Bedrohungen durch Sabotage und Spionage. Sicherheitsforscher Frank Umbach hält die deutsche Wirtschaft weiterhin für unzureichend vorbereitet.

## Boeing 777X: Langzeitverspätung belastet den Konzern massiv

Die Boeing 777X entwickelt sich laut **WirtschaftsWoche** zum größten Problem des Flugzeugherstellers. Auf dem Flughafen Paine Field bei Seattle stehen seit 2021 immer mehr hochmoderne Langstreckenjets, die darauf warten, bewegt zu werden.

Der Flughafen im US-Bundesstaat Washington hält nach Darstellung der **WirtschaftsWoche** mehrere Rekorde. Das Terminal hat demnach den wohl reichsten Eigentümer der Branche, die rund 15 Billionen Dollar schwere Investmentgesellschaft BlackRock. Auf dem Gelände steht außerdem das größte Gebäude der Welt mit rund 13 Millionen Kubikmetern umbautem Raum.

Bis 2023 fertigte Boeing dort das einst größte Verkehrsflugzeug der Welt, den Jumbo 747. Inzwischen gilt der Flughafen als wertvollster Langzeitparkplatz der Welt. Auf den Rollfeldern und Wegen rund um die knapp 2800 Meter lange Startbahn stehen neben aktiven Linienflugzeugen seit 2021 immer mehr Jets.

| Kennzahl | Angabe | 

| Geschätzter Katalogpreis der wartenden Flugzeuge | Bis zu 13 Milliarden Dollar | 

| Geplante erste Auslieferung der 777X | 2020 | 

| Frühestmögliche Auslieferung | Frühjahr 2027 | 

| Geschätzte Belastung für die Konzernbilanz | Bis zu 110 Milliarden Dollar | 

| Bestellungen von Lufthansa | 34 Maschinen | 

| Bereits gemeldete Mehrausgaben oder Wertberichtigungen | Mindestens 15 Milliarden Dollar | 

| Mögliche zusätzliche Belastung je weiterem Verspätungsjahr | Bis zu fünf Milliarden Dollar | 

| Geplante Auslieferungen während der siebenjährigen Verspätung | Bis zu 400 Jets | 

Die 777X ist laut **WirtschaftsWoche** zwar Boeings wichtigstes Zukunftsmodell und ein Verkaufserfolg, gleichzeitig aber auch das größte Problem des Konzerns. Tim Clark, Chef der Fluglinie Emirates und derzeit größter Abnehmer des Jets, bezeichnet das Ziel einer Auslieferung im Jahr 2027 als „ambitioniert“.

Clark zufolge ist ein Teil der jahrelang bei Seattle geparkten Jets schrottreif und taugt nur als „Material für Konservendosen“. Besonders betroffen ist Lufthansa, die als Erstkundin auf 34 Maschinen wartet.

> „Dafür gehen wir neue Wege“, sagt Stephanie Pope, Leiterin des Zivilgeschäfts bei Boeing.

Stephanie Pope kündigte an, das Problem anzugehen und zur alten Boeing-Linie zurückzukehren. Dabei solle die Ingenieurtugend wieder stärker zählen als schneller Profit. Eine weitere Verzögerung könnte die 777X laut **WirtschaftsWoche** zur folgenreichsten Produktpanne der zivilen Luftfahrt machen.

Die Verspätungen wirken sich auch auf die Airlines und Zulieferer aus. Ein Brancheninsider erklärte, die Entwicklung erschwere angesichts wachsender Klimaauflagen die notwendigen Kerosineinsparungen. Ein deutscher Luftfahrtzulieferer berichtete, dass Genehmigungs- und Prüfprozesse inzwischen häufig Monate statt Wochen dauerten.

Als Gründe für weitere Belastungen werden Zugeständnisse an Airlines, Entschädigungszahlungen und Leistungen genannt. Dazu zählen laut Shakeel Adam, Chef der Beratung Aviado Partners, Extra-Guthaben für Ersatzteile oder Personalschulungen, Rabatte oder Gratisflugzeuge bei künftigen Bestellungen.

Zusätzlich fehlen Umsätze für die bis zu 400 Jets, die Boeing während der siebenjährigen Verspätung ausliefern wollte. Zusammen mit Bestellungen, die wegen der Pannen ausfallen oder bei Airbus landen, könnten Boeing gegenüber der Planung bis zu 110 Milliarden Dollar ganz oder vorübergehend fehlen. Investmentbanken wie JP Morgan und Marktforscher wie Leeham kommen laut **WirtschaftsWoche** zu entsprechenden Einschätzungen.

Die Entwicklung der 777X begann mit großen Erwartungen. Am 17. November 2013 eröffnete der Staatschef Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktoum bei 35 Grad Hitze und Dunst den neuen Großflughafen von Dubai. Das Prestigeprojekt sollte die Führungsrolle des Stadtstaats in der Luftfahrt unterstreichen und Ausbaupläne auf bis zu fünf Bahnen sowie eine Kapazität von bis zu 260 Millionen Passagieren im Jahr ermöglichen.

Für Emirates wurde damals die wertvollste Flugzeugbestellung aller Zeiten aufgegeben: 150 Boeing 777X für gut 50 Milliarden Dollar, ohne die üblichen Großkundenrabatte. Zusammen mit 109 Jets für Qatar Airways, Etihad aus Abu Dhabi und Lufthansa war es laut dem damaligen Boeing-Chef James McNerney „die größte Markteinführung in der Geschichte der kommerziellen Luftfahrt“.

Der Jet sollte mit bis zu 475 Plätzen die Größe eines Jumbojets erreichen und bis zu ein Viertel effizienter als vergleichbare Modelle fliegen. Boeing plante, das Flugzeug innerhalb von sieben Jahren fertigzustellen und setzte dabei auf „evolutionäre Technologie für ein revolutionäres Produkt“.

**Infobox:** Die 777X sollte 2020 ausgeliefert werden, kann laut Bericht aber frühestens im Frühjahr 2027 ausgeliefert werden. Die Verzögerung verursacht mindestens 15 Milliarden Dollar an bereits gemeldeten Mehrausgaben oder Wertberichtigungen; insgesamt könnten Boeing bis zu 110 Milliarden Dollar fehlen.

## Einschätzung der Redaktion

Die vier Fälle zeigen ein gemeinsames Muster: Kurzfristige Lösungen sichern den Betrieb oder begrenzen den unmittelbaren Schaden, beheben aber nicht die strukturellen Ursachen. Besonders bei IAV und Boeing wird deutlich, dass Standortgarantien und Zukunftsversprechen ihren Wert verlieren, wenn Beschäftigung, Lieferfähigkeit und finanzielle Stabilität gleichzeitig unter Druck geraten.

Die Sicherheitslage verschärft dieses Problem zusätzlich. Unternehmen müssen künftig nicht nur wirtschaftlich effizient, sondern auch widerstandsfähig gegen externe Störungen und Angriffe organisiert sein. Wo Transparenz fehlt – bei Bewertungen ebenso wie bei Konzernentscheidungen – wächst das Risiko, dass Vertrauen schneller verloren geht als wieder aufgebaut werden kann.

**Kernaussage:** Die Bedeutung der Entwicklungen liegt weniger in einzelnen Problemen als in der sichtbaren Schwäche von Kontroll-, Sicherheits- und Anpassungsmechanismen.

Quellen:
- [Google-Bewertungen in Deutschland: Löschpraxis und Auswirkungen](https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/google-bewertungen-deutschland-loeschungen-recht-li.3521125)
- [Automobilindustrie - Einigung bei IAV: Stellenabbau und Standortsicherung - Wirtschaft](https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/automobilindustrie-einigung-bei-iav-stellenabbau-und-standortsicherung-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260807-930-499094)
- [Wie verwundbar ist die deutsche Wirtschaft im hybriden Krieg wirklich?](https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wirtschaft-krieg-schutz-infrastruktur-flughafen-leipzig-russland-li.3527734)
- [Das nächste Boeing-Debakel stellt selbst die 737 Max in den Schatten](https://www.wiwo.de/technologie/wirtschaft-von-oben/boeing-das-naechste-debakel-stellt-selbst-die-737-max-in-den-schatten/100242406.html)
- [Wohlstand: Es läuft nicht alles schlecht in der deutschen Wirtschaft](https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/wohlstand-es-laeuft-nicht-alles-schlecht-in-der-deutschen-wirtschaft-accg-201098201.html)
- [Wirtschaft vor acht vom 06.08.2026](https://www.tagesschau.de/video/video-1627212.html)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [wirtschaft-ratgeber.de](https://wirtschaft-ratgeber.de/pressespiegel-loeschungen-stellenabbau-und-wachsende-sicherheitsrisiken/)*
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