Gastgewerbe, Europatickets und Wirtschaft: Die wichtigsten Nachrichten des Tages

Autor: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion

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Kategorie: Nachrichten

Zusammenfassung: Der Pressespiegel behandelt höhere Gastrolöhne in NRW, kostenlose Europareisen für 18-Jährige, US-Sanktionen gegen iranische Airlines und Streit um den Tankrabatt.

Mehr Lohn im Gastgewerbe, kostenlose Europareisen für 18-Jährige, neue Belastungen für iranische Airlines und Streit um den Tankrabatt: Der Pressespiegel zeigt, wie politische Entscheidungen und wirtschaftliche Entwicklungen Beschäftigte, Unternehmen und Verbraucher beeinflussen.

Mehr Lohn im Gastgewerbe: Tarifabschluss in Nordrhein-Westfalen

Rund 425.000 Kellner, Köche und weitere Beschäftigte im Gastgewerbe in Nordrhein-Westfalen erhalten künftig höhere Entgelte. Der zwischen dem Hotel- und Gaststättenverband Dehoga NRW und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) vereinbarte Tarifabschluss gilt 24 Monate und sieht Erhöhungen in drei Stufen vor.

Zum 1. Oktober steigen die Entgelte um 2,2 Prozent. Im Januar 2027 folgt eine Erhöhung um 2,6 Prozent, im Januar 2028 eine weitere Anhebung um 2,2 Prozent. Ungelernte Kräfte, die weniger als 12 Monate in einem Betrieb arbeiten, sind von der ersten Anhebung ausgenommen. Für sie steigt der Stundenlohn im Januar von aktuell 14,40 Euro auf 14,77 Euro.

Zum Jahreswechsel steigt der Mindestlohn von aktuell 13,90 Euro auf 14,60 Euro. Der bisherige Abstand von 50 Cent zwischen dem Stundenlohn ungelernter Beschäftigter und dem Mindestlohn wird damit nicht mehr eingehalten.

Für gelernte Kräfte sieht der neue Tarifvertrag ab 2027 nach einem Jahr einen Stundenlohn von 17,86 Euro vor. Das entspricht laut den Angaben einem Monatsverdienst von 3.018,26 Euro. Ungelernte Einsteiger kommen auf 2.497 Euro im Monat; nach einem Jahr steigt dieser Wert auf 2.624 Euro beziehungsweise 15,52 Euro pro Stunde. Trinkgeld ist nicht Bestandteil des Lohns und steuerfrei.

Gut die Hälfte der Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen hat einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz. Für Minijobber gelten die Entgelte des Tarifvertrags ebenfalls. Die Branche steht weiterhin unter Druck: Nach dem Einbruch während der Corona-Zeit belasten Arbeitskräftemangel und hohe Energiekosten die Betriebe. Wegen der schwachen Konjunktur und unsicherer Jobaussichten geben viele Gäste zudem weniger Geld aus.

Seit Jahresbeginn gilt für Speisen in Restaurants ein Umsatzsteuersatz von sieben Prozent statt 19 Prozent. Dehoga-NRW-Präsident Andreas Büscher bezeichnete den Tarifabschluss dennoch als „hart an der Belastungsgrenze für viele unserer Betriebe“. NGG-Vize-Landesbezirksvorsitzende Isabell Mura nannte ihn angesichts der wirtschaftlich schwierigen Lage einen „ordentlichen Abschluss und einen guten Kompromiss“.

Beschäftigte im Gastgewerbe in NRWrund 425.000
Gültigkeit des Tarifabschlusses24 Monate
Erhöhung zum 1. Oktober2,2 Prozent
Erhöhung im Januar 20272,6 Prozent
Erhöhung im Januar 20282,2 Prozent
Stundenlohn ungelernter Kräfte aktuell14,40 Euro
Stundenlohn ungelernter Kräfte ab Januar14,77 Euro

Zusammenfassung: Der Tarifabschluss bringt Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe in drei Stufen mehr Geld. Gleichzeitig bleiben hohe Kosten, Arbeitskräftemangel und eine schwache Nachfrage zentrale Belastungen für die Branche.

Quelle: SZ.de

DiscoverEU: Rund 41.000 kostenlose Europatickets für 18-Jährige

Die Europäische Kommission vergibt im Oktober rund 41.000 kostenlose Reisetickets für Reisen durch Europa. Bewerben können sich 18-Jährige aus der Europäischen Union und bestimmten assoziierten Ländern.

Voraussetzung ist, dass die Bewerberinnen und Bewerber zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2008 geboren wurden. Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland sind rund 7.000 DiscoverEU-Tickets reserviert.

Die Bewerbungsrunde läuft vom 1. bis zum 15. Oktober. Die Bewerbung erfolgt online und setzt ein Quiz über die Europäische Union sowie EU-Initiativen für junge Menschen voraus. Die EU-Kommission prüft die Bewerbungen und ermittelt die Gewinnerinnen und Gewinner.

Wer ausgewählt wird, kann ab dem 1. März 2027 bis zu 30 Tage lang Europa bereisen. Die Reise können die jungen Erwachsenen selbst planen. DiscoverEU ist Teil des EU-Programms Erasmus+; seit 2018 haben laut der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland knapp 473.000 junge Menschen das Angebot genutzt.

Eine Bewerbung ist auch als Gruppe möglich. Erfolgreiche Bewerberinnen und Bewerber erhalten Travel-Pässe, mit denen sie Europa einen Monat lang bereisen können. Innerhalb des gewählten Zeitraums von bis zu 30 Tagen kann an sieben Tagen mit dem Zug gereist werden. Alternative Verkehrsmittel sind unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls erlaubt, etwa abhängig von der Reiseentfernung oder bei Reisenden, die auf Inseln leben.

Verfügbare Ticketsrund 41.000
Reservierte Tickets für Deutschlandrund 7.000
Bewerbungszeitraum1. bis 15. Oktober
Geburtszeitraum1. Januar bis 31. Dezember 2008
Frühester Reisebeginn1. März 2027
Maximale Reisedauerbis zu 30 Tage
Zugreisen innerhalb des Zeitraumssieben Tage
Nutzung seit 2018knapp 473.000 junge Menschen

Zusammenfassung: 18-Jährige können sich im Oktober um kostenlose DiscoverEU-Reisen bewerben. Die Tickets ermöglichen eine bis zu 30 Tage lange Europareise, wobei an sieben Tagen Zugreisen genutzt werden können.

Quelle: PZ-news

US-Sanktionen gegen iranische Airlines erreichen den internationalen Flugverkehr

Verschärfte US-Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften wirken sich bereits vor ihrem Inkrafttreten auf den Flugverkehr in der Region aus. Nach iranischen Angaben ordnete ein britisches Unternehmen, das den Flughafen Bagdad betreibt, aus Angst vor Sanktionen die Einschränkung und Streichung iranischer Flüge an.

Irakische Regierungskreise erklärten, Bagdad werde sich an die US-Maßnahme halten. Die iranische Zivilluftfahrt prüft nach Angaben ihres Sprechers, die gestrichenen Flüge zum Flughafen von Nadschaf umzuleiten. Die Stadt gilt als beliebtes Ziel iranischer Pilger.

US-Finanzminister Scott Bessent hatte angekündigt, dass iranische Airlines ab dem 23. September weltweit lahmgelegt werden sollten. Ländern, die dem Iran Kerosin bereitstellen oder die Bodenabfertigung übernehmen, drohte er mit einem Ausschluss aus dem Dollarsystem.

Nach Angaben des US-Finanzministeriums richten sich die Sanktionen gegen iranische Fluggesellschaften, die bislang noch nicht von entsprechenden Maßnahmen betroffen waren. Insgesamt sind demnach 36 iranische Airlines und Unternehmen der Luftfahrtbranche in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Türkei, Malaysia und Kasachstan betroffen.

Neben Bagdad nimmt nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim auch Maskat im Oman bereits keine iranischen Flugzeuge mehr auf. Die übrigen internationalen Flüge, darunter Verbindungen nach Istanbul, sollten dagegen planmäßig stattfinden. Die iranische staatliche Fluggesellschaft Iran Air erklärte, keine offiziellen Anweisungen aus der Türkei, Aserbaidschan oder dem Irak zur Aussetzung des Flugverkehrs erhalten zu haben.

Georgien verbietet seit Montag alle iranischen Flüge in seinem Luftraum. Mahan Air teilte mit, auf Ersuchen türkischer Behörden die Aussetzung aller Flüge in die Türkei eingeleitet zu haben. Im Iran gibt es 27 Fluggesellschaften, wobei die meisten Inlandsflüge anbieten. Iran Air und Mahan Air sind die beiden wichtigsten Airlines mit internationalen Verbindungen, unter anderem in Nachbarländer, nach Russland und China.

China erklärte, es lehne „einseitige, illegale Sanktionen“ ab. Die Entwicklung zeigt, dass die US-Maßnahmen nicht nur die iranischen Airlines selbst, sondern auch Flughäfen, Abfertigungsunternehmen und Staaten mit Verbindungen zum internationalen Flugverkehr unter Druck setzen.

Zusammenfassung: Die angekündigten US-Sanktionen führen bereits zu Einschränkungen iranischer Flugverbindungen. Besonders betroffen sind internationale Flüge und Unternehmen, die iranische Maschinen mit Kerosin oder Bodenabfertigung unterstützen.

Quelle: n-tv.de

Tankrabatt spaltet die Wirtschaft in Kassel

Die Bundesregierung will die Energiesteuer auf Benzin und Diesel vom 1. Oktober bis Ende Dezember um 14 Cent pro Liter senken. Einschließlich Mehrwertsteuer soll die Entlastung bis zu 17 Cent pro Liter betragen; später soll ein Spritpreisdeckel als Kriseninstrument folgen.

In der regionalen Wirtschaft wird die Maßnahme unterschiedlich bewertet. Christoph Frank, Geschäftsführer der Spedition Jung in Kassel, erwartet für sein Unternehmen keinen großen Effekt, weil mit den meisten Kunden Diesel-Floater vereinbart sind. Steigende Dieselpreise werden dabei regelmäßig über die Transportpreise angepasst; nach dem ersten starken Preissprung wurden die Zuschläge im Schnitt etwa alle zehn Tage neu berechnet.

Frank sieht den Tankrabatt dennoch kritisch, weil die Entlastung allen Marktteilnehmern zugutekommt. Seiner Einschätzung nach können dadurch auch Unternehmen profitieren, die sich durch Lohndumping oder das Unterlaufen deutscher und europäischer Regeln Wettbewerbsvorteile verschaffen.

Grundsätzliche Zweifel äußert Guido Bünstorf, Ökonom an der Universität Kassel. Hohe Preise seien in einer Mangellage ein wichtiges Signal und führten dazu, dass Menschen weniger verbrauchten, etwa indem sie weniger oder langsamer fahren. Eine Abschwächung des Preissignals könne notwendige Anpassungsreaktionen verhindern oder verzögern.

Bünstorf spricht sich stattdessen für eine direkte Entlastung von Arbeitnehmern aus, etwa durch eine kurzfristige Erhöhung des Grundfreibetrags bei der Einkommensteuer. Dadurch könne der Anreiz zum Spritsparen erhalten bleiben.

Der Tankrabatt kostet Bund und Länder rund 2,5 Milliarden Euro an Steuereinnahmen. Einen ähnlichen Rabatt gab es bereits im Mai und Juni. Damals sanken die Preise deutlich, die Mineralölkonzerne gaben die Steuersenkung jedoch nicht vollständig an die Kunden weiter.

Der Fachverband Omnibusverkehr Hessen kritisiert vor allem die Reihenfolge der Maßnahmen. Geschäftsführer Mathias Hörning fordert, zunächst einen wirksamen Preisdeckel oder Kontrollmechanismus einzuführen und erst danach die Steuern zu senken. Andernfalls könnten Mineralölkonzerne die Entlastung durch Preiserhöhungen teilweise wieder aufzehren.

Auch das Handwerk ist von den hohen Spritpreisen betroffen. Viele Betriebe haben zwar bereits Fahrzeuge mit Elektroantrieb angeschafft, der Großteil ist nach Angaben der Handwerkskammer Kassel jedoch weiterhin auf Verbrenner angewiesen. Bau- und Ausbaugewerke fahren täglich zu Kunden und Baustellen, Bäckereien beliefern ihre Filialen, Gebäudereiniger und Textilreinigungen legen große Strecken zurück.

Kammerpräsident Rolph Limbacher bezeichnete die hohen Spritpreise als weiteren großen Kostenfaktor. Tankrabatt und Spritpreisdeckel könnten kurzfristig helfen, langfristig brauche es jedoch planbare Kosten und verlässliche Rahmenbedingungen. Die Handwerkskammer fordert dauerhaft niedrigere Energiekosten sowie geringere Steuern, Abgaben und Lohnzusatzkosten.

Marcel Simon, Geschäftsführer der Bäckerei Amthor, sieht im Tankrabatt eine Erleichterung für die Lieferfahrzeuge. Bei Preisen von etwa 2,50 Euro habe das Unternehmen bereits über einen Kraftstoffzuschlag für Wiederverkäufer und Großkunden pro Anlieferung nachgedacht. Durch den Tankrabatt könnten Aufwand, Ärger und Missverständnisse verhindert werden.

Die IHK Kassel-Marburg hält eine dauerhafte Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel in Richtung der EU-Mindeststeuersätze für sinnvoll. Die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft kann die konkreten Folgen derzeit noch nicht beziffern, unter anderem wegen offener Fragen zu Lieferverträgen, Kosten und möglichen Auswirkungen auf die Fahrgastzahlen.

Zeitraum des Tankrabatts1. Oktober bis 31. Dezember
Senkung der Energiesteuer14 Cent pro Liter
Entlastung einschließlich Mehrwertsteuerbis zu 17 Cent pro Liter
Geschätzte Mindereinnahmen für Bund und Länderrund 2,5 Milliarden Euro
Genannter Dieselpreisetwa 2,50 Euro

Zusammenfassung: Der Tankrabatt soll Benzin und Diesel kurzfristig verbilligen, wird in Kassel aber kontrovers bewertet. Während Unternehmen eine Entlastung erwarten, warnen Ökonomen und Verbände vor falschen Anreizen, möglicher Mitnahme durch Mineralölkonzerne und fehlenden strukturellen Lösungen.

Quelle: HNA

Joe Kaeser fordert verlässliche Rahmenbedingungen und Investitionen

In der Sendung „maischberger“ sprach Joe Kaeser über die wirtschaftliche Lage Deutschlands, politische Veränderungen und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts. Der Manager und Aufsichtsratsvorsitzende von Siemens Energy betonte die Bedeutung von Rechtssicherheit, verlässlichen Rahmenbedingungen und Investitionen.

Deutschland sei trotz der aktuellen Herausforderungen weiterhin gut aufgestellt. Kaeser verwies auf starke Ingenieure, Fachkräfte und einen leistungsfähigen Mittelstand. Zugleich warnte er vor einer Deindustrialisierung und setzte in der Energiepolitik auf Innovation und neue Technologien.

Mit Blick auf CDU und SPD forderte Kaeser eine umfassende Agenda für Deutschland. Wirtschaft und Arbeit, Infrastruktur und Energie, Bildung und Innovation sowie Rente und Soziales müssten aus seiner Sicht zusammengedacht werden.

In der Sendung wurde außerdem über eine mögliche Minderheitsregierung diskutiert. Weitere Themen waren Russland, die AfD und Kaesers Besuch bei Wladimir Putin im Jahr 2014, den er rückblickend als „großartigen Fehler“ bezeichnete.

„Großartigen Fehler“

Zusammenfassung: Joe Kaeser sieht Deutschland mit seinen Fachkräften, Ingenieuren und dem Mittelstand weiterhin leistungsfähig. Für den Weg aus der Krise fordert er vor allem Rechtssicherheit, stabile Rahmenbedingungen, Investitionen sowie eine umfassende politische Agenda.

Quelle: ARD Mediathek

OECD hebt Konjunkturprognose für Deutschland an

Die OECD hat ihre Konjunkturprognose für die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr angehoben. Die in Paris ansässige Organisation erwartet ein Wachstum von 1,1 Prozent und liegt damit 0,4 Prozentpunkte über ihrer letzten Schätzung im Juni.

Der Deutschlandfunk berichtet zugleich über einen Wirtschaftsausblick, der mit zahlreichen Risiken behaftet bleibt. In der Berichterstattung wird außerdem Kritik am Tankrabatt aufgegriffen: Der OECD-Chefökonom bezeichnete ihn als „nicht zielgerichtet und kostspielig“.

Auch führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute erhöhten ihre Wachstumsprognosen für 2026 und 2027. Die angehobene OECD-Prognose bildet damit eine positivere Einschätzung der Entwicklung ab, ohne dass die im Bericht genannten Risiken des Wirtschaftsausblicks entfallen.

OECD-Prognose für die deutsche Wirtschaft1,1 Prozent Wachstum
Veränderung gegenüber der Schätzung im Juni0,4 Prozentpunkte
Weitere angehobene Prognosezeiträume2026 und 2027
„Tankrabatt ist nicht zielgerichtet und kostspielig“

Zusammenfassung: Die OECD erwartet für die deutsche Wirtschaft ein Wachstum von 1,1 Prozent und hebt ihre frühere Einschätzung um 0,4 Prozentpunkte an. Gleichzeitig verweist die Berichterstattung auf Risiken und kritisiert den Tankrabatt als nicht zielgerichtet und kostspielig.

Quelle: Deutschlandfunk

Einschätzung der Redaktion

Der Tarifabschluss ist ein notwendiger Schritt, um die Attraktivität der Branche zu erhöhen und Beschäftigte angesichts steigender Lebenshaltungskosten zu halten. Die gestaffelten Erhöhungen schaffen zwar Planungssicherheit, dürften den Kostendruck auf viele Betriebe jedoch weiter verschärfen. Entscheidend wird sein, ob höhere Löhne durch Produktivität, angemessene Preise und eine nachhaltige Nachfrage aufgefangen werden können.

Kernaussage: Mehr Lohn stärkt die Beschäftigten, verschärft kurzfristig aber den wirtschaftlichen Anpassungsdruck im Gastgewerbe.

Einschätzung der Redaktion

DiscoverEU ist mehr als ein Reiseangebot: Das Programm schafft einen niedrigschwelligen Zugang zu europäischer Erfahrung und kann das Zugehörigkeitsgefühl junger Menschen stärken. Die begrenzte Zahl der Tickets macht die Wirkung zwar selektiv, dennoch ist der Bildungs- und Integrationswert einer solchen Reise politisch und gesellschaftlich erheblich.

Kernaussage: Ein vergleichsweise kleines Mobilitätsprogramm mit großer Bedeutung für Begegnung, Selbstständigkeit und europäische Identität.

Einschätzung der Redaktion

Die Sanktionen zeigen, dass wirtschaftlicher Druck zunehmend über internationale Infrastruktur wirkt. Wenn Flughäfen, Abfertiger und Transitstaaten aus Furcht vor Folgemaßnahmen mitziehen, wird der zivile Flugverkehr zu einem direkten geopolitischen Hebel. Das erhöht die Isolation Irans, birgt aber zugleich Risiken für Reisende, regionale Stabilität und die humanitäre Erreichbarkeit.

Kernaussage: Die Maßnahmen treffen nicht nur Airlines, sondern verlagern den Sanktionsdruck auf das gesamte internationale Luftverkehrssystem.

Einschätzung der Redaktion

Der Tankrabatt ist als kurzfristige Entlastung nachvollziehbar, bleibt aber wirtschaftspolitisch problematisch. Er begünstigt auch Haushalte und Unternehmen, die die Unterstützung nicht dringend benötigen, und kann das Sparsignal hoher Energiepreise abschwächen. Nachhaltiger wären gezielte Hilfen für besonders belastete Gruppen sowie Maßnahmen, die Wettbewerb und Preisweitergabe kontrollierbar machen.

Kernaussage: Der Rabatt lindert kurzfristig Kosten, löst aber weder das Verteilungsproblem noch die strukturelle Energieabhängigkeit.

Einschätzung der Redaktion

Die zentrale Botschaft ist wirtschaftspolitisch überzeugend: Investitionen und Innovationen benötigen verlässliche Regeln, stabile Energiebedingungen und Planungssicherheit. Eine umfassende Agenda kann jedoch nur Wirkung entfalten, wenn sie über politische Absichtserklärungen hinausgeht und konkrete Prioritäten, Finanzierung sowie Umsetzungstermine festlegt. Andernfalls bleibt der Ruf nach besseren Rahmenbedingungen folgenlos.

Kernaussage: Deutschlands Standortproblem ist weniger ein Mangel an Fähigkeiten als ein Mangel an verlässlicher Umsetzung.

Einschätzung der Redaktion

Die angehobene Prognose ist ein positives Signal, sollte aber nicht als Entwarnung missverstanden werden. Ein moderates Wachstum kann die strukturellen Probleme der deutschen Wirtschaft nicht automatisch beheben. Entscheidend sind nun Investitionen, eine höhere Wettbewerbsfähigkeit und eine gezielte Krisenpolitik, die Entlastung nicht mit dauerhafter Subventionierung verwechselt.

Kernaussage: Die bessere Prognose verbessert die Stimmung, ersetzt aber keine wirtschaftspolitischen Reformen.

Quellen: