Netzausbau, KI-Löhne und Schulden: Wirtschaft unter wachsendem Druck
Autor: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion
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Kategorie: Nachrichten
Zusammenfassung: Der Pressespiegel beleuchtet steigende Netzausbaukosten, wachsenden Strombedarf und KI-bedingten Lohndruck, besonders für junge und geringer qualifizierte Beschäftigte.
Steigende Stromkosten, KI-bedingter Lohndruck, eine globale Schuldenwelle und Niedrigwasser im Rhein: Der aktuelle Pressespiegel zeigt, wie tiefgreifend sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändern. Hinzu kommen neue EU-Vorgaben, die besonders kleine Unternehmen vor zusätzliche Herausforderungen stellen.
Netzausbau zwischen steigender Stromnachfrage und explodierenden Kosten
Deutschland steht vor einem Grundsatzstreit über den künftigen Ausbau des Stromnetzes. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will den Netzausbau stärker an realistischen Prognosen für den Strombedarf und den daraus entstehenden Kosten ausrichten, während Teile der Wirtschaft vor einer zu knappen Planung warnen.
Eine von Hitachi Energy in Auftrag gegebene Systemstudie von Fraunhofer ISE, Fichtner IT Consulting und EY-Parthenon modelliert für 2045 je nach Szenario eine Endstromnachfrage zwischen 895 und 1.016 Terawattstunden. Ausgangspunkt sind rund 487 Terawattstunden im Jahr 2025. Im Stagnationsszenario soll die Nachfrage bis 2045 auf 895 Terawattstunden steigen, während bei stärkerem Wirtschaftswachstum und schnellerer Elektrifizierung 1.016 Terawattstunden erwartet werden.
Als Treiber des steigenden Verbrauchs nennt die Studie E-Autos, Wärmepumpen, elektrische Industrien und Rechenzentren, etwa für eine deutsche oder europäische Künstliche Intelligenz. Hitachi-Chef Andreas Schierenbeck warnt davor, der Ausbau könne durch eine zu knappe Kalkulation ausgebremst werden.
„Wir haben noch nicht mal das gebaut, was wir uns in Deutschland vor Jahren vorgenommen haben. Jetzt zu sagen, wir brauchen weniger, ist der falsche Weg.“
Reiches Wirtschaftsministerium kommt gemeinsam mit dem Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität zu Köln und der Energieberatung BET für 2030 auf einen robusten Korridor von 600 bis 700 Terawattstunden Bruttostromverbrauch. Reiche selbst rechnet bis dahin eher mit etwa 600 bis 620 Terawattstunden. Die Werte sind laut Bericht allerdings nicht unmittelbar vergleichbar, weil die Hitachi-Studie die Endstromnachfrage betrachtet.
Die Kosten des Netzausbaus sind inzwischen deutlich höher als ursprünglich angenommen. Im Netzentwicklungsplan von 2023 kalkulierten die Übertragungsnetzbetreiber mit rund 324 Milliarden Euro, im Juli 2025 bezifferten sie die Kosten für dieselben Maßnahmen bereits auf rund 440 Milliarden Euro. Für die kleineren Verteilnetze sieht das Gutachten bis 2045 einen Investitionsbedarf von 235 Milliarden Euro oder mehr.
| Endstromnachfrage 2025 | rund 487 Terawattstunden |
| Endstromnachfrage 2045 im Stagnationsszenario | 895 Terawattstunden |
| Endstromnachfrage 2045 im Prosperitätsszenario | 1.016 Terawattstunden |
| Bruttostromverbrauch 2030 laut EWI und BET | 600 bis 700 Terawattstunden |
| Erwartung Reiches bis 2030 | etwa 600 bis 620 Terawattstunden |
| Netzausbaukosten im Netzentwicklungsplan von 2023 | rund 324 Milliarden Euro |
| Netzausbaukosten im Juli 2025 | rund 440 Milliarden Euro |
| Verteilnetze bis 2045 | 235 Milliarden Euro oder mehr |
Die Studie verweist zugleich auf die bereits heute hohen Kosten der Stromversorgung. Laut Eurostat zahlten Nicht-Haushaltskunden mit einem Verbrauch zwischen 500 und 2000 MWh im zweiten Halbjahr 2025 im Durchschnitt 22,64 Cent je Kilowattstunde. Innerhalb der Europäischen Union war der Strom nur in Irland und auf Zypern teurer.
Fehlende Netzkapazitäten erschweren außerdem die Verteilung von Wind- und Solarstrom. Sind Leitungen ausgelastet, werden Windräder im Norden heruntergeregelt und gleichzeitig Kraftwerke an anderer Stelle hochgefahren. Diese Redispatch-Maßnahmen sowie die Reservehaltung von Kraftwerken kosteten 2025 rund drei Milliarden Euro.
EWI und BET setzen deshalb stärker auf Speicher, flexible Verbraucher und eine effizientere Nutzung der bestehenden Netze. Gelegentliche Redispatch-Eingriffe könnten in einigen Fällen günstiger sein als der Bau einer milliardenschweren Leitung, die den größten Teil des Jahres nicht vollständig ausgelastet ist.
Die Hitachi-Studie zeigt zudem, dass höhere Gesamtkosten bei einem größeren Stromsystem nicht automatisch höhere Kosten je bereitgestellter Stromeinheit bedeuten. Im Prosperitätsszenario steigen die jährlichen Stromsystemkosten von 93 Milliarden Euro im Jahr 2025 auf 197 Milliarden Euro im Jahr 2045, während die Stromsystemkosten je Megawattstunde von 171 auf 153 Euro sinken.
Auch die Bundesnetzagentur hat den Netzausbau nicht gestoppt. Von den 159 Maßnahmen, die die Übertragungsnetzbetreiber im Netzentwicklungsplan vorgeschlagen haben, hält die Behörde 118 für „vorläufig bestätigungsfähig“. Wie viele Maßnahmen letztlich folgen, ist laut Frankfurter Rundschau noch offen.
Zusammenfassung: Die Frankfurter Rundschau berichtet über den Konflikt zwischen einer vorsichtigeren Bedarfsplanung von Wirtschaftsministerin Reiche und den Ausbauwarnungen der Wirtschaft. Im Mittelpunkt stehen eine mögliche Endstromnachfrage von 895 bis 1.016 Terawattstunden im Jahr 2045, Netzausbaukosten von rund 440 Milliarden Euro sowie alternative Maßnahmen wie Speicher und flexible Verbraucher.
Unternehmen erwarten durch Künstliche Intelligenz häufiger sinkende Löhne
Viele Unternehmen in Deutschland rechnen durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz mit sinkenden Löhnen. Das berichtet SZ.de unter Berufung auf eine Umfrage des Ifo-Instituts, an der mehr als 3.000 Unternehmen in Deutschland teilnahmen, die bereits KI nutzen.
Nach Angaben der Ifo-Forscherin Anna Ruffert erwarten deutlich mehr Unternehmen negative als positive Effekte. Besonders betroffen sind Arbeitnehmer mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung. Rund die Hälfte der Betriebe rechnet bei dieser Gruppe in den kommenden fünf Jahren mit sinkenden Löhnen, während nur sehr viel weniger Unternehmen einen Anstieg erwarten.
Deutliche Unterschiede zeigen sich bei Berufserfahrung und Qualifikation. Bei Arbeitnehmern mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung ohne Hochschul- oder Fachhochschulabschluss erwarten 48,3 Prozent der Betriebe sinkende Löhne, während 5,9 Prozent steigende Löhne prognostizieren. Bei Beschäftigten mit Hochschulabschluss und geringer Erfahrung rechnen 50,8 Prozent der Unternehmen mit sinkenden Löhnen und 16,3 Prozent mit steigenden.
Für Arbeitnehmer mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung fallen die Erwartungen ebenfalls überwiegend negativ aus, allerdings weniger stark. Ohne Hochschulabschluss erwarten 40,4 Prozent der Unternehmen sinkende Löhne und 9,7 Prozent steigende. Bei erfahrenen Akademikern rechnen 37,5 Prozent mit sinkenden Löhnen, während 26 Prozent einen Anstieg erwarten.
| Beschäftigtengruppe | Sinkende Löhne | Steigende Löhne |
|---|---|---|
| Weniger als fünf Jahre Berufserfahrung, ohne Hochschul- oder Fachhochschulabschluss | 48,3 Prozent | 5,9 Prozent |
| Weniger als fünf Jahre Berufserfahrung, mit Hochschulabschluss | 50,8 Prozent | 16,3 Prozent |
| Mindestens fünf Jahre Berufserfahrung, ohne Hochschulabschluss | 40,4 Prozent | 9,7 Prozent |
| Mindestens fünf Jahre Berufserfahrung, mit Hochschulabschluss | 37,5 Prozent | 26 Prozent |
Auch zwischen den Branchen bestehen Unterschiede. Am häufigsten erwarten Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich sinkende Löhne. Für Beschäftigte mit kurzer Berufserfahrung und ohne Hochschulabschluss nennen dies 53,3 Prozent der Unternehmen, bei Beschäftigten mit langer Erfahrung sind es 44,2 Prozent.
Im Handel liegen die entsprechenden Werte bei 47,9 und 41,3 Prozent. Im verarbeitenden Gewerbe erwarten 46,5 Prozent der Unternehmen bei Beschäftigten mit kurzer Berufserfahrung sinkende Löhne, bei Beschäftigten mit langer Erfahrung sind es 38,9 Prozent.
Am schwächsten fallen die erwarteten Auswirkungen am Bau aus. Dort rechnen 39 Prozent der Unternehmen bei Mitarbeitern mit niedriger Berufserfahrung mit sinkenden Löhnen, bei höherer Erfahrung sind es 31,3 Prozent.
- Dienstleistungen: 53,3 Prozent bei kurzer und 44,2 Prozent bei langer Berufserfahrung
- Handel: 47,9 Prozent bei kurzer und 41,3 Prozent bei langer Berufserfahrung
- Verarbeitendes Gewerbe: 46,5 Prozent bei kurzer und 38,9 Prozent bei langer Berufserfahrung
- Bau: 39 Prozent bei kurzer und 31,3 Prozent bei langer Berufserfahrung
„Künstliche Intelligenz wird aus Sicht vieler Unternehmen die Löhne nicht für alle Beschäftigten gleichermaßen beeinflussen.“
Nach Einschätzung der Ifo-Forscherin rechnen Unternehmen am ehesten bei weniger erfahrenen Arbeitskräften mit sinkenden Löhnen. SZ.de weist darauf hin, dass der Text direkt aus dem dpa-Newskanal stammt und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet wurde.
Zusammenfassung: SZ.de berichtet, dass Unternehmen, die bereits KI einsetzen, häufiger sinkende als steigende Löhne erwarten. Besonders betroffen sind Beschäftigte mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung; erfahrene Akademiker haben laut Umfrage die besten Aussichten innerhalb der betrachteten Gruppen.
Globale Staatsverschuldung nähert sich der Marke von 100 Prozent
Die globale Staatsverschuldung ist nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds von wenig mehr als 60 Prozent der weltwirtschaftlichen Jahresleistung auf zuletzt rund 95 Prozent gestiegen. Bis zum Jahr 2029 prognostiziert der IWF, dass die Marke von 100 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts überschritten sein wird.
Die FAZ beschreibt diese Entwicklung als grundlegende Veränderung der Finanzpolitik im ersten Viertel des Jahrhunderts. Die globale Staatsverschuldung liegt demnach in etwa wieder auf dem Niveau, das am Ende des Zweiten Weltkriegs erreicht war.
Die Entwicklung verläuft nach Darstellung der FAZ von Land zu Land unterschiedlich. Deutschland stand in den 2010er-Jahren weitgehend für fiskalische Solidität und schwenkte erst in diesem Jahr auf einen Kurs höherer Verschuldung um. Als treibende Kräfte des Schuldenaufbaus werden die Vereinigten Staaten und China genannt.
Regierungen begründen höhere Schulden häufig mit Krisen. Dazu zählen die globale Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 bis 2009, die Corona-Pandemie der frühen 2020er-Jahre, der Energiepreis- und Inflationsschock nach Russlands Angriff auf die Ukraine sowie die schnelle Stärkung der Verteidigungsbereitschaft des Westens angesichts der russischen Bedrohung.
Der FAZ zufolge steckt hinter dem Anstieg jedoch mehr als die Reaktion auf Krisen. Zwischen 1980 und 2000 gingen steigende Staatsschulden im Trend mit steigenden Primärüberschüssen vor Schuldendienst einher. Seit der Jahrhundertwende sei dieser Zusammenhang nach Berechnungen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich verschwunden.
Das bedeute, dass Regierungen und Parlamente über steigende Schulden weniger besorgt seien und seltener gegensteuerten. Zudem reagierten Regierungen zunehmend prozyklisch auf konjunkturelle Schwankungen: Sie weiteten nicht nur in schlechten Zeiten schuldenfinanzierte Ausgaben aus, sondern erhöhten auch in wirtschaftlich guten Zeiten die Primärdefizite.
Als Gründe für den Wandel nennt die FAZ unter anderem die lange Zeit niedriger Zinsen. Diese hätten den Regierungen neue fiskalische Spielräume vorgespiegelt. Mit steigenden Zinsen sei diese Phase beendet, wodurch viele Regierungen unter Anpassungsdruck gerieten.
Weitere Erklärungen sind die sogenannte fiskalische Ermüdung und eine stärkere politische Polarisierung. Die FAZ bewertet diese Ansätze jedoch als unvollständige Begründungen. Eine traditionelle Erklärung sei dagegen der Anreiz, heute zusätzliche Ausgaben zu finanzieren und die Last der Schulden künftigen Generationen zu überlassen.
| Globale Staatsverschuldung früher | wenig mehr als 60 Prozent der weltwirtschaftlichen Jahresleistung |
| Globale Staatsverschuldung zuletzt | rund 95 Prozent |
| Prognose des IWF für 2029 | Überschreitung von 100 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts |
| Maximales Defizit laut Stabilitätspakt | drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts |
| Obergrenze der Staatsverschuldung laut Stabilitätspakt | 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts |
Strikte Fiskalregeln wie der Stabilitätspakt der Europäischen Währungsunion hätten den Weg in die Verschuldung höchstens gebremst, heißt es weiter. Der Pakt sah maximale Defizite von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts und eine Obergrenze der Staatsverschuldung von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vor.
Die FAZ zitiert den früheren Vorsitzenden des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Herbert Hax. Wenn die Bereitschaft zur Einhaltung fiskalischer Regeln fehle, bleibe nur der Weg des „pathologischen Lernens“: Zinssätze und Misstrauen in Staatsanleihen müssten noch stärker steigen, bevor Regierungen zu fiskalischer Solidität zurückkehrten.
„Dann bleibt nur noch der Weg des pathologischen Lernens.“
Zusammenfassung: Die FAZ berichtet über einen weltweiten Anstieg der Staatsverschuldung von wenig mehr als 60 Prozent auf zuletzt rund 95 Prozent der weltwirtschaftlichen Jahresleistung. Der IWF erwartet bis 2029 eine Überschreitung von 100 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts; als Ursachen werden neben Krisen auch veränderte politische Anreize, niedrige Zinsen und nachlassende fiskalische Disziplin beschrieben.
Niedrigwasser im Rhein belastet die Wirtschaft
Anhaltendes Niedrigwasser im Rhein beeinträchtigt die Wirtschaft und zwingt erste Unternehmen zu Produktionskürzungen. Eine vollständige Verlagerung der Lieferungen auf die Straße ist laut FAZ jedoch kaum möglich.
Der Wasserstand des Rheins unterschritt den bisherigen Rekord von 2018. In Köln wurde am Samstagmittag der niedrigste Pegelstand seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Binnenschiffer befürchten, dass der Wassermangel die internationale Transportroute bald unterbrechen könnte.
Die Einschränkungen treffen eine wichtige Verkehrs- und Lieferroute. Nach Darstellung der FAZ könnten daraus größere wirtschaftliche Schäden entstehen, weil Transporte nicht ohne Weiteres auf Lastwagen verlagert werden können.
Der WDR behandelte das Thema in einem Beitrag mit dem Titel „Niedriger Pegel und Wirtschaft“ in der Sendung „WDR aktuell“. Die verfügbare Videolänge beträgt 01:44 Minuten; der Beitrag ist bis 11.08.2028 verfügbar.
| Niedrigster Pegelstand in Köln | seit Beginn der Aufzeichnungen |
| Früherer Rekord | 2018 |
| Verfügbarkeit des WDR-Beitrags | bis 11.08.2028 |
| Länge des WDR-Beitrags | 01:44 Minuten |
Zusammenfassung: FAZ und WDR berichten über die wirtschaftlichen Folgen des Niedrigwassers im Rhein. Der Wasserstand in Köln erreichte den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen, während erste Unternehmen ihre Produktion kürzen und Binnenschiffer vor einer möglichen Unterbrechung der internationalen Transportroute warnen.
EU-Verpackungsverordnung sorgt für Kritik und Verunsicherung
Mit dem Inkrafttreten der neuen Verpackungsverordnung der Europäischen Union stellen kleine Geschäfte laut WELT reihenweise den Versand ins Ausland ein. Der Bericht beschreibt den Vorgang als widersprüchlich, weil Brüsseler Beamte nun fordern sollen, die eigenen Regeln zu ignorieren.
Die Verordnung gilt laut WELT ab dem Berichtstag. Für kleine Händler entstehen dadurch offenbar praktische und organisatorische Probleme beim grenzüberschreitenden Versand. Die Folge ist, dass einige Geschäfte ihre Auslandsangebote einstellen, anstatt die neuen Anforderungen umzusetzen.
Der Bericht ordnet den Vorgang in die Debatte über Bürokratie, Handel und Verwaltungsmodernisierung ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie europäische Vorgaben umgesetzt werden können, ohne kleine Unternehmen beim Versand ins Ausland unverhältnismäßig zu belasten.
Zusammenfassung: WELT berichtet über Kritik an der neuen EU-Verpackungsverordnung. Kleine Geschäfte stellen demnach reihenweise den Auslandsversand ein, während Brüsseler Beamte dazu auffordern, die eigenen Regeln zu ignorieren.
Einschätzung der Redaktion
Der Netzausbau darf weder auf überhöhten Wunschprognosen noch auf kurzfristiger Sparlogik beruhen. Entscheidend ist ein flexibler Ausbau, der Speicher, steuerbare Nachfrage und bestehende Leitungen konsequent einbezieht. Angesichts steigender Elektrifizierung wäre ein zu knapp dimensioniertes Netz jedoch riskanter als eine belastbare, regelmäßig überprüfte Ausbauplanung.
Zusammenfassung: Notwendig ist kein pauschales „mehr“ oder „weniger“, sondern ein anpassungsfähiger Netzausbau mit klarer Kostenkontrolle.
Einschätzung der Redaktion
Die Erwartungen sinkender Löhne zeigen, dass KI kurzfristig vor allem als Instrument zur Kostensenkung verstanden wird. Besonders Berufseinsteiger geraten dadurch unter Druck, weil klassische Einstiegsaufgaben leichter automatisierbar sind. Ohne Weiterbildung und neue Entwicklungspfade droht KI deshalb, den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erschweren und die Einkommensungleichheit zu verstärken.
Zusammenfassung: Die zentrale Herausforderung besteht darin, Produktivitätsgewinne in bessere Qualifikations- und Aufstiegschancen umzuwandeln.
Einschätzung der Redaktion
Eine globale Staatsverschuldung nahe 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ist vor allem wegen sinkender Handlungsspielräume problematisch. Künftige Krisen treffen auf höhere Zinslasten und weniger Spielraum für Investitionen. Nachhaltigkeit lässt sich daher nicht allein an der Schuldenhöhe messen, sondern an der Fähigkeit, dauerhaft Wachstum, Einnahmen und Ausgaben in ein tragfähiges Verhältnis zu bringen.
Zusammenfassung: Die wachsende Verschuldung verschärft den politischen Zielkonflikt zwischen kurzfristiger Krisenbewältigung und langfristiger finanzieller Stabilität.
Einschätzung der Redaktion
Das Niedrigwasser macht sichtbar, wie verwundbar eine stark auf einzelne Verkehrsachsen konzentrierte Wirtschaft ist. Der Rhein ist nicht nur ein Transportweg, sondern ein zentraler Bestandteil industrieller Lieferketten. Unternehmen und Politik sollten deshalb Ausweichrouten, Lagerstrategien und alternative Verkehrsträger systematisch stärken, statt auf eine rasche Normalisierung der Wasserstände zu hoffen.
Zusammenfassung: Das Risiko liegt weniger im einzelnen Niedrigwasserereignis als in der fehlenden Widerstandsfähigkeit kritischer Lieferketten.
Einschätzung der Redaktion
Wenn kleine Händler wegen europäischer Verpackungsvorgaben den Auslandsversand einstellen, verfehlt Regulierung ihren Zweck. Einheitliche Regeln können den Binnenmarkt stärken, müssen aber verhältnismäßig, verständlich und praktisch umsetzbar sein. Andernfalls profitieren vor allem große Unternehmen mit eigenen Verwaltungsressourcen, während kleinere Anbieter aus dem grenzüberschreitenden Handel gedrängt werden.
Zusammenfassung: Die Verordnung braucht eine Umsetzung, die Verbraucherschutz und Nachhaltigkeit mit wirtschaftlicher Praxistauglichkeit verbindet.
Quellen:
- Milliardenstreit bei Netzausbau: Reiche will bremsen – doch die Wirtschaft warnt vor folgenschweren Fehler
- Arbeit und KI - Ifo: Unternehmen erwarten eher sinkende Löhne durch KI - Wirtschaft - SZ.de
- Auf dem gefährlichen Weg in den Schuldenstaat
- Niedriger Pegel und Wirtschaft | WDR aktuell
- Lockerung des LKW-fahrverbots: Niedrigwasser bremst Wirtschaft aus
- Verpackungsverordnung: Die EU beschließt ein Gesetz – und rät den Bürgern, es zu ignorieren