Ölpreis fällt, Yen wird gestützt: Märkte reagieren zurückhaltend
Autor: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Geopolitische Spannungen, Währungseingriffe und Niedrigwasser belasten die Märkte und Lieferketten, während Ölpreise und Bio-Nachfrage gegensätzliche Entwicklungen zeigen.
Die Märkte stehen unter dem Einfluss geopolitischer Spannungen, Währungseingriffe und wachsender Versorgungsrisiken: Während Trumps Iran-Ankündigung den Ölpreis fallen lässt, gerät der Yen unter Druck und Niedrigwasser belastet deutsche Lieferketten. Der Pressespiegel zeigt zudem, wie sich Bio-Konsum, Gasreserven und Chinas Wirtschaft in einem zunehmend unsicheren Umfeld entwickeln.
Ölpreis fällt nach Trump-Ankündigung, asiatische Börsen bleiben zurückhaltend
Der Ölpreis ist nach der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verschiebung eines Angriffs auf den Iran deutlich gesunken. Nach Angaben von ntv.de fiel der Preis für die Nordseesorte Brent um 4,08 Dollar oder 4,64 Prozent auf 83,85 Dollar je Barrel, während sich die US-Sorte WTI um 4,01 Dollar oder 4,74 Prozent auf 80,66 Dollar verbilligte.
Trump hatte den nach seinen Worten größten Angriff des US-Militärs „seit dem Zweiten Weltkrieg“ vorerst abgesagt, um neuen Verhandlungen mit dem Iran eine Chance zu geben. Auf seiner Plattform Truth Social erklärte er, der Iran und andere Länder im Nahen Osten hätten um Zeit gebeten, um eine Vereinbarung über eine sofortige und vollständige Öffnung der wichtigen Meerenge sowie ein Ende der nuklearen Bedrohung durch den Iran abzuschließen. Eine Bestätigung des Iran lag laut ntv.de zunächst nicht vor.
Die Börsen in Ostasien reagierten nur verhalten auf den fallenden Ölpreis. Bis 12.30 Uhr Ortszeit sank der südkoreanische Leitindex Kospi um knapp fünf Prozent, der japanische Nikkei 225 gab um 1,7 Prozent nach. Der Hang Seng in Hongkong stieg um 0,2 Prozent, während der chinesische CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten rund 0,8 Prozent im Minus notierte.
Als weiteren Belastungsfaktor nannte ntv.de die Sorge, dass der Boom rund um Künstliche Intelligenz allmählich nachlassen könnte. Zusätzlich drückte ein Beschluss der Opec+ auf die Ölpreise: Die Allianz erdölexportierender Länder billigte eine Erhöhung der Förderquote um rund 188.000 Barrel pro Tag ab September.
Im vergangenen Monat waren die Ölpreise noch um mehr als 20 Prozent gestiegen. Als Auslöser galten wiederaufgeflammte Kämpfe zwischen den USA und dem Iran sowie Angriffe auf mehrere Schiffe im Golf von Oman. Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO meldete seit Samstag drei weitere Angriffe auf Tanker, wodurch sich der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus weiter verlangsamte.
„Es scheint das ewig gleiche Spiel zu sein. Der US-Präsident stellt im Iran-Krieg eine Lösung in Aussicht und schon gehen Ölpreise runter und Börsenkurse rauf.“
Zusammenfassung: Quelle: ntv.de – Brent sank auf 83,85 Dollar je Barrel, WTI auf 80,66 Dollar. Die asiatischen Aktienmärkte blieben trotz des fallenden Ölpreises überwiegend unter Druck.
Japan und USA intervenieren gemeinsam zugunsten des Yen
Japan hat nach Angaben der FAZ erstmals seit Jahrzehnten gemeinsam mit den USA am Devisenmarkt interveniert, um den schwächelnden Yen zu stützen. Finanzministerin Satsuki Katayama bestätigte, dass Yen gekauft worden seien, um „übermäßige Volatilität und ungeordnete Bewegungen“ der japanischen Landeswährung einzudämmen.
Die japanische Regierung stehe weiterhin in engem Austausch mit den USA und werde bei Bedarf weitere Maßnahmen am Devisenmarkt ergreifen. Der Yen war zuvor gegenüber dem US-Dollar auf den schwächsten Stand seit rund 40 Jahren gefallen.
Eine schwache Währung verbilligt zwar die Exporte einer Volkswirtschaft, verteuert jedoch gleichzeitig die Warenimporte und vermindert die Kaufkraft der Bevölkerung. Besonders betroffen sind laut FAZ die in Dollar gehandelten Ölimporte. Zugleich habe der schwache Yen zu einem Tourismusboom in Japan beigetragen, weil Hotels, Einkäufe und Restaurantbesuche für ausländische Reisende günstiger wurden.
Die gemeinsame Intervention wurde von US-Präsident Donald Trump als Beleg für die guten Beziehungen zwischen Tokio und Washington gewertet. Die FAZ zitierte Trump mit den Worten: „Sie haben einen schwächelnden Yen und wollten ein bisschen Unterstützung. Wir sind immer da, um Japan zu helfen.“
Zur möglichen Größenordnung der japanischen Intervention nannte die FAZ unterschiedliche Schätzungen. Die „Financial Times“ zitierte Analysten mit einer Schätzung von 8,45 Billionen Yen, während die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ von zwischen sechs und sieben Billionen Yen sprach.
Staatliche Währungsinterventionen sind vergleichsweise selten. Eine bilateral abgestimmte Maßnahme zwischen Tokio und Washington hatte es laut FAZ zuletzt Ende der 1990er Jahre gegeben. 2011 intervenierten die G-7-Staaten gemeinsam am Devisenmarkt, um den Yen nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe von Fukushima zu stützen.
Zusammenfassung: Quelle: FAZ – Japan und die USA kauften Yen, nachdem die japanische Währung auf den schwächsten Stand seit rund 40 Jahren gefallen war. Für die Intervention wurden Schätzungen von 8,45 Billionen Yen sowie zwischen sechs und sieben Billionen Yen genannt.
Bio-Nachfrage steigt im zweiten Quartal weiter
Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln hat im zweiten Quartal weiter zugelegt. Wie SZ.de unter Berufung auf den Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) berichtet, erzielte der Einzelhandel mit Bio-Produkten zwischen April und Juli einen Umsatz von 4,75 Milliarden Euro.
Das waren 3,8 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Im gesamten ersten Halbjahr belief sich der Umsatz den Angaben zufolge auf mehr als 9,6 Milliarden Euro.
Das Umsatzwachstum sei laut BÖLW nicht um die Preissteigerungen im Lebensmitteleinzelhandel bereinigt, übersteige diese aber deutlich. BÖLW-Chefin Tina Andres erklärte: „Bio-Lebensmittel stehen auch in Krisenzeiten ganz oben auf der Einkaufsliste der Deutschen: Da gehören sie auch hin.“
Als wichtige Treiber der Nachfrage nannte der Verband vor allem Drogeriemärkte wie dm oder Rossmann. Diese hätten ihr Bio-Sortiment in den vergangenen Jahren erheblich ausgeweitet, unter anderem bei Snacks, veganen Produkten, Babykost und Tee. Die Umsätze mit Bio-Produkten stiegen bei diesen Märkten den Angaben zufolge um fast 20 Prozent.
Der Anteil der Drogeriemärkte am gesamten Bio-Lebensmittelhandel bleibt mit rund 12,5 Prozent jedoch noch ausbaufähig. Im Bio-Fachhandel stagnierte die Nachfrage hingegen bei einem Umsatz von 0,82 Milliarden Euro. Als Gründe nannte der BÖLW neben der insgesamt verhaltenen Konsumstimmung auch den Strukturwandel im Markt.
Verbraucher kaufen Bio-Lebensmittel demnach immer häufiger in herkömmlichen Supermärkten oder Drogerien. Die sogenannten Vollsortimenter wie Rewe oder Edeka verzeichneten bei Bio-Produkten im zweiten Quartal ein Umsatzwachstum von 5 Prozent. Nach Angaben des Verbands habe sich dort der Ausbau der Bio-Eigenmarken ausgezahlt.
Die Zahlen wurden in Zusammenarbeit mit der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AIG) erhoben. In die Erhebung flossen unter anderem Daten der Marktforschungsinstitute Yougov und NIQ Nielsen ein.
Zusammenfassung: Quelle: SZ.de – Der Bio-Umsatz im Einzelhandel erreichte zwischen April und Juli 4,75 Milliarden Euro und lag damit 3,8 Prozent über dem Vorjahresquartal. Besonders Drogeriemärkte legten mit fast 20 Prozent zu, während der Bio-Fachhandel bei 0,82 Milliarden Euro stagnierte.
Niedrigwasser belastet Deutschlands Güterverkehr und Lieferketten
Die Pegelstände großer deutscher Flüsse sind wegen anhaltender Trockenheit und Hitze auf historisch niedrige Werte gefallen. Der Tagesspiegel berichtet, dass Rhein, Elbe und Donau ebenso wie viele andere Wasserläufe betroffen sind und mancherorts neue Tiefststände erreicht wurden.
Nach Angaben der Bundesanstalt für Gewässerkunde führen deutsche Flüsse derzeit an vielen Stellen Niedrigwasser. Regenschauer ließen die Wasserstände nur kurz steigen; insgesamt überwiege weiterhin die sinkende Tendenz.
| Fluss | Anteil der Messstellen mit extrem niedrigem Wasser |
|---|---|
| Rhein | rund 44 Prozent |
| Elbe | 16 Prozent |
| Donau | circa 78 Prozent |
In Köln wurde am Samstagmittag mit 67 Zentimetern der niedrigste Pegelstand seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Dieser Wert lag zwei Zentimeter unter dem Stand vom Oktober 2018. In Duisburg-Ruhrort und Düsseldorf wurden die Tiefststände aus dem Oktober 2018 erneut erreicht.
Fabian Spieß, stellvertretender Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt, sagte, die Wasserstände am Rhein seien auf einem sehr niedrigen Niveau und in den vergangenen Tagen weiter gefallen. Niedrigwasserphasen seien zwar nicht ungewöhnlich, träten normalerweise aber erst im Spätsommer und Herbst auf.
Ein Fahrverbot für die Güterschifffahrt gibt es laut Tagesspiegel nicht. Jeder Schiffsführer entscheide selbst, wann sich eine Fahrt nicht mehr lohne. Die Schifffahrt fahre, solange dies physikalisch und sicher möglich sei. Mit sinkenden Pegelständen nehme jedoch die Lademenge ab, sodass mehr Schiffe eingesetzt werden müssten.
Die wirtschaftlichen Folgen reichen laut dem Bericht von höheren Transportkosten bis zu möglichen Engpässen in Lieferketten. Besonders betroffen seien Branchen, die große Mengen an Rohstoffen und Vorprodukten benötigen, darunter Chemie, Stahl und Mineralöl.
Binnenschiffe könnten nur noch ein Drittel bis die Hälfte der üblichen Ladung transportieren. Auf einzelnen Verbindungen hätten sich die Frachtkosten verdrei- bis vervierfacht. Zusätzlich entstünden Kosten durch Verzögerungen und Umplanungen.
Für Verbraucher könnten sich die Belastungen unter anderem bei Baustoffen und Energieprodukten zeigen. Der Geschäftsführer des Tankstellenverbands ZTG warnte vor möglichen Engpässen in der Spritversorgung, falls die Wasserstände des Rheins an wichtigen Stellen weiter sinken. Bei einer länger anhaltenden Niedrigwassersituation könnten die Spritpreise vor allem im Süden steigen.
Stefan Kooths vom Kiel Institut für Weltwirtschaft schätzt, dass das Niedrigwasser das Bruttoinlandsprodukt zwischen Juli und September um 0,1 bis 0,2 Prozent dämpfen könnte. Den Wertschöpfungsausfall bezifferte er grob auf eine bis zwei Milliarden Euro im dritten Quartal.
Für die kommenden Tage rechnet die Bundesanstalt für Gewässerkunde überwiegend mit weiter fallenden Wasserständen. Die Niedrigwassersituation werde voraussichtlich anhalten, sich räumlich ausweiten und bei ausbleibenden Niederschlägen weiter verschärfen. Eine Entspannung könne laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein erst durch großflächige, lang anhaltende Niederschläge im Einzugsgebiet eintreten.
Zusammenfassung: Quelle: Tagesspiegel – In Köln wurde ein Pegelstand von 67 Zentimetern gemessen. Binnenschiffe transportieren nur noch ein Drittel bis die Hälfte der üblichen Ladung, während sich Frachtkosten auf einzelnen Verbindungen verdrei- bis vervierfacht haben könnten; das Bruttoinlandsprodukt könnte zwischen Juli und September um 0,1 bis 0,2 Prozent gedämpft werden.
Finanzierung einer staatlichen Gasreserve bleibt offen
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche bringt für die geplante strategische Gasreserve neben einer Umlage über die Gaskunden auch eine Haushaltsfinanzierung ins Spiel. Wie Rheinpfalz.de berichtet, bezeichnete die CDU-Politikerin die Finanzierungsfrage als offen.
„Es gibt zwei Finanzierungsoptionen“, sagte Reiche in einem Video-Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Das eine ist eine Umlage, das zweite ist die Haushaltsfinanzierung.“ Möglich sei auch ein Mischmodell. Die Entscheidung müsse in der Koalition und mit dem Markt besprochen werden.
Reiche erklärte, sie wolle Unternehmen, die sich ohnehin in wettbewerbsschwierigen Situationen befänden, nicht zusätzlich belasten. Hintergrund der geplanten Reserve sind aus Sicht der Ministerin die starken Preisschwankungen und die Anfälligkeit der globalen Energiemärkte.
Als Beispiele für extreme Szenarien nannte sie gestörte oder ausbleibende Energieflüsse nach Deutschland, physische Anschläge auf Pipelines sowie den Anschlag auf die Strominfrastruktur zu Beginn des Jahres in Berlin. Ein Teil der Gasspeicher solle deshalb einer staatlichen, vom Markt getrennten Reserve zugeführt werden.
Das Verfahren werde derzeit vorbereitet. Bis Ende dieses Jahres sollten entsprechende Pläne durch das Parlament gebracht werden.
Die Reserve soll nach Angaben einer Sprecherin des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie einen Umfang von 24 Milliarden Kilowattstunden haben. Das entspräche etwa zehn Prozent der deutschen Speicherkapazität.
Eine Finanzierung über eine Umlage für Verbraucher war Anfang Juli angekündigt worden. Diese solle deutlich geringer ausfallen als die mittlerweile abgeschaffte Gasspeicherumlage.
Das Vergleichsportal Verivox schätzt die Ausgaben für den Aufbau der Reserve für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einem Gasverbrauch von 20.000 Kilowattstunden pro Jahr auf rund 42 Euro. Hinzu kämen jährliche Betriebskosten von etwa 5 Euro. Die Kosten für den Aufbau einer Gasreserve bezifferte das Portal auf 1,5 Milliarden Euro.
Der Füllstand der Gasspeicher liegt derzeit bei 47 Prozent. Als Gründe nannte die Initiative Energien Speichern die hohe Entnahme am Ende des vergangenen Winters sowie stark gestiegene Gaspreise. Je höher der Gaspreis im Sommer sei, desto weniger lohne sich das Befüllen der Speicher für Großhändler.
Nach Szenarien der Initiative Energien Speichern würde ein Speicherfüllstand von 76 Prozent zum 1. November bei normalen oder warmen Wintertemperaturen ausreichen, um die Gasversorgung sicherzustellen. Bei einem außergewöhnlich kalten Winter stelle sich die Situation anders dar.
Zusammenfassung: Quelle: Rheinpfalz.de – Die geplante staatliche Gasreserve soll 24 Milliarden Kilowattstunden umfassen, entsprechend etwa zehn Prozent der deutschen Speicherkapazität. Als Finanzierung stehen eine Umlage, eine Haushaltsfinanzierung oder ein Mischmodell im Raum; der aktuelle Speicherfüllstand beträgt 47 Prozent.
Chinas Wachstum schwächt sich ab, eine Krise sieht die Berliner Zeitung nicht
Die chinesische Wirtschaft wächst im zweiten Quartal schwächer, bleibt nach Einschätzung der Berliner Zeitung jedoch ein zentraler Faktor der Weltwirtschaft. Der Bericht widerspricht der Darstellung, wonach China bereits in einer Krise stecke.
Das zweite Quartal habe das niedrigste Wachstum der vergangenen zweieinhalb Jahre verzeichnet. Ein einzelnes schwächeres Quartal sei jedoch noch keine Krise, insbesondere nicht nach einem starken ersten Quartal mit 5 Prozent Wachstum.
Als Grund für die Entwicklung nennt die Berliner Zeitung den Abbau von Subventionen im E-Autobereich zu Beginn des Jahres. Diese Maßnahme habe Deutschland schon lange gefordert und wirke sich nun im zweiten Quartal aus.
Trotz der schwächeren Entwicklung wachse die Volksrepublik weiter deutlich. Wachstum, Exporte und Industrie blieben laut dem Bericht auf Kurs, wodurch China weiterhin ein zentraler Faktor der Weltwirtschaft sei.
Zusammenfassung: Quelle: Berliner Zeitung – Das zweite Quartal verzeichnete das niedrigste Wachstum der vergangenen zweieinhalb Jahre, nachdem das erste Quartal ein Wachstum von 5 Prozent erreicht hatte. Die Berliner Zeitung bewertet die Abschwächung dennoch nicht als Krise und führt sie unter anderem auf den Abbau von Subventionen im E-Autobereich zurück.
Einschätzung der Redaktion
Die Entwicklungen zeigen eine zunehmende Verwundbarkeit wirtschaftlicher Systeme gegenüber geopolitischen Konflikten, Währungsschwankungen, Klimarisiken und politischen Eingriffen. Besonders das Niedrigwasser macht deutlich, dass kurzfristige Störungen schnell reale Folgen für Transport, Energieversorgung und Preise haben können. Die geplante Gasreserve kann die Widerstandsfähigkeit erhöhen, löst aber die grundsätzliche Frage nach einer verlässlichen und bezahlbaren Energieinfrastruktur nicht. Insgesamt überwiegt daher der Handlungsdruck: Resilienz wird vom strategischen Vorteil zur wirtschaftlichen Notwendigkeit.
Kernaussage: Politische Stabilität, robuste Lieferketten und vorsorgende Infrastruktur werden zunehmend zu entscheidenden Standortfaktoren.
Quellen:
- Börsen in Asien zurückhaltend: Ölpreis gibt nach Trump-Ankündigung nach
- Yen auf 40-Jahres-Tief: Japan und USA stützen Währung
- Biologische Erzeugung - Erneut höhere Nachfrage nach Bio im zweiten Quartal - Wirtschaft
- Schifffahrt bei Niedrigwasser: Pegelstände in Deutschlands Flüssen setzen der Wirtschaft zu
- Reiche bringt neue Finanzierung für Gasreserve ins Spiel
- Chinas Wachstum schwächelt – aber von Krise kann keine Rede sein