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title: Handelskonflikte, Stellenabbau und neue Allianzen prägen die Wirtschaft
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author: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion
published: 2026-09-17
updated: 2026-09-17
language: de
category: Nachrichten
description: Handelsdrohungen, Stellenabbau und Sanktionen prägen den Pressespiegel, während Europa neue Partnerschaften sucht und Russlands Wirtschaft unter Druck gerät.
source: Provimedia GmbH
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# Handelskonflikte, Stellenabbau und neue Allianzen prägen die Wirtschaft

> **Autor:** Wirtschaft-Ratgeber Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-09-17

**Zusammenfassung:** Handelsdrohungen, Stellenabbau und Sanktionen prägen den Pressespiegel, während Europa neue Partnerschaften sucht und Russlands Wirtschaft unter Druck gerät.

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Handelsdrohungen aus Washington, Stellenabbau in der deutschen Industrie und der wachsende Druck auf Russlands Wirtschaft prägen diesen Pressespiegel. Zugleich zeigt sich, wie Europa neue Partnerschaften sucht und die Sicherheitsbranche auf steigende Anforderungen reagiert.

## Pressespiegel Wirtschaft: Handelsdrohungen, Industrieumbau und neue Sicherheitskooperationen

## Trump droht der EU wegen Annäherung an Kanada mit hohen Zöllen

Die Annäherung zwischen Kanada und der Europäischen Union sorgt für neue Spannungen mit den Vereinigten Staaten. US-Präsident Donald Trump bezeichnete den Vorschlag einer „assoziierten“ EU-Mitgliedschaft Kanadas als „lächerlich“ und drohte der EU mit „sehr hohen Zöllen“ oder damit, den Handel mit Europa in vielen Bereichen einzustellen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte im EU-Parlament in Straßburg für eine engere Partnerschaft mit Kanada geworben. Kanada und die EU hätten angesichts der unberechenbaren Handels- und Außenpolitik der USA ihre Partnerschaften dringend neu zu denken, sagte von der Leyen im Beisein des kanadischen Premierministers Mark Carney.

Trump machte seine Reaktion von der von ihm unterstellten Absicht der Europäer abhängig. Wenn die Absicht gut sei, sei das in Ordnung; wenn er die Absicht als feindseligen Akt betrachte, werde er Europa mit sehr hohen Zöllen belegen, sagte der US-Präsident. Er erläuterte nicht, woran er eine solche Absicht konkret festmachen würde.

Von der Leyen nannte keine Einzelheiten dazu, wie eine assoziierte Mitgliedschaft Kanadas aussehen könnte. Sie kündigte jedoch eine Technologieallianz und eine engere Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie an. Die Partnerschaft sei „nicht gegen andere“ gerichtet, sondern solle Kanada und die EU „gemeinsam stärker machen“.

Eine reguläre EU-Mitgliedschaft Kanadas ist nach den geltenden Verträgen nicht möglich, da nach Artikel 49 des EU-Vertrags nur europäische Staaten der Europäischen Union beitreten können. Carney begrüßte den Vorschlag eines „weitaus stärkeren, ehrgeizigeren Bündnisses in der Zukunft“ und wollte am Donnerstag im EU-Parlament seine Vorstellung einer „einzigartigen Allianz“ erläutern.

Kanada versucht zugleich, seine Abhängigkeit von den USA zu verringern. Das Land hat sich formell um den Beitritt zur britisch geführten Joint Expeditionary Force beworben, einer schnellen Eingreiftruppe mit zehn Nato-Mitgliedstaaten: Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, die Niederlande, Norwegen, Schweden und das Vereinigte Königreich.

**Quelle: Spiegel.**

**Zusammenfassung:** Die geplante engere Verbindung zwischen Kanada und der EU verschärft den politischen und handelspolitischen Konflikt mit den USA. Trump stellt bei einer aus seiner Sicht feindseligen Annäherung „sehr hohe Zölle“ und einen Handelsstopp in Aussicht.

## Thyssenkrupp-Stahlchefin warnt vor der AfD

Marie Jaroni, Chefin von Thyssenkrupp Steel Europe, hat nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt öffentlich vor den möglichen Folgen der Partei für Wirtschaft und Wohlstand gewarnt. Die 41-Jährige führt den größten Stahlhersteller der Republik und fordert andere Unternehmer dazu auf, ebenfalls Stellung zu beziehen.

Jaroni schrieb auf dem sozialen Netzwerk Linkedin, das Wahlergebnis habe sie „erschüttert“. Deutschland erlebe derzeit, wie politische Positionen an Zustimmung gewännen, die aus ihrer Sicht „Frieden, Freiheit und Wohlstand in Europa gefährden könnten“.

Die öffentliche Kritik erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Firmenchefs bislang zurückhaltend mit politischen Äußerungen zur AfD waren. Nach Einschätzung der Süddeutschen Zeitung hatten Ökonomen bereits zuvor gewarnt, das Programm der Rechtspopulisten sei schlecht für Wirtschaft und Wohlstand.

Jaroni steht zugleich an der Spitze eines Unternehmens, das sich in einer tiefgreifenden Krise befindet. Thyssenkrupp Steel Europe baut Tausende Stellen ab; dennoch genießt Jaroni laut dem Bericht das Vertrauen der Gewerkschaft.

Die Äußerung fällt vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin am Wochenende. Damit verbindet sich die wirtschaftspolitische Debatte über die Zukunft der deutschen Industrie mit der politischen Auseinandersetzung über den Einfluss der AfD.

**Quelle: SZ.de.**

**Zusammenfassung:** Die Stahlmanagerin Marie Jaroni warnt öffentlich vor politischen Positionen, die sie als Gefahr für Frieden, Freiheit und Wohlstand betrachtet. Zugleich fordert sie Unternehmer auf, sich stärker in die politische Debatte einzubringen.

## IMS Gear streicht bis zu 300 Arbeitsplätze in Südbaden

Beim südbadischen Autozulieferer IMS Gear sollen bis zu 300 Arbeitsplätze wegfallen. Das Unternehmen hatte sich nach Angaben der Badischen Zeitung stark darum bemüht, die 1500 Stellen in Südbaden zu sichern, muss nun aber dennoch einen Abbau ankündigen.

Der Stellenabbau gilt als ein Schritt, den IMS Gear eigentlich vermeiden wollte. Die Entwicklung zeigt den Druck, unter dem Autozulieferer stehen, während sich die Automobilindustrie und ihre Lieferketten verändern.

Der Bericht ordnet die Nachricht in eine Reihe weiterer wirtschaftlicher Entwicklungen ein, die Verbraucher und Unternehmen betreffen. Dazu zählen unter anderem steigende Kraftstoffpreise, die Entwicklung der Energieversorgung und Veränderungen in der Industrie.

Konkrete Angaben zu den betroffenen Standorten, zum zeitlichen Ablauf des Abbaus oder zu einzelnen Maßnahmen zur Umsetzung werden im vorliegenden Bericht nicht genannt. Fest steht jedoch, dass bis zu 300 Arbeitsplätze betroffen sein sollen, obwohl die Sicherung der insgesamt 1500 Stellen in Südbaden im Mittelpunkt der bisherigen Bemühungen stand.

**Quelle: Badische Zeitung.**

**Zusammenfassung:** IMS Gear baut in Südbaden bis zu 300 Arbeitsplätze ab. Der Schritt erfolgt trotz eines starken Engagements zur Sicherung der 1500 Stellen in der Region.

## Russland-Sanktionen zeigen Wirkung, verhindern aber keinen wirtschaftlichen Kollaps

Die westlichen Sanktionen haben Russlands Wirtschaft bislang weder wirtschaftlich noch politisch zu Fall gebracht. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung kommt jedoch zu dem Schluss, dass die Maßnahmen trotz ihrer Grenzen Wirkung entfalten und deshalb fortgesetzt werden sollten.

Die Europäische Union plant dem Bericht zufolge neue Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte, gegen Krypto- und Finanzdienstleister sowie gegen Drittstaaten, die bei der Umgehung der Sanktionen helfen. Anlass sind neue Reaktionen Europas auf den versuchten Sprengstoffanschlag am Flughafen Leipzig/Halle.

Russland steht vor der für den Zeitraum vom 18. bis zum 20. September 2026 angesetzten Wahl zur Duma. Laut dem Bericht sind die zugelassenen Parteien kremlnah; die Oppositionspartei Jabloko, die sich offen gegen den Ukrainekrieg stellt, wurde vom Obersten Gericht von der Wahl ausgeschlossen.

Als besonders wirksam werden die EU-Importverbote für russisches Öl sowie die Exportbeschränkungen für westliche Hightechprodukte beschrieben. Russland müsse für die langfristige Aufrechterhaltung seiner Ölproduktion neue Förderstätten in Ostsibirien erschließen. Wegen der schwierigen klimatischen und geografischen Bedingungen sei Moskau dabei auf Technologien und Know-how westlicher Unternehmen angewiesen.

Die russische Wirtschaft ist nach Darstellung der FAZ dennoch nicht kollabiert. Nach einem Wachstum von vier bis fünf Prozent pro Jahr in den Jahren 2023 und 2024, das vor allem durch den Ausbau der Rüstungsindustrie getragen worden sei, prognostizieren Ökonomen für dieses Jahr nur noch ein Plus von 0,5 Prozent.

Die Wirkung der Sanktionen wird zugleich durch andere Staaten abgeschwächt. China und Indien kaufen russisches Öl zu günstigen Preisen, während Komponenten mit doppeltem Verwendungszweck aus China und Hongkong russische Waffenprogramme weiterhin unterstützen. Steigende Energiepreise machen russisches Öl für weitere Länder zusätzlich attraktiv.

Die FAZ warnt davor, die Erwartungen an Sanktionen zu hoch anzusetzen. Autoritäre Herrscher könnten sich trotz schwerer Wirtschaftskrisen an der Macht halten; für einen Regimesturz wäre eine machtvolle und organisierte Opposition erforderlich, die sich in Russland nicht abzeichne.

Sanktionen seien dennoch das Mittel zwischen Worten und Waffengewalt. Sie dienten als Signal des Protests an den Kreml und als Zeichen der Unterstützung für die Ukraine.

**Quelle: FAZ.**

**Zusammenfassung:** Die Sanktionen haben Russlands Wirtschaft geschwächt, aber keinen Kollaps ausgelöst. Besonders die Beschränkungen bei Öl und westlicher Technologie wirken langfristig, werden jedoch durch Käufe und Lieferungen aus China, Indien und Hongkong teilweise ausgeglichen.

## Sicherheitsindustrie sucht in Mainz neue Partner

In Mainz haben sich zum zweiten Mal Vertreter der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, der Bundeswehr, von Unternehmen und der Forschung getroffen. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums nahmen rund 300 Teilnehmer an der Veranstaltung des Netzwerks für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, kurz SVI-Hub, teil.

Rheinland-Pfalz wurde wegen seiner zahlreichen Standorte der Bundeswehr und der US-Armee in früheren Jahren als „Flugzeugträger der Nato“ bezeichnet. Wirtschaftsminister Michael Ebling sagte, diese Rolle sei bislang eher passiv gewesen; angesichts der veränderten Weltlage und großer Investitionen in die Verteidigung wolle Rheinland-Pfalz nun eine aktive Rolle einnehmen.

Der bereits unter der Ampelregierung entstandene SVI-Hub soll die Rüstungsbranche mit Unternehmen aus anderen Wirtschaftszweigen, Start-ups und Wissenschaftlern zusammenbringen. Außerdem soll der Austausch darüber verbessert werden, welche besonderen Anforderungen Kooperationen mit der Bundeswehr mit sich bringen.

Ebling erwartet von dem Netzwerk eine Dynamisierung, damit Ideen schneller entwickelt werden können. Das derzeit in Sicherheit und Verteidigung investierte Geld sei für die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz und insbesondere für viele Mittelständler eine große Chance.

Nach Einschätzung des Kommandeurs des Landeskommandos Rheinland-Pfalz, Oberst Michael Trautermann, verändert sich die zivil-militärische Zusammenarbeit. Früher habe die Bundeswehr vor allem in Krisensituationen zivile Stellen unterstützt, etwa nach der Ahrflut. Künftig werde sich dieses Verhältnis umdrehen.

Im Ernstfall müsse die Bundeswehr große logistische Aufgaben für die Nato bewältigen. Viele Tausende Militärfahrzeuge und Soldaten könnten durch Deutschland und Rheinland-Pfalz an eine Ostflanke gebracht werden. Dafür werde Unterstützung aus der zivilen Wirtschaft benötigt, und zwar nicht nur bei Hightech, sondern auch bei militärischen Rastanlagen, Zäunen und mobilen Toiletten.

Gefragt sind nach Angaben des Berichts insbesondere Kompetenzen in Robotik, Sensorik und Künstlicher Intelligenz. Als Beispiel wird Daimler Truck mit seinem großen Werk in Wörth genannt, das eng mit mehreren Drohnenherstellern kooperiere.

Auch der europäische Rüstungskonzern MBDA sucht zusätzliche Partner. Das Unternehmen gab an, seine Produktion von 2023 bis 2025 verdoppelt und 2026 um weitere 40 Prozent gesteigert zu haben. MBDA Deutschland benötige neue Zulieferer, um auch in Krisensituationen resilient zu bleiben und die Produktion bei Bedarf skalieren zu können.

**Quelle: STERN.de.**

**Zusammenfassung:** In Mainz trafen sich rund 300 Vertreter aus Sicherheitswirtschaft, Verteidigung, Bundeswehr, Unternehmen und Forschung. Im Mittelpunkt standen Kooperationen, zusätzliche Produktionskapazitäten sowie Chancen für Mittelständler und Start-ups.

## Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklungen markieren eine zunehmende strategische Neuordnung: Handelsbeziehungen, industrielle Wertschöpfung und Sicherheitsinteressen lassen sich immer weniger getrennt betrachten. Besonders problematisch ist, dass politische Unsicherheit unmittelbar Investitionsentscheidungen, Lieferketten und Arbeitsplätze beeinflusst.

Für Europa steigt damit der Druck, wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit gemeinsam zu stärken. Das erfordert verlässliche Partnerschaften, klare politische Prioritäten und bessere Bedingungen für Innovation und industrielle Produktion.

**Kernaussage:** Wirtschaftliche Stabilität wird zunehmend zu einer Frage strategischer Eigenständigkeit.

[Quelle: Spiegel](https://www.spiegel.de/) · [Quelle: SZ.de](https://www.sueddeutsche.de/) · [Quelle: Badische Zeitung](https://www.badische-zeitung.de/) · [Quelle: FAZ](https://www.faz.net/) · [Quelle: STERN.de](https://www.stern.de/)

Quellen:
- [Wegen Annäherung an Kanada: Trump droht EU mit »sehr hohen Zöllen« und einem Handelsstopp](https://www.spiegel.de/wirtschaft/kanada-donald-trump-droht-eu-wegen-annaeherung-mit-sehr-hohen-zoellen-a-f4bcbd42-8e0d-4a79-af07-9a0ae0df9f6d)
- [Thyssenkrupp: Deutschlands wichtigste Stahlmanagerin warnt vor der AfD - Wirtschaft - SZ.de](https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/afd-jaroni-stahl-sachsen-anhalt-thyssenkrupp-li.3548310)
- [Update Wirtschaft vom 17.09.2026](https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/tagesschau24/boerselive/video-1650412.html)
- [Warum beim südbadischen Autozulieferer IMS Gear bis zu 300 Arbeitsplätze wegfallen](https://www.badische-zeitung.de/warum-beim-suedbadischen-autozulieferer-ims-gear-bis-zu-300-arbeitsplaetze-wegfallen)
- [Sanktionen gegen Russland: Wirkung trotz aller Grenzen](https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/sanktionen-gegen-russland-wirkung-trotz-aller-grenzen-201214491.html)
- [Chancen für Wirtschaft: Sicherheitsindustrie sucht Partner - Treffen in Mainz](https://www.stern.de/gesellschaft/regional/rheinland-pfalz-saarland/chancen-fuer-wirtschaft--sicherheitsindustrie-sucht-partner---treffen-in-mainz-38266870.html)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [wirtschaft-ratgeber.de](https://wirtschaft-ratgeber.de/handelskonflikte-stellenabbau-und-neue-allianzen-praegen-die-wirtschaft/)*
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