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title: Gasspeicher unter Druck, Industrie mit Rekord-Auftragsbestand
canonical: https://wirtschaft-ratgeber.de/gasspeicher-unter-druck-industrie-mit-rekord-auftragsbestand/
author: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion
published: 2026-08-20
updated: 2026-08-20
language: de
category: Nachrichten
description: Rekordaufträge stärken die deutsche Industrie, doch Energieunsicherheit, Engpässe, Chinas Technologievorsprung und hoher Wettbewerbsdruck bremsen die Erholung.
source: Provimedia GmbH
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# Gasspeicher unter Druck, Industrie mit Rekord-Auftragsbestand

> **Autor:** Wirtschaft-Ratgeber Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-08-20

**Zusammenfassung:** Rekordaufträge stärken die deutsche Industrie, doch Energieunsicherheit, Engpässe, Chinas Technologievorsprung und hoher Wettbewerbsdruck bremsen die Erholung.

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Zwischen Rekordaufträgen und wachsenden Belastungen steht die deutsche Wirtschaft vor einem widersprüchlichen Herbst: Während volle Orderbücher Hoffnung machen, bremsen Engpässe, internationale Konkurrenz und steigende Energierisiken die Erholung. Zugleich rücken Chinas Technologievorsprung und wirtschaftspolitische Weichenstellungen in den Fokus.

## Gasspeicherstände sorgen für Sorge vor steigenden Preisen

Das Bundeswirtschaftsministerium sieht angesichts der niedrigen Gasspeicherstände die Wirtschaft in der Pflicht und appelliert an die Händler. Das berichtet der Deutschlandfunk.

Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband warnt vor steigenden Preisen. Die Verbandsvorsitzende Pop sagte der „Rheinischen Post“, Privathaushalte sollten prüfen, ob ihr Gasvertrag eine Preisbindung über den Winter hinaus vorsieht. Andernfalls könne sich ein Preisvergleich und ein Wechsel lohnen.

> „Auch Staat gefragt“

Der Deutschlandfunk verweist zudem auf weiterhin hohe Preise und die Debatte über die Rolle des Staates. Konkrete weitere Zahlen oder Preisangaben enthält der vorliegende Beitrag nicht.

**Zusammenfassung:** Niedrige Gasspeicherstände beschäftigen Bundeswirtschaftsministerium und Verbraucherzentrale. Haushalte sollen ihre Vertragsbedingungen prüfen und bei fehlender Preisbindung einen Preisvergleich erwägen.

## Deutsche Industrie erreicht höchsten Auftragsbestand seit 2015

Die deutsche Industrie hat im Juni den höchsten Auftragsbestand seit Beginn der Erhebung im Jahr 2015 erreicht. Nach dem fünften Anstieg in Folge wuchs der Bestand an Bestellungen inflationsbereinigt um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat, berichtet SZ.de unter Berufung auf das Statistische Bundesamt.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat legte der Bestand offener Aufträge um 9,3 Prozent zu. Das war der stärkste Anstieg seit August 2022, als Nachholeffekte wegen der Corona-Pandemie eine Rolle spielten.

Alexander Krüger, Chefvolkswirt der Bank Bethmann HAL, bewertete die gefüllten Orderbücher grundsätzlich positiv. Gleichzeitig müssten die Aufträge abgearbeitet werden, was durch Versorgungsengpässe infolge der Hitzeperiode erschwert werde. Als zusätzlichen Belastungsfaktor nannte Krüger das Niedrigwasser am Rhein.

> „Der Auftragsbestand gibt weiter Grund zur Freude“

Nach Darstellung der SZ könnten viele Bestellungen deshalb vorerst nicht abgearbeitet werden. Produktionsdrosselungen sprächen für eine niedrig bleibende Kapazitätsauslastung.

Die Konjunkturaussichten haben sich laut SZ.de zuletzt aufgehellt. Die Industrie profitiert demnach auch von staatlichen Großaufträgen für Infrastruktur und Verteidigung. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken verdoppelte seine Wachstumsprognose für das deutsche Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr von 0,5 auf 1,0 Prozent.

> „Das Niedrigwasser im Rhein und die Hitzewelle bremsen die Erholung der Wirtschaft nur vorübergehend“

Das sagte BVR-Chefvolkswirt Andreas Bley. Die exportabhängige Industrie steht zugleich weiterhin unter hohem Wettbewerbsdruck. Im Juli fürchtete mehr als jeder vierte Betrieb um seine Wettbewerbsfähigkeit auf Märkten außerhalb der Europäischen Union; 25,4 Prozent der Unternehmen gaben dies an.

Auch der europäische Markt wird von den Unternehmen kritischer beurteilt. Nach Ansicht von 17 Prozent der Firmen verschlechtert sich ihre Wettbewerbsposition auf dem europäischen Markt. Ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe sagte, die deutsche Industrie könne auf den internationalen Märkten weiterhin keinen Boden gutmachen. Gerade außerhalb Europas bleibe der Wettbewerbsdruck hoch.

> „Gerade außerhalb Europas bleibt der Wettbewerbsdruck hoch.“

Die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe ging im ersten Halbjahr erneut zurück. Ende Juni wurden noch 5,29 Millionen Beschäftigte gezählt, 144 100 oder 2,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Cyrus de la Rubia, Chefvolkswirt der Hamburg Commercial Bank, führte die Entwicklung auf die zunehmende Konkurrenz aus China zurück. Der Wettbewerb mit chinesischen Anbietern auf dem chinesischen Markt und auf Drittmärkten habe innerhalb kürzester Zeit massiv an Intensität gewonnen.

Die Reichweite des Auftragsbestands blieb im Juni bei 8,9 Monaten. Einen höheren Wert habe es seit Beginn der Erhebung im Jahr 2015 noch nie gegeben. Die Kennzahl beschreibt, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne Neugeschäft theoretisch benötigen würden, um vorhandene Bestellungen abzuarbeiten.

| Kennzahl | Wert | 

| Anstieg gegenüber dem Vormonat | 0,8 Prozent | 

| Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat | 9,3 Prozent | 

| Reichweite des Auftragsbestands im Juni | 8,9 Monaten | 

| Beschäftigte im verarbeitenden Gewerbe Ende Juni | 5,29 Millionen | 

| Rückgang der Beschäftigung zum Vorjahr | 144 100 oder 2,7 Prozent | 

| Wachstumsprognose des BVR | von 0,5 auf 1,0 Prozent | 

Besonders stark trug die Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen zur positiven Entwicklung bei. In diesem Bereich stieg der Auftragsbestand um 4,6 Prozent. Im Maschinenbau gab es ein Plus von 0,9 Prozent, das sich ebenfalls positiv auf das Gesamtergebnis auswirkte.

- Der Auftragsbestand erreichte den höchsten Wert seit 2015.

- Niedrigwasser am Rhein und die Hitzeperiode erschweren die Abarbeitung der Bestellungen.

- Der internationale Wettbewerbsdruck bleibt insbesondere außerhalb Europas hoch.

- Die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe ist gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

**Zusammenfassung:** Rekordaufträge verbessern die Perspektiven der deutschen Industrie, treffen aber auf Liefer- und Versorgungsengpässe. Zugleich belasten der internationale Wettbewerbsdruck und der Beschäftigungsabbau die Branche.

## „Wirtschaft vor acht“ berichtet über Robotik und künstliche Intelligenz

Die tagesschau kündigte für „Wirtschaft vor acht“ vom 19.08.2026 einen Beitrag zu Robotik und künstlicher Intelligenz an. In der Vorschau der ARD Mediathek steht China im Mittelpunkt, das den Boom mit Geld und Tempo vorantreibt.

Thematisiert wird außerdem der Börsengang des Roboter-Herstellers Unitree in Schanghai, der laut Vorschau furios verlief. Gleichzeitig äußern sich die Deutschen eher zurückhaltend zu den neuen Techniktrends; es überwiegt die Skepsis.

**Zusammenfassung:** Die Berichterstattung stellt Chinas Dynamik bei Robotik und künstlicher Intelligenz der zurückhaltenden Haltung der Deutschen gegenüber.

## Hannovers Oberbürgermeister-Kandidaten zum Thema Wirtschaft

SAT.1 Regional führt eine Meldung zur Oberbürgermeister-Wahl in Hannover und zu Fragen an die Kandidaten zum Thema Wirtschaft. Der vorliegende Quellenauszug enthält jedoch keine nutzbaren Angaben zu den Kandidaten, ihren Antworten oder konkreten wirtschaftspolitischen Positionen.

**Zusammenfassung:** SAT.1 Regional kündigt eine wirtschaftspolitische Befragung der Kandidaten an; konkrete Inhalte sind im vorliegenden Material nicht enthalten.

## Einschätzung der Redaktion

Die wirtschaftliche Lage zeigt ein widersprüchliches Bild: Hohe Auftragsbestände und Investitionen in Zukunftstechnologien bieten Chancen, doch fehlende Kapazitäten, Energieunsicherheit und wachsender internationaler Wettbewerbsdruck begrenzen den Nutzen. Entscheidend ist daher, ob Deutschland bestehende Aufträge tatsächlich in Produktion, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit umwandeln kann.

**Kernaussage:** Die Erholung ist möglich, aber keineswegs gesichert. Energiepreise, Lieferfähigkeit und technologische Anpassung werden über die industrielle Stärke entscheiden.

Quellen:
- [Wirtschaft - Ministerium appelliert wegen niedriger Gasspeicherstände an Händler](https://www.deutschlandfunk.de/ministerium-appelliert-wegen-niedriger-gasspeicherstaende-an-haendler-108.html)
- [Wirtschaft - Ministerium appelliert wegen niedriger Gasspeicherstände an Händler - Verbraucherzentrale warnt vor steigenden Preisen](https://www.deutschlandfunk.de/ministerium-appelliert-wegen-niedriger-gasspeicherstaende-an-haendler-verbraucherzentrale-warnt-vor--100.html)
- [Deutsche Industrie: Auftragsbestand erreicht Rekordwert](https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/industrie-auftragsrekord-konjunktur-li.3533790)
- [Wirtschaft vor acht vom 19.08.2026](https://www.tagesschau.de/video/video-1634160.html)
- [Vorschau: Wirtschaft vor acht](https://www.ardmediathek.de/tv-programm/6a4f64b17e808557e030338a)
- [Oberbürgermeister-Wahl in Hannover: Kandidaten stellen sich Fragen zum Thema Wirtschaft](https://www.sat1regional.de/artikel/oberbuergermeister-wahl-in-hannover-kandidaten-stellen-sich-fragen-zum-thema)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [wirtschaft-ratgeber.de](https://wirtschaft-ratgeber.de/gasspeicher-unter-druck-industrie-mit-rekord-auftragsbestand/)*
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