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title: BYD verschiebt Ungarn-Werk und prüft zweiten europäischen Standort
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author: Wirtschaft-Ratgeber Redaktion
published: 2026-08-23
updated: 2026-08-23
language: de
category: Nachrichten
description: Der Pressespiegel beleuchtet BYDs verzögerten Europaausbau und Reformdruck: Gefordert werden mehr Liberalismus, verlässliche Regeln und wirtschaftsfreundliche Politik.
source: Provimedia GmbH
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# BYD verschiebt Ungarn-Werk und prüft zweiten europäischen Standort

> **Autor:** Wirtschaft-Ratgeber Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-08-23

**Zusammenfassung:** Der Pressespiegel beleuchtet BYDs verzögerten Europaausbau und Reformdruck: Gefordert werden mehr Liberalismus, verlässliche Regeln und wirtschaftsfreundliche Politik.

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Zwischen verzögertem Ausbau, wachsendem Reformdruck und korrigierten Wirtschaftsdaten zeigt der Pressespiegel die zentralen Spannungsfelder der deutschen und europäischen Wirtschaft. Im Fokus stehen BYDs Expansionspläne, die Zukunft des Liberalismus, Rückschläge bei Ansiedlungen und die Forderungen der Verbände an die Bundesregierung.

## BYD verschiebt Werk in Ungarn und sucht bereits einen zweiten Standort

Der chinesische Autohersteller BYD baut sein Europa-Geschäft aus, steht dabei aber vor Verzögerungen und steigenden Anforderungen. Wie die **WirtschaftsWoche** berichtet, hat BYD die Eröffnung seines ersten europäischen Autofabrikstandorts im ungarischen Szeged mehrfach verschoben.

Bislang liefert BYD seine Fahrzeuge per Schiff nach Europa. Die Konzernflotte umfasst inzwischen acht eigene Frachter, von denen einige bis zu 7000 Fahrzeuge laden können. 2024 transportierte BYD 50.912 Fahrzeuge nach Europa, 2025 waren es bereits 187.657. Bis Ende des Jahrzehnts soll die Hälfte aller BYD-Autos im Ausland verkauft werden.

Eine Produktion in Europa soll die Abhängigkeit von der eigenen Flotte verringern und zugleich Kosten senken. Fahrzeuge, die innerhalb der Europäischen Union hergestellt werden, unterliegen nicht den Strafzöllen auf Elektroautos aus China.

Der Bau des Werks in Szeged wurde bereits 2023 angekündigt. Die Eröffnung war ursprünglich für Ende 2025 vorgesehen. Im Juni teilte BYD mit, dass die Fabrik stattdessen spätestens Ende 2026 eröffnet werden solle. Auf dem rund 300 Hektar großen Areal stehen laut Satellitenbildern inzwischen sechs größere Fabrikhallen, ein großer Teil des Geländes befindet sich jedoch weiterhin im Bau.

Zu Beginn sollen in Ungarn rund 150.000 Fahrzeuge jährlich produziert werden, langfristig sollen es bis zu 300.000 sein. Als erste Modelle sind der Dolphin Surf und der Atto vorgesehen, mindestens zwei weitere Modelle sollen folgen.

Eine eigene Batteriezellenproduktion ist in Szeged zunächst nicht geplant. Nach Angaben der WirtschaftsWoche sollen Batteriezellen aus China importiert und in Ungarn zu Batteriemodulen und Batteriepacks montiert werden. Als Grund wird genannt, dass wichtige Rohstoffe wie Grafit weiterhin aus Asien nach Europa transportiert werden müssten und der Kostenvorteil einer europäischen Zellproduktion deshalb gering wäre.

BYD führte nach eigenen Angaben Gespräche mit mehr als 600 potenziellen europäischen Zulieferern. Wie viele dieser Gespräche in Kooperationen mündeten, teilte das Unternehmen nicht mit. Die WirtschaftsWoche verweist zudem auf Herausforderungen durch höhere Produktionskosten, komplexe Lieferketten und regulatorische Anforderungen.

Die Organisation China Labor Watch befragte im Herbst 2025 rund 50 chinesische Arbeiter, die auf der ungarischen Baustelle beschäftigt waren. Laut dem Bericht hätten sie von Arbeitszeiten an sieben Tagen pro Woche und von bis zu 14 Stunden am Stück berichtet. Zudem seien Überstunden oft nicht bezahlt und Teile des Lohns einbehalten worden. BYD erklärte, der Arbeitsschutz habe in jeder Phase der Investitionen oberste Priorität; die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben werde durch einen externen Partner überwacht.

> „Die Produktion in Europa ist teurer als die in China, das drückt die Marge“, sagte Autoexpertin Beatrix Keim laut WirtschaftsWoche.

Ein früherer Plan für ein Werk in der Türkei liegt dagegen vorerst auf Eis. BYD hatte eine Investition von rund einer Milliarde US-Dollar für eine Fabrik im westtürkischen Manisa bei Izmir vorgesehen. Die geplante Kapazität lag bei 150.000 Autos pro Jahr. Im ersten Halbjahr 2026 sank der Absatz von BYD in der Türkei auf 6809 verkaufte Autos, ein Minus von 73,3 Prozent.

Parallel sucht BYD bereits nach einem zweiten europäischen Standort, obwohl das Werk in Ungarn noch nicht in Betrieb ist. Der zweite Standort soll im Süden Europas liegen; Spanien gilt laut einer BYD-Managerin als interessant. BYD will dabei keine neue Fabrik auf der grünen Wiese bauen, sondern eine bestehende Anlage übernehmen.

Für den Markterfolg reicht eine lokale Produktion nach Einschätzung von Beatrix Keim jedoch nicht aus. Die Fahrzeuge müssten sich zunächst über zwei oder drei Jahre im Alltag bewähren. Zudem fehlten bislang Erfahrungswerte zu Service, Pannenstatistik und Restwerten. Der Markt für Neuwagen umfasst in Deutschland circa drei Millionen Fahrzeuge im Jahr, der Gebrauchtwagenmarkt bis zu sieben Millionen Fahrzeuge pro Jahr.

In Deutschland lag der Marktanteil von BYD bisher bei zwei Prozent. Die Zahl der Händler stieg laut WirtschaftsWoche von 26 Anfang 2025 auf 150 Ende 2025. Bis Ende dieses Jahres sollen es 350 Händler sein.

**Infobox – wichtigste Erkenntnisse:**

- Die Eröffnung des BYD-Werks in Szeged wurde von Ende 2025 auf spätestens Ende 2026 verschoben.

- Anfangs sind rund 150.000 Fahrzeuge pro Jahr vorgesehen, langfristig bis zu 300.000.

- In Ungarn sollen zunächst keine Batteriezellen hergestellt werden.

- BYD prüft bereits einen zweiten europäischen Standort, bevorzugt durch die Übernahme einer bestehenden Anlage.

- Der deutsche Marktanteil von BYD liegt bisher bei zwei Prozent.

## FAZ: Liberalismus bleibt trotz geopolitischer Spannungen relevant

Die **FAZ** plädiert für eine regelgebundene, liberale Wirtschaftspolitik und wendet sich gegen einen dauerhaft intervenierenden Staat. Grundlegende ökonomische Zusammenhänge würden unabhängig vom geopolitischen Regime und vom jeweiligen Zeitgeist gelten.

In der öffentlichen Debatte wird der Liberalismus zunehmend infrage gestellt. Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, hält die Zeit ordnungspolitischer Predigten für vorbei. Moritz Schularick, Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, beschreibt laut FAZ einen Übergang von einer regelbasierten Ordnung nach Charles de Montesquieu zu einer Welt, in der wirtschaftliche Abhängigkeiten nach dem Muster Albert Hirschmans als geopolitische Waffen eingesetzt werden.

Die FAZ verweist auf zahlreiche Veröffentlichungen, in denen dem Liberalismus das Ende vorausgesagt werde. Zugleich hätten die Entfremdung Amerikas, die militärische Bedrohung durch Russland und die wirtschaftlichen Konflikte mit China den Ruf nach handlungsfähigen Staaten in Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik verstärkt.

Nach Ansicht der FAZ führt dieser Ruf jedoch häufig dazu, bewährte wirtschaftspolitische Erkenntnisse zugunsten staatlicher Interventionen aufzugeben. Als Beispiele nennt der Beitrag Subventionswettläufe in der Chipindustrie und Fehlverwendungen öffentlicher Mittel in staatlichen Investitionsprogrammen.

Die Argumentation, aus Marktversagen unmittelbar die Notwendigkeit staatlichen Handelns abzuleiten, bezeichnet die FAZ als „Nirvana-Fehlschluss“. Begriffe wie Industriepolitik, Resilienz und Souveränität könnten keine Fakten schaffen. Gleichzeitig habe sich die deutsche Wirtschaft in den vergangenen acht Jahren in der Summe fast nicht vergrößert. Die private Aktivität liege darnieder, während öffentliche Schuldenmilliarden nur für ein kleines Konjunkturfeuerwerk reichten.

Die Ursachen der Wachstumsschwäche sieht die FAZ unter anderem in einer Schwäche der privaten Investitionen, einem Potentialwachstum nahe null und einem Staatsversagen. Ein Staat, der dauerhaft interveniere, aber keinen verlässlichen Ordnungsrahmen bereitstelle, sei nach ordoliberaler Auffassung nicht stark, sondern schwach.

Auch bei Zöllen warnt die FAZ vor einer einseitigen Betrachtung. Abweichungen vom Freihandelsideal könnten aus geopolitischen Gründen verführerisch oder in bestimmten Fällen ratsam sein. Sie verursachten jedoch ökonomische Kosten, die von Volkswirtschaften getragen würden und politische Folgen an den Wahlurnen haben könnten.

Der Beitrag beschreibt, dass Donald Trump zwar zahlreiche Zölle erhöht, regelrechte Zollkriege mit China nach anfänglichen Drohungen aber vermieden habe. Das Schlagwort „TACO“ – „Trump always chickens out“ – sei entstanden, weil aktive Zollpolitik zu steigenden Preisen beitrage. Die frühere Aussage Trumps, Handelskriege seien „gut und einfach zu gewinnen“, habe an Bedeutung verloren.

Bei chinesischen Industrieexporten nach Europa seien Abwehrmaßnahmen ebenfalls ambivalent. Sie könnten europäischen Industrieunternehmen kurzfristig helfen, würden europäischen Konsumenten aber die Möglichkeit nehmen, Autos zu günstigen Preisen zu erwerben. Die FAZ zitiert Gabriel Felbermayr und Martin Braml mit der Einschätzung, dass der Verkauf unter Herstellungskosten einem Wohlstandstransfer wie bei einer Schenkung gleichkomme.

> „Aus Konsumentensicht ist es schließlich sehr erfreulich, wenn man eine Ware unter ihrem Wert kaufen kann“, schreiben Gabriel Felbermayr und Martin Braml laut FAZ.

Für Europa sieht die FAZ einen wichtigen Wachstumsschub in der Weiterentwicklung des Binnenmarkts. Dazu gehörten der Abbau von Handelsschranken sowie eine stärkere Förderung von Hochtechnologie anstelle des Bestandsschutzes alternder Industrien. Eine Kapitalmarktunion könnte privates Kapital effizienter verteilen und europäischen Start-ups eine heimische Perspektive geben.

Staatlich finanzierte Industriepolitik bezeichnet die FAZ als trügerisches Wundermittel. Als Beispiel für industriepolitisches Versagen nennt der Beitrag den Niedergang des europäischen Ariane-Projekts im Vergleich zu den Aktivitäten von Elon Musk in den Vereinigten Staaten. 2017 habe SpaceX den europäischen Trägerraketenhersteller Arianespace als globalen Marktführer für kommerzielle Satellitenstarts abgelöst.

Die FAZ unterscheidet zwischen einer gaullistischen und einer liberalen Vorstellung von Souveränität. Die gaullistische Sicht strebe weitgehende Autarkie in strategisch wichtigen Wirtschaftszweigen an. Die liberale Sicht akzeptiere dagegen die Vernetzung der globalisierten Welt und wolle Souveränität durch ein wettbewerbsfähiges Europa erreichen, das seine Stärken in Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten und China einbringt.

Am Ende warnt der Beitrag vor wirtschaftlicher Überdehnung. Die liberale, regelgebundene Politik schaffe am ehesten die Voraussetzungen, um geopolitische Lasten zu tragen, ohne Wähler in die Arme von Populisten zu treiben.

**Infobox – wichtigste Erkenntnisse:**

- Die FAZ verteidigt liberale und regelgebundene Wirtschaftspolitik.

- Ein dauerhaft intervenierender Staat wird als schwacher Staat bewertet.

- Industriepolitik, Zölle und Abschottung können wirtschaftliche Kosten verursachen.

- Europa soll den Binnenmarkt weiterentwickeln und Handelsschranken abbauen.

- Souveränität wird als Wettbewerbsfähigkeit und nicht zwingend als Autarkie verstanden.

## Sioux beendet Ansiedlungspläne bei Magdeburg

Das niederländische High-Tech-Unternehmen Sioux zieht sich nach Angaben der Landesregierung aus Sachsen-Anhalt zurück. Darüber berichten **SZ.de** und **DIE ZEIT** unter Berufung auf eine Meldung der Deutschen Presse-Agentur.

Der Rückzug betrifft die geplante Ansiedlung in Barleben bei Magdeburg. Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) sagte, die Entscheidung sei im Land bereits länger bekannt. Sie habe nichts mit Sachsen-Anhalt zu tun, sondern sei Folge interner Umstellungen bei Sioux.

Laut Handelsregister wurde die Sioux Technologies Systems GmbH Barleben bereits im Februar dieses Jahres aufgelöst. Das Unternehmen war am Wochenende nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Sioux hatte im Juli 2023 angekündigt, sich in Barleben bei Magdeburg anzusiedeln. Das Vorhaben galt als erste größere Ansiedlung im Zusammenhang mit den Intel-Plänen für die Landeshauptstadt. Geplant war ein Forschungs- und Entwicklungszentrum mit rund 300 neuen Jobs.

Schulze betonte, der Rückzug sei kein Zeichen für eine Schwäche des Wirtschaftsstandorts Sachsen-Anhalt. Als positive Entwicklungen nannte er laut SZ.de und DIE ZEIT unter anderem die Grundsteinlegung von Florida Eis in Schönebeck sowie ein 700 Millionen-Investment für ein neues Wohnprojekt in Magdeburg.

Der Ministerpräsident erklärte, bei positiven Entwicklungen gebe es auch Rückschläge. Die Ansiedlung von Sioux war damit ein zentraler Bestandteil der Erwartungen an zusätzliche High-Tech-Arbeitsplätze im Umfeld der geplanten Intel-Ansiedlung, wird nun aber nicht weiterverfolgt.

**Infobox – wichtigste Erkenntnisse:**

- Sioux beendet die Pläne für eine Ansiedlung in Barleben bei Magdeburg.

- Die Sioux Technologies Systems GmbH Barleben wurde laut Handelsregister im Februar dieses Jahres aufgelöst.

- Das 2023 angekündigte Forschungs- und Entwicklungszentrum sollte rund 300 Jobs schaffen.

- Die Landesregierung führt interne Umstellungen bei Sioux als Grund für den Rückzug an.

- Ministerpräsident Sven Schulze sieht darin keine Schwäche des Wirtschaftsstandorts Sachsen-Anhalt.

## Wirtschaftsverbände fordern von Bundesregierung mehr Entlastungen

Zum Ende der politischen Sommerpause verlangen Wirtschaftsverbände ein höheres Reformtempo. Wie die **Augsburger Allgemeine** berichtet, soll die Bundesregierung bei ihrer Klausur im brandenburgischen Neuhardenberg zusätzliche Entlastungen bei Steuern und Bürokratie beraten.

Die Minister von CDU/CSU und SPD wollen unter anderem über Reformen bei Rente, Steuern, Entbürokratisierung und Digitalisierung sprechen. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte eine schnelle Umsetzung der Reformpläne an und sprach von einer umfassenden Entlastung für die Wirtschaft, insbesondere für Handwerk und Mittelstand.

> „Was der Wirtschaft jetzt am meisten hilft, ist echter Rückbau unnötiger Bürokratie – und zwar aus Berlin und aus Brüssel gleichermaßen“, sagte David Deißner von der Stiftung Familienunternehmen und Politik laut Augsburger Allgemeiner.

Deißner kritisierte, bei den Entlastungen gehe es „einen Schritt vor und zwei zurück“. Familienunternehmen bekämen die steigenden Belastungen zu spüren. Die EU-Kommission verspreche seit Jahren, Berichtspflichten abzuschaffen, tatsächlich würden die Belastungen jedoch immer höher, etwa durch die EU-Verpackungsverordnung.

Eine Studie der Stiftung Familienunternehmen beziffert laut dem Bericht das mögliche Produktivitätsplus einer Bürokratiereform auf 1,6 Prozent binnen eines Jahres. Deißner fordert, die Bundesregierung solle genau dort ansetzen.

Umstritten ist insbesondere die geplante Rentenreform. Sie umfasst 33 Vorschläge der Rentenkommission, die Arbeitsministerin Bärbel Bas als „Gesamtkunstwerk“ bezeichnete. Friedrich Merz will das Paket vollständig umsetzen.

Die geplante Abschaffung der sogenannten „Rente mit 63“ sorgt laut Augsburger Allgemeiner nicht nur in der SPD für Kritik. Auch drei CDU-Ministerpräsidenten aus Ostdeutschland äußerten sich ablehnend zu dem Vorhaben, die abschlagsfreie frühere Rente nach 45 Beitragsjahren zu streichen.

Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates der CDU, fordert dagegen, das vereinbarte Rentenpaket vollständig umzusetzen. Die Abschaffung der „Rente mit 63“ sei angesichts der Haushaltslage und der demografischen Entwicklung geboten.

Steiger verlangt außerdem mehr Ehrgeiz bei der Reform von Steuern und Abgaben. Deutschland gehöre bei der Belastung von Arbeit international zur Spitzengruppe. Eine gezielte Senkung der Belastung von Erwerbsarbeit könne Arbeitsangebot, Beschäftigung und Wachstum stärken.

Zusätzliche Steuerentlastungen fordern auch die Familienunternehmer. David Deißner kritisiert, die vorgesehene Erhöhung des Steuersatzes und der fehlende Ausgleich der kalten Progression wirkten sich negativ auf die Wirtschaft aus.

**Infobox – wichtigste Erkenntnisse:**

- Wirtschaftsverbände fordern mehr Tempo bei Steuer- und Bürokratiereformen.

- Eine Studie sieht bei einer Bürokratiereform ein Produktivitätsplus von 1,6 Prozent binnen eines Jahres.

- Die Rentenreform umfasst 33 Vorschläge.

- Die Abschaffung der „Rente mit 63“ ist politisch umstritten.

- Gefordert werden außerdem niedrigere Belastungen auf Erwerbsarbeit und zusätzliche Steuerentlastungen.

## Spiegel: Korrigierte Zahlen relativieren Wachstumssorgen

Der **Spiegel** thematisiert in einer Kolumne korrigierte Wirtschaftsdaten und stellt die Frage, ob Deutschland seine wirtschaftliche Lage möglicherweise schlechter einschätzt, als es die Zahlen rechtfertigen. Der Beitrag trägt den Titel „Wachstum? Welches Wachstum? Wir sind (ein bisschen) besser als wir glauben“.

Der vollständige Artikel war in der vorliegenden Quelle nicht abrufbar. Deshalb enthält die Meldung keine weiteren verwertbaren Angaben zu den korrigierten Zahlen oder zu den konkreten wirtschaftlichen Entwicklungen.

**Infobox – wichtigste Erkenntnisse:**

- Der Spiegel berichtet über korrigierte Wirtschaftszahlen.

- Die Kolumne stellt die vorherrschenden Wachstumssorgen infrage.

- Weitere Daten und Fakten waren in der vorliegenden Quelle nicht verfügbar.

## Einschätzung der Redaktion

BYDs Verzögerungen zeigen, dass der Aufbau europäischer Produktionsstrukturen deutlich anspruchsvoller ist als die reine Expansion über Importvolumen. Der gleichzeitige Blick auf einen zweiten Standort wirkt deshalb ambitioniert und birgt das Risiko, Managementkapazitäten sowie Kapital zu stark zu binden. Entscheidend wird sein, ob BYD neben Kostenvorteilen auch belastbare Standards bei Qualität, Service, Arbeitsbedingungen und lokaler Wertschöpfung etabliert. Erst dann kann aus schnellem Marktzugang eine dauerhaft starke Position im europäischen Automobilmarkt werden.

**Kernaussage:** BYD bleibt ein ernstzunehmender Wettbewerber, muss seine europäische Expansion aber organisatorisch und reputativ stabilisieren, bevor zusätzliche Standorte ihre volle Wirkung entfalten können.

Quellen:
- [BYD-Fabrik in Europa: Werk in Ungarn verzögert sich](https://www.wiwo.de/technologie/wirtschaft-von-oben/byd-fabrik-in-europa-werk-in-ungarn-verzoegert-sich/100248251.html)
- [Ordnungspolitik: Der Liberalismus ist nicht tot](https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/ordnungspolitik-der-liberalismus-ist-nicht-tot-accg-201142865.html)
- [Wirtschaft - Landesregierung: High-Tech-Firma beendet Pläne bei Magdeburg - Wirtschaft](https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/wirtschaft-landesregierung-high-tech-firma-beendet-plaene-bei-magdeburg-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260823-930-570187)
- [(S+) Meinung: Deutschlands Wirtschaft: Korrigierte Zahlen relativieren Wachstumssorgen - Kolumne](https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutschlands-wirtschaft-korrigierte-zahlen-relativieren-wachstumssorgen-kolumne-a-45a81b6b-83dd-4e57-8728-44f39abdeadc)
- [So kann die Wirtschaft entlastet werden](https://www.augsburger-allgemeine.de/politik/nach-der-sommerpause-diese-reformen-koennen-die-wirtschaft-entlasten-115062271)
- [Wirtschaft: Landesregierung: High-Tech-Firma beendet Pläne bei Magdeburg](https://www.zeit.de/news/2026-08/23/landesregierung-high-tech-firma-beendet-plaene-bei-magdeburg)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [wirtschaft-ratgeber.de](https://wirtschaft-ratgeber.de/byd-verschiebt-ungarn-werk-und-prueft-zweiten-europaeischen-standort/)*
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